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Patenschaft... (vorsicht lang)

3. Oktober 2014 um 23:34 Letzte Antwort: 4. Oktober 2014 um 16:57

So, mein Mann und ich möchten unseren Sohn gerne taufen lassen, weil uns das wichtig ist.
Jetzt hatten wir bereits vor der Geburt darüber gesprochen, wer Pate wird (bei uns ist eine Patentante und ein Patenonkel Tradition, jeweils einer aus einer Familien"seite"). Dass meine Schwester Patentante wird, war ohne Diskussion klar und sie freut sich auch darüber. Für den Patenonkel hatten wir länger überlegt. Traditionell ist/wäre der Bruder meines Mannes dran, der hat sich aber in der Vergangenheit einiges geleistet (nicht zur Hochzeit aufgetaucht ohne Absage, dann unbedingt Trauzeuge sein wollen, aber null Unterstützung, etc.).
Da das Verhältnis zur Familie meines Mannes immer ein bisschen angespannt war, haben wir immer den Mund gehalten um Streit zu vermeiden.
Zur Geburt hatten wir uns dann darauf geeinigt, meinem Schwager quasi noch eine Chance zu geben und ihn gefragt, ob er Pate werden möchte. Er sagte daraufhin auch ja. Wir hatten auch ein Gespräch mit ihm darüber, dass wir dann erwarten, dass er sich schon ein bisschen für unseren Sohn interessiert.

In der ganzen Zeit hat er sich nicht einmal von selbst gemeldet und wenn wir ihn eingeladen haben, war es ihm wichtiger feiern zu gehen. Er wollte dann in der Woche abends kommen (gegen 21.00 Uhr), aber da schläft der Kleine längst. Er konnte da auch nicht verstehen, dass wir ihn dann nicht extra wecken
Ich wollte trotzdem keinen Streit und hab nix gesagt. Jetzt steht der Tauftermin fest und es kam raus, dass er aus der Kirche ausgetreten ist. Ok, ist zwar nicht besonders toll, aber wir hätten dann nur meine Schwester eintragen lassen und er wäre halt so Pate gewesen (Taufzeuge wird bei uns bei Ausgetretenen abgelehnt, das hab ich nachgefragt). Da er allerdings bei der Feier dann nicht daneben steht, mussten wir ihm das ja beibringen und auch vor der Taufe den Ablauf erklären, damit er nicht in der Kirche irgendwelche Diskussionen und Provokationen vom Stapel lässt.
Außerdem wollten wir ihm die Chance geben, sich frühzeitig drum zu kümmern, falls er nochmal eintreten will um als Pate eingetragen zu werden (er ist lt. eigener Aussage des Geldes wegen ausgetreten).

Er hat das direkt als Angriff gewertet, obwohl mein Mann ihm lediglich den Ablauf erklärt hat und wir da keineswegs missionieren wollen. Es ging nur drum ihm das im Vorfeld zu erklären, weil er sonst während der Taufe Ärger gemacht hätte.
Jetzt hat er gestern gesagt, dass er kein Pate sein will und ganz sicher nicht für "so nen Mist" wieder eintritt. Auch auf unsere Erklärung hin, dass es nicht um das Wiedereintreten geht, hat er darauf bestanden, kein Pate sein zu wollen.

Mein Mann und ich sind jetzt am überlegen, ob wir jemand anders bitten, die Patenschaft zu übernehmen oder ob wir dann einfach nur eine Patentante haben. Ich persönlich finde zwei Paten schöner, mein Mann auch und weitere Kinder werden auch ganz normal zwei Paten haben.
Klar ist nur auch, dass es dann einen riesigen Krach in der Familie gibt. Mein Schwiegervater wird ja dann auch gesagt bekommen, dass sein jüngerer Sohn nicht Pate wird und sich total aufregen, weil er gar nicht weiß, dass er aus der Kirche ausgetreten ist (die sind da sehr katholisch). Wir sind dann quasi die Petzen, die das sagen müssen, weil wir sonst dastehen als ob wir nicht wollen, dass mein Schwager Pate wird...

Doofe Situation, wie würdet ihr euch verhalten (taufen lassen wollen wir definitiv, bitte keine Diskussion über dafür/dagegen)?

Danke fürs Lesen und eine Antwort

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4. Oktober 2014 um 0:26

Ich
Würde auch nicht auf biegen und brechen nun jemand anderes nehmen.
Deine Schwester steht fest,das ist Schimmel gut.
Bei uns ist es die selbe Tradition wie bei euch,jedoch lustigerweise auch genau das selbe mit dem Bruder meines Mannes!
Daher wurden patentante und Onkel jeweils bei allen Kindern meine Schwester und ihr mann!
Sie kümmern sich rührend und genau im das geht es ja !
Für mich ist das etwas besonderes mit einem ernsten Hintergrund und so weiß ich,sind allle ab gesichert

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4. Oktober 2014 um 2:07

Wenn euch
spontan noch jemand einfällt der einspringen könnte, fragt denjenigen ansonsten belasst es bei deiner Schwester.
das ist ein wichtiges Amt und dein Schwager ist es nicht wert.
zu den Hintergründen, warum nicht er und wieso.... würde ich nichts sagen und mich bedeckt halten.
umd wenn es deswegen krach gibt....ist es nicht eure Sache. ihr habt gefragt und er wollte, konnte, schafft es nicht... nicht euer Problem

eine schöne taufe!

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4. Oktober 2014 um 9:48


wo ist denn das Problem?

Er ist aus der Kirche ausgetreten und kann daher kein Pate werden. Ich würde das bedauernd anmerken und die Schwiegies fragen wen sie denn an seiner Stelle für am geeignetsten hielten. Dann kann keiner was sagen. Und ist besser denn jemand der eh kein Pate sein will ... der wird auch kein guter werden

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4. Oktober 2014 um 14:07

.
Habt ihr noch einen anderen möglichen paten? Ich finde die Tradition 2 Paten, einmal männlich,einmal weiblich, toll. Haben wir auch so.
Ihn würde ich definitiv nicht nehmen. Das Patenamt will gut überlegt sein...wir haben leider ein ähnliches Problem....der Bruder meines Mannes ist Pate, kümmert sich aber gar nicht. Ruft nicht an, fragt nicht wie es ihm geht... da hatten wir vorher weiter drüber nachdenken sollen....ich finde es schade für meinen Sohn.
Dafür hat er eine tolle Patin, die alles für ihn tut.

Wenn es keinen anderen möglichen Paten gibt, dann lieber nur eine Platin, als gezwungenermaßen noch einen, der sich dann nicht kümmert!

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4. Oktober 2014 um 16:57

Huhu
jetzt hab ichs an den PC geschafft.
Erstmal danke fürs Durchlesen und eure Antworten. Mein Mann telefoniert gerade mit seinem Vater, ich wollte dem das eigentlich beim nächsten Besuch sagen, aber so wie es sich anhört, kommt das Thema da gerade auf den Tisch.

Kaffee: Ja, Opa hatten wir auch überlegt, allerdings find ich das nicht so prickelnd, weil wir ja noch mehr Kinder kriegen wollen und ich da nicht will, dass das so nach Bevorzugung aussieht. Die Oma meiner Mutter war ihre Patin und die Geschwister waren da immer neidisch. Das möchte ich vermeiden.

Happybride: Ja genau, ich finde das auch gut, wenn das Kind eine weibliche und eine männliche Ansprechperson hat, auch außerhalb der Eltern. Manche Dinge möchte man nicht mit denen besprechen und dafür sind mir Paten sehr wichtig.


Das Problem ist, dass er ja ursprünglich ja gesagt hatte und deshalb auch quasi die Familie weiß, dass er Pate werden sollte. Jemand anderen zu fragen, kommt dann sicher schnell so als zweite Wahl rüber und das möchte ich auch nicht.
Wir haben auch nen guten Freund, den wir fragen könnten, ich möchte nur auch niemanden aus der Familie übergehen. Das ist vielleicht für Außenstehende nicht so verständlich. Wir haben erst seit 1,5 Jahren wieder Kontakt da hin und das Verhältnis ist noch etwas unsicher teilweise.
Andererseits wünsche ich mir schon einen weiteren Paten für unser Kind, weil ich das sehr schön finde und auch Geschwisterkinder zwei Paten bekommen werden. Ich möchte nicht, dass er sich zurückgesetzt fühlt.

Von meinem Schwager war ich nicht so richtig überzeugt... nur wollte ich ihm die Chance geben, sich mal Gedanken zu machen und sich zu beweisen. Ist wohl voll nach hinten losgegangen. Er ist und bleibt wohl einfach ein unzuverlässiger Mensch, der sich nur dann meldet, wenn er was braucht und die Hütte mal wieder lichterloh brennt...

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