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Problem Die "OPA"-Frage

24. Juni 2013 um 22:08

ich stehe momentan ziemlich zwischen den Stühlen bzw. befinde mich in einem kleinen Gefühlschaos.

Ich bin jetzt in der 36. SSW und habe leider seit einigen Jahren einen recht schlechten Draht zu meinem Vater.

Meine Eltern haben sich recht früh scheiden lassen, da war ich 7 Jahre alt. Beide Eltern waren recht schnell in neuen Beziehungen und haben diese Partner auch geheiratet. Mit meinem Stiefvater ist alles supi....für ihn bin ich - auch vor anderen - seine Tochter und da er ja quasi seit ich 8 Jahre alt bin, in meinem Leben eine große Rolle spielt und immer da war, sehe ich ihn auch mehr als Vater bzw. dann nun bald OPA an....
Mein leiblicher Vater hat (leider) eine Frau geheiratet mit der ich nach einiger Zeit so gar nicht mehr zurecht kam. Er zog zu ihr (600km entfernt) und Sie hat zwei Kinder mit in die Ehe gebracht.
Ich hab irgendwann das Gefühl vermittelt bekommen, dass nur noch ihre Kinder zählen und sie einen Keil zwischen uns treibt. Es sind dann recht viele Dinge passiert - vor allem sehr viele Missverständnisse, Dinge die er in den falschen Hals bekommen hat, Anschuldigungen seinerseits die überhaupt keinen Grund gehabt haben, uvm...das Ganze leider recht früh, so dass unser Verhältnis ab ca. dem 14. Lebensjahr angefangen hat zu bröckeln...
vorher war ich regelmäßig dort, aber dann schien ich nicht mehr so "erwünscht" zu sein.
Letztlich ist es aus verschiedenen Gründen im ganz großen Streit auseinander gegangen
Es gab eine Zeit, da haben wir uns nur zum Geburtstag per SMS oder kurzen Anruf gratuliert...das wars.
Das tat uns beiden sehr weh Ich weiß es von meiner Tante, Cousine und letztlich auch von meinen Großeltern, die damals noch lebten. Meinen Opa hat das ganz besonders belastet.... Kurz bevor er starb hat er mir gesagt, dass er sich nichts mehr wünscht, als das wir uns endlich wieder vertragen. Nachdem mein geliebter Opi gestorben ist, hat mich das nicht mehr losgelassen und ich hab das Gespräch gesucht, bin zu ihm gefahren und hab alles versucht wegen einer Aussprache aber das half leider nix...er wollte auch, aber konnte die Vorwürfe nicht sein lassen.
Ich hab mich irgendwann mehr oder weniger damit abgefunden.

Manch einer versteht das vielleicht nicht, aber ich hab ja auch sehr schöne Erinnerung an meinen Papa...als ich jünger war hat er alles für mich getan
ich bin seine einziges leibliches Kind......

Über Jaaahre habe ich immer wieder versucht auf ihn zuzugehen (und beim besten Willen - er hat deutlich mehr Fehler gemacht als Erwachsener bzw. Vater)....
Nun...das allererste Mal in all den Jahren - hat ER von sich aus Ende letzten Jahres angerufen und sagte, dass wir doch am besten alles vergessen und von vorne anfangen sollen
Niemals hab ich geglaubt, sowas von ihm zu hören.
Die Telefonate haben sich seither in Inhalt usw stark gebesssert...sie sind viel lockerer geworden.
Haben auch mal Kontakt über Whtas App usw....
Für ein gemeinsames Treffen war bislang meinerseits recht wenig Zeit, da wir gebaut haben und nun bis zur Geburt die ja bald ansteht noch immer voll im Stress sind.... irgendwie macht mich der Gedanke auch sehr nervös (das letzte Treffen ist ca. 5 Jahre her)
Ich will z.B. auch am liebsten erstmal ein Treffen auf neutralem Boden... schon gar nicht bei ihm, geschweige denn, wenn seine Frau anwesend ist. Es gibt sehr gute und nachvollziehbare Gründe warum mir diese Frau vorerst nicht unter die Augen kommen sollte.

Als er von der SS erfuhr, war das für ihn sehr komisch.
Er hatte ja auch eher noch die Erinnerungen im Kopf behalten von einem jungen Mädchen..... die letzten Jahre und meine Entwicklung hat er nicht so mitbekommen.

Nun das eigentliche Problem (sorry, ist wahnsinnig viel Text geworden)
Am Telefon meinte er nun immer wieder, "ach, ich werde OPA" und so weiter im Text....
Ich mein, ich freue mich ja, dass er sich freut....
Mein Mann meinte allerdings, dass ER nicht möchte, dass das Kind ihn als Opa ansieht und so nennt
Ich muss dazu sagen, dass mein Mann meinen Vater noch NIE getroffen oder gesprochen hat.... er kennt nur meinen (Stief)vater und kennt auch die gesamte Story und alle Vorfälle (halt nur meine Version) der letzen Jahre....
Deshalb hat er da jetzt seine Meinung drüber.
Mein Mann meinte, unser Sohn hat dann seinen Opa (meinen Stiefvater)...und fertig.
Und ich bin da hin und hergerissen
Mein Stiefvater wird definitiv der Opa sein...gar keine Frage. Aber ich kann doch meinem Vater - wenn er dann nach der Geburt das erste Mal nach so vielen Jahren - zu Besuch kommt, nicht vor den Kopf stoßen und ihm sagen, dass sobald das Wort Opa seinerseits fällt, wir DAS NICHT möchten
Obwohl so viel vorgefallen ist, ist es doch trotzdem noch immer mein Papa... und ich will ihm das nicht wirklich nehmen. Zumal es leider nicht so aussieht, als wenn er nochmal Opa wird...die anderen zwei Kinder - meine Stiifschwester schwerst Karrieregeil und kann so GAR NIX mit Männdern anfangen, im selben Alter wie ich - und mein Stiefbruder, der leider geistig/körperlich behindert ist...... wer weiß also, ob Familienplanung bei denen noch auf dem "Programm" steht.
Auf der anderen Seite möchte ich auch mein Kind schützen - ich will nicht, dass es womöglich auch verletzt wird, wenn das Verhältnis erneut zerbricht und dann Fragen nach dem anderen "Opa" stellt....

Ich bin einfach überfragt.... mich belastet das...Ich weiß, dass der Kleine schon in ca. 5 Wochen unsere kleine Familie bereichern wird aber wenn ich an diese Situation denke, bekomm ich Bauchweh

Was würdet ihr tun??


(P.S. Respekt wenn ihr es geschafft habt, den ganzen Text zu lesen)

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24. Juni 2013 um 22:26

Hmm
ich denke dein freund macht sich sorgen und möchte weder für dich noch für sienen sohn eine enttäuschung.

aber fakt ist: es ist sein OPA.......rein verwandtschaftlich

vom gefühl her wird der kleine sicher deinen stiefvater als OPA sehen.....aber auch deinen vater.......man kann ja nun mehrere OPAs haben.

und ich meine wie wollt ihr es dem kleinen denn sonst auch erklären warum er zu ihm nicht OPA sagen darf.......

ich denke du solltest noch mal mit deinem freund reden und ihm erklären das du versuchst die verganheit ruhen zu lassen und das ihr eurem sohn zu liebe einen neustart haben möchtet

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24. Juni 2013 um 22:32

Huch...
schwierige situation und ich verstehe dich sehr gut... das einzig "schlaue", dass mir eingällt ist, dass es ja mehrere möglich bezeichnungen für einen opa gibt (opa, opi, grosspapa etc.) wählt halt für deinen stiefvater den namen, der euch am nähesten ist...

und ich glaube dein kind wird den namen übernehmen, den du immer sagst. wie nennst du selbst deinen leiblichen vater? sagst du jeweils den vornamen? wenn du das weiterhin konsequent machst, wird dein kind das wohl so übernehmen...

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24. Juni 2013 um 22:36

Also
schwierige Situation...

Aber:
ihr habt doch noch Zeit!

Ich würde sagen zuerst einmal bringst Du das Kind auf die Welt
Dann triffst Du Dich mit Deinem Dad, versucht eine erneute Annäherung und schaut was sich daraus entwickelt.

Bis es dann soweit ist, dass das Baby die Figur eines Opas erkennt und versteht, vergeht noch einige Zeit.
Bis dahin habt ihr vielleicht ein super Verhältnis, Dein Mann hat ihn kennengelernt und ist glücklich mit einem zusätzlichen Opa,
oder aber das Verhältnis hat sich abgekühlt und das ganze hat sich dann somit erledigt.
Dann reicht es wenn man dem Kind (viel) später mal erklärt wie das mit den Opas ist.

Also, konzentrier Dich auf Dein Baby und mach Dir keine zu großen Gedanken!

LG eeyore

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24. Juni 2013 um 22:53

Ach ja und noch was
ich habe/hatte zu meinen grosseltern nie einen wirklich guten bezug. sie waren nett zu uns kindern, aber halt nicht herzlich, das interesse fehlte. aber ich kannte es nie anders, das war halt einfach so und von daher war ich auch nie gross enttäuscht...

wenn ich heute zurückblicke, verstehe ich, wieso meine eltern so enttäuscht, genervt etc waren von der situation... aber als kind hatte ich genug andere bezugspersonen.

wirklich verletzen/enttäuschen kann dein vater dein kind nur, wenn er ihm zuvor eine "stabile grundlage" baut, auf die das kind vertraut...verstehst du, was ich meine?

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25. Juni 2013 um 8:01

Hallo
Wir haben echt fast die gleiche Geschichte. Bei meinem Vater und mjr ist es auch ein ständiges Auf und Ab... Und mein Mann möchte auch am Liebsten keinen Kontakt zu meinem Vater haben...
Wir machens nun so. Meine Tochter ist 19 Monate alt: wir hören uns ab und zu und sehen uns vielleicht 1-2 im Jahr. Da ich zweisprachig aufgewachsen bin, nennen wir ihn Opa in seiner Sprache und die Opasmit denen wir viel zu tun haben, haben ihre eigenen Opanamen so fühlt sich niemand vernachlässigt. Die nahestehenden Opanamen hört sie viel und en meines Vater halt eben nicht sehr oft.
Versuche das ganze ein wenig entspannt zu sehen. Du kannst die Situation nicht ändrn. Ich finde es ganz wichtig, dass wir unsere Kinder schützen. Dasmachst du ganz bestimmt.
Liebe Grüsse

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25. Juni 2013 um 8:02

...
Das könnte fast meine Geschichte sein.
Mein Stiefpapa ist für meinen Sohn der beste Opa überhaupt. Die zwei sind ein Herz und eine Seele <3

Mein Sohn und ich haben meinen leiblichen Vater das letzte Mal vor 1 1/2 Jahren gesehen, da das Interesse nicht wirklich vorhanden war. Mir tut es manchmal sehr weh, da mein Sohn noch genau weiß, dass es da eigentlich noch einen Opa gibt und manchmal fragt er nach ihm.
Ich habe oft genug versucht den Kontakt aufrecht zu halten, doch da von der anderen Seite nichts kam, habe ich es aufgegeben

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