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Regretting Reflection oder man wat ne fiese Charakter...

24. Februar 2016 um 11:59

hu hu,

vor ein paar Tagen hatte hier noch alle Welt Verständnis für Mütter, die Ihre Mutterschaft zutiefst bereuen und heute?

Da debattieren wir, ob ein einjähriger dringlich zur Mutter gehört inklusive der Top-3 der schlagfertigen Argumente des stupiden Dorftrottels:

5: Es ist sicher regional verschieden, aber HIER BEI UNS, da läuft es noch gut und richtig: Mutti beim Kind.

4: Wenn man arbeiten muss, okay, aber muss ja jeder selber wissen, was er tut. HÄHHHHH? Merkt Ihr selber, oder?

3: Ein Au-Pair oder ne Oma hat ja nicht jeder, daher sind die, die sie haben doofe reiche/ oder doofe von der Natur bevorzugte Trottel. Und eigentlich kann eine Mutter niemand ersetzen.

2: Gibt es nicht die Möglichkeit, dass Du noch 2-3 Jahre zuhause bleibst und dann in Teilzeit oder auf nen minijob gehst?

1: Warum bekommt man denn dann Kinder?

Au weia...

Und, bereut Ihr es bereits, dass Ihr vor ein Paar Tagen nachgedacht habt? Hat es sehr weh getan? Und wie war es eigentlich, wurde da ein teil Eures Selbstbildes mit der Realität in Zusammenhang gebracht? Schlimm sowas, nicht?

Man, das ist echt zum Mäusemelken. Dauernd beschweren sich hier im Forum Damen, dass Sie in ihrem Leben nichts auf die Kette kriegen/ gekriegt haben. Und wenn eine damit anfängt und vorangeht, wird sie zusammengeschissen vor dem Herren... Klar, denn sie tut ja was und bekommt vom Leben auch was dafür zurück. Das Biest. Und die anderen? Die müssen sich in immer wiederkehrender Redundanz darüber auslassen, dass in Deutschland ja niemand entscheiden kann, ob er/sie, ach was, seine wir ehrlich: sie, zuhause bleibt, denn der böse Staat finanziert das ja nicht bis zum 18. Geburtstag...

Es muss echt schlimm sein, eine frustrierte Mutti ohne Perspektive zu sein. Den ganzen Tag im Internet Leute dumm von der Seite anzumachen, weil Sie einen anderen Lebensentwurf haben. Selber aber käut man Lebensentwürfe der Post-Kriegs-Ära wieder und tritt auf der Stelle. Warum müssen Kids bis 3 zuhause bleiben? Da fällt es Ihnen eindeutig schwerer, sich in die KiGa-Gemeinschaft einzuleben, als etwa mit 2. Das wissen Forscher und bestätigen die meisten Erzieherinnen. Warum die 3 Jahre? Wisst Ihr warum? Wurde willkürlich mal festgelegt als Bezugsrahmen für das Erziehungsgeld, was übrigens nur armen Familien zustand...
Warum arbeiten gehen, wenn die Kids zur Schule kommen? Gerade da brauchen sie die Hilfe der Eltern. Ein Kiga-Kind brauch sie nicht. Da kann Mutti aber schön Käffchen trinken und schnacken, während das Kind vormittags Binimm lernt...

Ich für meinen Teil finde sehr schade, dass der nachdenkende, kluge, reflektierte und sich weiterentwickelnde Teil dieses Forums von dummdreisten Schreihälsen mit einer gefühlsduseligen Attitüde (das AAAArme Kind) übertönt wird. Frauen durch diesen Schmarrn in Ihrer Entscheidungsfindung verwirrt werden...

Bäh. Zum Fremdschämen.

Bitte, danke.




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24. Februar 2016 um 12:03


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24. Februar 2016 um 12:08

Nö, der schuh passt nicht. ich bin völlig offen.
ich verurteile nur nicht, wenn jemand es anders macht. und mache auch niemandem ein schlechtes gewissen.

wir haben hier schon unterschiedliche modelle durch. warum? wir haben sie an unsere und der kinder bedürfnisse angepasst.

derzeit leben wir übrigens mit einem partner daheim, einem im job, nur um der These entgegenzuwirken...

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24. Februar 2016 um 12:11

..
top

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24. Februar 2016 um 12:11

..
top

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24. Februar 2016 um 12:12

Weil es in teilen dieselben sind
und weil rumpalavern nicht zu differenziert sein sollte

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24. Februar 2016 um 12:13

Also eine
die im regretting motherhood-Thread regretted hat, war definitiv eine der Userinnen, die am schlimmsten auf klischeefrau eingeschlagen hat. Mirjana heißt die Dame.

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24. Februar 2016 um 13:22


Dazu fällt mir nur ein: Als Mutter kannst du es niemandem Recht machen. Themen sind beliebig: stillen/nicht stillen, Elternbett/Kinderzimmer, Beikost, Kaiserschnitt/Vaginalgeburt und eben auch Kind selbst betreuen/Kindergarten.

Wie man es macht, so macht man es falsch...

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24. Februar 2016 um 14:39

.
Dem ist nichts hinzuzufügen!

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24. Februar 2016 um 18:40

Ehrlich gesagt
versteh ich die faszination, die scheinbar davon ausgeht, wie andere mütter ihr leben gestalten, überhaupt nicht. mir völlig egal, ob andere nach nem halben jahr fremd betreuen lassen oder 3 jahre zu hause. bleiben. ob sie stillen oder flasche geben, tragen oder schieben.... vielleicht kreise ich da auch einfach zu sehr um mich selber, aber mich tangiert da echt nur, wie es für mich und meine familie funktioniert. :/

liebe grüße!

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24. Februar 2016 um 20:01

Kann ich nicht öffnen, aber ist es der 'mutterkuchen'
Aus der zeit?

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24. Februar 2016 um 20:18

Jaaaa!
Das hatte ich gesehen und musste ficht lachen

Wobei in meinerseits ja schon die meisten irgendwiecarbeiten und selbst wenn sie aus dem stressigen Job aussteigen, etwas machen. Etwas mit Sinn und erfüllungsmöglichkeit... Im Ehrenamt, schreiben oder was auch immer...

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25. Februar 2016 um 9:09

...
Der Thread machts doch jetzt auch nicht besser?!

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26. Februar 2016 um 7:10

Du willst aus mir aber auch unbedingt eine fiese Verurteilerin machen...
Was ich meine ist, dass man den Alltag als Hausfrau/ Hausmann schon sehr strukturieren muss und sich etwas neben den Kindern suchen. Auch im 'klassischen Modell' heißt es schließlich Kinder, Küche, Kirche. Nicht Kinder, Küche. Es muss nicht zwingend ein Ehrenamt sein, das war nur ein Beispiel. Ein großes Haus mit großem garten bietet auch genug gestaltungsfreiraum. Es ist im Grunde egal, der eine pflanzt Gemüse an, der andere lehrt kiddies kicken, der dritte hilft meinetwegen in der Gemeinde.
Was aber auf Dauer ganz sicher unglücklich mach, ist in einer kleinen Wohnung Hock en und nur die allernötigsten täglichen Bedürfnisse zu befriedigen wie kochen, putzen und womöglich etwas spielen.

Du kannst es hier im Forum ach prima beobachten, die unzufriedenen Hausfrauen sind meist die, den die Decke auf den Kopf fällt. Hier auf dem Dorf gibt es etliche Hausfrauen, aber die meisten wirken deutlich zufrieden und wie gesagt, so gut wie alle tun etwas. Gut, hier leben sie meisten auch nicht auf einem habdtuchgarten mit miniwohnung und haben ohnehin viel zu tun.

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26. Februar 2016 um 8:16

So sehe ich das auch...
Sieht man etwa daran, dass Tipps häufig von vornherein abgelehnt werden. Die meisten suchen eine Bestätigung für ihre Lebensweise.

Was mich of stört, sind gerade die Frauen, die einerseits übers eigene Leben meckern und andererseits anderen dasselbe zu tun empfehlen. Aber das ist wohl auch nur menschlich... So ein bisschen die Augen zu und durch Taktik...

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26. Februar 2016 um 9:00

Naja Kiki
Du kannst das aber auch ganz gut. Wie oft hab ich von dir schon gelesen "wenn ich mich für Kinder entscheide, dann bitte richtig." Ist natürlich ganz wertfrei. Wie war das mit Wasser & Wein

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26. Februar 2016 um 9:14

Ich sehe das Ganze ganz einfach...
Jede Familie und Mutter gestaltet alles so, wie es für ihre Familie, ihr Kind, ihr Leben richtig ist. Punkt.

Manche müssen früh wieder arbeiten gehen, ob sie wollen oder nicht, weil das Geld ansonsten nicht reicht.

Manche wollen Zuhause bleiben, können es sich problemlos leisten oder verzichten auf gewisse Dinge, um sich das zu ermöglichen.

Wieder andere könnten es sich leisten Zuhause zu bleiben, wären dann aber unzufrieden, weil das allein sie nicht ausfüllt und gehen deshalb arbeiten, einfach weil sie es wollen und damit glücklich sind.

Alles vollkommen ok und legitim

Wobei ich es schade für die Mamas finde, die gerne Zuhause geblieben wären und das einfach finanziell nicht möglich ist. Das tut mir einfach leid....

Aber eines ist in allen Varianten klar: Man macht das Beste für seine eigene Situation

Da niemand in der Haut des anderen steckt, kann man auch nicht urteilen. Nur weil für mich etwas gut oder richtig ist, muss es das für jemand anderen noch lange nicht sein, bzw kann mein Modell sogar komplett falsch für andere sein...

Jeder hat ein anderes Leben, einen anderen Charakter, andere Umstände, Gegebenheiten, Möglichkeiten, Bedürfnisse und Bedingungen, die erfüllt werden müssen.

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26. Februar 2016 um 9:52

Letzten Endes sind wir alle verdammt anmaßend...
Jede einzelne Mutter... Denn jede einzelne von uns glaubt, genau zu wissen, was das Beste für ihr Kind ist. Manchmal haut es sogar hin, und manchmal eben nicht. Wir leben das für uns richtige Modell, und glauben zu sehen, ob es den Kindern damit gut geht oder nicht. Und manchmal sehen wir die Zeichen nicht, wenn es den Kindern nicht gut geht, weil sie vllt auch irgendwann gelernt haben, dass diese Zeichen nicht gesehen werden sollen.

Letztlich entscheiden die Kinder, ob es das Beste war, was wir für sie getan haben, wenn sie irgendwann groß sind. Vorher kann eh keiner sagen, ob das, was man gemacht hat, richtig war oder nicht, nur, dass es sich für einen selbst richtig angefühlt hat.
Das eine Kind wirft Mama vllt. irgendwann vor, dass sie gegluckt hat, obwohl sie für sich fest davon überzeugt war, dass es das Richtige für alle ist; das andere, dass sie sich nicht genug gekümmert hat, obwohl Mama davon überzeugt war, dass es der richtige Weg für die gesamte Familie ist. Jedermanns Bedürfnisse ändern sich mit jedem Tag, an dem man sich weiter entwickelt.

So viele Eltern haben schon gesagt: "Ich wollte doch nur Dein Bestes." Ob es das war, das entscheiden aber eben nicht die Eltern.

Es gehört nicht nur dazu, dass ein Kind geliebt wird, es gehört auch dazu, dass es sich geliebt fühlt. Da ist das Modell dahinter relativ egal. Denn ein Kind kann sich von einer sich aufopfernden Mama genauso wenig geliebt fühlen wie sich ein Kind von einer sich selbst verwirklichenden Mama geliebt fühlen kann. Das ist meiner Meinung nach letztlich eh das einzige, das darüber entscheidet, ob die Kinder emotional gesund groß werden und aus ihnen stabile Persönlichkeiten werden, was unser aller Ziel sein sollte... Gesunde, stabile Persönlichkeiten, die wissen, was sich für sie gut und richtig anfühlt. Denn dann passieren auch solche Diskussionen auf persönlicher Ebene gar nicht mehr.

Letztlich fühlt sich angegriffen, wer mit seinem Lebensmodell eben aus irgendwelchen Gründen doch nicht vollständig in Einklang ist, sei es aus der aktuellen Situation heraus oder aus seiner Vergangenheit. Wir alle leben viel zu oft noch in der Vergangenheit, in dem, was uns passiert ist und werden davon bestimmt. Und sagen: "MIR hat das geschadet, also schadet es grundsätzlich." Da nehme ich mich nicht aus, mir passiert es auch oft genug, dass ich glaube, Kinder von viel arbeitenden Eltern bemitleiden zu müssen. Weil es eben meine Erfahrung war, dass ich auf all das finanzielle hätte getrost verzichten können, wenn meine Eltern nur Zeit gehabt hätten für mich, in der sie sich wirklich gerne und von Herzen um mich kümmern, und nicht "weil es eben so sein muss, weil's Kind halt da ist". Mir hat da tatsächlich das Gefühl von "ich mache das gerne" gefehlt, weil sie nach der Arbeit viel zu müde waren, um noch irgendetwas gerne zu machen. Sie haben eben funktioniert.
Genauso geht es mir auch bei Familien, in denen ich das Modell als "überstreng" empfinde, denn Strenge hat meine Jugend und Kinderheit gefüllt. Strenge und Zwang. Daher weiß ich, dass das mit ein Grund ist, wieso ich darauf "allergisch" reagiere. Was aber nicht im Geringsten heißt, dass meine Reaktion darauf auch tatsächlich richtig ist. Strenge kann eben auch "Klarheit" bedeuten.

Wir alle haben ein Urteilsvermögen, das es uns ermöglichen soll, herauszufinden, was für uns persönlich das Richtige ist. Und schwups wird daraus ein Urteil, das entscheidet, dass das für alle richtig zu sein hat, weil wir zu wenig vor unserer eigenen Türe bzw. in unserem eigenen Inneren den Dreck von gestern wegkehren.

Letztlich bedeutet ein Kind/ein Partner/Freunde/Familie immer Arbeit, denn es sind alles zwischenmenschliche Beziehungen, in denen es Achtsamkeit und Aufmerksamkeit braucht, um anzupassen an die Bedürfnisse aller. Es gibt Tage, da brauche ich Nähe und Aufmerksamkeit, und es gibt Tage, da kann ich das nicht ertragen. Ich wünsche mir ja auch, dass das andere sehen und akzeptieren, bzw. es einfach akzeptieren, wenn ich es sage. Und von daher versuche ich tatsächlich den Leitsatz "Was Du nicht willst, das man Dir tu, das füg auch keinem andern zu" umzusetzen.

Und zusätzlich einen wunderschönen Spruch:

"Ich möchte dich lieben, ohne dich einzuengen,
dich wertschätzen, ohne dich zu bewerten,
dich ernst nehmen, ohne dich auf etwas festzulegen,
zu dir kommen, ohne mich dir aufzudrängen,
dich einladen, ohne Forderungen an dich zu stellen,
dir etwas schenken, ohne Erwartungen daran zu knüpfen,
mich von dir verabschieden, ohne Wesentliches versäumt zu haben,
dir meine Gefühle mitteilen, ohne dich dafür verantwortlich zu machen,
dich informieren, ohne dich zu belehren,
dir helfen, ohne dich zu beleidigen,
mich um dich kümmern, ohne dich verändern zu wollen,
mich an dir freuen so wie du bist!"

Da ich aber eben nicht perfekt bin passiert mir all das leider noch viel zu oft.

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26. Februar 2016 um 9:58

Lapagana hat es
Super zusammengefasst, genau so sehe ich es auch. Das einzige was ich mich frage ist: wie sieht es eigentlich bei denen, die anderen Modellen gegenüber so untolerant sind, privat aus? Ich meine einfach, ich habe Freundinnen, die sind Kellnerin, Architektin, Verkäuferin, Ärztin. Von allem was dabei, manche arbeiten, andere sind zuhause. Manche geben das Kind mit nem Jahr zur TM oder in die Krippe, andere erst mit 3 in den KiGa. Und wir treffen uns trotzdem alle zusammen und lassen jeden machen was er meint, da mischt sich nie jemand bei dem anderen ein. Oder wertet irgendwas, oder lästert. Jede Familie hat ihren Weg, und das bleibt von den anderen völlig unkommentiert. Die die hier so fies gegen das eine oder andere stänkern, umgibt man sich dann privat auch nur mit "seinesgleichen"?

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26. Februar 2016 um 10:00

Im moment werde ich von ein paar frauen gehasst,
weil ich noch ein kind bekomme...

einfach so. trotz karriere. und dann noch glücklich bin mit unserem modell...

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26. Februar 2016 um 10:18

Ja, und das obwohl ich unter 30 einen knaben und ein mädchen hatte

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26. Februar 2016 um 10:52


sehr gut und treffend formuliert, überspitzt aber genial!! Danke!

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26. Februar 2016 um 16:41
In Antwort auf xoxoklioxoxo

Im moment werde ich von ein paar frauen gehasst,
weil ich noch ein kind bekomme...

einfach so. trotz karriere. und dann noch glücklich bin mit unserem modell...

Gestern
hat win Kollege an der Schule erfahren, dass ich schwanger bin und hat dann gesagt "was ?? noch eins???"
Dabei ist es erst mein zweites Kind

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