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PFLEGEKIND

23. Juni 2008 um 18:51 Letzte Antwort: 23. Juni 2008 um 23:14

Hat jemand Erfahrung damit? Was für Kriterien muss man denn erfüllen um ein Pflegekind beantragen zu können, bzw. wo bantragt man denn ein Pflegekind?
In wie weit wird man denn finanziell Unterstützt wenn man ein Kind bei sich aufnimmt? (Also falls das jetzt falsch rüber kommt - ich möchte kein Pflegekind um Geld zu kassieren!)
Ich möchte mich jetzt mal in erster Linie informieren über Vor-/und Nachteile. Und vorallem würden mich Erfahrungen interessieren, wie so ein Kind den Alltag verändert bzw. ob es das überhaupt tut. Besteht weiterhin Kontakt zu den leiblichen Eltern? Usw. usw. würde mich über eure Erfahrungen/Meinungen freuen.

Lg mauf

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23. Juni 2008 um 19:02

Hallo!
Das Jugendamt hat in der Regel Mitarbeiter für Pflegekinderwesen. Die beurteilen, ob eine Familie als Pflegefamilie geeignet ist.
Man bekommt auch finanzielle Mittel, um das Kind zu versorgen, einzukleiden usw. Für Klassenfahrten, Weihnachten etc. bekommt man nochmal extra Geld.

Ihr solltet euch aber im Klaren sein, dass das meist sehr belastete Kinder sind. Sie werden ja nicht ohne Grund aus ihrer Ursprungsfamilie genommen. Außerdem könnte es sein, dass sie euch erstmal ablehnen (bewusst oder unbewusst), weil sie euch nicht als Mama-/Papa- Ersatz akzeptieren, ob ihr das nun sein wollt oder nicht.

Ich würde an eurer Stelle nur jüngere Kinder nehmen und dann auch nur zur Langzeitpflege.
Informier dich mal am besten beim zuständigen Jugendamt.

LG, Mela & Carl (fast 8 Monate)

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23. Juni 2008 um 19:10

Hallo!
hab erst letztens mit einer nachbarin gesprochen die seit einem halben jahr ein pflegekind (4) zu ihrem einen kind (5)hat.

sie meinte ein pflegekind zu bekommen ist relativ einfach - angeblich suchen die verzweifelt plätze!
nur adoptieren ist sehr schwierig, denn da gibt es schon richtige wartelisten.
höchstwahrscheindlich wird der kleine bis er alt genug ist bei ihnen bleiben - muss aber nicht sein - sollte die mutter sich irgendwann mal ändern geht er wieder zurück.

bei ihnen schaut (zumindest für mich als aussenstehender) alles super aus. die zwei jungs vertragen sich super...und der kleine ist auch ein ganz süsser. beide kinder benehmen sich wirklich gut, was auch nur so sein kann, denn die eltern unternehmen den ganzen tag nur sachen mit den kindern sind viel draussen, ...

die anderen fragen kann ich dir leider nicht beantworten.

bin aber auch interessiert, weil ich auch schon mal mit dem gedanken gespielt hab statt einem 2ten eigenem kind irgendwann mal ein pflegekind aufzunehmen.

lg lena

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23. Juni 2008 um 20:38

Hochschieb
Erfahrungen interessieren mich auch....

Ulrike

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23. Juni 2008 um 21:08

.....
Also Kriterien gibt es da glaub ich nicht viele - ich kenne nämlich einige richtig ASOZIALE Familien mit Pflegekindern....das ist bestimmt nicht die Ausnahme...

Aber eine gute Bekannte hat ein Adoptivkind und ein Kind als Pflegekind. Das Pflegekind lebt genauso bei ihnen wie das Adoptivkind, es hat aber eben einen anderen Familiennamen und die Mutter kommt paar mal pro Jahr zu Besuch.
Es geht eben viiiieeel schneller und problemloser als eine Adoption, es gibt keine Wartezeiten und keinen Papierkrieg.

Ob weiterhin Kontakt zu den leiblichen Eltern besteht, hängt natürlich auch von den Gründen ab, aus denen die Kinder in die Pflegefamilie kamen. Je nach dem ist den Eltern dann der Kontakt zu den Kindern untersagt oder nicht.

Hast du schon mal zu dem Thema gegooglet?

LG
Kathrin


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23. Juni 2008 um 23:14

Guck mal hier:
auxh wenn du nicht aus hamburg kommst, guck mal unter http://www.pfiff-hamburg.de/, das ist eine organisation, die pflegekinder vermittelt. dort findest du vllt hilfreiche informationen.

pflegekinder haben leider oft einen knacks weg, weil sie schlimmes erlebt haben, dazu noch die trennung von den eltern verkraften müssen, an denen sie ja meist trotz horror-zuständen hängen etc.. viele wurden verwahrlost, missbraucht etc. einfach ist es bestimmt nicht, einem solchen kind ein neues zuhause zu geben. auch für dein leibliches kind, das oft zweite geige spielen muss für ein in seinen augen "fremdes" kind!

ich glaube, es ist auch psychisch eine schlimme belastung, dass du nie die gewissheit hast, ob das kind immer bei dir bleiben kann. oder ob du es irgendwann wieder zur mutter geben musst, weil die sich wieder berappelt. und das vllt nachdem es schon fünf jahre bei dir wohnt, die schwersten schäden überwunden hat. und dann muss es wieder zurück... furchtbar teilweise.

ich hab so grossen respekt vor familien, die es schaffen, so einem armen wurm eine chance auf ein normales leben zu geben!! ich selber kenne aber keine pflegefamilie, deren pflegekind nicht als teenie essgestört, am ritzen oder partydrogenmässig unterwegs ist. und das sind alles anständige, intelligente, liebende familien, die sich grösste mühe gegeben haben. manche schlimmen dinge lassen sich leider nicht wieder ausbügeln!



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