Anzeige

Forum / Mein Baby

Psychische Erkrankung inklusive unterschwelliger Selbstmordankündigung

Letzte Nachricht: 27. Juli 2011 um 15:50
A
alea_12569498
27.07.11 um 13:09

Ihr lieben,
Ich hab schon wieder so ein OT-Thema...
Eine Freundin von mir leidet laut ihrer eigene Aussage seit Jahren unter einer Angststörung... Ob sie deshalb jemals bei einem Arzt war weiß ich nicht...
Gestern telefonierte ich wieder lang und ausführlich mit ihr, sie erzählte mir davon wie schrecklich ihr Leben wäre, Ihre Angststörung hindert sie an allem... Am Abnehmen, am Arbeiten, am endlich von Zuhause ausziehen, am Kinderkriegen und sowieso und überhaupt, ihr leben ist scheiße...
Ich habe ihr dann wieder gesagt das man ihr helfen kann und das sie auch mit der Angststörung ein schönes leben führen kann, wenn sie sich endlich helfen läßt... Sie geht aber nicht zum Arzt schließlich hat ein Arzt ihre Mutter umgebracht.... Unser Gespräch drehte sich also mal wieder im Kreis... Ständig sagte sie mir, ich wüsste nicht von was ich rede und hätte keine Ahnung, meine Probleme wären alle nur Ausreden usw.
Als ich ihr dann sagte das ich mir wenigstens helfen hab lasse, war's endgültig vorbei, sie hat ins Telefon geschrien das man zu einem gehbehinderten auch nicht sagen würde schmeiß dein stecken weg und Renn los dann wird alles gut.... Abgeschlossen hat sie unserer Gespräch mit den Worten 'ich geh sowieso bald an einen Ort an dem es kein leid mehr gibt'
Jetzt weiß ich nicht was ich machen soll... Ich hab ein bisschen Angst das sie sich wirklich etwas antut... Sie ist 30 Jahre alt, ich fände es irgendwie nicht richtig jetzt zu ihrer Mutter zu gehen und die Situation zu schildern.... Aber jemanden anderen, außer mich hat sie scheinbar nicht...

Die Situation überfordert mich, auch weil ich nicht mehr weiß wie ich überhaupt reagieren soll...
Gibt es Stellen an die man sich in solchen Situationen wenden kann? Was würdet ihr tun?

Mehr lesen

S
simin_984473
27.07.11 um 13:18

Mhm
Huhu,

doofe Situation für euch beiden. Sie hat scheinbar wirklich ein Problem, lässt es bei dir halbwegs raus, verweigert aber jegliche Hilfe. Da ist es schwierig helfend zur Seite zu stehen.
Bei so einer Aussage wäre ich allerdings "Schwein". Soweit ich das aus eigener Erfahrung weiß, kann man so jemanden auch zwangseinweisen lassen. (Mir wurde damals gesagt "Entweder sie gehen freiwillig oder wir holen die Polizei"...) Sobald es um Leben und Tod geht, ist die Polizei nämlich gezwungen, so ne Art Vormund für denjenigen einzunehmen und eben dafür zu sorgen, dass das Leben nicht mehr in Gefahr ist.
Mag sein, dass deine Freundin erst gezwungen werden muss, sich helfen zu lassen, ich zumindest würde mal bei der Polizei anrufen und fragen, wie du dich in deiner Situation auch bezüglich der Aussage von ihr, verhalten sollst.
Sollte deine Freundin nur geblufft haben- selber Schuld, denn mit sowas scherzt man nun wirklich nicht.

LG und alles Gute
Chikkin mit Küken (2) und Ei (31. SSW)

Gefällt mir

A
alea_12569498
27.07.11 um 13:24

Sorry
Hab mich undeutlich ausgedrückt, sie wohnt bei ihrer pflegemama weil ihrer leiblichen Mutter das Sorgerecht entzogen wurde als meine Freundin 4 war.... Ihre leibliche Mutter starb vor 4 Jahren

Gefällt mir

A
alea_12569498
27.07.11 um 13:28

Ihre mutter
Starb an einer Überdosis Tramal, denkt sie zumindest... Ich glaub das da auch noch ganz andere Mittelchen im Spiel waren... Sie denkt nur hätte man die Schmerzen ihrer Mutter ernst genommen wäre sie nicht gestorben weil sie dann ja niemals an so viel Tramal gekommen wäre...

Ich glaube sie hat eher Angst vor sich selbst, als vor den Ärzten... Ich habe immer mehr das Gefühl das die Ängste eine gute Ausrede für alles sind...

Gefällt mir

Anzeige
A
alea_12569498
27.07.11 um 13:36
In Antwort auf simin_984473

Mhm
Huhu,

doofe Situation für euch beiden. Sie hat scheinbar wirklich ein Problem, lässt es bei dir halbwegs raus, verweigert aber jegliche Hilfe. Da ist es schwierig helfend zur Seite zu stehen.
Bei so einer Aussage wäre ich allerdings "Schwein". Soweit ich das aus eigener Erfahrung weiß, kann man so jemanden auch zwangseinweisen lassen. (Mir wurde damals gesagt "Entweder sie gehen freiwillig oder wir holen die Polizei"...) Sobald es um Leben und Tod geht, ist die Polizei nämlich gezwungen, so ne Art Vormund für denjenigen einzunehmen und eben dafür zu sorgen, dass das Leben nicht mehr in Gefahr ist.
Mag sein, dass deine Freundin erst gezwungen werden muss, sich helfen zu lassen, ich zumindest würde mal bei der Polizei anrufen und fragen, wie du dich in deiner Situation auch bezüglich der Aussage von ihr, verhalten sollst.
Sollte deine Freundin nur geblufft haben- selber Schuld, denn mit sowas scherzt man nun wirklich nicht.

LG und alles Gute
Chikkin mit Küken (2) und Ei (31. SSW)

Ich habe
Auch überlegt die Polizei anzurufen...
Ich kenn das mit der Zwangseinweisung aber nur nach einem bereits erfolgdem Suizid Versuch... Also mit 48 Stunden entmündigt sein und dann eingewiesen werden...
Ich weiß echt überhaupt nicht mehr wie ich es einschätzen soll... Wenn ich jetzt die Polizei Ruf und die schaun da vorbei und sehen eine eigentlich doch recht lebensfrohe Frau... Ich weiß nicht wie ernst sie dann den Hinweis einer 'Freundin' nehmen...
Und wenn sie dann die Freundschaft zu mir auch noch abbricht, weiß ich wirklich nicht was passiert...

Gefällt mir

K
katie_12123068
27.07.11 um 13:59

Mandel?
Denkst du wirklich, dass die alleinige Verantwortung bei der (Pflege-)Mutter liegt, wenn sie doch selbst schon 30 Jahre alt ist?

Da kann ich mir kaum vorstellen, dass die Mutter genau weiß, was in ihrer Tochter vorgeht. Zumal die Mutter evtl. davon ausgeht, dass sich ihre Tochter eher ihrer Freundin anvertrauen wird - was ja in dem Fall auch irgendwie stimmt.

An flotsam:
Hmm, ich glaube, wenn du dir ernsthaft Sorgen machst, dann würde ich mit der Pflegemutter reden, ihr deine Sorgen mitteilen, sie dafür sensibel machen. Vielleicht hat sie bisher auch gut die Augen verschlossen. Dann kannst du evtl.auf diesem Wege einen Teil deiner großen Verantwortung abgeben.

Ansonsten schwieriges Thema: Meine Erfahrung ist die, dass diejenigen, die es ankündigen, nur um Hilfe schreien. Diejeinigen, die sich tatsächlich das Leben nehmen, überraschen in der Regel alle ganz plötzlich, meist dann, wenn alle denken, es geht ihnen wieder besser .
Und für mich wirkt der Spruch deiner Freundin auch wie ein Hilfeschrei. Damit hat sie sich dir doch irgendwie anvertraut. Und da fällt mir ein Spruch ein, den ich mir sehr oft zu Herzen nehme:

"Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast."

Vielleicht kannst du wirklich gemeinsam mit ihr einen Termin in einer psychosozialen Beratungsstelle vereinbaren?

Gefällt mir

Kannst du deine Antwort nicht finden?

K
katie_12123068
27.07.11 um 14:02

Du meinst sicher eine gerichtliche Betreuung?!
Das wird aber auch schwierig, wenn sie selbst keinen Betreuer möchte und nicht zugibt, selbstmordgefährdet o.ä. zu sein.

Gefällt mir

Anzeige
K
katie_12123068
27.07.11 um 14:11

Eine Entmündigung
gibt es in Deutschland nicht mehr.

Die Voraussetzungen für die gerichtliche Anordnung einer Betreuung sind ähnlich, aber es ist eben nicht so einfach, wenn nur jemand aus dem Freundeskreis sagt: " sie hat mal erwähnt, dass sie bald an einen Ort geht, wo es kein Leid gibt."

Gefällt mir

K
katie_12123068
27.07.11 um 14:46

Sorry
ich wollte dir keinesfalls falsche Worte in den Mund legen. Dass sie "selbst" für sich verantwortlich ist bzw. bleibt, habe ich mal in meinem Satz für mich absolut vorausgesetzt. So war meine Frage darauf bezogen, dass vom Umfeld her allein ihre Mutter verantwortlich sein soll?

Aber du hast ja jetzt auch schon erklärt, wie du es meinst.

Ich weiß allerdings nicht recht, ob man sich wirklich so ohne weiteres zurückziehen sollte. Natürlich darf man sich nicht selbst zuviel zumuten und sich nicht selbst zu viel Verantwortung aufbürden.
Aber ich würde in solch einer Sitution dann wenigstens der Freundin gegenüber ankündigen, dass ich mich bzgl. dieser Problematik zurückziehe und sie von nun an sich selbst um Hilfe kümmern muss. Vielleicht kann man das ja verbinden mit einem letzten Hilfsangebot (gemeinsam eine psychosoziale Beratungsstelle aufsuchen) und wenn sie das nicht annehmen möchte, sich dann zurückziehen und sie sich selbst retten lassen - hoffentlich!

Gefällt mir

Anzeige
A
an0N_1227305999z
27.07.11 um 15:50

Tipp
ruf mal euren sozialpsychiatrischen dienst an und schildere denen die situation

Gefällt mir

Diskussionen dieses Nutzers
Anzeige