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Papakind - kennt das jemand ???

14. Oktober 2007 um 21:55

Hallo zusammen,

unser Kleiner ist inzwischen 10 Monate alt und ich war bisher zu Hause, mein Mann ist arbeiten.
Ich merke schon seit Längerem, dass der Kleine sehr auf seinen Vater fixiert ist, was ich prinzipiell sehr schön finde. Ich dachte, das liegt daran, dass mein Mann eben nicht so oft zu Hause ist, wie ich. Inzwischen ist aber so extrem, dass er (wenn denn mein Mann am Wochenende oder abends zu Hause ist) ihm nur noch hinterherkrabbelt und ich völlig abgeschrieben bin. Er fängt sogar an zu weinen, wenn Papa aus dem Zimmer geht und die Türe hinter sich verschließt. Dann sitzt er weinend an der Türe und will ihm hinterher - ich kann ihn dann nur schwer trösten.

Versteht mich nicht falsch, ich finde es ja sehr schön, dass mein Sohn seinen Papa so lieb hat. Aber es gibt Tage (so wie heute), da verletzt mich das sehr. Ich fühle mich dann so außen vor aus dieser Zweierbeziehung und verstehe vor allem nicht, warum er (wenn Papa und Mama beide da sind) nicht auch mal zu mir gekrabbelt kommt. Er will dann nur zu meinem Mann. Ich muß dazu sagen, dass mein Mann viel arbeitet und die beiden sich unter der Woche höchstens mal am Morgen für 1 Stündchen sehen. Vielleicht will der Kleine das am Wochenende kompensieren ?
Es verletzt mich einfach immer mehr und ich habe das Gefühl, dass ich am Wochenende völlig abgeschrieben bin - heute hat es mich echt kalt erwischt und ich bin morgens in der Küche total in Tränen ausgebrochen, weil es mir so weh getan hat, dass unser Kleiner mich stundenlang vollständig ignoriert hat - als ob ich gar nicht da wäre. Mach ich irgendwas falsch ?

Meine größte Angst besteht nun darin, dass das Ganze noch schlimmer wird, wenn ich nächsten MOnat wieder mit Arbeiten anfange und er in die Krippe geht. Dann habe ich ihn tagsüber auch nicht mehr die ganze Zeit "für mich", so wie bisher.

Kennt jemand das Problem? Und vor allem: Geht das wieder vorbei ? Ich bin dankbar für Meinungen und Tipps...

Liebe Grüße,
Bela

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14. Oktober 2007 um 23:02

Hallo Liebes
Ich kann DIch gut verstehen Meine Kleine ist zwar erst 7 Monate alt, aber auch sie gillert vor Begeristerung, wenn der Papa die Tür rein kommt. Er muss nicht mal ein Wort sagen... sie lacht sich schon kaputt, wenn er einfach nur vor ihr steht.

Das ist jetzt nicht vergleichbar mit Deinem Kleinen, ich weiss, aber es ist die gleiche Tendenz und ich bin auch schon einen Hauch von angepieselt. Da kümmert man sich ständig und opfert sich auf, während der Papa rein gar nichts mit dem baby am Hut hat und dann das

Aber ich denke es liegt wirklich daran, dass sie eben weniger um die Babys herum anwesend sind. Ich denke auch, wenn Du arbeiten gehst, dass es eher besser wir und sich Dein Kleiner dann auch wieder mehr auf Dich fixiert, weil Du eben nicht mehr dauerbd greifbar bist. Die Kleinen schätzen schon ganz gut ab und wissen: Mama ist immer da, die läuft mir nicht weg, die hab ich immer um mich rum. Und der Papa....der ist selten da, also muss ich dem hinterher, solange er da ist.

Du bist und bleibst für Dein Kind das WIchtigste auf der Welt !!! Sei nicht traurig Liebes. DIe Kinder werden einfach einen Hauch von selbstständiger und schätzen schon gut ab. DAS ist doch eigentlich was Positives, denn DAS brauchen sie für das spätere Leben. Was gibt es Schöneres, als einen selbstständigen Menschen erzogen zu haben ? NICHTS, denn das ist das Wertvollste, was Du Deinem Kind vermitteln kannst. Klar ist es ein tolles Gefühl gebraucht zu werden, und das wird DIch Dein kleiner Mann ein Leben lang, aber auf andere Art. ALs Berater, als Tröster, als Begleiter.... auf seinem eigenen Weg

Vielleicht hilft DIr diese SIchtweise ein wenig. ABer es schmerzt, ich weiss

Alles Liebe und Gute für Euch

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15. Oktober 2007 um 10:07
In Antwort auf iekika_12897236

Hallo Liebes
Ich kann DIch gut verstehen Meine Kleine ist zwar erst 7 Monate alt, aber auch sie gillert vor Begeristerung, wenn der Papa die Tür rein kommt. Er muss nicht mal ein Wort sagen... sie lacht sich schon kaputt, wenn er einfach nur vor ihr steht.

Das ist jetzt nicht vergleichbar mit Deinem Kleinen, ich weiss, aber es ist die gleiche Tendenz und ich bin auch schon einen Hauch von angepieselt. Da kümmert man sich ständig und opfert sich auf, während der Papa rein gar nichts mit dem baby am Hut hat und dann das

Aber ich denke es liegt wirklich daran, dass sie eben weniger um die Babys herum anwesend sind. Ich denke auch, wenn Du arbeiten gehst, dass es eher besser wir und sich Dein Kleiner dann auch wieder mehr auf Dich fixiert, weil Du eben nicht mehr dauerbd greifbar bist. Die Kleinen schätzen schon ganz gut ab und wissen: Mama ist immer da, die läuft mir nicht weg, die hab ich immer um mich rum. Und der Papa....der ist selten da, also muss ich dem hinterher, solange er da ist.

Du bist und bleibst für Dein Kind das WIchtigste auf der Welt !!! Sei nicht traurig Liebes. DIe Kinder werden einfach einen Hauch von selbstständiger und schätzen schon gut ab. DAS ist doch eigentlich was Positives, denn DAS brauchen sie für das spätere Leben. Was gibt es Schöneres, als einen selbstständigen Menschen erzogen zu haben ? NICHTS, denn das ist das Wertvollste, was Du Deinem Kind vermitteln kannst. Klar ist es ein tolles Gefühl gebraucht zu werden, und das wird DIch Dein kleiner Mann ein Leben lang, aber auf andere Art. ALs Berater, als Tröster, als Begleiter.... auf seinem eigenen Weg

Vielleicht hilft DIr diese SIchtweise ein wenig. ABer es schmerzt, ich weiss

Alles Liebe und Gute für Euch

Danke,
Deine Worte tun echt gut - es schmerzt auch nicht immer gleich und ich fände es umgekehrt auch nicht schön (wenn er vor seinem Papa davonlaufen und weinen würde und nur an mir kleben würde - das gibt es ja auch!).
Es tut jedenfalls gut zu hören, dass es anderen auch so geht. Klar, ich spiele auch nicht die ganze Zeit mit ihm - wenn mein Mann am Wochenende da ist, macht er Aktion mit dem Kleinen und sie spielen ihre wilden "Männerspiele" - das ist ja auch gut so. Eigentlich spricht es ja auch für meinen Mann, der sich auch wirklich sehr liebevoll kümmert.
Aber als Mutter will man halt auch gebraucht werden. Wird man ja auch, aber eben anders - wie Du geschrieben hast, zum trösten, versorgen, ins Bett bringen und rumtragen...da will er die Mama.
Es ist halt ein völlig neues Gefühl, was ich nicht kenne. Es ist ja auch geradezu lächerlich, einem Baby mit Eifersuchteleien zu kommen,die Süßen verstehen das ja noch nicht - aber gerade das finde ich schwer. Ich bin ja auch nur ein Mensch und habe meine Gefühle - wenn dann eben das Gefühl der "Eifersucht" oder "Kränkung" in mir aufkommt, dann will ich das ja eigentlich nicht, aber es kommt halt doch ab und zu. Und die eigene Verletzung nicht zu zeigen, Verständnis dafür aufzubringen und völlig selbstlos zu sein, das muß ich wohl erst lernen. Ich will ja in erster Linie, dass es dem Kleinen gut geht und wenn er nun mal seinen Papa so lieb hat und der in der Tat selten da ist...dann will ich ihm das ja auch nicht nehmen.
Aber ein bißchen kränkt es das Mutterherz schon

Danke jedenfalls für Deine WOrte - hat sehr gut getan.

Alles Liebe auch für Dich,
Bela

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15. Oktober 2007 um 10:24
In Antwort auf rike_12302522

Danke,
Deine Worte tun echt gut - es schmerzt auch nicht immer gleich und ich fände es umgekehrt auch nicht schön (wenn er vor seinem Papa davonlaufen und weinen würde und nur an mir kleben würde - das gibt es ja auch!).
Es tut jedenfalls gut zu hören, dass es anderen auch so geht. Klar, ich spiele auch nicht die ganze Zeit mit ihm - wenn mein Mann am Wochenende da ist, macht er Aktion mit dem Kleinen und sie spielen ihre wilden "Männerspiele" - das ist ja auch gut so. Eigentlich spricht es ja auch für meinen Mann, der sich auch wirklich sehr liebevoll kümmert.
Aber als Mutter will man halt auch gebraucht werden. Wird man ja auch, aber eben anders - wie Du geschrieben hast, zum trösten, versorgen, ins Bett bringen und rumtragen...da will er die Mama.
Es ist halt ein völlig neues Gefühl, was ich nicht kenne. Es ist ja auch geradezu lächerlich, einem Baby mit Eifersuchteleien zu kommen,die Süßen verstehen das ja noch nicht - aber gerade das finde ich schwer. Ich bin ja auch nur ein Mensch und habe meine Gefühle - wenn dann eben das Gefühl der "Eifersucht" oder "Kränkung" in mir aufkommt, dann will ich das ja eigentlich nicht, aber es kommt halt doch ab und zu. Und die eigene Verletzung nicht zu zeigen, Verständnis dafür aufzubringen und völlig selbstlos zu sein, das muß ich wohl erst lernen. Ich will ja in erster Linie, dass es dem Kleinen gut geht und wenn er nun mal seinen Papa so lieb hat und der in der Tat selten da ist...dann will ich ihm das ja auch nicht nehmen.
Aber ein bißchen kränkt es das Mutterherz schon

Danke jedenfalls für Deine WOrte - hat sehr gut getan.

Alles Liebe auch für Dich,
Bela

Gerne
Hallo Bela,

ja, wir empfinden tatsächlich das Gleiche. Auch Deine Worte trösten wiederum mich, denn alleine schon die Gewissheit, dass man nicht alleine mit seinen Empfindungen ist, welche man eigentlich gar nicht haben möchte, tut gut.

Ich will auch nicht eifersüchtig sein, ich denke niemand ist das gerne, weil es einfach belastend für einen selbst ist... aber wo verdammt ist der Knopf zu abstellen??? Ich hab ihn jedenfalls noch nicht gefunden *g* Es ist ja nicht direkt die Eifersucht dem Baby gegenüber... es ist einfach nur der kleine STich ins Herzi, wenn man solche Situationen erlebt *autsch*

Mein Mann ist auch der Clown, der die wildesten und tollsten Spiele macht, wenn er mal Lust dazu hat und sich liebevoll kümmert. Aber eben nur zeitweise, wir dagegen opfern den ganzen Tag und das auch gerne, aber es ist dann doch die Erwartungshaltung, die uns dann einen STrich durch die Rechnung macht, wenn die Kleinen dies mit Desinteresse besttafen, sobald was Interessanteres in der Nähe ist

Ich denke, wir lernen mit dem Mutterdasein auch damit umzugehen... müssen wir ja. Und ich denke es kommt auch die Zei, da sie uns am Rockzipfel hängen und wir uns wünschen würden der Papa wäre da und das Kind würde IHM hinterherrobben

In diesem Sinne...
Alles Liebe und Gute

Fluffig

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