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Ot: wie würdet ihr wählen?

14. Juli 2016 um 18:01

Mein Kumpel und seine Freundin wollen zusammenziehen.

Zusammen hötten sie derzeit ein Haushaltseinkommen von 3800 netto.

Seine Stelle ist stressig und die Chefs versuchen ihn kleinzuhalten, trotz mittlerweile abgeschlossenen Studium. Außerdem wird es die nächsten Jahre Kündigungswellen und Entlassungen geben. Er verdient dort 2100 netto.

Nun hab ich ihm gesteckt, dass bei uns im ö.D. Eine stelle frei wird. Vollzeit undbefristet im gehobenen Dienst. Verdient zumächst 1850 und dann (das ist lt. TVöD so) steigt er in den Stufen bis auf 2600 netto.

Jetzt fragte er mich: Lieber einen sicheren Job im langweiligen Ö.D. Ohne Entwicklungsmöglichkeit mit ausreichendem Verdienst oder einen gutbezahlten Job in der freien Wirtschaft ohne geoßartige Sicherheit?

Was würdet ihr wählen?

Ich würde immer die Sicherheit des ö.D. Wählen, auch wenn es bedeutet, zunächst zurückstecken zu müssen.

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14. Juli 2016 um 18:27

Also
halten mich wahrscheinlich alle für blöd... aber ich hab den Öd verlassen für eine unsichere und schlechter bezahltere stelle :/ muss dazu sagen das ich mit vielen Männern zusammen gearbeitet habe und man da manchmal den einen oder anderen sprich kassiert hat... naja hin oder her ich würde mich immer wieder so entscheiden aber in dem Fall deines bekannten würde ich natürlich auch den öffentlichen Dienst wählen

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14. Juli 2016 um 18:41

Also ich würde nach dem Studium nicht ohne Not in den gehobenen Dienst wechseln
Nicht nur wegen des nicht gerade üppigen Gehalts und der eher moderaten gehaltsentwicklung, sondern auch wegen der üblichen Aufgaben. Der gehobene Dienst ist ja schon sehr abhängig von Weisungen anderer und man hat eher geringe möglichkeiten auf irgendetwas relevantes Einfluss zu nehmen. Man arbeitet eben sehr viel zu.

Ich habe mich immer für Risiko entschieden und bin meiner Berufung gefolgt. Uns geht es gut.

Müsste ich einen langweiligen Job machen, würde ich das wohl hinbekommen. Ich habe aber über die Jahre in der Generation meiner Eltern leider häufig gesehen, was solche Brotjobs mit ehemals klugen, interessanten, nonkonformen Menschen aus Kunst, Kultur und Wissenschaft auf Dauer machen... Das Amt frisst sie alle... Und es macht alle gleich - nörgelig, pingelig, kleingeistig, nicht mehr körperlich gesund.

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14. Juli 2016 um 18:51
In Antwort auf xoxoklioxoxo

Also ich würde nach dem Studium nicht ohne Not in den gehobenen Dienst wechseln
Nicht nur wegen des nicht gerade üppigen Gehalts und der eher moderaten gehaltsentwicklung, sondern auch wegen der üblichen Aufgaben. Der gehobene Dienst ist ja schon sehr abhängig von Weisungen anderer und man hat eher geringe möglichkeiten auf irgendetwas relevantes Einfluss zu nehmen. Man arbeitet eben sehr viel zu.

Ich habe mich immer für Risiko entschieden und bin meiner Berufung gefolgt. Uns geht es gut.

Müsste ich einen langweiligen Job machen, würde ich das wohl hinbekommen. Ich habe aber über die Jahre in der Generation meiner Eltern leider häufig gesehen, was solche Brotjobs mit ehemals klugen, interessanten, nonkonformen Menschen aus Kunst, Kultur und Wissenschaft auf Dauer machen... Das Amt frisst sie alle... Und es macht alle gleich - nörgelig, pingelig, kleingeistig, nicht mehr körperlich gesund.

Och, zwei Freundinnen von mir,
eine im gehobenen Dienst im Auswärtigen Amt, die andere beim BND, machen beide eine inhaltlich sehr anspruchsvolle Arbeit, mit viel Eigenverantwortung. Die beim AA ist für zwei Rechtsgebiete zuständig (und Ansprechpartnerin für sämtliche Botschaften in diesem Gebiet), da kommen sowohl der Referatsleiter, als auch der Abteilungsleiter (!) um sie fachlich zu konsultieren. Also so ganz abtuen würde ich das nicht. Mit Master/Diplom/Examen hat man, je nach Behörde, auch beste Chancen aufzusteigen in den Höheren.

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14. Juli 2016 um 19:15
In Antwort auf pinguin122

Och, zwei Freundinnen von mir,
eine im gehobenen Dienst im Auswärtigen Amt, die andere beim BND, machen beide eine inhaltlich sehr anspruchsvolle Arbeit, mit viel Eigenverantwortung. Die beim AA ist für zwei Rechtsgebiete zuständig (und Ansprechpartnerin für sämtliche Botschaften in diesem Gebiet), da kommen sowohl der Referatsleiter, als auch der Abteilungsleiter (!) um sie fachlich zu konsultieren. Also so ganz abtuen würde ich das nicht. Mit Master/Diplom/Examen hat man, je nach Behörde, auch beste Chancen aufzusteigen in den Höheren.

Gut, als Sprungbrett in eingn beliebten bereich
Könnte man das evtl. nutzen. Das bleibt abzuwägen. Aber auf diesen 'sicheren' stellen ist es meiner rrfahrubg nach etwas anders.

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14. Juli 2016 um 19:37

Die stelle
Ist im übrigen eine stelle im Controlling, Wirtschaftsförderung. Jetzt ist er im Projektmanagement und würde gern zum Controlling.

Klingt für mich beides gleichermaßen langweilig.

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14. Juli 2016 um 19:48

Ich
bin selber im Öffentlichen Dienst. Und meine Erfahrung ist wenn man dort im gehobenen Dienst einstiegt hat man wunderbare Möglichkeiten sich später intern auf höherwertige Stellen zu bewerben, grad mit Studium. Er kann es doch als Einstieg sehen. Die Sicherheit ist nicht zu verachten. Und was die Verantwortung und Abwechslung betrifft, ich habe schon so extrem unterschiedliche Stellen gehabt, vom Aufgabenbereich her, das hätte ich so in der freien Wirtschaft niemals innerhalb eines Unternehmens gefunden.

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14. Juli 2016 um 20:02
In Antwort auf sanne1178

Ich
bin selber im Öffentlichen Dienst. Und meine Erfahrung ist wenn man dort im gehobenen Dienst einstiegt hat man wunderbare Möglichkeiten sich später intern auf höherwertige Stellen zu bewerben, grad mit Studium. Er kann es doch als Einstieg sehen. Die Sicherheit ist nicht zu verachten. Und was die Verantwortung und Abwechslung betrifft, ich habe schon so extrem unterschiedliche Stellen gehabt, vom Aufgabenbereich her, das hätte ich so in der freien Wirtschaft niemals innerhalb eines Unternehmens gefunden.

Das kann
Ich für mich auch so übernehmen und das hab ich auch ihm gesagt. Im öD kannst du so viel Mist etc machen und im schlimmsten Fall wirst du versetzt. Für die sicherheit ein gutes Gehalt, geregelte Pausen, Gleitzeit, viel Urlaub, Sonderzahlungen, zusätzliche Altersvorsorge

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14. Juli 2016 um 21:35

Hallo
mein Mann ist jetzt von einer öffentlichen Einrichtung in die freie Wirtschaft gewechselt. Gründe waren besseres Gehalt, bessere Ausstattung seines Arbeitsumfelds und er wollte eben nicht mehr fernab der Realität im stillen Kämmerlein sitzen, sondern das reale Arbeitsleben kennenlernen. Bei den Bewerbungen hat er extrem gemerkt, dass ihn außer Hochschulen kaum einer wollte wegen fehlender Erfahrung, trotz sehr guten Masterabschluss.

Ich akzeptiere das so, mit gehts damit nicht schlechter oder besser. Einziger Wermutstropfen ist, dass er seine Promotionsstelle hat sausen lassen... aber ok, das ist seine Sache.

Mein Herz schlägt für Industrie, Handel und Wirtschaft. Ich stehe darauf zu sehen, wie sich Projekte entwickeln, vor allem, wenn ich mit dabei sein darf. Ehrlich, es ist denke schon ein gravierender Unterschied zwischen öffentlicher Dienst und freier Wirtschaft... bei ersterem hat man sicheres Gehalt, bei letzterem zeigen sich je nach Arbeitsweise Konsequenzen sowohl positiv als auch negativ. Interessant

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14. Juli 2016 um 21:36
In Antwort auf eddietheheadxxx

Hallo
mein Mann ist jetzt von einer öffentlichen Einrichtung in die freie Wirtschaft gewechselt. Gründe waren besseres Gehalt, bessere Ausstattung seines Arbeitsumfelds und er wollte eben nicht mehr fernab der Realität im stillen Kämmerlein sitzen, sondern das reale Arbeitsleben kennenlernen. Bei den Bewerbungen hat er extrem gemerkt, dass ihn außer Hochschulen kaum einer wollte wegen fehlender Erfahrung, trotz sehr guten Masterabschluss.

Ich akzeptiere das so, mit gehts damit nicht schlechter oder besser. Einziger Wermutstropfen ist, dass er seine Promotionsstelle hat sausen lassen... aber ok, das ist seine Sache.

Mein Herz schlägt für Industrie, Handel und Wirtschaft. Ich stehe darauf zu sehen, wie sich Projekte entwickeln, vor allem, wenn ich mit dabei sein darf. Ehrlich, es ist denke schon ein gravierender Unterschied zwischen öffentlicher Dienst und freier Wirtschaft... bei ersterem hat man sicheres Gehalt, bei letzterem zeigen sich je nach Arbeitsweise Konsequenzen sowohl positiv als auch negativ. Interessant

Bleibt der besagte Mann
bei 2100 netto stehen oder bekommt er irgendwann auch mal mehr?

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14. Juli 2016 um 21:59

.
Das kenn ich wiederum auch genau umgekehrt: Die Männer im Ö.D., die länger als 2 Monate in Elternzeit gehen, kriegen dann ihre alte Stelle nicht mehr bzw. es wird genauso gedroht für den Fall, dass man längere Zeit nimmt. Frauen in der gleichen Situation werden nach Rückkehr aus der Elternzeit dagegen hofiert.

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14. Juli 2016 um 22:12
In Antwort auf pole4life

Das kann
Ich für mich auch so übernehmen und das hab ich auch ihm gesagt. Im öD kannst du so viel Mist etc machen und im schlimmsten Fall wirst du versetzt. Für die sicherheit ein gutes Gehalt, geregelte Pausen, Gleitzeit, viel Urlaub, Sonderzahlungen, zusätzliche Altersvorsorge

Viele dieser Punkte
gibts heutzutage auch in der freien Wirtschaft. Na gut, ersetze Sonderzahlungen durch Boni Aber Gleitzeit ist nicht mehr unüblich und das gehalt eigentlich oftmals besser.

Gekündigt wird eigentlich auch in der Wirtschaft nicht mehr so leicht.... da muss man sich wirklich danebenbenehmen und nicht mal das reicht

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14. Juli 2016 um 22:41

Ich wähle ÖD!!!
Im ö.D. verdient man ggf. weniger als in der freien Wirtschaft. Das muss aber nicht sein, denn auch in der freien Wirtschaft geht nicht jeder mit übervollen Taschen heim. Ich sehe den Vorteil in der Sicherheit. Und allgemein möchte ich zum Thema Verdienst mal folgendes sagen. Wenn ich mir meine "reicheren" Freundinnen mit ihren super verdienenden Männern anschaue, dann möchte ich nicht tauschen. Die verdienen ihr Geld auch nicht umsonst. Jeden Tag kommt da der Papa erst um 8 nach Hause, wenn überhaupt. Am Wochenende dann noch Homeoffice. Stress, Leistung, wenig Zeit für alles neben der Arbeit... Puh... Das ist für mich der wahre Preis für große tolle Häuser, Autos, Jura Kaffeemaschinen und Kreuzfahrten. Das ist es mir nicht wert. Dann lieber bisschen weniger Schnickschnack und dafür mehr Sicherheit und auch mal Feierabend. Ein weiteres Argument: Im Leben kommt vielleicht auch mal eine Krankheit oder irgendwas dazwischen und man kann nicht mehr 10000% leisten. Dann ist man auch schnell weg vom Fenster.
Im öffentlichen Dienst bekommt man sein Gehalt auch nicht geschenkt und arbeitet ebenso dafür, aber der Druck ist oft geringer. Und sooo schlecht verdient man im ÖD jetzt nicht.

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14. Juli 2016 um 22:42

Nicht viel?!
Ich wette das wirst du als Altenpflegerin niemals erreichen.

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14. Juli 2016 um 23:00
In Antwort auf coffeequeen86

Ich wähle ÖD!!!
Im ö.D. verdient man ggf. weniger als in der freien Wirtschaft. Das muss aber nicht sein, denn auch in der freien Wirtschaft geht nicht jeder mit übervollen Taschen heim. Ich sehe den Vorteil in der Sicherheit. Und allgemein möchte ich zum Thema Verdienst mal folgendes sagen. Wenn ich mir meine "reicheren" Freundinnen mit ihren super verdienenden Männern anschaue, dann möchte ich nicht tauschen. Die verdienen ihr Geld auch nicht umsonst. Jeden Tag kommt da der Papa erst um 8 nach Hause, wenn überhaupt. Am Wochenende dann noch Homeoffice. Stress, Leistung, wenig Zeit für alles neben der Arbeit... Puh... Das ist für mich der wahre Preis für große tolle Häuser, Autos, Jura Kaffeemaschinen und Kreuzfahrten. Das ist es mir nicht wert. Dann lieber bisschen weniger Schnickschnack und dafür mehr Sicherheit und auch mal Feierabend. Ein weiteres Argument: Im Leben kommt vielleicht auch mal eine Krankheit oder irgendwas dazwischen und man kann nicht mehr 10000% leisten. Dann ist man auch schnell weg vom Fenster.
Im öffentlichen Dienst bekommt man sein Gehalt auch nicht geschenkt und arbeitet ebenso dafür, aber der Druck ist oft geringer. Und sooo schlecht verdient man im ÖD jetzt nicht.

Sehe ich genauso
Im ÖD macht man sich nicht tot und wird dafür nicht schlecht bezahlt. Von der Sicherheit mal ganz zu schweigen.

Gut bezahlte Jobs in der freien Wirtschaft sind nicht mit einer 38,5 Stunden Woche getan. Der Druck ist enorm. Das sollte man nicht unterschätzen.

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14. Juli 2016 um 23:05
In Antwort auf missesq

Nicht viel?!
Ich wette das wirst du als Altenpflegerin niemals erreichen.

Wer
2600 netto für einen Singlemann im Steuerkl 1 als "nicht viel" betitelt, muss ja sehr viel verdienen um so urteilen zu können.

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14. Juli 2016 um 23:08
In Antwort auf eddietheheadxxx

Viele dieser Punkte
gibts heutzutage auch in der freien Wirtschaft. Na gut, ersetze Sonderzahlungen durch Boni Aber Gleitzeit ist nicht mehr unüblich und das gehalt eigentlich oftmals besser.

Gekündigt wird eigentlich auch in der Wirtschaft nicht mehr so leicht.... da muss man sich wirklich danebenbenehmen und nicht mal das reicht

Das mag sein
Die entsprechende Firma hat aber schon erklärt, dass Stellen abgebaut werden und zwei mehr oder weniger große Kümdigungswellen bevorstehen.

Mein Kumpel ist extrem auf Vorsicht und co bedacht und hat deswegen hochzeit, hauskauf und co abgelehnt, aus angst er wird dann Arbeitslos

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14. Juli 2016 um 23:09

Ja das stimmt
Es hat alles seine Vor- und Nachteile.

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14. Juli 2016 um 23:11

Ein universitäres Diplom
Die alten Laufbahnen im gehobenen Dienst (an der HSB oder den Landeshochschulen) sind alles Diplomstudiengänge.
In Bundesbehörden gibt es gleichwohl sehr viele promovierte Führungskräfte im höheren Dienst (im "politischen" Berlin sind fast alle Referatsleiter (Ministerien)/Ausschussreferenten (Bundestag) promoviert). Grundsätzlich ist es aber insbesondere im nicht-technischen Bereich sehr schwer, mit einem Uni-Bachelor in den gehobenen Dienst eingestellt zu werden. Die Verwaltungshochschulen züchten sich ihren eigenen Nachwuchs ran...

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14. Juli 2016 um 23:14

Klar
Controlling ist meist gut bezahlt, wenn man aber in der freien Wirtschaft hochqualifiziert ist und vom Chef kleingehalten wird, bringt einem das auch nix.

Das letzte mal als mein Bekannter sich intern bewarb, hat er danach Anschiss vom (Bereichs-)Chef bekommen und paar Tage später seine Bewerbung zurück.

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14. Juli 2016 um 23:15
In Antwort auf pinguin122

Ein universitäres Diplom
Die alten Laufbahnen im gehobenen Dienst (an der HSB oder den Landeshochschulen) sind alles Diplomstudiengänge.
In Bundesbehörden gibt es gleichwohl sehr viele promovierte Führungskräfte im höheren Dienst (im "politischen" Berlin sind fast alle Referatsleiter (Ministerien)/Ausschussreferenten (Bundestag) promoviert). Grundsätzlich ist es aber insbesondere im nicht-technischen Bereich sehr schwer, mit einem Uni-Bachelor in den gehobenen Dienst eingestellt zu werden. Die Verwaltungshochschulen züchten sich ihren eigenen Nachwuchs ran...

Pinguin
So siehts aus!

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14. Juli 2016 um 23:16

...
mir wäre arbeitsklima 1000 mal wichtiger.. wenn es stressig isr und der chef macht immer druck..ich immer schlecht gelaunt nach Hause komme,wäre es mir das kein geld wert

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14. Juli 2016 um 23:17

Minimsl
Finde ich den gehaltsunterschied zu beginn nicht unbedingt. 300 euro haben oder nicht haben

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14. Juli 2016 um 23:17
In Antwort auf waldmeisterin1

.
Das kenn ich wiederum auch genau umgekehrt: Die Männer im Ö.D., die länger als 2 Monate in Elternzeit gehen, kriegen dann ihre alte Stelle nicht mehr bzw. es wird genauso gedroht für den Fall, dass man längere Zeit nimmt. Frauen in der gleichen Situation werden nach Rückkehr aus der Elternzeit dagegen hofiert.

Also bei uns
Wird um jeden Mann in der Verwaltung gerungen. Und dementsprechend werden diese dann auch hofiert

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14. Juli 2016 um 23:19
In Antwort auf pole4life

Wer
2600 netto für einen Singlemann im Steuerkl 1 als "nicht viel" betitelt, muss ja sehr viel verdienen um so urteilen zu können.

...
ja gut,aber wenn er 50 Stunden in die woche dafür schuftet ist es nicht viel.. gerade mal industriekaufläute kommen fast auf 2000..mit 37 Stunden woche

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14. Juli 2016 um 23:19

...
Huiuiuiui...

Hier werden aber schon ganz gut Vorurteile gepflegt oder zumindest von einigen Stellen im ÖD auf alle geschlossen!
Ich arbeite im ÖD (Jugendamt), von Langeweile und Bore out bin ich weit entfernt, und meine Kollegen genauso wenig. Ich habe nicht mehr Urlaub als vorher in der freien Wirtschaft auch, im Gehalt macht es kaum nen Unterschied.
Ich bin zuständig für die Tagesmütter meines Landkreises, und zwar komplett allein. D.h. Vermittlung, Kontrolle, Aquise, Begleitung der Ausbildung, Zuständig für Beratung von Familien und Tagesmüttern, Weiterentwicklung meines Bereiches, Öffentlichkeitsarbeit und und und.
Ich arbeite 20 Stunden in der Woche und komme oft kaum rum. Ich stehe sehr wohl auch unter Druck, gewissen Anforderungen zu genügen.
Sicherer Job? Alle Neueinstellungen im ÖD erfolgen erstmal befristet. Wer mit Flüchtlingen zu tun hat, wird nach Abebben der Welle wieder gehen müssen. Ich bin selber Elternzeitvertretung, inzwischen in der ersten Vertragsverlängerung, und werde wahrscheinlich erst im Dezember erfahren ob ich ab Februar noch ne Arbeitsstelle habe. Versuche ich mich vorher zu verändern, habe ich ne eeeewig lange Kündigungsfrist.

Ich glaube, man muss ne Stelle im ÖD immer differenziert sehen, das ist auch nicht immer der ich-schieb-ne-ruhige-Kugel Job...
Vorteile sind ganz klar manche Rahmenbedingungen - Gleitzeit ist toll, wenn man morgens erst noch zwei Kinder verfrachten muss. (Die hat mein Mann aber auch, in der freien Wirtschaft.)
Ne gewisse Starre ist im ÖD aufgrund gesetzlicher Rahmenbedingungen gegeben, das ist klar. Aber oft hat man mehr Spielraum als man denkt (oder nach außen hin kommunizieren kann). Als problematisch empfinde ich oft veraltete Strukturen, an denen zu lange festgehalten wird.

Der ÖD hat schon so seine Tücken. Aber ich denke, es kommt sehr auf den individuellen Arbeitsplatz und den Menschen an, was denn nun das Richtige ist.
Wenn man es sich leisten kann, würde ich persönlich nicht unbedingt die Sicherheit wählen!

Tiri

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14. Juli 2016 um 23:30

Induktiver Fehlschluss
Weil es bei deinem Mann so ist, bedeutet das aber nicht dass nur wenige Bundesbeamte promoviert sind...

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15. Juli 2016 um 7:13

ÖD
- geregelte Arbeitszeiten, Gleitzeit
- unkündbar (ob eine längere Krankheit oder jedes Jahr schwanger)
- man hat sicher jeden Monat sein Geld auf dem Konto (eine Firma kann Pleite gehen, Mitarbeiter entlassen, beim Staat passiert einem das nicht)
- Familienzulagen (für jedes Kind steigt die mon. Zulage), macht bei 2 Kindern über 300,-/mon.

Ich habe die Entscheidung, in den ÖD zu gehen, nicht bereut (bin auch verbeamtet). Habe auch kein Bedürfnis gehabt meine Freiheit und Kreativität in der freien Wirtschaft auszuleben, ich mag tatsächlich eher das sachliche und strukturierte. Vor allem wenn man Kinder hat, weiß man die Vorteile zu schätzen.

Übrigens ist es nicht verboten (Genehmigung vom Chef ist erforderlich), ein zweites Standbein zu haben. Ich habe ein Gewerbe auf mich laufen, wo ich (mache die Abrechnungen, Schriftverkehr) und mein Mann (führt die Arbeiten aus) spürbar mehr verdienen, als in meinem Hauptberuf. Kenne noch einige in meiner Behörde, die einen Nebenjob haben. Wem das liegt, kann also auch kombinieren.

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15. Juli 2016 um 10:16

Einmal öD und nie wieder
von wegen Sicherheit - mein Vertrag wurde nicht verlängert, obwohl das nur eine Formsache wad, weil, huch, kein Geld im Haushalt mehr da war. Von wegen Geld und Zuschläge - als normaler Angestellter bekommt man kaum Zuschläge und auch die Aufstiege dauern ein paar Jahre. Von wegen flexibles Arbeiten und kein Druck - auch ich musste Überstunden machen, die ich nicht abbummeln konnte, von mir wurde Homeoffice nebenher erwartet, und man wurde vom Chef auch immer von Frist zu Frist gejagt. Von wegen Familienfreundlichkeit - wenn das Kind mal krank war, wurde ich am Telefon angejammert "Können sie nicht doch kommen?" und man wurde bei Stellenbesetzungen übergangen und bei Beurteilungen wegen "Familienpflichten" kritisch beäugt. Dazu noch die starren Hierarchien und diese Inflexibilität. Conclusion: für mich in meinem Bereich nie wieder öD. Ich bin jetzt in der freien Wirtschaft in einer doch sehr verrufenen Branche , aber absolut familienfreundlich, mit interessanten Aufgaben, gutem Gehalt (ich verdiene jetzt für 20h das, was ich vorher für 40+++h bekommen habe) und Jobsicherheit. Dazu noch ein paar weitere Boni, die es im öD nicht gab (Jobticket, Kindergartenplätze, günstige Kantine). Ich kann die Begeisterung hier absolut nicht teilen.

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15. Juli 2016 um 10:25

Ich
als Frau würde auf jeden Fall den ö.D. nehmen. Bin ja selbst Beamtin beim Land, aber als Mann hm schwierig, man verdient ganz ok aber wenn ich mir anschaue ich müsste damit ne Familie ernähren weil ja doch meistens die Frau zuhause bei den Kindern ist, dafür finde ich das halt doch etwas wenig.

Kommt halt drauf an wie man ist, ich bin auch absolut für Sicherheit.
Meine Schwester war auch mal Beamtin wie ich, hatte da drauf aber keine Lust mehr, hat dann Wxeiterbildungen gemacht und bestimmt 5 mal in den letzten paar Jahren den Job gewechselt, jetzt verdient sie um einiges mehr wie ich, aber ist in einer großen Firma und ihr Job ist auch relativ sicher. Sie ist froh es so gemacht zu haben.

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15. Juli 2016 um 10:29

Kommt darauf an...
Auch im öD sind nicht alle Stellen langweilig. Und nicht überall läuft es stressfrei und familienfreundlich.

An seiner Stelle würde ich mir das einfach mal anschauen. Eine Bewerbung schreiben kostet nichts (außer ein bisschen Zeit) und dann kann er sich selbst ein Bild machen.
Es spielen ja nicht nur die Aufgaben und das Geld eine Rolle, sondern auch ob man sich dort wohlfühlt und mit den Kollegen gut auskommt.

Für mich persönlich ist es eher unattraktiv. Mit meiner Ausbildung bekomme ich in der Industrie recht sichere und gut bezahlte Jobs. Im öD wäre das eher schwierig...

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15. Juli 2016 um 12:44

Die sozialdienste
Mit denen ich arbeite, verdienen mit Glück 2 Netto.

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15. Juli 2016 um 12:47
In Antwort auf bevan_12874746

...
ja gut,aber wenn er 50 Stunden in die woche dafür schuftet ist es nicht viel.. gerade mal industriekaufläute kommen fast auf 2000..mit 37 Stunden woche

Eher
40 höchstens. Und insgesamt 30 minuten heimweg tgl. Jetzt hat er 38h die Woche und insgesamt 1 Stunde heimweg tgl.

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15. Juli 2016 um 14:42

.
Ich finde man kann das so pauschal überhaupt nicht beantworten. Da kommen so viele faktoren mehr dazu...

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15. Juli 2016 um 15:11
In Antwort auf karmageddon90

Einmal öD und nie wieder
von wegen Sicherheit - mein Vertrag wurde nicht verlängert, obwohl das nur eine Formsache wad, weil, huch, kein Geld im Haushalt mehr da war. Von wegen Geld und Zuschläge - als normaler Angestellter bekommt man kaum Zuschläge und auch die Aufstiege dauern ein paar Jahre. Von wegen flexibles Arbeiten und kein Druck - auch ich musste Überstunden machen, die ich nicht abbummeln konnte, von mir wurde Homeoffice nebenher erwartet, und man wurde vom Chef auch immer von Frist zu Frist gejagt. Von wegen Familienfreundlichkeit - wenn das Kind mal krank war, wurde ich am Telefon angejammert "Können sie nicht doch kommen?" und man wurde bei Stellenbesetzungen übergangen und bei Beurteilungen wegen "Familienpflichten" kritisch beäugt. Dazu noch die starren Hierarchien und diese Inflexibilität. Conclusion: für mich in meinem Bereich nie wieder öD. Ich bin jetzt in der freien Wirtschaft in einer doch sehr verrufenen Branche , aber absolut familienfreundlich, mit interessanten Aufgaben, gutem Gehalt (ich verdiene jetzt für 20h das, was ich vorher für 40+++h bekommen habe) und Jobsicherheit. Dazu noch ein paar weitere Boni, die es im öD nicht gab (Jobticket, Kindergartenplätze, günstige Kantine). Ich kann die Begeisterung hier absolut nicht teilen.

.
Kommt mir bekannt vor. Kenne auch Fälle aus dem ÖD, wo quasi erwartet wurde, zwischen 2 Verträgen auf Arbeitslosengeld weiterzuarbeiten.

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15. Juli 2016 um 15:59

Nicht zu empfehlen
Ich bin Beamtin und würde mich heute anders entscheiden. Vorteile: Gute Absicherung im Krankheitsfall, kein Zurückfallen auf Krankengeld nach 6 Wochen, Mindestpension bei Berufsunfähigkeit, unkündbar, kein Umzug aus berufl. Gründen (bin bei ner Kommune), habe während der Ausbildung schon gut verdient. Nachteile: Pflicht zur überteuerten privaten Krankenversicherung, kaum Aufstiegsmöglichkeiten trotz Weiterbildung, familienunfreundlich, unflexibel, 41 h die Woche plus unbezahlte Überstunden, gesundheitsschädliche Arbeitsbedingungen weil kein Geld für Änderungen da ist, einmal im System kommt man nie wieder raus (sonst ist die Altersversorgung weg)

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15. Juli 2016 um 16:04
In Antwort auf inaungeduld

Nicht zu empfehlen
Ich bin Beamtin und würde mich heute anders entscheiden. Vorteile: Gute Absicherung im Krankheitsfall, kein Zurückfallen auf Krankengeld nach 6 Wochen, Mindestpension bei Berufsunfähigkeit, unkündbar, kein Umzug aus berufl. Gründen (bin bei ner Kommune), habe während der Ausbildung schon gut verdient. Nachteile: Pflicht zur überteuerten privaten Krankenversicherung, kaum Aufstiegsmöglichkeiten trotz Weiterbildung, familienunfreundlich, unflexibel, 41 h die Woche plus unbezahlte Überstunden, gesundheitsschädliche Arbeitsbedingungen weil kein Geld für Änderungen da ist, einmal im System kommt man nie wieder raus (sonst ist die Altersversorgung weg)

Gilt aber nur
Für verbeamtete. Er wird nicht verbeamtet. Die Kommune ist auch in dem Fall wirklich familienfreundlich und Überstunden werden "abgebummelt" bei uns.

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15. Juli 2016 um 16:16
In Antwort auf inaungeduld

Nicht zu empfehlen
Ich bin Beamtin und würde mich heute anders entscheiden. Vorteile: Gute Absicherung im Krankheitsfall, kein Zurückfallen auf Krankengeld nach 6 Wochen, Mindestpension bei Berufsunfähigkeit, unkündbar, kein Umzug aus berufl. Gründen (bin bei ner Kommune), habe während der Ausbildung schon gut verdient. Nachteile: Pflicht zur überteuerten privaten Krankenversicherung, kaum Aufstiegsmöglichkeiten trotz Weiterbildung, familienunfreundlich, unflexibel, 41 h die Woche plus unbezahlte Überstunden, gesundheitsschädliche Arbeitsbedingungen weil kein Geld für Änderungen da ist, einmal im System kommt man nie wieder raus (sonst ist die Altersversorgung weg)

Mit
meiner privaten Krankenversicherung komme ich sogar günstiger weg, da 70% durch die Beihilfe abgedeckt sind und ich somit nur restliche 30% versichern muss. Bei 175,-/mon. (ich arbeite 40Std./Woche) kann man wirklich nicht meckern. Außerdem bekommt man 4 Monatsbeiträge zurückbezahlt, wenn man innerhalb eines Kalenderjahres keine Rechnungen eingereicht hat (bekomme im Sept. 600,- von denen für 2015 zurück). All die Rechnungen reiche ich bei der Beihilfe natürlich trotzdem ein und bekomme meine 70% bezahlt. Bin wirklich zufrieden. Überstunden muss ich keine machen, es ist wirklich überall unterschiedlich.

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