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Probleme bei Zufüttern/Abstillen

5. Januar 2008 um 14:16

Hallo Allerseits,

meine Tochter ist jetzt 8 1/2 Monate alt und ich versuche bereits seit ca. 6 Wochen langsam abzustillen, d.h. ich füttere mittags zu. Das klappt aber gar nicht... Gern würde ich sie langsam der Brust entwöhnen. Mein zweites Problem: nachdem wir im Oktober im Urlaub waren und sie krank war, schläft sie nur noch an der Brust ein. Ich habe versucht dies zu vermeiden, aber... Was kann ich tun? Ich würde gern bis zum vollendeten 1. Lebensjahr komplett abgestillt haben, nur sehe ich das momentan überhaupt nicht.

So sieht unser Tagesablauf aus:
Zur Zeit stille ich morgens gegen 6. Dann schläft sie nochmal so 2 Stunden. Gegen 11 Uhr füttere ich dann zu (max. 4 kleine Löffel isst meine Kleine - von Möhre über Pastinake und Apfel Pfirsich habe ich schon alles probiert, nichts wird richtig angenommen). Den Mund macht sie so gut wie gar nicht auf, es funktioniert nur mit Trick. Dann stille ich ca. 1/2 Stunde später und sie schläft dabei für ca. 1,5 Stunden ein oder ich gehe mit ihr nach dem stillen spazieren, dann schläft sie auch. Die nächste Stillmahlzeit gibts dann zwischen 15.30-16.30 Uhr (nach Bedarf). Meist gehen wir dann nochmal raus. Nachmittags schläft sie nicht so schnell ein. Abends versuche ich ihr seit ca. 2 Wochen etwas Hirsebrei zu geben. Davon isst sie max. 4-6 Löffel. Danach wird Pyjama angezogen, dann stille ich und sie schläft ein. Das ist dann so gegen 19 und 20 Uhr. Nachts kommt sie ca. 3 mal, manchmal im Abstand von 2-3 Stunden und möchte an die Brust, also stille ich wieder. Sie trinkt dann auch richtig (nicht nur nuckeln).

Ich habe gehört, das Kinder nach dem vollendeten 6. Monat eigentlich Nachts keine Mahlzeit mehr brauchen - würde gern mal wieder besser schlafen... Die Flasche, Schnuller etc. nimmt sie gar nicht (habs schon probiert = Wutanfall)

Gern würde ich was an dieser Situation ändern =
1. wenigstens 1 Mahlzeit komplett ersetzen: was kann ich am Besten Zufüttern und wieviel Löffel muß meine Kleine essen, damit ich das Stillen ganz weglassen kann?

In diesem Zusammenhang

2. Wie fange ich es am besten an, meine Kleine von der Brust, insbesondere beim Einschlafen, zu entwöhnen?

HILFE! Was muss ich ändern/tun?

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5. Januar 2008 um 17:03

Ich denke
dass du einfach noch warten musst. Das Zufüttern kommt irgendwann, keine Angst, nur möchte sie anscheinend im Moment einach nicht.

Was anderes ist mit dem Einschlafen an der Brust. Zunächst würde ich an deiner Stelle versuchen zu unterscheiden, wann sie trinken will und an wann es nuckeln ist. Wenn sie nachts noch wirklich trinkt, dann lass sie, auch das wird mit der Zeit weniger werden. Wenn es nur ein Nuckeln ist, dann ist das eine blöde Sache, die sie sich angewöhnt hat. Nähe muss man nicht durch das Einschlafstillen geben, man kann auch einfach nur neben ihr liegen.

Ich hatte bei meinem Sohn ein ähnliches Problem, er wollte nicht mal mehr nuckeln, sondern nur die Brust im Mund haben. Das ging mir dann irgendwann zu weit. Ich habe sie ihm dann systematisch verweigert und war selbst erstaunt, dass er beim zweiten Aufwachen schon gar keine Brust mehr verlangt hat. Wie gesagt, es geht häufig nur um Nähe, nicht um die Brust direkt - außer sie wollen halt trinken.

lg
Stefanie

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8. Januar 2008 um 19:42

...Kenne ich...
Hallo, nanie! Das was du hier beschreibst, ist exakt das Gleiche wie bei uns. Mein Kurzer ist 7 1/2 Monate alt und nachdem er anfangs ganz versessen schien, bei uns was "richtiges" mitzuessen,verweigert er praktisch alles. Nur MuMi, das geht immer! Wie bei dir, 2-4 Löffel isst er, dann schüttelt er sich, als wäre es was total ekliges und macht dann die Schnute nicht mehr auf. Mein Großer(jetzt fast 3) hat quasi ALLES gegessen und war mit 10 Monaten abgestillt. Würde dir gerne helfen (mir selbst auch) aber sieh es mal so: Irgendwann stillst du nicht mehr, garantiert. Gib deinem Baby Zeit und versuch es einfach immer wieder. Bei mir hilft, ab 16 Uhr nicht mehr stillen, dann um 18 Uhr Brei und Tee, dann stillen. Zumindest kommt er nur noch 2 mal nachts. Aufstehen ist bei uns so c.a. 7- halb 8. Viel Glück und Kopf hoch, eine ebenfalls übermüdete Mutter

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12. Januar 2008 um 11:39

Bist nicht allein...
mir gehts auch so, aber meine Maus ist erst 6 monate, trotzdem das gleiche Schema. schnuller-nein,
Flasche- nein,Löffel? vielleicht ein wenig ablecken, von der großen Schwester manchmal. Allerdings landet mehr auf dem Lätzchen...
Da hilft wohl nur abwarten...
Bin allerdings erleichtert, dass nicht nur mein Kind nachts noch 2 mal aufwacht.
war wohl von meiner 1. Tochter verwöhnt...was solls, die Baby Zeit ist sooo schnell vorbei...
Lieben Gruß, Verena

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7. April 2008 um 15:23
In Antwort auf runa_12850644

Ich denke
dass du einfach noch warten musst. Das Zufüttern kommt irgendwann, keine Angst, nur möchte sie anscheinend im Moment einach nicht.

Was anderes ist mit dem Einschlafen an der Brust. Zunächst würde ich an deiner Stelle versuchen zu unterscheiden, wann sie trinken will und an wann es nuckeln ist. Wenn sie nachts noch wirklich trinkt, dann lass sie, auch das wird mit der Zeit weniger werden. Wenn es nur ein Nuckeln ist, dann ist das eine blöde Sache, die sie sich angewöhnt hat. Nähe muss man nicht durch das Einschlafstillen geben, man kann auch einfach nur neben ihr liegen.

Ich hatte bei meinem Sohn ein ähnliches Problem, er wollte nicht mal mehr nuckeln, sondern nur die Brust im Mund haben. Das ging mir dann irgendwann zu weit. Ich habe sie ihm dann systematisch verweigert und war selbst erstaunt, dass er beim zweiten Aufwachen schon gar keine Brust mehr verlangt hat. Wie gesagt, es geht häufig nur um Nähe, nicht um die Brust direkt - außer sie wollen halt trinken.

lg
Stefanie

Hallo alle zusammen,

vielen Dank für die hilfreichen Antworten!

Ich habe meinen Weg gefunden, indem ich sukzessive den Ess-/Schlafrythmus meiner Tochter verändert habe, und es hat funktioniert!

Nachts habe ich ihr erst die erste, dann nach ein paar Tagen (als sie die erste Mahlzeit dann sozusagen verschlafen hatte) die zweite Mahlzeit verweigert, so dass ich nach ein paar Tagen nur noch gegen 5/6 die Morgenmahlzeit gestillt habe. Natürlich war ich ganz behutsam, habe sie getröstet und ihr das Gefühl gegeben, dass alles gut ist. Aber ich habe ihr auch NICHT die Flasche oder ähnliches gegeben.

Dadurch hat sich ihr Rythmus geändert und weil sie nun tagsüber mehr Bedarf hatte, hat sie nach ca. 1 Woche mittags das erste komplette Gläschen (190 g) weg geputzt, so daß ich nach kurzer Zeit die Brust (langsam) ganz weglassen konnte.

Ca. 2 Wochen habe ich mich KONSEQUENT an einen bestimmten Tagesablauf (Essens- und Schlafenzeiten) gehalten. Das war nicht immer einfach, aber es hat sich gelohnt!

Inzwischen hat sich alles eingepegelt. Trotzdem versuche ich nach wie vor den Mittagsschlaf möglichst zu Hause abzuhalten und auch abends die Zeit einzuhalten, damit unsere Kleine sich sicher und geborgen fühlt und ruhig in ihrem Bettchen (ein)schlafen kann (Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel).

Ich kann diese Vorgehensweise - natürlich immer in Anlehnung an die Bedürfnisse des Kindes - nur weiterempfehlen!

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11. April 2008 um 22:12

Stillen macht leider abhängig
Hallo Nanie,
ich dachte gerade ich lese meinen eigenen Tagesablauf... leider geht es mir genauso und das obwohl es bereits mein zweites Kind ist. Er macht einen totalen Aufstand und schreit wie am Spieß wenn ich ihm die Milchflasche geben möchte. Bei meinem Mann das gleiche. Zum abendlichen Einschlaf-Stillen möchte ich dir einen Tip geben: Laß deine Kleine nach dem letzten Schläfchen 15.30 Uhr richtig lange wach (toben, krabbeln, spaß machen): am besten mindestens vier Stunden. Ich würde dann im hellen Wohnzimmer stillen, wenn sie noch etwas fit ist (ca. 1 Stunde vorm Schlafen) Halte sie unbedingt wach!( Kitzeln , summen, streicheln usw.) Dann erst ins Bett bringen: So könnt ihr Euch abwechseln und nicht nur Du hast den schwarzen Peter in Sachen zu Bett bringen. Deine Kleine wird nach kleinen Protesten sicher einschlafen, wenn du in der Nähe bleibst und beruhigend auf sie einwirkst. Versuch es mal. Meiner wacht allerdings dann immer noch einmal schreiend nach einer halben Stunde auf,kurze Beruhigung (Notfalls mit Brust, Schnuller reicht meistens) und er schläft weiter. Ich habe meiner Tochter nach acht Wochen den Schnuller den ganzen Tag immer wieder reingesteckt, da sich angewöhnt hatte auf meinem kleinen Finger zu saugen. Das ertrug ich nicht. Mit Schnuller fand ich es immer einfacher, wenn es kleine Quengeleien oder Einschlafschwierigkeiten gab.

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