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Pflegekind ja oder nein - welche Beweggründe sprechen dafür?

Letzte Nachricht: 31. Mai 2012 um 16:10
B
bess_12857224
22.05.12 um 10:29

Hallo Ihr,

mich würde einmal interessieren, wie Ihr darüber denkt:

Mein Mann versuchen schon seit vielen Jahren - vergeblich bislang - ein Kind zu bekommen. Ich hatte schon 2 Abgänge und eine Eileiterschwangerschaft und wir sind finanziell nicht in der Lage, ständig eine künstliche Befruchtung zu machen. Die Chancen auf natürlichem Weg schwanger zu werden, stehen bei mir sehr schlecht, da ich nur einen Eileiter habe und dieser durch die EileiterSS nun beschädigt ist.

Ich habe vor kurzem mit meinem Mann darüber gesprochen wie unsere Zukunft nun aussehen soll, eventuell ohne Kinder, oder vielleicht Kinder - aber eben nicht die eigenen??? Er war erst mal wie vor den Kopf gestoßen und wollte gar nicht darüber reden. Aber ich wollte dass er sich mit dem Gedanken mal auseinander setzt. (Mir tut es in der Seele leid, ihm kein leibliches Kind gebären zu können, da es leider ganz allein an meiner körperlichen Verfassung liegt)

Nun meine eigentliche Frage, ist es eine Alternative einem Kind ein schönes Zuhause zu geben, "Eltern oder Elternersatz" zu sein?? Hat jemand aus diesem Grund ein Kind zur Pflege aufgenommen oder eines adoptiert?? Kann dieses Kind das Bedürfnis ein bißchen stillen??? Wie steht die restliche Familie wohl dazu, schlagen die die Hände über dem Kopf zusammen???

Aus räumlicher Sicht wäre alles natürlich kein Problem, wir haben sehr viel Platz in unserem Zuhause und sind ein glückliches Paar, bis eben auf den Umstand, dass wir nur auf Grund der Kinderlosigkeit emotional sehr leiden.

Über viele Antworten und Gedankenaustausch würde ich mich sehr freuen!

LG
Nomi

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kleene0907
kleene0907
22.05.12 um 21:21


Mein Mann und ich haben ein Adoptivkind (Mädchen 23 Mon) Wir haben sie seit sie ein Tag alt ist, wir sind Adoptinbewerber gewesen.

Was man wissen muss ist, man kann nicht beides stellen, also entweder Adoptionsantrag oder Pflegeelterantrag.
Soweit ich sogar weiß ist, dass Adoptionsantrag vom Tisch ist, sobald man Pflegeelternantrag stellt.

Bei uns ist es so, dass ich keine Kinder bekommen kann, was wir nicht hatten, war die Phase, eigene Kinder zu bekommen, da ich seit ich 15 Jahre alt bin, weiß, dass ich keine Kinder bekommen kann.

Wir lieben unsere Tochter überalles, ok, wir haben keine Schwangerschaft gehabt, aber das Gefühl sein Kind in den Armen zu halten ist (glaub ich) genauso überwältigend.

Unsere Familien wussten , dass wir einen Antrag gestellt haben. Und ich muss ganz klar sagen, wer was negatives gesagt hätte, hätte ich aus meinem Familienstammbaum gestrichen.

Wir haben 13 Monate auf unsere Tochter gewartet und warten nun (haben den Antrag weiterlaufen lassen) auf ein 2. Kind.


Wenn du Fragen hast frag ....
Und wir haben den Schritt nie bereut, unsere Madame ist ein Sonnenschein...

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bess_12857224
23.05.12 um 13:01
In Antwort auf kleene0907


Mein Mann und ich haben ein Adoptivkind (Mädchen 23 Mon) Wir haben sie seit sie ein Tag alt ist, wir sind Adoptinbewerber gewesen.

Was man wissen muss ist, man kann nicht beides stellen, also entweder Adoptionsantrag oder Pflegeelterantrag.
Soweit ich sogar weiß ist, dass Adoptionsantrag vom Tisch ist, sobald man Pflegeelternantrag stellt.

Bei uns ist es so, dass ich keine Kinder bekommen kann, was wir nicht hatten, war die Phase, eigene Kinder zu bekommen, da ich seit ich 15 Jahre alt bin, weiß, dass ich keine Kinder bekommen kann.

Wir lieben unsere Tochter überalles, ok, wir haben keine Schwangerschaft gehabt, aber das Gefühl sein Kind in den Armen zu halten ist (glaub ich) genauso überwältigend.

Unsere Familien wussten , dass wir einen Antrag gestellt haben. Und ich muss ganz klar sagen, wer was negatives gesagt hätte, hätte ich aus meinem Familienstammbaum gestrichen.

Wir haben 13 Monate auf unsere Tochter gewartet und warten nun (haben den Antrag weiterlaufen lassen) auf ein 2. Kind.


Wenn du Fragen hast frag ....
Und wir haben den Schritt nie bereut, unsere Madame ist ein Sonnenschein...

Hallo
vielen Dank für Deine aufmunternde Antwort. Ich habe die letzten Tage, Nächte und Stunden damit verbracht mich in Foren zu belesen und bin mittlerweile von dem Thema Pflegekind schon wieder etwas abgekommen. Weiß nicht ob wir die Kraft hätten.....

Uns steht schon der Sinn nach einem eigenen Kind das in uns Mama und Papa sieht, aber man hört nur immer wieder wie schwierig es in Deutschland ist, ein Kleinkind bzw. sogar Baby zu bekommen.

Ich würde gerne noch mehr wissen, wie das alles gelaufen ist auf dem Jugendamt, ob die wissen wollen warum usw.

LG
Nomi

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kleene0907
kleene0907
23.05.12 um 13:52


Also wir hatten zu nächst ein Infotermin beim JA . Dann haben wir mit nach Hause bekommen einen Fragebogen und einen Zettel mit Fragen, anhand dessen wir jder einen Lebensbericht schreiben musste.
Der Fragebogen hat Fragen die man gemeinsam als Paar beantwortet und andere Fragen muss jeder für sich beantworten.
Beispiele:
Wie wohnen sie? Wieviele qm ? Haus? Wohnung?
Einkommen ? (Wollen die letzten 3 Abrechnungen haben)
Fragen zum Kind:
Junge? Mädchen?
Alter?
Hautfarbe?
Nationalität?
Und dann musste jeder sich da seine Antwort begünden.
Wir hatten angegeben, Junge und Mädchen, max ein Jahr alt und Nationalität und Hautfarbe ist uns egal.

Man sagte uns, dass es fast immer Babys sind die vermittelt werden, ältere Kinder sind meistens schon in einer Pflegefamilie und werden dann von diesen adoptiert oder aber es sind Familienadoptionen(also der Bruder adoptiert das Kind seiner Schwester etc) und dda kommt man eh nicht zwischen.

Als wir Fragebogen und Lebensbericht fertig hatten haben wir es an JA zurückgeschickt und dann hatten wir 6 Gespräche. Eins davon fand bei uns Zuhause statt.

Was man aber bedenken sollte ist, dass jedes JA seine Gespräche anders gestalten kann. Bei uns war es so, dass es ein 3er Gespräch war, also wir als Paar mit der vom JA. In der Nachbarstadt sind es Seminare, da sind dann alle Bewerber zusammen.
Muss man scih erkundigen wie es ds JA macht.


Es ist nicht unmöglich in Deutschland ein Baby zu adoptieren, wie schon geschrieben, wir haben nach dem letztem Gespräch 13 Monate gewartet. Auch die Chance dass man ein weiteres Kind bekommt ist gegeben.
Wir sind in einer Gruppe beim JA, in dem alle Eltern und Kinder sich treffen. Alle Kinder sind 2010 geboren, es sind in der Gruppe 5 Kinder, davon sind 2 Elternpaare, die bereits das 2. Kind haben.

Die haben uns nicht wirklich gefragt warum wir adoptieren wollen. Was man aber nie sagen sollte ist, dass man weitere Versuche der künstlichen Befruchtung unterenehmen würde. Das kostet x Gespräche mehr. Man sollte ihnen nicht alles auf die Nase binden, einfach behaupten das Thema wäre durch. Ob es dann wirklich für alle Zeit durch ist ist was anderes.


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bess_12857224
24.05.12 um 13:20
In Antwort auf kleene0907


Also wir hatten zu nächst ein Infotermin beim JA . Dann haben wir mit nach Hause bekommen einen Fragebogen und einen Zettel mit Fragen, anhand dessen wir jder einen Lebensbericht schreiben musste.
Der Fragebogen hat Fragen die man gemeinsam als Paar beantwortet und andere Fragen muss jeder für sich beantworten.
Beispiele:
Wie wohnen sie? Wieviele qm ? Haus? Wohnung?
Einkommen ? (Wollen die letzten 3 Abrechnungen haben)
Fragen zum Kind:
Junge? Mädchen?
Alter?
Hautfarbe?
Nationalität?
Und dann musste jeder sich da seine Antwort begünden.
Wir hatten angegeben, Junge und Mädchen, max ein Jahr alt und Nationalität und Hautfarbe ist uns egal.

Man sagte uns, dass es fast immer Babys sind die vermittelt werden, ältere Kinder sind meistens schon in einer Pflegefamilie und werden dann von diesen adoptiert oder aber es sind Familienadoptionen(also der Bruder adoptiert das Kind seiner Schwester etc) und dda kommt man eh nicht zwischen.

Als wir Fragebogen und Lebensbericht fertig hatten haben wir es an JA zurückgeschickt und dann hatten wir 6 Gespräche. Eins davon fand bei uns Zuhause statt.

Was man aber bedenken sollte ist, dass jedes JA seine Gespräche anders gestalten kann. Bei uns war es so, dass es ein 3er Gespräch war, also wir als Paar mit der vom JA. In der Nachbarstadt sind es Seminare, da sind dann alle Bewerber zusammen.
Muss man scih erkundigen wie es ds JA macht.


Es ist nicht unmöglich in Deutschland ein Baby zu adoptieren, wie schon geschrieben, wir haben nach dem letztem Gespräch 13 Monate gewartet. Auch die Chance dass man ein weiteres Kind bekommt ist gegeben.
Wir sind in einer Gruppe beim JA, in dem alle Eltern und Kinder sich treffen. Alle Kinder sind 2010 geboren, es sind in der Gruppe 5 Kinder, davon sind 2 Elternpaare, die bereits das 2. Kind haben.

Die haben uns nicht wirklich gefragt warum wir adoptieren wollen. Was man aber nie sagen sollte ist, dass man weitere Versuche der künstlichen Befruchtung unterenehmen würde. Das kostet x Gespräche mehr. Man sollte ihnen nicht alles auf die Nase binden, einfach behaupten das Thema wäre durch. Ob es dann wirklich für alle Zeit durch ist ist was anderes.



Hallo,

ich komm grad von der ivf Klinik und habe dort einen Ultraschall mit Kontrastmittel machen lassen, um zu sehen was nach der Eileiter SS noch intakt ist. Leider nichts mehr. Aber das war mir ja schon fast klar. Jetzt gilt es zu überlegen was weiter geschieht. Ich persönlich würde mir gerne das ganze medizinische Theater ersparen, nach 3 Fehlgeburten, unter denen ich sehr leide, würde sofort das Gespräch mit dem Jugendamt suchen. Mein Mann sieht das allerdings noch etwas anders. Kann ihn auch verstehen, er möchte halt ein leibliches Kind haben.

Was ich noch nicht geschrieben habe ist, dass ich bereits einen 13 Jahre alten Sohn habe bzw. diesen mit in die Ehe gebracht habe. War wohl damals ein glücklicher Zufallstreffer gewesen

Was Du geschrieben hast ist sehr aufbauend, wenn man Zeit und Geduld mit bringt - aber wer hat das nicht, der schon seit 4 1/2 Jahren auf eine Schwangerschaft hofft??

Deine PN habe ich erhalten und werde mich mal auf dieser Seite umschauen. Vielen Dank.

bis bald
LG

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kleene0907
kleene0907
24.05.12 um 14:58
In Antwort auf bess_12857224


Hallo,

ich komm grad von der ivf Klinik und habe dort einen Ultraschall mit Kontrastmittel machen lassen, um zu sehen was nach der Eileiter SS noch intakt ist. Leider nichts mehr. Aber das war mir ja schon fast klar. Jetzt gilt es zu überlegen was weiter geschieht. Ich persönlich würde mir gerne das ganze medizinische Theater ersparen, nach 3 Fehlgeburten, unter denen ich sehr leide, würde sofort das Gespräch mit dem Jugendamt suchen. Mein Mann sieht das allerdings noch etwas anders. Kann ihn auch verstehen, er möchte halt ein leibliches Kind haben.

Was ich noch nicht geschrieben habe ist, dass ich bereits einen 13 Jahre alten Sohn habe bzw. diesen mit in die Ehe gebracht habe. War wohl damals ein glücklicher Zufallstreffer gewesen

Was Du geschrieben hast ist sehr aufbauend, wenn man Zeit und Geduld mit bringt - aber wer hat das nicht, der schon seit 4 1/2 Jahren auf eine Schwangerschaft hofft??

Deine PN habe ich erhalten und werde mich mal auf dieser Seite umschauen. Vielen Dank.

bis bald
LG

....
Wenn ihr beide sicher seit den weg einer Adoption zugehen dann redet mit eurem/deinem Sohn über euer Vorrhaben. der muss nämlich auch beim notar später unterschreiben. das theater hatten Arbeitskollegen von mir . seine leibliche tochter hat gezickt und das ganze zog sich in die länge. erklärt ihm euer vorhaben damit er nicht so ganz vor vollendete tatsachen gestellt wird

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carin_11873417
28.05.12 um 14:22

Lass die Finger davon
Du bist noch nicht soweit, und dein Mann offenbar erst recht nicht, sich mit einem angenommenen Kind auseinander zu setzen. Ihr steckt noch viel zu sehr in der Thematik "schwanger werden" drin, als dass ihr einem Pflege- oder Adoptivkind gerecht werden könntet. Ein Kind, egal ob angenommen oder leiblich, ist nicht dafür da, deine Bedürfnisse zu stillen und deine Probleme zu lösen. Und ein Kind, das bereits ein Trennungstrauma hinter sich hat, eventuell auch noch schlimme Erlebnisse, bis es euch als neue Eltern bekommt, verdient es erst recht, ganz um seiner selbst angenommen und geliebt zu werden. Adoptiv- oder Pflegekinder brauchen ganz besonders viel Stabilität und vorbehaltlose Liebe. Es geht nicht, dass man ein solches Kind annimmt, um seinem eigenem Leben Stabilität zu verleihen, und genau das willst du. Ein solches Kind ist kein Objekt, das man sich zulegt, damit es einem besser geht.
Mag sein, dass ihr später mal gute Adoptiv- oder Pflegeeltern sein werdet, aber momentan ist es erst einmal wichtig, mit euren eigenen Problemen zurecht zu kommen. Dann kann man ja immer noch schauen, was man will und leisten kann. (Das Leben mit einem angenommenen Kind ist unter Umständen extrem schwierig!)
Und den Rat, dem Jugendamt was vorzulügen und parallel immer noch KiWu- Behandlung hinter deren Rücken zu machen, halte ich für absolut unverantwortlich. Das Jugendamt hat triftige Gründe zu verlangen, dass man Abstand zum leiblichen Kinderwunsch gewonnen hat. Wer das nicht begriffen hat, der versteht nicht, dass ein Mensch das Recht hat, um seiner selbst willen geliebt zu sein. Ein angenommenes Kind darf nicht als Ersatz für ein leibliches dienen!

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kleene0907
kleene0907
30.05.12 um 11:03
In Antwort auf carin_11873417

Lass die Finger davon
Du bist noch nicht soweit, und dein Mann offenbar erst recht nicht, sich mit einem angenommenen Kind auseinander zu setzen. Ihr steckt noch viel zu sehr in der Thematik "schwanger werden" drin, als dass ihr einem Pflege- oder Adoptivkind gerecht werden könntet. Ein Kind, egal ob angenommen oder leiblich, ist nicht dafür da, deine Bedürfnisse zu stillen und deine Probleme zu lösen. Und ein Kind, das bereits ein Trennungstrauma hinter sich hat, eventuell auch noch schlimme Erlebnisse, bis es euch als neue Eltern bekommt, verdient es erst recht, ganz um seiner selbst angenommen und geliebt zu werden. Adoptiv- oder Pflegekinder brauchen ganz besonders viel Stabilität und vorbehaltlose Liebe. Es geht nicht, dass man ein solches Kind annimmt, um seinem eigenem Leben Stabilität zu verleihen, und genau das willst du. Ein solches Kind ist kein Objekt, das man sich zulegt, damit es einem besser geht.
Mag sein, dass ihr später mal gute Adoptiv- oder Pflegeeltern sein werdet, aber momentan ist es erst einmal wichtig, mit euren eigenen Problemen zurecht zu kommen. Dann kann man ja immer noch schauen, was man will und leisten kann. (Das Leben mit einem angenommenen Kind ist unter Umständen extrem schwierig!)
Und den Rat, dem Jugendamt was vorzulügen und parallel immer noch KiWu- Behandlung hinter deren Rücken zu machen, halte ich für absolut unverantwortlich. Das Jugendamt hat triftige Gründe zu verlangen, dass man Abstand zum leiblichen Kinderwunsch gewonnen hat. Wer das nicht begriffen hat, der versteht nicht, dass ein Mensch das Recht hat, um seiner selbst willen geliebt zu sein. Ein angenommenes Kind darf nicht als Ersatz für ein leibliches dienen!

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Es hat nix mit vorlügen zu tun , wenn man dem JA mitteilt man würde nie wieder versuchen ein leibliches kind zu bekommen. und es dann doch weiter versucht. Dann wäre es ja auch nicht ok Sex zu haben und nicht zuverhüten weil man das Thema leibliches Kind ja ad akta gelegt hat.

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carin_11873417
30.05.12 um 13:11
In Antwort auf kleene0907

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Es hat nix mit vorlügen zu tun , wenn man dem JA mitteilt man würde nie wieder versuchen ein leibliches kind zu bekommen. und es dann doch weiter versucht. Dann wäre es ja auch nicht ok Sex zu haben und nicht zuverhüten weil man das Thema leibliches Kind ja ad akta gelegt hat.

...
Wer KiWu-Behandlung macht, die körperlich und vor allem emotional extrem belastend sein kann, und sich parallel um ein Adoptivkind bewirbt, der ist innerlich nicht frei, sich auf das Adoptivkind einzustellen, wenn es in dieser Zeit kommen sollte. Wenn du weisst, dass das Verschweigen der KiWu-Behandlung x zusätzliche Gespräche mit dem JA mit sich bringt, dann ist dir doch auch klar, dass es dafür einen guten Grund (aus Sicht des JA) haben muss, oder nicht?
Und was ist, wenn man (vielleicht ohne es schon zu wissen) schwanger ist, wenn man ein Kind vermittelt bekommt? Wie kann man beiden Kindern gleichzeitig gerecht werden, die gerade in der Anfangszeit so viel Aufmerksamkeit brauchen? Ein Adoptivkind ist eben KEIN leibliches Kind und auch nicht ein Ersatz dafür. Und deshalb verdient es (und benötigt möglicherweise dringend!) besondere Beachtung, Zeit und Kraft.
Du wirst es vielleicht nicht glauben: Nach Vermittlung unseres ersten Adokindes haben wir die Auflage bekommen, in der Folgezeit eine Weile zu verhüten, damit wir auf jeden Fall innerlich und körperlich ganz für das Adokind da sein können. Klar, kontrollieren kann das keiner , aber dem Kind steht die volle Aufmerksamkeit zu.
Was Jahre später geschieht, oder was im Rahmen des normalen Sex passiert, ist etwas ganz anderes. Aber vorsätzlich zweigleisig fahren, das geht nur mit Lügen und ist nicht dem Kindeswohl (übrigens auch nicht dem des möglichen leiblichen) dienlich.

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kleene0907
kleene0907
30.05.12 um 22:12
In Antwort auf carin_11873417

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Wer KiWu-Behandlung macht, die körperlich und vor allem emotional extrem belastend sein kann, und sich parallel um ein Adoptivkind bewirbt, der ist innerlich nicht frei, sich auf das Adoptivkind einzustellen, wenn es in dieser Zeit kommen sollte. Wenn du weisst, dass das Verschweigen der KiWu-Behandlung x zusätzliche Gespräche mit dem JA mit sich bringt, dann ist dir doch auch klar, dass es dafür einen guten Grund (aus Sicht des JA) haben muss, oder nicht?
Und was ist, wenn man (vielleicht ohne es schon zu wissen) schwanger ist, wenn man ein Kind vermittelt bekommt? Wie kann man beiden Kindern gleichzeitig gerecht werden, die gerade in der Anfangszeit so viel Aufmerksamkeit brauchen? Ein Adoptivkind ist eben KEIN leibliches Kind und auch nicht ein Ersatz dafür. Und deshalb verdient es (und benötigt möglicherweise dringend!) besondere Beachtung, Zeit und Kraft.
Du wirst es vielleicht nicht glauben: Nach Vermittlung unseres ersten Adokindes haben wir die Auflage bekommen, in der Folgezeit eine Weile zu verhüten, damit wir auf jeden Fall innerlich und körperlich ganz für das Adokind da sein können. Klar, kontrollieren kann das keiner , aber dem Kind steht die volle Aufmerksamkeit zu.
Was Jahre später geschieht, oder was im Rahmen des normalen Sex passiert, ist etwas ganz anderes. Aber vorsätzlich zweigleisig fahren, das geht nur mit Lügen und ist nicht dem Kindeswohl (übrigens auch nicht dem des möglichen leiblichen) dienlich.


Mir ging es darum, dass das JA gerne hören will dass das Thema eigenes Kind für immer durch ist. Und nicht dass man es eventuell in einigen Jahren vielleicht doch nochmal verscuht. Das will das JA nämlich nicht hören-.
Es ging nicht darum zusagen "Nee, eigenes Kind, Thema duch!" und neben dem Antrag noch weiter in die Kinderwunschklinik gehen. Sondern, dass man vielleicht doch irgnetwann es nochmal Versucht schwanger zu werden.
Bekannte (haben auch eine Adoptivtochter) haben auf die FRage eben gesagt "Ich würde niemals nie sagen!" Also dass sie es nie wieder probieren würedn, dem Ganzen zog sich etliche Gespräche nachsich. Deswegen würde ich solche Formulierungen nicht verwenden. Und dem JA sage, dass das Thema durch sei, aber nicht evtuell oder wer weiß was die Zukunft bringt.


Man hat uns damals auch gesagt, dass bei einigen Paaren der Antrag durch ist und dann ist ja der Druck weg und schups ist sie schwanger. Das gäbe es auch, aber die möglichkeit kam bei uns leider nicht in Betracht.

Wir haben unsere Madame seit sie ein Tag alt ist, ob ich sie wie ein leibliches Kind liebe? Ich denke ja, vergleichen kann ich es nicht, hab ja "nur" unseren Sonnenschein.

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carin_11873417
30.05.12 um 23:59
In Antwort auf kleene0907


Mir ging es darum, dass das JA gerne hören will dass das Thema eigenes Kind für immer durch ist. Und nicht dass man es eventuell in einigen Jahren vielleicht doch nochmal verscuht. Das will das JA nämlich nicht hören-.
Es ging nicht darum zusagen "Nee, eigenes Kind, Thema duch!" und neben dem Antrag noch weiter in die Kinderwunschklinik gehen. Sondern, dass man vielleicht doch irgnetwann es nochmal Versucht schwanger zu werden.
Bekannte (haben auch eine Adoptivtochter) haben auf die FRage eben gesagt "Ich würde niemals nie sagen!" Also dass sie es nie wieder probieren würedn, dem Ganzen zog sich etliche Gespräche nachsich. Deswegen würde ich solche Formulierungen nicht verwenden. Und dem JA sage, dass das Thema durch sei, aber nicht evtuell oder wer weiß was die Zukunft bringt.


Man hat uns damals auch gesagt, dass bei einigen Paaren der Antrag durch ist und dann ist ja der Druck weg und schups ist sie schwanger. Das gäbe es auch, aber die möglichkeit kam bei uns leider nicht in Betracht.

Wir haben unsere Madame seit sie ein Tag alt ist, ob ich sie wie ein leibliches Kind liebe? Ich denke ja, vergleichen kann ich es nicht, hab ja "nur" unseren Sonnenschein.

Ok, verstehe..
Alles klar, jetzt verstehe ich was du meinst.
Interessant finde ich allerdings, dass ich unter den mir bekannten Adoptivfamilien niemanden kenne, der es erstrebenswert finden würde, nach einem oder mehreren adoptierten noch mit medizinischer Hilfe ein leibliches zu bekommen. Die, die auf natürlichem Wege noch überraschend Zuwachs bekommen haben, hatten eher große Probleme sich darauf einzustellen. Und auch ich habe überhaupt nicht mehr das Bedürfnis, ein leibliches zu bekommen. Weil es erstens keinen Unterschied macht, ob ich ein Kind geboren habe, und weil ich zweitens keine unnötigen Probleme für unsere Familie heraufbeschwören will.
Aber kann es sein, dass wir uns ein wenig vom Ausgangsthema wegbewegen .....?

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kleene0907
kleene0907
31.05.12 um 16:10
In Antwort auf carin_11873417

Ok, verstehe..
Alles klar, jetzt verstehe ich was du meinst.
Interessant finde ich allerdings, dass ich unter den mir bekannten Adoptivfamilien niemanden kenne, der es erstrebenswert finden würde, nach einem oder mehreren adoptierten noch mit medizinischer Hilfe ein leibliches zu bekommen. Die, die auf natürlichem Wege noch überraschend Zuwachs bekommen haben, hatten eher große Probleme sich darauf einzustellen. Und auch ich habe überhaupt nicht mehr das Bedürfnis, ein leibliches zu bekommen. Weil es erstens keinen Unterschied macht, ob ich ein Kind geboren habe, und weil ich zweitens keine unnötigen Probleme für unsere Familie heraufbeschwören will.
Aber kann es sein, dass wir uns ein wenig vom Ausgangsthema wegbewegen .....?


ja ganz dezent

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