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Pegida habt ihr freunde ...

13. Januar 2015 um 18:57

die Pegida gut finden und/ oder sogar da mit demonstrieren?
Wie habt ihr da reagiert bzw wie würdet ihr reagieren.
Besonders die die vielleicht einen Migrationshintergrund hier im Forum haben.

Ja ich weiss einige sind von dem Thema schon genervt aber diese Frage beschäftigt mich sehrt.

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13. Januar 2015 um 20:13


Jetzt nicht mehr.

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13. Januar 2015 um 20:18

Muss ja jeder für sich selbst entscheiden
Ich setz mich nicht rechten an einen Tisch und spiele Karten.

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13. Januar 2015 um 20:42

So in der Art war es in meiner Heimatstadt
Da saßen Klischee-Braune, Russen und Türken zusammen bei unserem Ali. Sie aßen zusammen Dürüm, tranken Raki und spielten Karten. Sie nannten sich gegenseitig liebevoll Nazi, Pidar*s und Terrorist. War immer bisschen strange, wenn man das gesehen hat, aber das Zusammenleben scheint funktioniert zu haben.

Ich kenne weder rechts noch extrem links. Ist hier in den Kneipen sicherlich auch zu finden, aber da bin ich nicht wirklich.
Im Freundeskreis sind wir politisch eher auf einer Welle.

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13. Januar 2015 um 20:48

Ich
befrage meine Freunde, bevor sie meine Freunde sind natürlich nicht nach ihrer politischen Einstellung, aber dennoch suche ich mir meine Freunde ja nach Sympathie, Offenheit, Toleranz und anderen Kriterien aus. Da merkt man doch ziemlich fix, mit wem man kann und mit wem nicht. Mit Pegida-Demonstranten kann ich nicht befreundet sein, weil sie eine Einstellung haben, die ich nicht nur nicht teile, sondern verachte. Offen und tolerant finde ich Pegida auch nicht; Insofern nein! Ich habe keine Freunde, die Pegida gut finden.

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13. Januar 2015 um 20:53

Hahah
sehr geile Idee

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13. Januar 2015 um 20:56


Hört sich 1:1 nach meinem Papa an!

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13. Januar 2015 um 21:06

Ich kann nur sagen,
die Mehrheit in meinem Umfeld sympathisiert damit. Einige laufen mit. Es sind dabei alle Altersschichten vertreten. Alles Arbeitnehmer/ Selbstständige. Niemand (!) ist/war braun. Alles CDU, SPD und FDP Wähler...... Wer dort mitlief erzählte, wie Tatsachen in den Medien verdreht und Dinge falsch dargestellt werden. Und wenn ich hier viele Kommentare lese, dann merke ich, wie der Medien Shitstorm Wirkung hat.... (P.egida ist gegen Asylanten, P.egida hat nur braune Mitläufer, alles dumme Hohlbirnen, P.egida ist eine Anti-Islam Gruppierung, etc.) Und nein, ich würde dort nicht mit laufen!

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13. Januar 2015 um 21:39

Hmm
ihr sagt ihr kennt welche die das verstehen..
kenne auch so jemanden( naja eher Bekannte als Freunde).
Da frage ich mich aber wie lange es dauert bis sie dann eben mitlaufen.

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13. Januar 2015 um 22:50

Ich
glaube einiger meiner Freunde finden die gut, würden aber sicher da nicht mitlaufen. Die würden auch bei keiner anderen Bewegung oder so mitlaufen. Mir ist das relativ wurscht, ich weiß bei den meisten gar nicht ob die jetzt eher der CDU oder doch der SPD oder gar der AFD angetan sind.

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13. Januar 2015 um 23:22

Ach Lilly
Der Fake war mit 16 auch mal ein Döner kaufen. In meiner Heimatstadt gibt es mehr als genug hohle Glatzen...ich würde es nicht mal wirklich Nazi nennen, da diese mehr das Aussehen toll fanden als alles andere.
Wenn es danach geht, dann hätte ich damals nicht mal das Haus verlassen dürfen, weil sie überall waren.

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14. Januar 2015 um 8:18

Zum glück
gibt es bei uns Pegida nicht, nur Anti-Pegida und da bin ich im Moment sehr stolz drauf und lebe sehr gerne hier.

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14. Januar 2015 um 11:21

Wäre es ein Problem für Dich, wenn Bekannte/Freunde
Pegida "gut" finden oder dort mitdemonstrieren?
Und wenn ja, was genau wäre denn Dein Problem? Kannst Du das mal genauer sagen?

Ich meine, hier sind so viele, die einfach schreiben - Nee, mit "solchen" hab ich nichts zu tun und will das auch nicht.

Ich verstehe durchaus, wenn man bestimmten Dingen und Entwicklungen gegenüber kritisch ist. Aber ehrlich gesagt, bei den allermeisten hier habe ich das Gefühl, dass es einfach "chic" ist gegen Pegida zu sein und in den Chorus "Rechte, Rassisten, Nazis" einzustimmen. Und dass sich die Allermeisten noch nicht wirklich, nicht mal ansatzweise, mit dem Ganzen auseinandergesetzt haben.

In Padmas Thread kam gestern die Frage auf, wer sind eigentlich die Initiatoren von Pegida.
Da kamen Antworten à la kann man doch googlen, da kam als Antwort einige Male "Bachmann"... Nach Medienberichten sind es wohl 12 Initiatoren und Gründer. Ich denke, mein IQ liegt jetzt durchaus etwas über Toastbrotniveau - aber ich habe die Namen aller 12 Initiatoren nicht auffinden können. Und ich bin mir sicher, dass hier keiner genau weiß, wer wirklich hinter Pegida steht, und welche Vita die Gründer tatsächlich haben.
Trotzdem schreien hier 9 von 10 "Nazis, Verbindungen in Rechtenszene, zur NPD" etc. Wie kann man denn sowas über Leute aussagen, von denen man nicht mal den Namen kennt?
Als Pegida aufkam, haben sich sächsische staatliche Einrichtungen dahingehend geäußert, dass den Pegida-Gründern gerade keine Verbindungen zum rechtsextremen Klientel oder rechten Parteien nachzuweisen sind.
Was allerdings nachzuweisen ist, dass zum Initiatoren-Kreis (ehemalige?) CDU- und FDP Mitglieder gehören. Die nicht nur einfach dort Mitglieder waren, sondern bestimmte Funktionen und Positionen innehatten.
Ich kann mich erinnern, dass bei den ganzen Wahlthreads, die hier in der Vergangenheit vor/nach Wahlen immer gestartet wurden, einige angeführt haben, dass sie auch selbst CDU/CSU und FDP wählen/gewählt haben. Beschimpfen wir die jetzt auch alle als rechte, rassistische Nazis?

Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass ein Großteil hier noch nicht einen einzigen Blick in das Positionspapier von Pegida geworfen hat.
Andernfalls bitte ich doch mal um Handzeichen, wer genau hier bspw. gegen die Aufnahme von Kriegsflüchtlingen, politisch und religiös Verfolgten ist, oder gegen eine dezentrale Unterbringung von ihnen?
Wer ist denn hier dagegen, den Betreuungsschlüssel bei Asylverfahren zu erhöhen, und den Asylbewerbern mehr Sozialarbeiter, Therapeuten, etc. zur Seite zu stellen?
Wer genau ist denn hier für Hassprediger, Radikalismus? Wer gegen sexuelle Selbstbestimmung und für die Unterdrückung von Frauen?
Wer ist für weiteren Stellenabbau bei Polizei und staatlichen Stellen und hat was dagegen einzuwenden, dass mehr Gelder für Asylverfahren zur Verfügung gestellt werden?
Wer ist hier denn ernsthaft dafür irgendwohin, in Krisengebiete, Waffen zu liefern?

Man mag über einzelne Forderungen diskutieren können - was hier bislang jenseits der allgegenwärtigen Ansicht, mit denen setze man sich nicht auseinander, keiner wirklich getan hat -, und auch unterschiedlicher Ansicht sein können. Aber unter den 19 Punkten, die sich dort finden, gibt es wenigstens zwei Drittel, denen ich mich ohne Probleme anschließen könnte.

Muss man jetzt gegen diese Forderungen sein, weil sie von den falschen erhoben wurden? Das wäre doch mehr als unsinnig.

Muss man sich von Pegida distanzieren, weil dort mittlerweile auch Rechte mitlaufen? Das zu verhindern, ist mitunter gar nicht so einfach, wenn man ein Demo-Publikum aus der breiten Masse der Bevölkerung hat.
Vor und während des Irakkrieges war ich Mitglied eines Friedensbündnisses, das in meinem Wohnort Demonstrationen und Veranstaltungen gegen den Krieg und eine deutsche Beteiligung organisiert und durchgeführt hat. Irgendwann, nach einigen Demos, hatten wir auch "Besuch" aus rechter Ecke. Wir waren alles andere als erfreut darüber, haben das erörtert mit der Stadt, der Polizeipräsidentin, dem Leiter vom Ordnungsamt, etc. - wir hatten keine rechtliche Handhabe, den Rechten die Teilnahme an unseren Demonstrationen zu verbieten. Wir wollten aber auch die normalen Bürger, die durch die Demos ihre Meinung und ihren Widerstand kundtun wollten, nicht hängen lassen. Und haben deshalb die Veranstaltungen weiterlaufen lassen; und uns nur bemüht, das allerdings durchaus mit Unterstützung von Polizei und Stadt, die Rechten in der Demo möglichst abzuschirmen.
Ich habe uns damals als ein eher links orientiertes Friedensbündnis wahrgenommen. Aber vermutlich waren wir in Wirklichkeit Nazis, nur weil da einige aus dieser Richtung teilnahmen.

Muss man gegen Pegida sein, weil die sich gegen eine "Islamisierung des Abendlandes" wenden?
Es gibt da so einen hübschen Spruch: Wehret den Anfängen.
Wer hat sich denn hier mal damit befasst, warum Pegida entstanden ist? Ich weiß es nicht genau, habe was gelesen, dass Bachmann und Anhänger Demonstrationen, die nach deutschen Waffenlieferungen an die PKK riefen, als Anlass nahmen. An anderer Stelle fanden sich "Bezüge" zur Salafisten-Problematik, zur von Islamisten ins Leben gerufenen Sharia-Polizei. Und dass die Pegida-Initiatoren sich wegen solcher Dinge überlegt hätten, "sich" zu gründen.
Ehrlich gesagt, diese Dinge beunruhigen mich auch; und lustig finde ich solche "Auswüchse" auch nicht.
"gegen Islamisierung" muss doch daher nicht heißen, dass man davon ausgeht, dass man bereits von Muslimen in Deutschland überrannt wird. Es kann doch einfach auch bedeuten, dass man hier Anfänge, Entwicklungen sieht, die man mit Sorge betrachtet.
Weiß denn hier jemand zur Entstehungsgeschichte etwas GENAUES? Wenn möglich mit Link, etc.? Ich meine, die Allermeisten hier machen sich über die Bezeichnung lustig, hängen sich daran an, dass man bei 4 % Muslime nicht von Islamisierung reden könnte. Aber weiß denn jemand, ob sich die Gründer tatsächlich an diesen paar Prozent aufhängen?

Ich will nicht dazu aufrufen, sich Pegida anzuschließen, die gut zu finden oder was auch immer. Ich sehe das Ganze selbst durchaus auch kritisch.
Aber ich vermisse tatsächlich ernsthafte, inhaltliche Auseinandersetzungen mit der Problematik.
Damit, zu schreien "iiiihhhh, Nazis", damit zu sagen "über die kann man doch nur lachen, die muss man nicht ernst nehmen" und damit, undifferenziert und pauschal alle Demoteilnehmer in einen Topf zu werfen, löst man das Ganze bestimmt nichts.

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14. Januar 2015 um 11:41


Ich kann mich PauleKatze nur anschließen.
Endlich mal 'ne vernünftige Aussage zu dem Thema Pegida. Daumen hoch!

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14. Januar 2015 um 12:05
In Antwort auf janie_12693294

Wäre es ein Problem für Dich, wenn Bekannte/Freunde
Pegida "gut" finden oder dort mitdemonstrieren?
Und wenn ja, was genau wäre denn Dein Problem? Kannst Du das mal genauer sagen?

Ich meine, hier sind so viele, die einfach schreiben - Nee, mit "solchen" hab ich nichts zu tun und will das auch nicht.

Ich verstehe durchaus, wenn man bestimmten Dingen und Entwicklungen gegenüber kritisch ist. Aber ehrlich gesagt, bei den allermeisten hier habe ich das Gefühl, dass es einfach "chic" ist gegen Pegida zu sein und in den Chorus "Rechte, Rassisten, Nazis" einzustimmen. Und dass sich die Allermeisten noch nicht wirklich, nicht mal ansatzweise, mit dem Ganzen auseinandergesetzt haben.

In Padmas Thread kam gestern die Frage auf, wer sind eigentlich die Initiatoren von Pegida.
Da kamen Antworten à la kann man doch googlen, da kam als Antwort einige Male "Bachmann"... Nach Medienberichten sind es wohl 12 Initiatoren und Gründer. Ich denke, mein IQ liegt jetzt durchaus etwas über Toastbrotniveau - aber ich habe die Namen aller 12 Initiatoren nicht auffinden können. Und ich bin mir sicher, dass hier keiner genau weiß, wer wirklich hinter Pegida steht, und welche Vita die Gründer tatsächlich haben.
Trotzdem schreien hier 9 von 10 "Nazis, Verbindungen in Rechtenszene, zur NPD" etc. Wie kann man denn sowas über Leute aussagen, von denen man nicht mal den Namen kennt?
Als Pegida aufkam, haben sich sächsische staatliche Einrichtungen dahingehend geäußert, dass den Pegida-Gründern gerade keine Verbindungen zum rechtsextremen Klientel oder rechten Parteien nachzuweisen sind.
Was allerdings nachzuweisen ist, dass zum Initiatoren-Kreis (ehemalige?) CDU- und FDP Mitglieder gehören. Die nicht nur einfach dort Mitglieder waren, sondern bestimmte Funktionen und Positionen innehatten.
Ich kann mich erinnern, dass bei den ganzen Wahlthreads, die hier in der Vergangenheit vor/nach Wahlen immer gestartet wurden, einige angeführt haben, dass sie auch selbst CDU/CSU und FDP wählen/gewählt haben. Beschimpfen wir die jetzt auch alle als rechte, rassistische Nazis?

Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass ein Großteil hier noch nicht einen einzigen Blick in das Positionspapier von Pegida geworfen hat.
Andernfalls bitte ich doch mal um Handzeichen, wer genau hier bspw. gegen die Aufnahme von Kriegsflüchtlingen, politisch und religiös Verfolgten ist, oder gegen eine dezentrale Unterbringung von ihnen?
Wer ist denn hier dagegen, den Betreuungsschlüssel bei Asylverfahren zu erhöhen, und den Asylbewerbern mehr Sozialarbeiter, Therapeuten, etc. zur Seite zu stellen?
Wer genau ist denn hier für Hassprediger, Radikalismus? Wer gegen sexuelle Selbstbestimmung und für die Unterdrückung von Frauen?
Wer ist für weiteren Stellenabbau bei Polizei und staatlichen Stellen und hat was dagegen einzuwenden, dass mehr Gelder für Asylverfahren zur Verfügung gestellt werden?
Wer ist hier denn ernsthaft dafür irgendwohin, in Krisengebiete, Waffen zu liefern?

Man mag über einzelne Forderungen diskutieren können - was hier bislang jenseits der allgegenwärtigen Ansicht, mit denen setze man sich nicht auseinander, keiner wirklich getan hat -, und auch unterschiedlicher Ansicht sein können. Aber unter den 19 Punkten, die sich dort finden, gibt es wenigstens zwei Drittel, denen ich mich ohne Probleme anschließen könnte.

Muss man jetzt gegen diese Forderungen sein, weil sie von den falschen erhoben wurden? Das wäre doch mehr als unsinnig.

Muss man sich von Pegida distanzieren, weil dort mittlerweile auch Rechte mitlaufen? Das zu verhindern, ist mitunter gar nicht so einfach, wenn man ein Demo-Publikum aus der breiten Masse der Bevölkerung hat.
Vor und während des Irakkrieges war ich Mitglied eines Friedensbündnisses, das in meinem Wohnort Demonstrationen und Veranstaltungen gegen den Krieg und eine deutsche Beteiligung organisiert und durchgeführt hat. Irgendwann, nach einigen Demos, hatten wir auch "Besuch" aus rechter Ecke. Wir waren alles andere als erfreut darüber, haben das erörtert mit der Stadt, der Polizeipräsidentin, dem Leiter vom Ordnungsamt, etc. - wir hatten keine rechtliche Handhabe, den Rechten die Teilnahme an unseren Demonstrationen zu verbieten. Wir wollten aber auch die normalen Bürger, die durch die Demos ihre Meinung und ihren Widerstand kundtun wollten, nicht hängen lassen. Und haben deshalb die Veranstaltungen weiterlaufen lassen; und uns nur bemüht, das allerdings durchaus mit Unterstützung von Polizei und Stadt, die Rechten in der Demo möglichst abzuschirmen.
Ich habe uns damals als ein eher links orientiertes Friedensbündnis wahrgenommen. Aber vermutlich waren wir in Wirklichkeit Nazis, nur weil da einige aus dieser Richtung teilnahmen.

Muss man gegen Pegida sein, weil die sich gegen eine "Islamisierung des Abendlandes" wenden?
Es gibt da so einen hübschen Spruch: Wehret den Anfängen.
Wer hat sich denn hier mal damit befasst, warum Pegida entstanden ist? Ich weiß es nicht genau, habe was gelesen, dass Bachmann und Anhänger Demonstrationen, die nach deutschen Waffenlieferungen an die PKK riefen, als Anlass nahmen. An anderer Stelle fanden sich "Bezüge" zur Salafisten-Problematik, zur von Islamisten ins Leben gerufenen Sharia-Polizei. Und dass die Pegida-Initiatoren sich wegen solcher Dinge überlegt hätten, "sich" zu gründen.
Ehrlich gesagt, diese Dinge beunruhigen mich auch; und lustig finde ich solche "Auswüchse" auch nicht.
"gegen Islamisierung" muss doch daher nicht heißen, dass man davon ausgeht, dass man bereits von Muslimen in Deutschland überrannt wird. Es kann doch einfach auch bedeuten, dass man hier Anfänge, Entwicklungen sieht, die man mit Sorge betrachtet.
Weiß denn hier jemand zur Entstehungsgeschichte etwas GENAUES? Wenn möglich mit Link, etc.? Ich meine, die Allermeisten hier machen sich über die Bezeichnung lustig, hängen sich daran an, dass man bei 4 % Muslime nicht von Islamisierung reden könnte. Aber weiß denn jemand, ob sich die Gründer tatsächlich an diesen paar Prozent aufhängen?

Ich will nicht dazu aufrufen, sich Pegida anzuschließen, die gut zu finden oder was auch immer. Ich sehe das Ganze selbst durchaus auch kritisch.
Aber ich vermisse tatsächlich ernsthafte, inhaltliche Auseinandersetzungen mit der Problematik.
Damit, zu schreien "iiiihhhh, Nazis", damit zu sagen "über die kann man doch nur lachen, die muss man nicht ernst nehmen" und damit, undifferenziert und pauschal alle Demoteilnehmer in einen Topf zu werfen, löst man das Ganze bestimmt nichts.

Sehr toller Beitrag!

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14. Januar 2015 um 12:10

Paulekatze...
Ich muss keine wissenschaftliche Abhandlung darüber schreiben können, um zu entscheiden, dass eine bestimmte Bewegung konträr zu meinen Ansichten geht. PEGIDA- Patriotische Europäer Gegen die Islamisierung Des Abendlandes.
Mir persönlich reicht allein die Bezeichnung dieser Bewegung aus, damit wenigstens alle Alarmglocken, die man sich im Laufe seines politischen Lebens angeeignet hat, beginnen zu bimmeln. Islamisierung des Abendlandes? Was soll das sein? Es ist ein Hohn, dass eine Islamisierung, also eine Einführung des Islam als vorherrschende Religion, von 5% (!!!!!!!) der Bevölkerung ausgehen soll.
Es kann also nichts anderes sein als der Versuch, Hass und Angst vor etwas zu schüren, was nicht existiert, aber erstmal gut klingt.
Vor diesem Hintergrund sollte man das Positionspapier von Pegida lesen und schon klingt bei einer Forderung nach der Pflicht(!!) zur Integration und der dezentralen Unterbringung der Flüchtlinge ( anstatt in menschenunwürdigen Heimen) ein anderer Ton mit.
Für mich auf jeden Fall! Und so möchte ich das auch bewertet wissen.
Von Pegida-Mitläufern dann noch den Begriff: "Volksschädling" zu hören. (Kam in einem Interview im Rahmen der Tagesschau ziemlich zu Beginn der Demonstrationen) rundet mein Bild dann irgendwie auch noch ab.
Eben so wenig wie alle, die bei Pegida mitmachen und/oder sympathisieren verkappte Nazis sind; sind alle, die nix mit Pegida am Hut haben wollen, uninformierte Idioten!
FÜR MICH kommt es nicht in Frage und ich möchte keine Pegida-Mitläufer in meinem Freundeskreis haben.

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14. Januar 2015 um 12:14

paulekatze...
... dem ist nichts hinzuzufügen! Hier noch ein Link zu einem Interview (stellte P.egida selbst auf seine FB Seite, da wahrheitsgetreue Wiedergabe ihrer Worte), wo die Entstehungsgeschichte beschrieben ist! Du hattest danach gefragt ... http://www.blu-news.org/2015/01/11/pegida-gruender-im-blu-news-interview/

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14. Januar 2015 um 12:15
In Antwort auf janie_12693294

Wäre es ein Problem für Dich, wenn Bekannte/Freunde
Pegida "gut" finden oder dort mitdemonstrieren?
Und wenn ja, was genau wäre denn Dein Problem? Kannst Du das mal genauer sagen?

Ich meine, hier sind so viele, die einfach schreiben - Nee, mit "solchen" hab ich nichts zu tun und will das auch nicht.

Ich verstehe durchaus, wenn man bestimmten Dingen und Entwicklungen gegenüber kritisch ist. Aber ehrlich gesagt, bei den allermeisten hier habe ich das Gefühl, dass es einfach "chic" ist gegen Pegida zu sein und in den Chorus "Rechte, Rassisten, Nazis" einzustimmen. Und dass sich die Allermeisten noch nicht wirklich, nicht mal ansatzweise, mit dem Ganzen auseinandergesetzt haben.

In Padmas Thread kam gestern die Frage auf, wer sind eigentlich die Initiatoren von Pegida.
Da kamen Antworten à la kann man doch googlen, da kam als Antwort einige Male "Bachmann"... Nach Medienberichten sind es wohl 12 Initiatoren und Gründer. Ich denke, mein IQ liegt jetzt durchaus etwas über Toastbrotniveau - aber ich habe die Namen aller 12 Initiatoren nicht auffinden können. Und ich bin mir sicher, dass hier keiner genau weiß, wer wirklich hinter Pegida steht, und welche Vita die Gründer tatsächlich haben.
Trotzdem schreien hier 9 von 10 "Nazis, Verbindungen in Rechtenszene, zur NPD" etc. Wie kann man denn sowas über Leute aussagen, von denen man nicht mal den Namen kennt?
Als Pegida aufkam, haben sich sächsische staatliche Einrichtungen dahingehend geäußert, dass den Pegida-Gründern gerade keine Verbindungen zum rechtsextremen Klientel oder rechten Parteien nachzuweisen sind.
Was allerdings nachzuweisen ist, dass zum Initiatoren-Kreis (ehemalige?) CDU- und FDP Mitglieder gehören. Die nicht nur einfach dort Mitglieder waren, sondern bestimmte Funktionen und Positionen innehatten.
Ich kann mich erinnern, dass bei den ganzen Wahlthreads, die hier in der Vergangenheit vor/nach Wahlen immer gestartet wurden, einige angeführt haben, dass sie auch selbst CDU/CSU und FDP wählen/gewählt haben. Beschimpfen wir die jetzt auch alle als rechte, rassistische Nazis?

Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass ein Großteil hier noch nicht einen einzigen Blick in das Positionspapier von Pegida geworfen hat.
Andernfalls bitte ich doch mal um Handzeichen, wer genau hier bspw. gegen die Aufnahme von Kriegsflüchtlingen, politisch und religiös Verfolgten ist, oder gegen eine dezentrale Unterbringung von ihnen?
Wer ist denn hier dagegen, den Betreuungsschlüssel bei Asylverfahren zu erhöhen, und den Asylbewerbern mehr Sozialarbeiter, Therapeuten, etc. zur Seite zu stellen?
Wer genau ist denn hier für Hassprediger, Radikalismus? Wer gegen sexuelle Selbstbestimmung und für die Unterdrückung von Frauen?
Wer ist für weiteren Stellenabbau bei Polizei und staatlichen Stellen und hat was dagegen einzuwenden, dass mehr Gelder für Asylverfahren zur Verfügung gestellt werden?
Wer ist hier denn ernsthaft dafür irgendwohin, in Krisengebiete, Waffen zu liefern?

Man mag über einzelne Forderungen diskutieren können - was hier bislang jenseits der allgegenwärtigen Ansicht, mit denen setze man sich nicht auseinander, keiner wirklich getan hat -, und auch unterschiedlicher Ansicht sein können. Aber unter den 19 Punkten, die sich dort finden, gibt es wenigstens zwei Drittel, denen ich mich ohne Probleme anschließen könnte.

Muss man jetzt gegen diese Forderungen sein, weil sie von den falschen erhoben wurden? Das wäre doch mehr als unsinnig.

Muss man sich von Pegida distanzieren, weil dort mittlerweile auch Rechte mitlaufen? Das zu verhindern, ist mitunter gar nicht so einfach, wenn man ein Demo-Publikum aus der breiten Masse der Bevölkerung hat.
Vor und während des Irakkrieges war ich Mitglied eines Friedensbündnisses, das in meinem Wohnort Demonstrationen und Veranstaltungen gegen den Krieg und eine deutsche Beteiligung organisiert und durchgeführt hat. Irgendwann, nach einigen Demos, hatten wir auch "Besuch" aus rechter Ecke. Wir waren alles andere als erfreut darüber, haben das erörtert mit der Stadt, der Polizeipräsidentin, dem Leiter vom Ordnungsamt, etc. - wir hatten keine rechtliche Handhabe, den Rechten die Teilnahme an unseren Demonstrationen zu verbieten. Wir wollten aber auch die normalen Bürger, die durch die Demos ihre Meinung und ihren Widerstand kundtun wollten, nicht hängen lassen. Und haben deshalb die Veranstaltungen weiterlaufen lassen; und uns nur bemüht, das allerdings durchaus mit Unterstützung von Polizei und Stadt, die Rechten in der Demo möglichst abzuschirmen.
Ich habe uns damals als ein eher links orientiertes Friedensbündnis wahrgenommen. Aber vermutlich waren wir in Wirklichkeit Nazis, nur weil da einige aus dieser Richtung teilnahmen.

Muss man gegen Pegida sein, weil die sich gegen eine "Islamisierung des Abendlandes" wenden?
Es gibt da so einen hübschen Spruch: Wehret den Anfängen.
Wer hat sich denn hier mal damit befasst, warum Pegida entstanden ist? Ich weiß es nicht genau, habe was gelesen, dass Bachmann und Anhänger Demonstrationen, die nach deutschen Waffenlieferungen an die PKK riefen, als Anlass nahmen. An anderer Stelle fanden sich "Bezüge" zur Salafisten-Problematik, zur von Islamisten ins Leben gerufenen Sharia-Polizei. Und dass die Pegida-Initiatoren sich wegen solcher Dinge überlegt hätten, "sich" zu gründen.
Ehrlich gesagt, diese Dinge beunruhigen mich auch; und lustig finde ich solche "Auswüchse" auch nicht.
"gegen Islamisierung" muss doch daher nicht heißen, dass man davon ausgeht, dass man bereits von Muslimen in Deutschland überrannt wird. Es kann doch einfach auch bedeuten, dass man hier Anfänge, Entwicklungen sieht, die man mit Sorge betrachtet.
Weiß denn hier jemand zur Entstehungsgeschichte etwas GENAUES? Wenn möglich mit Link, etc.? Ich meine, die Allermeisten hier machen sich über die Bezeichnung lustig, hängen sich daran an, dass man bei 4 % Muslime nicht von Islamisierung reden könnte. Aber weiß denn jemand, ob sich die Gründer tatsächlich an diesen paar Prozent aufhängen?

Ich will nicht dazu aufrufen, sich Pegida anzuschließen, die gut zu finden oder was auch immer. Ich sehe das Ganze selbst durchaus auch kritisch.
Aber ich vermisse tatsächlich ernsthafte, inhaltliche Auseinandersetzungen mit der Problematik.
Damit, zu schreien "iiiihhhh, Nazis", damit zu sagen "über die kann man doch nur lachen, die muss man nicht ernst nehmen" und damit, undifferenziert und pauschal alle Demoteilnehmer in einen Topf zu werfen, löst man das Ganze bestimmt nichts.


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14. Januar 2015 um 12:17

Ja, ich habe Freunde, Familienangehörige und Bekannte
die Pegida nicht abgeneigt sind und finde es nicht schlimm. Jeder darf seine Meinung haben, solange die nicht gegen Menschenrechte oä. verstößt, habe ich damit kein Problem.

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14. Januar 2015 um 12:32

Paule
Ne, ich glaube nicht, dass die meisten hier alle Pegida-Mitläufer in eine Schublade stecken. Liest sich so ja, aber das glaube ich nicht. Die meisten haben sicherlich nicht mal etwas gegen den Islam. Man hört ja überwiegend raus, dass es um eine allgemeine Unzufriedenheit dem Staat gegenüber ist.
Es ist aber auch nicht abzustreiten, dass die braune Seite das ausnutzt und einen auf Rattenfänger macht. Die meisten Leute, die dort mitlaufen, sind nicht braun, aber sie wissen auch, dass da genug Braune die Lage mit aufbauschen und sehen, dass sich da was bewegt. Wenn 20000 Leute auf die Straße gehen, dann ist das was und in der DDR hat es doch auch geklappt und man hat die Hoffnung, dass sich etwas am System ändert...da ist der Islam doch erstmal Nebensache, aber das Thema schlägt Wellen und damit kriegt man Aufmerksamkeit.
Man sollte da nicht alle über einen Kamm ziehen...da hast du Recht, aber man sollte es auch nicht runterspielen. Es sind nicht alle braun, aber man kann auch nicht abstreiten, dass sich das Gesocks darunter tummelt.

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14. Januar 2015 um 12:54

Ich komme aus der Nähe von Dredsen,
Es beunruhigt mich, wie unser schönes Dresden in der Welt dargestellt wird, und wirkt.

Der Ostdeutschebundesbürger hat eine völlig andere Mentalität, ja wahrscheinlich sind sie empfänglicher für diese Angstmacherei.

Ich habe sehr viele im Bekannten-, Familiekreis, die durchaus konform gehen, mit den Pegida Ansichten.
Selbst mein Mann.
Ich bin sehr kritisch und habe viele Fragen im Kopf.
Jemanden zu veruteilen, der seinem Unmut und auch seiner Angst Ausdruck verleiht, das werde ich nicht tun.
Denn rechts sind diese mit Sicherheit nicht. Mein Mann wählt grün zum Beispiel.

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14. Januar 2015 um 13:29
In Antwort auf sveta_12540128

paulekatze...
... dem ist nichts hinzuzufügen! Hier noch ein Link zu einem Interview (stellte P.egida selbst auf seine FB Seite, da wahrheitsgetreue Wiedergabe ihrer Worte), wo die Entstehungsgeschichte beschrieben ist! Du hattest danach gefragt ... http://www.blu-news.org/2015/01/11/pegida-gruender-im-blu-news-interview/

Vielen Dank
für den Link. Also stimmte das mit der Forderungen nach Waffen für die PKK doch, als (Mit)Ursache für die Gründung.

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14. Januar 2015 um 13:33

Richtig

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14. Januar 2015 um 13:59

Genauso,
man muss sich doch nur mal diesen Thread anschauen. Aber hier ist immer alles auslegungssachen

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14. Januar 2015 um 14:00

Davon würde ich dich nicht ausnehmen

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14. Januar 2015 um 14:15
In Antwort auf carpe3punkt0

Paule
Ne, ich glaube nicht, dass die meisten hier alle Pegida-Mitläufer in eine Schublade stecken. Liest sich so ja, aber das glaube ich nicht. Die meisten haben sicherlich nicht mal etwas gegen den Islam. Man hört ja überwiegend raus, dass es um eine allgemeine Unzufriedenheit dem Staat gegenüber ist.
Es ist aber auch nicht abzustreiten, dass die braune Seite das ausnutzt und einen auf Rattenfänger macht. Die meisten Leute, die dort mitlaufen, sind nicht braun, aber sie wissen auch, dass da genug Braune die Lage mit aufbauschen und sehen, dass sich da was bewegt. Wenn 20000 Leute auf die Straße gehen, dann ist das was und in der DDR hat es doch auch geklappt und man hat die Hoffnung, dass sich etwas am System ändert...da ist der Islam doch erstmal Nebensache, aber das Thema schlägt Wellen und damit kriegt man Aufmerksamkeit.
Man sollte da nicht alle über einen Kamm ziehen...da hast du Recht, aber man sollte es auch nicht runterspielen. Es sind nicht alle braun, aber man kann auch nicht abstreiten, dass sich das Gesocks darunter tummelt.

Carpe
das mit den Rechten in der Pegida-Bewegung sehe ich genau so wie Du. Ich denke, dass es hier dringend Not täte, dass sich die Initiatoren ganz deutlich von denen distanzieren, was ja bisher leider nicht passiert ist.

Vor allem deswegen betrachte ich das Ganze auch durchaus kritisch.

Und etliche Äußerung von denen stoßen mir ebenfalls negativ auf. Ich finde nur, wenn sich hier zeigt, dass einige hier gar nicht wirklich "informiert" sind, und da nehme ich mich selbst an einigen Punkten gar nicht aus, dann kann man doch von den Demo-Teilnehmern nicht erwarten/verlangen, dass da alle den vollen Durchblick haben und sich distanzieren.
Gerade wenn viele von den Demoteilnehmern ganz andere Themen umtreibt, bzw. sie sich in den weitgefassten Forderungen des Positionspapiers auf den ersten Blick durchaus mit ihren Vorstellungen, aber auch Ängsten und Sorgen, wiederfinden.

Mir fehlt da bei etlichen hier irgendwie die Bereitschaft zum Dialog.

Ich persönlich, sage ich ganz offen, habe keine Probleme, mich mit Rechten an einen Tisch zu setzen. Genau so wenig, wie mit Extrem-Linken. Wenn man gar nicht erst versucht, mit den Leuten eine Annäherung zu erreichen, dann kann das natürlich auch nichts werden.

Und das ist das was mich auch "ärgert". Wenn ich sehe/lese/höre, wie sich die meisten Politiker jetzt zu Pegida und der entstandenen Bewegung äußern - da möchte ich nur ständig brechen gehen.
Dummes Gelabere, aber Lösungsansätze bietet kaum einer.
Nur sind die Leute in der Pegida-Bewegung ja auch Teil dieser Gesellschaft. Und da finde ich schon, dass man sie auch ernst nehmen sollte. Auch wenn man ihre Ängste nicht versteht, nicht teilt, für überzogen hält. Sie einfach als Idioten oder gar Vollidioten zu betiteln, wie das jetzt viele Medien machen, und ansonsten dafür zu plädieren, sie zu ignorieren, wie das Merkel und Konsorten so tun, ist in meinen Augen beides nicht so wirklich "lösungsorientiert.

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14. Januar 2015 um 14:56
In Antwort auf kamala_11901399

Paulekatze...
Ich muss keine wissenschaftliche Abhandlung darüber schreiben können, um zu entscheiden, dass eine bestimmte Bewegung konträr zu meinen Ansichten geht. PEGIDA- Patriotische Europäer Gegen die Islamisierung Des Abendlandes.
Mir persönlich reicht allein die Bezeichnung dieser Bewegung aus, damit wenigstens alle Alarmglocken, die man sich im Laufe seines politischen Lebens angeeignet hat, beginnen zu bimmeln. Islamisierung des Abendlandes? Was soll das sein? Es ist ein Hohn, dass eine Islamisierung, also eine Einführung des Islam als vorherrschende Religion, von 5% (!!!!!!!) der Bevölkerung ausgehen soll.
Es kann also nichts anderes sein als der Versuch, Hass und Angst vor etwas zu schüren, was nicht existiert, aber erstmal gut klingt.
Vor diesem Hintergrund sollte man das Positionspapier von Pegida lesen und schon klingt bei einer Forderung nach der Pflicht(!!) zur Integration und der dezentralen Unterbringung der Flüchtlinge ( anstatt in menschenunwürdigen Heimen) ein anderer Ton mit.
Für mich auf jeden Fall! Und so möchte ich das auch bewertet wissen.
Von Pegida-Mitläufern dann noch den Begriff: "Volksschädling" zu hören. (Kam in einem Interview im Rahmen der Tagesschau ziemlich zu Beginn der Demonstrationen) rundet mein Bild dann irgendwie auch noch ab.
Eben so wenig wie alle, die bei Pegida mitmachen und/oder sympathisieren verkappte Nazis sind; sind alle, die nix mit Pegida am Hut haben wollen, uninformierte Idioten!
FÜR MICH kommt es nicht in Frage und ich möchte keine Pegida-Mitläufer in meinem Freundeskreis haben.

Thilda
um wissenschaftliche Abhandlungen geht es mir gar nicht, und ich glaube, dass das auch verständlich war.
Ich denke nur tatsächlich, dass man in aller Regel (bei nahezu allen Themen) gut daran tut, Hintergründe zu beleuchten, bevor man sich ein Urteil bildet.

Was Islamisierung des Abendlandes sein soll?
Tja, gute Frage. Die habe ich in meinem Post ja auch gestellt. Eine Antwort, wie die Initiatoren das tatsächlich gemeint haben, habe ich nicht wirklich. Dazu habe ich mich mit persönlichen Interviews der Gründer bisher zu wenig beschäftigt.
Ob eine solche Gefahr von ein paar Prozent ausgehen kann? Ich weiß es nicht. Vielleicht ist es überzogen. Aber, beunruhigen Dich solche Dinge wie die Scharia-Polizei von Wuppertal nicht? Oder überhaupt die salafistische Bewegung, die hier in Deutschland Fuß gefasst hat?
Ich habe letztens einen, wie ich finde, guten Artikel gelesen. Der zeigt, dass die Medien einen nicht unwesentlichen Anteil am negativen Bild haben, das viele Bürger hier in Deutschland vom Islam haben.

http://dtj-online.de/pegida-medien-islamfeindlichkeit-44469

Wenn Du sagst, Pegida schüre hier bewusst Angst und Hass. Gilt Selbiges dann für die Medien, auch die öffentlich-rechtlichen Medien, auch? Ist deren Berichterstattung dann auch bewusst darauf ausgerichtet, den Islam hier in Deutschland zu verurteilen, zu verdammen, möglichst schlecht darzustellen? Falls ja, sollte man sich fragen, warum und wer daran ein Interesse haben könnte.


Was die Pegida-Forderungen angeht.
Was ist gegen eine Pflicht zur Integration zu sagen?
Bzw. stellt sich da nicht zuerst die Frage: Was genau ist darunter zu verstehen? Gibt es dafür eine objektive, allgemeingültige Definition? Falls nicht, wäre es dann nicht sinnvoller, erst mal nach der inhaltlichen Reichweite dieser Forderung zu fragen, als gleich selbst irgendwas dort hinein zu interpretieren?
Eine Pflicht zur Integration, die auf einen zwingenden Verzicht auf fremde Kulturelemente, Bräuche, Religionen hinausläuft, lehne ich auch ab. Aber die Forderung lautet ja auch auf "Integration" und nicht auf "Assimilation". Im übrigen lautet die Forderung ja auch auf RECHT und PFLICHT zur Integration. Und das finde ich durchaus sinnvoll. Wer Rechte für sich in Anspruch nehmen möchte, sollte akzeptieren, dass mit der Gewährung von Rechten im allgemeinen auch bestimmte Pflichten einher gehen. Genau so funktioniert eine Gesellschaft doch.

Und was, bitte, ist gegen die Forderung einer dezentralen Unterbringung von Flüchtlingen und Asylbewerbern einzuwenden?

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14. Januar 2015 um 15:37
In Antwort auf janie_12693294

Thilda
um wissenschaftliche Abhandlungen geht es mir gar nicht, und ich glaube, dass das auch verständlich war.
Ich denke nur tatsächlich, dass man in aller Regel (bei nahezu allen Themen) gut daran tut, Hintergründe zu beleuchten, bevor man sich ein Urteil bildet.

Was Islamisierung des Abendlandes sein soll?
Tja, gute Frage. Die habe ich in meinem Post ja auch gestellt. Eine Antwort, wie die Initiatoren das tatsächlich gemeint haben, habe ich nicht wirklich. Dazu habe ich mich mit persönlichen Interviews der Gründer bisher zu wenig beschäftigt.
Ob eine solche Gefahr von ein paar Prozent ausgehen kann? Ich weiß es nicht. Vielleicht ist es überzogen. Aber, beunruhigen Dich solche Dinge wie die Scharia-Polizei von Wuppertal nicht? Oder überhaupt die salafistische Bewegung, die hier in Deutschland Fuß gefasst hat?
Ich habe letztens einen, wie ich finde, guten Artikel gelesen. Der zeigt, dass die Medien einen nicht unwesentlichen Anteil am negativen Bild haben, das viele Bürger hier in Deutschland vom Islam haben.

http://dtj-online.de/pegida-medien-islamfeindlichkeit-44469

Wenn Du sagst, Pegida schüre hier bewusst Angst und Hass. Gilt Selbiges dann für die Medien, auch die öffentlich-rechtlichen Medien, auch? Ist deren Berichterstattung dann auch bewusst darauf ausgerichtet, den Islam hier in Deutschland zu verurteilen, zu verdammen, möglichst schlecht darzustellen? Falls ja, sollte man sich fragen, warum und wer daran ein Interesse haben könnte.


Was die Pegida-Forderungen angeht.
Was ist gegen eine Pflicht zur Integration zu sagen?
Bzw. stellt sich da nicht zuerst die Frage: Was genau ist darunter zu verstehen? Gibt es dafür eine objektive, allgemeingültige Definition? Falls nicht, wäre es dann nicht sinnvoller, erst mal nach der inhaltlichen Reichweite dieser Forderung zu fragen, als gleich selbst irgendwas dort hinein zu interpretieren?
Eine Pflicht zur Integration, die auf einen zwingenden Verzicht auf fremde Kulturelemente, Bräuche, Religionen hinausläuft, lehne ich auch ab. Aber die Forderung lautet ja auch auf "Integration" und nicht auf "Assimilation". Im übrigen lautet die Forderung ja auch auf RECHT und PFLICHT zur Integration. Und das finde ich durchaus sinnvoll. Wer Rechte für sich in Anspruch nehmen möchte, sollte akzeptieren, dass mit der Gewährung von Rechten im allgemeinen auch bestimmte Pflichten einher gehen. Genau so funktioniert eine Gesellschaft doch.

Und was, bitte, ist gegen die Forderung einer dezentralen Unterbringung von Flüchtlingen und Asylbewerbern einzuwenden?

Nochmal Paule!
Ich bin nur mit dem Handy online, also sieh es mir nach, wenn ich vielleicht nicht völlig ausführlich antworte!

Also! Die Scharia-Polizei macht mir tatsächlich keine Sorgen, weil ich die lächerlich finde! Genau so lächerlich übrigens wie irgendwelche anderen Fanatiker; rechte Idioten ( als Beispiel) . Dummheit macht mir keine Angst. Sobald Intelligenz und Berechnung dazu kommen wird mir mulmig!
Die Medien haben nicht nur einen nicht unwesentlichen Anteil am negativen Bild des Islams, sondern einen sehr sehr großen, weil alles Negative sofort unglaublich aufgebauscht wird. Da wird dann plötzlich ein Ehrenmord so dargestellt, als ob es zum guten Ton in jeder muslimischen Familie gehört!

Pflicht zur Integration; mag sein, dass ich das anders lese als du, aber für mich klingt es nach Assimilation. Man kann im Grundgesetz keine Pflicht zur Integration verankern, weil das gegen jede freiheitliche Grundordnung verstößt.

Im allgemeinen ist mein Problem mit dem Papier, dass es so schwammig und wenig konkret ist, was zwar normal ist bei politischen Inhalten, aber die Neigung rechter Gruppierungen zu Pegida spricht Bände! Und diese Neigung lässt sich nicht leugnen! AfD und NPD marschieren da mit. Deswegen ist nicht jeder Pegida-Demonstrant rechts, aber sie ziehen die rechten Gruppierungen an!

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14. Januar 2015 um 15:38

Rebecca
Danke! Das hatte ich bei meiner Antwort vergessen, wie ich gerade festgestellt hab!

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14. Januar 2015 um 15:45

Offensichtlich
kann ich nicht anders...

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14. Januar 2015 um 15:57

Dann lesen wir wohl in unterschiedlichen Foren
Hier wird man doch super schnell in die braune Ecke gestellt und die Threads der letzten Tage haben das mal wieder bestätigt. Die Keule ging eindeutig in die Richtung. Und natürlich wird nicht gezielt "Nazi" geschrien, das passiert natürlich viel subtiler. Ich habe im übrigen nicht gelesen, dass allen Kritikern pauschal "Medienverblendung" unterstellt wird. Weil das jetzt hier ständig kommt.

Und sorry, dass es Leute gibt, die anders denken als ihr. Deswegen will euch noch lange niemand vergraulen. Aber auch die Andersdenkenden haben ihre Daseinsberechtigung.

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14. Januar 2015 um 15:59


Ich glaube, hier herrscht etwas Unkenntnis darüber, was der Begriff "dezentral" meint bzw. bedeutet.

Dezentral bedeutet zunächst einfach mal nur - "nicht zentral", "nicht an einem Ort konzentriert", sondern "auf verschiedene Stellen aufgeteilt".

Und hat hier nichts mit Zentrum eines Ortes zu tun, oder mit Ghettos an Stadträndern.

Dezentrale Unterbringung im Asylrecht heißt, dass Flüchtlinge eben gerade NICHT in einer Zentralen (Landes)Einrichtung - Flüchtlingsheim - untergebracht und ALLE dort zusammengepfercht und damit quasi aus der Gesellschaft ausgegliedert sind.
Das ist derzeit in den meisten Bundesländern nämlich noch die Realität. Dort gibt es Zentrale Anlaufstellen und Auffanglager, die in aller Regel außerhalb der Zentren von Städten und Gemeinden liegen.

Im Gegensatz dazu bedeutet "dezentral" gerade das WEG von diesen Zentralen Unterkünften, in denen die Flüchtlinge ohne Kontakt zur sonstigen Bevölkerung nur unter sich untergebracht sind.
Dezentral meint die Verteilung auf mehrere verschiedene Gemeinden, Stadtteile, in kleinen Wohneinheiten, Wohngruppen, aber etwa auch nur eine Familie in einer Wohnung.

Das Problem ist, dass er Staat bei einer Zentralen Unterbringung einfach kostengünstiger fährt, als wenn er Asylbewerber dezentral, und damit bspw. auch in Wohnungen des freien Wohnungsmarktes, statt in landes-/gemeindeeigenen Immobilien, unterbringt. Und deshalb ist er/sind die Länder an einer zentralen Unterbringung interessiert und wollen gerne an dieser festhalten.

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14. Januar 2015 um 16:06
In Antwort auf janie_12693294

Carpe
das mit den Rechten in der Pegida-Bewegung sehe ich genau so wie Du. Ich denke, dass es hier dringend Not täte, dass sich die Initiatoren ganz deutlich von denen distanzieren, was ja bisher leider nicht passiert ist.

Vor allem deswegen betrachte ich das Ganze auch durchaus kritisch.

Und etliche Äußerung von denen stoßen mir ebenfalls negativ auf. Ich finde nur, wenn sich hier zeigt, dass einige hier gar nicht wirklich "informiert" sind, und da nehme ich mich selbst an einigen Punkten gar nicht aus, dann kann man doch von den Demo-Teilnehmern nicht erwarten/verlangen, dass da alle den vollen Durchblick haben und sich distanzieren.
Gerade wenn viele von den Demoteilnehmern ganz andere Themen umtreibt, bzw. sie sich in den weitgefassten Forderungen des Positionspapiers auf den ersten Blick durchaus mit ihren Vorstellungen, aber auch Ängsten und Sorgen, wiederfinden.

Mir fehlt da bei etlichen hier irgendwie die Bereitschaft zum Dialog.

Ich persönlich, sage ich ganz offen, habe keine Probleme, mich mit Rechten an einen Tisch zu setzen. Genau so wenig, wie mit Extrem-Linken. Wenn man gar nicht erst versucht, mit den Leuten eine Annäherung zu erreichen, dann kann das natürlich auch nichts werden.

Und das ist das was mich auch "ärgert". Wenn ich sehe/lese/höre, wie sich die meisten Politiker jetzt zu Pegida und der entstandenen Bewegung äußern - da möchte ich nur ständig brechen gehen.
Dummes Gelabere, aber Lösungsansätze bietet kaum einer.
Nur sind die Leute in der Pegida-Bewegung ja auch Teil dieser Gesellschaft. Und da finde ich schon, dass man sie auch ernst nehmen sollte. Auch wenn man ihre Ängste nicht versteht, nicht teilt, für überzogen hält. Sie einfach als Idioten oder gar Vollidioten zu betiteln, wie das jetzt viele Medien machen, und ansonsten dafür zu plädieren, sie zu ignorieren, wie das Merkel und Konsorten so tun, ist in meinen Augen beides nicht so wirklich "lösungsorientiert.

Ich bin ja Fan von den Gegendemos,
aber ich bin der Meinung, dass es das eigentliche Problem nicht löst.
Ich finde die Gegendemos wichtig, weil sie nach außen zeigen, dass eben nicht alle in Deutschland "recht sind. Es ist kein Geheimnis, dass ich den westlichen Medien sehr skeptisch gegenüber bin und dafür habe ich hier schon oft einen Hieb bekommen, aber wenn man mal versucht die Berichte über Pegida ganz neutral zu sehen, dann merkt man schon, dass sehr rechtslastig berichtet wird. Da sieht man nie eine Person, die ihr eigentliches Problem anspricht...das sind irgendwie immer rechte Aussagen. Die Aussagen, um die es den Leuten eigentlich geht und die eigentlich in den Vordergrund gehören, die sieht man z.B. auf YouTube von "freizeitlichen" Journalisten, die sich in das Getümmel stürzen.
Die öffentlichen Medien strahlen in die gesamte Welt und deswegen ist es richtig, dass gezeigt wird: nicht ganz Deutschland ist dieser aufgebauschte Meinung.
Das eigentliche Problem löst es aber nicht. Je mehr Druck man aufbaut desto mehr Druck baut die andere Seite auf. Das ist nur Säbelrasseln und bringt keinem etwas.
Wenn jemand eine Lösung will, dann sollte derjenige ein Gespräch mit der anderen Seite suchen. Ein Gespräch, das neutral geführt werden kann...ohne ein "Du bist rechtsradikal, da du bei Pegida mitmachst.". Man kann sich doch in Ruhe jede Seite anhören...sollte doch kein Problem sein. Es bringt nichts, wenn man das Problem einfach nur ersticken will...das hätte ja dann schon wieder etwas von der verfluchten Diktatur. Damit ist niemandem geholfen. Im Gegenteil...dadurch erntet man nur noch mehr Hass und Aufstand bis es irgendwann mal schlimm endet.

Ich meine...wer wirklich rechts ist, der lässt sich von den Gesprächen auch nicht beeinflussen, aber die Leute will man ja auch gar nicht ansprechen. Man will ja mit den Leuten reden, die eben nicht nur "Islamisierung" brüllen und das ist (meiner Meinung nach) der größte Teil von Pegida.
Mit den Nazis von Pegida braucht man auch gar nicht reden, da das nur Marionetten sind. Die, die die Knöpfe drücken, von denen stellt sich doch keiner auf ne Demo. Man muss sich ja nur Bachmann angucken...ey, bitte...wenn das ein Kopf der Bande wäre, dann wäre es wirklich zappenduster für den Verein. Ich habe vor den Nazis Angst, denen man es eben nicht anmerkt. Die tragen einen schicken Anzug und haben es nicht nötig mit holen Parolen um sich zu werfen. Die erkennt man auch nicht, wenn man sie in einer Kneipe sieht oder ihnen die Hand schüttelt. Die haben was im Köpfchen und können argumentieren und kommen eben nicht nur mit "Die Asylanten nehmen uns unsere Jobs, Frauen und die Staatskasse weg.".
Die könnten etwas reißen, weil sie eben nicht offensichtlich rechts sind und ich rede hier nicht von Anhängern der AfD...davor habe ich Angst und nicht vor dem rechten Teil der Pegida und deren Gequatsche über Islanisierung. Aber ich schweife schon wieder zu weit ab...

Wie gesagt...nicht alle über einen Kamm (das gilt für beide Seiten) und nicht einfach nur ne Gegendemo starten und hoffen, dass man damit alle bekehren kann. Man sollte schon miteinander reden können und das ohne Vorurteile beider Seiten.
Denn mal ehrlich...wie soll denn das sonst enden?!

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14. Januar 2015 um 16:12

"Weil ich immer an das Gute glaube"
Vielleicht setzt du da mit dem Respekt an. Du musst niemanden bekehren, nur weil er eine andere politische Einstellung hat. Und per se böse ist man als Pegida Befürworter noch lange nicht

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14. Januar 2015 um 16:20

Nääääää....
ich finde nicht, dass man hier die Schiene "der Klügere gibt nach" fahren muss. Da musst du differenzieren! Da fühlen sich doch die Provonicks nur bestätigt.
Hau rein, Antilein

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14. Januar 2015 um 17:22

Nein,
ich muss auch ehrlich sagen dass ich mit Pegida ein Problem habe und das nicht als Allheilsbringer ansehe wie andere das machen.
In meinem Umfeld ist das auch so. Aber meist sucht man sich das ja schon vorher nach Wellenlänge aus.

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14. Januar 2015 um 18:06


Wie Du siehst den Begriff anders?

Da ist eine politische Strömung.
Die politisch agiert und politische Forderungen in einem Positionspapier aufstellt.
Sich dabei auch einer allgemein gültigen, politisch wie juristisch verwendeten Sprache bzw. Begrifflichkeit bedient. Wie eben "zentrale" bzw. "dezentrale" Unterbringung von Asylbewerbern.

Wenn "zentral" dabei meint, dass Asylbewerber in landeseigenen, städtischen, gemeindlichen Gemeinschaftsunterkünften untergebracht werden, meint "dezentral" logischerweise das Gegenteil, weg von den Sammelunterkünften, mehr Privatsphäre, mehr Nähe zur sonstigen Bevölkerung.

Und da sagst Du einfach "Nee, ICH sehe da eine andere Bedeutung. Und Pegida muss selbstverständlich DAS was ich denke, damit gemeint haben!"

Ist nicht wirklich logisch.

Da sprechen sich seit Jahren Flüchtlingsräte diverser Städte und Gemeinden für eine dezentrale Unterbringung aus, fordern Interessenverbänden von/für Migranten, Asylbewerbern, eine solche, gibt es genügend Gemeinde-, Stadtrats-, Landtagsfraktionen, die sich für eine dezentrale Unterbringung stark machen.
Da gibt es in verschiedenen Gebieten im Gegensatz dazu Bestrebungen rechter Parteien, an der zentralen Unterbringung festzuhalten.

Und Du negierst das alles einfach und stülpst allem DEINE Definition über?

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14. Januar 2015 um 20:17

Mich beschäftigt
diesbezüglich eine ganz andere Frage. Mal am Beispiel der beiden Städte Stuttgart und Dresden. Stuttgart hat nach Frankfurt den größten Migrantenanteil und da gibt es keine Pegida. Dresden hingegen hat einer der niedrigsten Anteile und Pegida ist sehr beliebt. Woher also kommt diese große Angst vor dem Islam in einer Stadt mit nur wenig Ausländern im Gegenzug zu einer Stadt mit vielen Ausländern wo die Angst rein theoretisch logischer wäre? Hat es doch mit Ost und West zu tun? Oder mit der Politik/Aufklärung in den jeweiligen Städten? Was denkt ihr

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14. Januar 2015 um 20:31

Die Menschen haben Angst,
dass ihnen wieder etwas weggenommen wird. Wie damals mit der Wende. Es wird nur nicht gehört.

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14. Januar 2015 um 21:10

Mir fiel
auch direkt das Sprichwort ein, was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht! Ich komme auch aus einer Kleinstadt nahe Dresden. Habe allerdings mal ein paar Jahre in FFM gewohnt. Und ich sage ehrlich, die unterschwellige Angst, die ich dort verspürte, wenn ich im Dunkeln unterwegs war, kenne ich hier aus meiner Heimat nicht! Hier geht man nachts durch die Straßen und würde (rein theoretisch) jeden grüßen, der einem begegnet. In Frankfurt war ich froh, wenn ich Zuhause angekommen war... Es ist, denke ich, die Angst vor Fremdem, vor dieser Anonymität der Großstadt, des Unbekannten, was es hier nicht gibt... Versteht man, was ich damit sagen will!?

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14. Januar 2015 um 21:27

Naja
ich hatte hier nichts von "Kuhdorf" geschrieben, das war Bella, im Anschluss an meinen Beitrag.
Und bevor Bella das überhaupt angemerkt hatte, hattest Du bereits "dezentral" mit "Stadtrand" gleichgesetzt.

Und das ging halt einfach an der Sache vorbei.

Was bei FB steht, weiß ich nicht, da ich nicht bei FB bin.

Sinn macht so ein Verhalten natürlich nicht, da stimme ich Dir durchaus zu. Allerdings finde ich schon, dass man da auch differenzieren muss. Wenn die Pegida-Gründer die Position einer dezentralen Unterbringung einnehmen - sind sie dann verantwortlich für abweichende Auffassungen von "Anhängern" und Demo-Teilnehmern?
Und sind sie immer verantwortlich dafür, wer wo für sie die Werbetrommel rührt?
Ich denke tatsächlich, dass man akzeptieren muss, dass die Teilnehmer der sich hier entwickelnden Bewegung eben keine weitestgehend homogene Masse ist, sondern wirklich ausgesprochen vielfältig und vielschichtig.
Das Verhalten, die Ansichten einiger, da auf alle zu übertragen, funktioniert dann wohl einfach nicht.

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15. Januar 2015 um 6:30

Ich
habe dieses Positionspapier angeschaut.
Hört sich ja eigentlich "vernunftig an" ...nur weiss man ja was dahinter steckt und welche Leute da auch mitlaufen.
Deswegen schreckt es mich ab.


Heisst aber nicht, dass ich gegen Meinungsfreiheit bin.

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15. Januar 2015 um 11:48


Hast Du dazu auch mal ein paar Links oder Quellenangaben? Denn ich habe das, was Du hier schreibst, nicht finden können.

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15. Januar 2015 um 12:30
In Antwort auf janie_12693294


Hast Du dazu auch mal ein paar Links oder Quellenangaben? Denn ich habe das, was Du hier schreibst, nicht finden können.

Link zu Facebook
https://m.facebook.com/dresdensagtnein?ref=https%3A%2F%2Fde-de.facebook.com%2Fdresdensagtn ein

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15. Januar 2015 um 12:32


Danke, hab's gefunden.

Muss aber erst mal etwas querlesen, um mir wirklich ein Bild machen zu können.

Das mit dem Hotel "Prinz Eugen" im Stadtteil Laubegast, das hab ich am Rande mitbekommen.
Aber hier war wohl auch eine Stadtteils-nahe Bürgerbewegung beteiligt, die auch mittels einer Petition gegen die "Umwidmung" des Hotels vorgegangen sind. Da kenne ich zwar auch nicht alle Hintergründe, habe aber bspw. gelesen, dass es hier auch darum ging, dass das Hotel ja "derzeit" noch als Hotel, mit angeschlossenem Restaurant genutzt wurde. Der Eigentümer wollte Hotel/Restaurant schließen - und das Gebäude anschließend an die Stadt vermieten.
Damit wären die Arbeitsplätze der "derzeit" dort Beschäftigten alle weggefallen; die hätten (haben?) also alle die Kündigung erhalten und wären arbeitslos geworden.
Dass man bei einer solchen Selbstbetroffenheit dem Projekt absolut ablehnend gegenübersteht, ist für mich schon nachvollziehbar.

Aber ich lese erst mal.

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15. Januar 2015 um 13:10
In Antwort auf kamala_11901399

Link zu Facebook
https://m.facebook.com/dresdensagtnein?ref=https%3A%2F%2Fde-de.facebook.com%2Fdresdensagtn ein

Danke
für den Link, hab es gefunden.

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15. Januar 2015 um 13:21

Also mal ehrlich
einige hier fahren genau auf der Schiene, wie es der Pegida ja zugute kommt. Natürlich ist die Pegida nicht mit einer NPD vergleichbar und genau dies ist das gefährliche was einiger wohl sehr unterschätzen. Eine Pegida gibt vornherum Argumente die im Moment sehr viele deutsche Bürger ansprechen. So alla wir sind nicht gegen Ausländer oder rechts sondern nur gegen radikale Islamisten. Genau so fängt es doch an. Erst sind es die radikalen Islamisten, dann plötzlich doch alle Muslime, dann Asylanten und am Ende doch jeder Ausländer. Und genau so Ködern sie die Leute und viele sind einfach nur blind und checken nicht wohin das führt und wie gefährlich soetwas ist. Aber denkt mal nach, es gab schonmal jemand der die Menschen mit dem köderte was sie am meisten beschäftigte. Damals wurde versprochen, dass jeder Arbeit bekommt usw. und wie alles endete muss ich wohl keinem in Erinnerung rufen.

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15. Januar 2015 um 13:25

Die Seite ist eine absolute Drecksseite
allerdings bin ich Facebook betreffend ziemlich talentfrei. Ich hab keine Ahnung, ob man da irgendwo sehen kann, von wem so eine Seite stammt.

Ich würde aber, nach dem was sich da so alles findet, und auch unter Berücksichtigung der Daten von etlichen Beiträgen und Artikeln eher nicht auf Pegida als Urheber der Seite tippen. Sondern eher auf jemanden aus NPD- oder NPD-nahen Kreisen.

Wenn man da querbeet liest - es finden sich etliche Wahlappelle auf der Seite, die dazu aufrufen, zu Kommunalwahlen, Europawahlen etc. die Kreuze bitte bei der NPD zu machen. Außerdem finden sich Videos vom NPD-Stadträten, in welchen diese dafür plädieren, sich gegen eine dezentrale Flüchtlingsunterbringung stark zu machen und diese zu verhindern.

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15. Januar 2015 um 16:52
In Antwort auf chichi210812

Also mal ehrlich
einige hier fahren genau auf der Schiene, wie es der Pegida ja zugute kommt. Natürlich ist die Pegida nicht mit einer NPD vergleichbar und genau dies ist das gefährliche was einiger wohl sehr unterschätzen. Eine Pegida gibt vornherum Argumente die im Moment sehr viele deutsche Bürger ansprechen. So alla wir sind nicht gegen Ausländer oder rechts sondern nur gegen radikale Islamisten. Genau so fängt es doch an. Erst sind es die radikalen Islamisten, dann plötzlich doch alle Muslime, dann Asylanten und am Ende doch jeder Ausländer. Und genau so Ködern sie die Leute und viele sind einfach nur blind und checken nicht wohin das führt und wie gefährlich soetwas ist. Aber denkt mal nach, es gab schonmal jemand der die Menschen mit dem köderte was sie am meisten beschäftigte. Damals wurde versprochen, dass jeder Arbeit bekommt usw. und wie alles endete muss ich wohl keinem in Erinnerung rufen.

...
Und was wäre dein Lösungsvorschlag? Wie beendet man das alles?

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15. Januar 2015 um 17:27
In Antwort auf carpe3punkt0

...
Und was wäre dein Lösungsvorschlag? Wie beendet man das alles?

Die lösung
müssen eigentlich nicht wir finden, sondern unsere Politik. Es hat ja niemand ein Problem damit wenn man radikale Islamisten

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