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Problem: aufschieberitis

5. Oktober 2013 um 22:19

Guten Abend zusammen,
vielleicht könnt ihr mir ja helfen. Also ich muss mir eingestehen, dass ich unter "Aufschieberitis" leide - und das im Studium. Während ich sonst alles gut hinbekomme, also Kind, Haushalt, usw., schiebe ich mein Studium vor mir her. Ich studiere mittlerweile seit 9 Semestern, 3 davon mit Kind und habe 2 Studienwechsel hinter mir. Ich besuche die Seminare, habe natürlich auch schon einige Prüfungen und Hausarbeiten geschrieben, merke aber, dass ich es immer mehr nach hinten schiebe. Teilweise sind es dumme Zufälle wie Krankheit, aber oft habe ich eigentlich genügend Zeit, nutze sie aber nicht richtig. Ich würde es auch nicht als reine Faulheit abtun, denn wenn ich eine Prüfung angehe, schreibe ich auch gute Noten. Ich könnte mir eher vorstellen, dass es eine Mischung aus Versagensängsten, Unstrukturiertheit und Überforderung (?) ist. Aber so kann es doch nicht weitergehen! Das zweite Kind ist unterwegs, ich will nicht mehr ewig studieren und an sich macht mir mein Studium doch Spaß! Wie kann ich denn meinen inneren Schweinehund überwinden und mich endlich trauen, die Prüfungen anzugehen anstatt sie aufzuschieben?
Vielen lieben Dank schonmal für eure Hilfe, ich bin wirklich etwas geknickt!

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5. Oktober 2013 um 22:27

Also
mit Kindern hätte ich persönlich gar nichts auf die Reihe bekommen, daher bewundere ich schon dass Du überhaupt am Ball bleibst

Für mich war damals die Lösung in der Bibliothek zu lernen, und zwar von 8 - 18 Uhr. Da kam viel bei rum.

Außerdem hatte ich einen umtriebigen Partner, der auch sehr an meinem Fortkommen interessiert war. Wir haben ein Leben geführt, das recht erfolgsorientiert war und kamen sehr viel herum. Das hat gepusht, weil wir viel mit Menschen zu tun hatten, bei denen Erfolg und Beruf eine große Rolle spielte.
Das Umfeld beeinflusst einen ja auch. Daher bin ich dankbar in der Zeit mit ihm zusammen gewesen zu sein.

Ich kann mir vorstellen, dass man mit einem Umfeld das eher auf Familie und Kinder ausgerichtet ist, sich erst einmal immer wieder auf das andere Leben da besinnen muss und das ist ein ganz schöner Balanceakt und die Schwierigkeit vor der Du stehst.

Daher ist es gut viel Kontakt mit Leuten aus dem Studium zu haben oder anderen Mamas die auch studieren.

Viel Erfolg.

LG

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5. Oktober 2013 um 22:29
In Antwort auf staubkorn

Also
mit Kindern hätte ich persönlich gar nichts auf die Reihe bekommen, daher bewundere ich schon dass Du überhaupt am Ball bleibst

Für mich war damals die Lösung in der Bibliothek zu lernen, und zwar von 8 - 18 Uhr. Da kam viel bei rum.

Außerdem hatte ich einen umtriebigen Partner, der auch sehr an meinem Fortkommen interessiert war. Wir haben ein Leben geführt, das recht erfolgsorientiert war und kamen sehr viel herum. Das hat gepusht, weil wir viel mit Menschen zu tun hatten, bei denen Erfolg und Beruf eine große Rolle spielte.
Das Umfeld beeinflusst einen ja auch. Daher bin ich dankbar in der Zeit mit ihm zusammen gewesen zu sein.

Ich kann mir vorstellen, dass man mit einem Umfeld das eher auf Familie und Kinder ausgerichtet ist, sich erst einmal immer wieder auf das andere Leben da besinnen muss und das ist ein ganz schöner Balanceakt und die Schwierigkeit vor der Du stehst.

Daher ist es gut viel Kontakt mit Leuten aus dem Studium zu haben oder anderen Mamas die auch studieren.

Viel Erfolg.

LG

Vergessen
was ich unbedingt noch mitgeben wollte, war die Tatsache, dass ich einfach nie aufgegeben habe. Egal wie sehr ich zurück geworfen worden bin oder wie lange es gedauert hat oder wie lange die Durststrecken und Aussetzer waren, ich habe nicht aufgegeben, sondern bin weiter dran geblieben bis ich den Abschluss hatte.
Es geschah nicht in der Regelstudienzeit. Aber danach kräht hinterher kein Hahn mehr.

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5. Oktober 2013 um 22:47

Danke für deine nette antwort!
Sie hat mir schon etwas Mut gemacht.

Ich ärgere mich irgendwie so sehr über mich selbst, schaffe es aber nicht wirklich, etwas zu ändern. Eigentlich gäbe es so viele Anreize, etwas mehr auf die Reihe zu bekommen: Wenn ich auch endlich Geld verdienen würde, könnten wir das Thema Eigenheim angehen. Ich müsste mir und dem Papa meiner Kinder gegenüber nicht ständig ein schlechtes Gewissen haben, sondern könnte stolz auf meine Leistung sein. An sich wirke ich nach außen ja wie eine sehr engagierte Studentin: Ich arbeite in den Seminaren gut mit, engagiere mich in der Fachschaft, habe noch mein Kind und studiere trotz Schwangerschaft bis knapp vor den ET. Aber diese Aufschieberei von Prüfungsleistungen macht mich fertig

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5. Oktober 2013 um 23:54

Danke für
eure hilfreichen Antworten!
Ich werde auf jeden Fall versuchen, meine Zeit fürs Studieren besser zu strukturieren. Vielleicht nehme ich mir häufiger zu viel vor und bin dann gefrustet, wenn es nicht so gut läuft.
Wirklich nochmal danke an euch, es tat gut, mal eine Meinung von außen zu dem Thema zu hören!

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