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Plötzliche irrationale Ängste von 6-jährigem

8. April 2015 um 22:18

Hallo zusammen,

ich mach mir Gedanken um meinen 6-jährigen Sohn - hat jemand so etwas schon mal erlebt und kann mir nen Tip geben, wie ich damit umgehen könnte?
Seit zwei Tagen hat er - ohne erkennbaren Auslöser - Angst vor "Dieben". Er kann nicht genau sagen warum und auch nicht wovor er genau Angst hat.
Das Ganze nimmt ihn ziemlich mit - er traut sich nicht mehr alleine im Zimmer zu sein zum Einschlafen abends, gestern kam er, nachdem er eine Weile geschlafen hatte, zitternd vor Angst wieder ins Wohnzimmer und war selbst als der Papa dann ihm versprochen hat, den Rest der Nacht bei ihm im Bett zu schlafen, kaum runterzubringen.
Heute nachmittag hatte er Besuch von einem Kumpel - und hat sich nicht getraut, mit dem Kumpel alleine im Garten zu spielen (wir wohnen ebenerdig, sassen im Wohnzimmer und hatten die Terrassentüre auf - also jederzeit die Kinder im Blick, auf Rufen erreichbar und nicht mal 10 Meter Luftlinie weit weg...). Das hat mich ziemlich geschockt!
Hat jemand ähnliches erlebt?
Woher könnte sowas denn kommen (er meint, er wisse nicht warum er Angst hat), und, am allerwichtigsten: Wie kann ich ihm denn helfen??

Kann uns jemand berichten/Tips geben?

Danke,

Tiri

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9. April 2015 um 14:16

...
Niemand?

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9. April 2015 um 21:19

Wir...
... haben mehrmals versucht mit ihm zu sprechen.
Er meint, er glaubt das käme von den Büchern - wir lesen abends ??? Kids vor. Schon seit mindestens 7,8 Monaten und schon etliche verschiedene Bücher.
Ob so etwas dann von den Büchern kommen kann, quasi über Nacht?
TV als Auslöser schliesse ich aus, er schaut nicht oder nur DVDs, deren Inhalt ich kenne.
Im Alltag wird seine Angst immer deutlicher spürbar und ich weiß nicht, was ich tun kann.
Er hält sich nicht mehr ohne einen Erwachsenen im Garten auf, und auch drinnen fragt er im 5-Minuten-Abstand nach mir, wenn er mich nicht sieht oder hört. Alleine in einem anderen Stockwerk zu sein (Schlafzimmer sind oben) geht gar nicht.
Er ist recht sensibel und ich bin es gewohnt, dass Entwicklungsschübe bei ihm recht plötzlich und heftig kommen.
Aber kann sowas noch ein reiner Entwicklungsschub sein??
Ich bin ratlos und traurig und weiss nicht wie ich meinem Kerlchen helfen kann...

Tiri

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9. April 2015 um 21:48

Zwei meiner 3 Kinder
hatten in dem Alter oder kurz danach oder davor also irgendwo im Zeitraum von 5 bis 8 Jahren so eine "Macke", die echt krass war. Bei meiner Schwester genauso... also auch zwei von 3 Kindern...

Bei meiner Großen waren es auch Einbrecher, bei meinem Jüngsten jetzt erst kürzlich bzw. immer noch (ich hoffe die Akutphase ist überstanden) gleich zwei Dinge: Sterben und Polizei

Dabei hab ich nie mit irgendetwas gedroht, irgendetwas davon negativ gezeichnet, auch nie irgendwelche komischen Filme, die Auslöser sein konnten. Definitiv nicht!

Nein, es sind einfach auch "philosophische" Gedanken und die können auch 5-jährige haben. Es geht doch irgendwie um Recht und Unrecht, Leben und Tod.

Da braucht es echt viel Geduld, weil man es irgendwann selbst nicht mehr ertragen kann, dass das Kind so leidet, obwohl man ihm die Welt schon 1000mal erklärt hat. Hilft auch nicht, wenn man ihm erzählt, dass es bei "uns keine Einbrecher gibt" oder "Kinder nicht sterben und Mamas und Papas auch nicht". Die merken, dass das Quatsch ist....
Bei meinen hat am Besten geholfen, wenn ich einfach ehrlich wahr und gesagt habe, dass so etwas leider auch vorkommen kann. Dass die Angst nicht völlig unbegründet und irreal ist, aber man eben auch Vertrauen ins Leben haben muss und nicht vor lauter Angst erstarren darf und nur noch an die Angst denken darf. Man muss sie wegschieben und das Leben genießen...
So einfach und klar wie sich das anhört, war es auch nicht, aber steter Tropfen höhlte den Stein.
Nimm dir Zeit, tu es nicht ab, schieb es nicht weg, rede mit ihm, immer und immer wieder...
Scheu dich auch nicht davor, große Begriffe wie Vertrauen zu wählen, du musst sie eben immer wieder auch mit Beispielen füttern und erklären.

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9. April 2015 um 22:08

Hmmm...
Ich habe leider keinen tollen Tipp...nur gerade ähnlich Erfahrungen...

Meine Tochter ist gerade 5 geworden..seit einigen Wochen hat sie nachts sehr häufig Alpträume. Oft sterbe ich, ihr Papa oder die Schwester darin oder "verändere" die Form. Einmal wurde ich wohl von einem Zaubrerer in einen Drachen oder sowas verzaubert, ein anderes mal stand in einem Supermarkt eine Quetsch-Maschine (???) in die wir alle außer ihr selbst reingegangen/gefallen? sind und dann ganz komisch zerquetscht und verformt wieder rauskamen. Solche Sachen halt.
Tagsüber hat sie auch sehr häufig Angst...klebt total an mir, will plötzlich wieder bei uns im Bett schlafen, pischert sich manchmal (aber zum Glück nur selten)wieder Tagsüber in die Hose, was seit Jahren nicht mehr vorkam..Ständig sagt sie, dass sie Angst hat...davor, dass jemand von und stirbt, vor Geistern, Einbrechern, Räubern...Sie bekommt einen heulanfall, wenn wir in den Supermarkt gehen wollen, weil sie Angst hat, dass dort so eine Quetsch-Maschine ist, wie in ihrem Traum...lässt sich dann mit Müh und Not überzeugen reinzugehen bzw mich gehen zu lassen, aber nur, wenn sie den Markt kennt, und weiß, dass da keine Quetsch-Maschine steht. Oder sie meint plötzlich bei verschiedenen Sachen, sie könnten giftig sein. Dann soll ich das nicht mehr essen/berühren oder sowas. Und wenn ich das trotzdem tue, sollen es alle anderen aus der Familie auch machen, damit wir im zweifelsfall zumindest alle sterben

Ich finde es echt schwierig...ich versuche ihre Angst schon ernst zu nehmen, aber nicht überzubewerten. Auf Themen wie Tod/Einbrechen erc versuche ich so ehrlich wie möglich aber dabei Kinderecht zu antworten. Und ich versuche ihr möglichst viel Sicherheitsgefühl und Vertrauen mitzugeben...aber ich finde es echt schwer und weiß oft auch nicht, was ich tun soll, bzw. woher das auf einmal kommt...Habe sogar schon überlegt ob es langsam pathologisch wird...Werde es bei der nächsten U im Mai zumindest mal ansprechen...

Ich hoffe, es ist nur eine Phase...

LG, Knallhamster

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9. April 2015 um 22:40

Mein Sohn ist 7 geworden vor einen Monat
und er klammert zuhause auch sehr an uns bzw. an mir. Das fing vor einen Jahr etwa an.

Davor konnte ich Ihn mal kurz alleine lassen in der Wohnung 2 bis 3 Minuten, also nur zum Briefkasten kurz oder Müll wegbringen zur Tonne.

Geht alles nicht mehr, er klammert, weint und sagt er hat Angst alleine, wenn ich frage wovor kann er es mir nicht sagen, einmal meinte er er hätte Angst das ich nicht mehr wiederkomme

Habe Ihn nie alleine gelassen.

In der Schule / Hort wiederum ist er sehr selbstständig und geht die Wege alleine, etc.

Nur daheim nicht, zum Glück klammert er aber inzwischen nicht mehr so auf Spielplätzen, das wird langsam besser, bis vor einen halben Jahr ließ er selbst dort micht nicht aus den Augen, auf der Bank mal sitzen, Pustekuchen.

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9. April 2015 um 23:09

Ich glaube er hat dir die Antwort schon selbst
gegeben. Lest doch am Abend einfach mal andere Bücher. Meine Tochter mochte die ???Kids auch gern und jetzt auch wieder, sber es gab vor nem guten Jahr ( da war sie grad 8) eine Zeit, da bekam sie Angst. Kennst du die Olchis? Auf die haben wir dann gewechselt.
Ich wünsch euch gute Nerven!
Liebe Grüße!

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