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Rechte des werdenden Vaters? Bitte um Hilfe!

2. September 2011 um 11:05

Hallo,
also es geht um meinen Besten Freund (21, Azubi).
Er war vor ein paar Monaten für eine kurze Zeit mit einem Mädchen zusammen, das hat nicht funktioniert weil sie ihm nicht vertraut hat, Sachen durchsucht hat usw. Er hat sich also von ihr getrennt.
Letzte Woche bekam er einen Anruf von ihrer Cousine das seine Ex-Freundin schwanger sei, er hat versucht sie anzurufen usw und sie wollte erst gar nicht das er es weiß. Nach langem hin und her haben sie sich nun getroffen:
Sie ist im 4ten Monat weiß es aber erst seit ca. 3 1/2 Wochen.

Sie wollte nicht das er es weiß (warum auch immer), was hat er für Rechte?
Sie kann ja einfach sagen sie weiß nicht wer der Vater ist oder?
bekommst sie dann trotzdem Unterhalt/Unterhaltsvorschuss?
Es war nicht geplant aber er möchte doch denoch dazu stehen, was auch richtig so ist... Kann sie es ihm verweigern?
Vielen Dank für eure Antworten

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2. September 2011 um 12:03

Das sollte er sich gut überlegen
Er ist für sie, ab 6 Wochen vor der Geburt bis das Kind drei Jahre alt ist, unterhaltspflichtig. 770 Euro für sie und 218 für das Kind.

Rechte hat er keine, ausser Zahlen.

Der Mindestbedarf auf Betreuungsunterhalt für die Mutter eines nichtehelichen Kindes nach 1615 l BGB ist mit 770,00 zu bemessen (Bundesgerichtshof, Urteil vom 16.12.2009 Az. XII ZR 50/08).

Entgegen verheirateten Vätern bei ehelichen Kindern gilt das gemeinsame Sorgerecht sind einem Single-Vater die Hände gebunden, wenn es um die Erziehung seiner Kinder geht. Legt er Geld beispielsweise für sie an, kann nur die Mutter darüber bestimmen. Sie kann dem Vater auch Briefkontakt und Telefonanrufe verbieten. Er hat nicht einmal das Recht, sich bei den Lehrern über die Schulleistungen seines Kindes zu informieren.

Wenn er Glück hat, stimmt sie dem gemeinsamen Sorgerecht zu und er darf ab und zu mitreden. Wenn nicht, ist er eben nur Zahlvater

Gruss Saraa

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2. September 2011 um 13:21
In Antwort auf naomh_12744558

Das sollte er sich gut überlegen
Er ist für sie, ab 6 Wochen vor der Geburt bis das Kind drei Jahre alt ist, unterhaltspflichtig. 770 Euro für sie und 218 für das Kind.

Rechte hat er keine, ausser Zahlen.

Der Mindestbedarf auf Betreuungsunterhalt für die Mutter eines nichtehelichen Kindes nach 1615 l BGB ist mit 770,00 zu bemessen (Bundesgerichtshof, Urteil vom 16.12.2009 Az. XII ZR 50/08).

Entgegen verheirateten Vätern bei ehelichen Kindern gilt das gemeinsame Sorgerecht sind einem Single-Vater die Hände gebunden, wenn es um die Erziehung seiner Kinder geht. Legt er Geld beispielsweise für sie an, kann nur die Mutter darüber bestimmen. Sie kann dem Vater auch Briefkontakt und Telefonanrufe verbieten. Er hat nicht einmal das Recht, sich bei den Lehrern über die Schulleistungen seines Kindes zu informieren.

Wenn er Glück hat, stimmt sie dem gemeinsamen Sorgerecht zu und er darf ab und zu mitreden. Wenn nicht, ist er eben nur Zahlvater

Gruss Saraa

Oha
Danke für deine Antwort...
Wenn sie ihn nicht als Vater nennt müsste er nix zahlen aber dann hätte er ja nichtmal das Recht das Kind zu besuchen oder?
Er ist in der Ausbildung und könnte nie soviel zahlen und selbst danach sind es ja fast gesamt 1000 Euro, das könnte ich nach Abzug von Miete usw nichtmal ich als ausgelernte zahlen....
Es gibts ja Unterhaltsvorschuss aber das müsste er auch wieder zurück zahlen oder?
danke dir

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3. September 2011 um 9:03
In Antwort auf cookielove7

Oha
Danke für deine Antwort...
Wenn sie ihn nicht als Vater nennt müsste er nix zahlen aber dann hätte er ja nichtmal das Recht das Kind zu besuchen oder?
Er ist in der Ausbildung und könnte nie soviel zahlen und selbst danach sind es ja fast gesamt 1000 Euro, das könnte ich nach Abzug von Miete usw nichtmal ich als ausgelernte zahlen....
Es gibts ja Unterhaltsvorschuss aber das müsste er auch wieder zurück zahlen oder?
danke dir

So ist es
es sind Schulden und die muss er selbstverständlich wieder zurück zahlen.

oder.

Großeltern haften für Unterhalt der Enkelkinder

In Anbetracht hoher Arbeitslosigkeit kommt es immer häufiger dazu, dass der barunterhaltspflichtige Elternteil meist der Kindesvater den Kindesunterhalt nicht mehr oder nur noch zum Teil bezahlen kann. Dass in diesem Fall auch die Großeltern für den Unterhalt ihrer Enkel herangezogen werden können, ist den wenigsten bekannt.

1. Fall: Fehlende Leistungsfähigkeit der Eltern

Die so genannte Ersatzhaftung der Großeltern kommt zunächst nach 1607 Abs. 1 BGB in Betracht, wenn ein Elternteil oder beide Eltern nicht leistungsfähig sind. Dies ist dann der Fall, wenn die Differenz zwischen dem bereinigten Nettoeinkommen und dem jeweiligen Selbstbehalt (770 EUR bei Nichterwerbstätigen und 900 EUR bei Erwerbstätigen) nicht ausreicht, um den Mindestunterhalt der Kinder abzudecken.

Wenn sowohl der barunterhaltspflichtige als auch der betreuende Elternteil nicht leitstungsfähig sind, haften alle Großeltern also väterlicherseits wie auch mütterlicherseits für den nicht abgedeckten Unterhalt der Enkelkinder. Die Haftung erfolgt anteilig nach dem Verhältnis der jeweiligen Einkünfte der Großeltern. Eine Haftung kommt allerdings nur in Betracht, wenn das bereinigte Nettoeinkommen des in Anspruch genommenen Großelternteils 1.400 übersteigt (BGH v. 20.12.2006 FamRZ 2007, 375).

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