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Postnatale Depression???

27. Mai 2012 um 22:10 Letzte Antwort: 24. Juni 2012 um 22:20

Hallo zusammen,
ich hoffe Ihr könnt mir helfen. Vor vier Monaten ist mein süßer Sohn Finn geboren.
Keine Frage ich liebe ihn. Dadrüber denke ich auch nicht nach. Jedoch habe ich seit eignen Wochen extreme Stimmungstiefs. 3 Tage nach der Geburt setzte der typische Babyblues ein. Das war auch sehr extrem und dauerte ca. zwei Wochen an. Danach war alles wieder gut.
Nun jedoch geht es mir gar nicht gut. Ich fühle mich ständig alleine - das bin ich auch. Ich bin zwar mit dem Vater zusammen, aber er ist selten zuhause. Nicht mal in der Woche nach der Geburt hat er frei gemacht und war da. Seitdem mache ich so ziemlich alles alleine. Ich wickle, ich "füttere", ich beschäftige usw. unseren kleinen Schatz alleine. Ich bin auch immer diejenige die Nachts aufsteht. Falls ich ihn mal Frage ob er mal bitte gehen kann endet das fast immer in einer Diskussion...letztlich gehe ich dann.
Ich bin ständig müde, kraftlos, energielos....
Mir ist oft zum weinen zu mute, aber ich kann dann nicht weinen. Ich denke immer, nun wein doch, dann geht's dir besser, aber es geht nicht.
Die ganzen vier Monate, hatte ich nicht ein mal Zeit für mich.
Oft starre ich nur vor mich her...
Wenn es mir wieder schlecht geht und mich mein kleiner Schatz anschaut ist alles wieder gut
Ich möchte so gerne die Zeit mit ihm genießen aber machmal geht es einfach nicht.
Hat jemand von Euch Erfahrungen damit? Kann es sich dabei um eine Depression handeln?

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30. Mai 2012 um 9:22

....
Hallo!
Ich denke, dass es sich bei dir nicht um eine Depression handelt.
Ich litt damals nach der Geburt meiner Tochter an einer postnatalen Depression u. was du so schilderst ist das bei dir zum Glück nicht der Fall. Dennoch würde ich mir an deiner Stelle einen Arzttermin holen bei einem Psychologen zum Ausschluß, es gibt ja verschiedene Verlaufsformen. Vielleicht wäre auch ein Gespräch mit deinem Partner hilfreich.
Kopf hoch u. alles Gute!!!
LG

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9. Juni 2012 um 22:23
In Antwort auf yasin_12884137

....
Hallo!
Ich denke, dass es sich bei dir nicht um eine Depression handelt.
Ich litt damals nach der Geburt meiner Tochter an einer postnatalen Depression u. was du so schilderst ist das bei dir zum Glück nicht der Fall. Dennoch würde ich mir an deiner Stelle einen Arzttermin holen bei einem Psychologen zum Ausschluß, es gibt ja verschiedene Verlaufsformen. Vielleicht wäre auch ein Gespräch mit deinem Partner hilfreich.
Kopf hoch u. alles Gute!!!
LG

Darf ich dich fragen
Wie es bei dir war? Weil mir geht es seit wochen sch...

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13. Juni 2012 um 10:06

Das, was du...
schreibst, kenne ich zu genüge...

Als ich damals unseren Sohn bekam, hatte ich anfangs immense Depressionen und ein permanent schlechtes Gewissen dem Kind gegenüber, da ich dachte ich MUSS nun, aufgrund seines "Seins", nur frohlocken und glücklich sein. Auch ich lieb(t)e ihn über alles, war aber nur alleine. Ich hatte keine Eltern in der Nähe, keine Freunde (wir waren aus berufl. Gründen umgezogen) und von meinem Exmann keine Hilfe...

Ich kümmerte mich ausschließlich alleine um das Kind, den Haushalt, den Hund, den Alltag - ich war wie in Trance; eigentlich war es damals gleichzusetzen mit Isolationshaft, da ich keinerlei Sozialkontakte pflegen konnte.
Also bin ich täglich mit meinem Sohn stundenlang im Wald spazieren gegangen, aus dem Haus geflüchtet. Das hat mir damals sehr geholfen... Das Kind eingepackt im Kinderwagen, den Hund an der Leine und raus an die Luft...

Auch mein Exmann hat mich zu 0 Prozent unterstützt, geschweige denn, mir geholfen - er war mit seinen Affären wohl zu sehr beschäftigt...

Wenn ich heute daran zurückdenke, muss ich sagen, dass mich diese Episode meines Lebens, die über 2 Jahre erfolgte auf der einen Seite sehr stark gemacht hat, auf der anderen jedoch, habe ich aufgehört auf "Hilfe" von anderen Menschen zu "hoffen" und nicht mehr an das romantische "Verklärungsbild" der heilen Familie glaube - letztendlich sind die meisten Frauen alleinegelassen; egal ob emotional oder praktisch.

Mein Exmann hat damit bewirkt, dass ich weiß, dass nichts im Leben so wichtig ist, wie die ehrliche und klare Liebe zu einem, zu meinem Kind.

Ob du unter einer Depression leidest, kann ich nicht beurteilen, ich könnte mir aber vorstellen, dass du in gewisser Hinsicht resigniert hast, was deine Beziehung angeht... Resignation und Ernüchterung - die Verklärung ist der Realität ist gewichen.

Denk immer daran, dass dein Kind das ALLERWICHTIGSTE ist und lass dich von diesem scheinbar unfähigen und egoistischen Mann nicht runterziehen!!

Nimm dein Kind und gehe viel spazieren, in die Natur und genieße die schöne Zeit, die du allein mit ihm verbringst... Sage dir immer wieder, dass du stark bist und IHN, den Mann, nicht dazu brauchst, um glücklich und zufrieden zu sein - im Gegenteil, sei STOLZ darauf, dass du das allem Anschein nach, auch alleine schaffst!

Die wenigsten Männer sind emotional so intelligent, dass sie es schaffen, ihre Frauen zu unterstützen und ihnen Kraft zu geben - egal, welcher Bildung sie angehören... Was du erlebst, ist das, was ganz ganz viele Frauen erleben müssen mit ihren "Männern", nur die wenigsten geben es zu...

Wenn du das schaffst, A L L E I N E, dann wirst du irgendwann zurückblicken und stolz auf dich sein, wie stark du warst und das geschafft hast, aus deinem Kind einen zufriedenen Menschen zu machen...

Mein Kind geht nun in die zweite Klasse und ich bin unglaublich stolz auf ihn und auf uns, dass wir 2 das ohne einen Mann geschafft haben, der wahrscheinlich nur genervt mit Augen rollte, wenn ich ihn um irgendwas gebeten hätte.

Viele Frauen werden sagen, dass ich spinne und dass man doch raten sollte, an der Beziehung zu arbeiten - ich sehe das jedoch etwas anders. Es ist nicht NUR die Aufgabe der Frau, die sich um einen Säugling kümmern muss, auch noch im Alleingang die Beziehungsfragen zu klären. Ich rate da eher zur Abgrenzung, da sich in solchen Situationen meist der Grundcharakter eines Menschen herauskristallisiert, sprich der Charakter deines Mannes...

Egal, ob du mich verstehst, oder nicht - ich wünsche dir VON HERZEN alles alles Gute und viel Kraft und Freude mit deinem Kind!



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23. Juni 2012 um 21:13
In Antwort auf yasin_12884137

....
Hallo!
Ich denke, dass es sich bei dir nicht um eine Depression handelt.
Ich litt damals nach der Geburt meiner Tochter an einer postnatalen Depression u. was du so schilderst ist das bei dir zum Glück nicht der Fall. Dennoch würde ich mir an deiner Stelle einen Arzttermin holen bei einem Psychologen zum Ausschluß, es gibt ja verschiedene Verlaufsformen. Vielleicht wäre auch ein Gespräch mit deinem Partner hilfreich.
Kopf hoch u. alles Gute!!!
LG

Hallo
Wie sieht bzw sah deine postnatale Depression denn aus ? Habe auch.schon ein thema eröffnet dazu aber noch keine antworten bekommen ;(

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24. Juni 2012 um 3:50

Extrem ueberarbeitet?
Hallo!
Ob es eine depression ist, kann ich leider auch nicht beurteilen. Allerdings ist es beim lebensgefaehrten meiner Schwester anders. Der verschanzt sich in solchen phasen in seiner abgedunkelten wohnung und ist schon mit klopapierkaufen ueberlastet. Depression hat wohl viele gesichter. Du scheinst gut organisiert zu sein und managst alles. Nur eben

hoert sich fuer mich eher so an, als ob du ueberarbeitet waerst- was ja auch kein wunder ist.
Ich hatte auch das problem, dass ich mit haushalt und baby (unser kleiner ist auch 4 monate) alleingelassen war. Mich hat auch genervt, dass fuer meinen partner fast alles normal weiterlaeuft (1x woechentl maennerabend, arbeit, am wochenende schlief er immer voll aus ...) und sein leben nicht so fremdbestimmt ist wie meines. Ich kann nicht einfach weg. Aber:"so ist das halt als mama." (!!!!) haben ziemlich viel gestritten in letzter zeit.
Dann hab ich mir ueberlegt, was mir fuer's ausgeglichener sein fehlt und jetzt haben er und ich einen wochenendausschlaftag und ich gehe wieder 1x pro woche ohne unseren kleiner mit meiner freundin ins cafe und er passt auf.
Kannst du mit deinem partner darueber sprechen, wie es dir und auch ihm mit der neuen situation geht? Und auch ueber die rollenverteilung?
Ich wuensch dir alles gute!

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24. Juni 2012 um 22:20

Hallo.
Bei mir war es so aehnlich am anfang, aber ich hatte eher eine panikstourung, ich musste am anfang viel heulen hatte auf nichts mehr lust gehabt war gereizt und hatte auf einmal aengste. Der artz stellte mir nach vielen untersuchungen und gespraechen das ich unter panikattacken leide.

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