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Sauber werden bei fast Dreijährigem

15. März 2011 um 11:15

Hallo liebe Mamis,

ich bin ein bisschen verzweifelt. Mein Sohn wird in einem Monat drei und macht überhaupt keine Anstalten um sauber zu werden. Er setzt sich zwar auf das Töpfchen und auf dem Klo, aber er macht nicht rein. Er sagt ab und zu wenn er in die Windel gemacht hat, es scheint ihm aber auch nicht zu stören, wenn er eine halbe Stunde lang eine dreckige Windel an hat. Wir haben ihn schon unten ohne rum laufen lassen, das hat uns aber bisher auch nicht weiter gebracht.

Nach den Osterferien wird er in den Kindergarten gehen, und dann müsste er eigentlich sauber sein.

Jemand hier mit ähnlichen Erfahrungen? oder weiteren Tricks?

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15. März 2011 um 11:52

Hm,
es kann ganz schnell gehen. Meine Tochter machte KEINE Anstalten, auch nur auf Hafen/Toilette zu sitzen. Im Gegenteil. Wenn ich sie darauf ansprach, war ein Schreikrampf Programm.

2 Wochen vor ihrem 3. Geburtstag sagte sie, sie gehe nun aufs Klo. Seitdem ist sie tagsüber absolut trocken.



In diesem Alter haben sie "wenigstens" schon die Reife dazu und können ohne grosse Pannen trocken bleiben. "immerhin"
Aber ich weiss, ich war auch ein bisschen nervös. Versuch den KiGa-Gedanken bei Seite zu schieben, sodass Du nicht "noch mehr" gestresst bist (das merkt er ja). Wenn er halt dann noch nicht trocken ist, nanu, so ist es dann halt. Kinder sind nunmal keine Roboter und das ist auch gut so. Sollen die da halt den Kleinen säubern - unter Druck setzen deswegen musste aber nicht. Finde ich.

Gutes Gelingen!
toitoitoi

Jaami

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15. März 2011 um 11:54

Liebe Made025,
also bei uns in der Region müssen die Kinder im Kindergarten NICHT sauber sein, um aufgenommen zu werden - liegt jedoch vielleicht auch daran, dass die Kindergärten oder Kitas nicht erst Kinder ab 3 Jahren aufnehmen, sondern bereits viel jüngere Kinder, und die sind in der Regel noch nicht trocken.
Wenn deine Verzweiflung also auf dem Druck besteht, dass dein Kleiner binnen eines Monats sauber sein muss > frag noch mal beim Kindergarten nach, evt. machst du dir umsonst 'nen Kopf

Grundsätzlich denke ich, hat die Regel "Ruhe bewahren" oberste Priorität. Oftmals wird man als Mama ja von außen ganz verrückt gemacht, weil das Kind von der-Schwester-der-Bekannten-der-Schwägerin- von-der-Nachbarin bereits mit 18 Monaten sauber war oder so. Das ist wohl aber eher die Ausnahme, oder eine Art von Konditionierung, man kann sein Kind natürlich im 20-Minuten-Takt auf den Topf oder das Klo setzen, und es dann als "sauber" bezeichnen. Ich definiere "sauber sein" jedoch so, dass das Kind selbst merkt, dass es zur Toilette muss und es dann rechtzeitig sagt, bzw. geht ....
Wenn du verkrampft an die Sache rangehst, wird das vermutlich nicht grade von Erfolg gekrönt sein, eher im Gegenteil.
Mein Sohn ist wie deiner im Frühjahr geboren und hatte auch bis kurz vor seinem dritten Geburtstag absolut keine Ambitionen, sich von seiner Windel zu trennen. Bis dann eine Kindergartenfreundin (knapp 2 Wochen älter als er) ohne Windel war. Dann war zumindest ein Anreiz da. Ich habe ihn zuhause dann ohne Windel gelassen. Das hat mal besser und mal schlechter funktioniert, zu Beginn meist schlechter Die Kleinen müssen ja auch erstmal begreifen, dass zwischen dem Feststellen "Ich muss mal" und "Ich mach mal" ohne Windel eben der Weg zur Toilette liegt. Meiner sagte beispielsweise "Ich muss Pipi" als es bereits lief Die ersten Tage war ich sehr häufig am Waschen, nach etwa 1-2 Wochen wurde es schon um einiges besser. Und so nach und nach hat er es dann gepackt. Zwischendurch gab es zwar immer mal wieder vereinzelt "Unfälle", aber das ist denke ich normal. Für längere Zeit ohne Windel aus dem Haus und ohne Toilette in der Nähe, sind wir allerdings erst dann, als es schon ganz gut ohne Windel klappte.
Ach ja, und was das "große Geschäft" angeht: das hat bedeutend länger gedauert. Er hat das eigentlich nie in die Hose gemacht, allerdings wollte er hierfür nicht aufs Klo oder den Topf, sondern eine Windel haben... quasi als Toilettenersatz, danach musste sie wieder weg. Geht wohl aber einigen Kindern so ??!!

WIe auch immer, zeitlich staffelte es sich bei uns ungefähr so:
Etappe 1 (zuhause "trocken" ohne häufige Unfälle ) - 2-3 Wochen
Etappe 2 (ohne Windel aus dem Haus, keine Toilette auf die Schnelle erreichbar) - 4-6 Wochen
Etappe 3 ("großes Geschäft" ohne Windel) - 3 Monate
Etappe 4 (auch nachts trocken) - 4-6 Monate
.... soweit ich mich erinnern kann

Ach ja: Ersatzklamotten waren ne Zeit lang Standard, sobald wir das Haus verlassen haben

Anreize kannst du ja geben: ein neues Spielzeugauto, eine Playmobilfigur, ein Besuch im Zoo, o.ä.
Das "Klick" im Kopf muss aber bei deinem Sohn stattfinden, sonst könntest du gegen Windmühlen kämpfen müssen ...

Alles Gute & schöne Grüße
Friederike

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15. März 2011 um 13:16


Danke schon mal für eure Antworten.

Er wird in einen katholischen Kiga gehen, der Kinder ab 3 annimmt (wir wohnen in Belgien). Wenn er noch nicht sauber ist, dann darf er nur bis mittags bleiben. Ich hatte aber so oder so vor ihn anfangs nur bis mittags zu lassen. Der Direktor war aber guter Dinge und meinte, dass es sich meistens in den ersten Wochen legt, wenn er sieht, dass die anderen Kinder zur Toilette gehen. Ich bin echt mal gespannt. Trotzdem macht man sich immer Sorgen.

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15. März 2011 um 13:38

@ Caro
Danke für deinen Beitrag

Jedes Kind ist anders. Das Eine früher, das Andere später sauber. Ich kann meinen Sohn nicht zwingen auf's Klo zu gehen. Ich möchte ja nicht, dass er später an psychischen Druckfolgen leidet.

Ich finde es unverschämt, was manche Mütter doch immer wieder zum Besten geben müssen.

Ich stänker ja auch nicht rum, dass mein Sohn in der Sprachentwicklung bereits viel weiter ist und er Puzzle ab 3 mit Augen zu macht.



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15. März 2011 um 14:10


@ Caro: Tomaten auf den Augen? Lesen ist doch nicht so schwer.

Es ist ein Kiga und keine Kita. In Belgien hat jedes Kind Anrecht auf einen Kindergartenplatz ab 3, und das sogar umsonst. Hier läßt niemand sein Kind zu Hause. Jeder nimmt das Angebot war, um sein Kind auf das Beste für die Primarschule vorzubereiten.

In Erziehungsfragen lasse ich mich nicht reinreden. Da mache ich schon alles richtig. Töpfchentraining kannst du nicht mit Erziehung in dem Sinne vergleichen. Erziehung ist für mich, dass ein Kind z.B. Danke sagt.

So jetzt ist es aber auch gut

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15. März 2011 um 14:17

Meiner
war mit 3 auch noch nicht sauber, fing einen Tag nach seinem Geburtstag an dass er in der Wanne saß und sagte er muss auf Toi. Von da an wurde es jeden Tag besser, einen Monat später lief das alles ohne Probleme.
Jungs werden meist zwischen 3 und 4 sauber.

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15. März 2011 um 15:16

????
Upps - sauber werden ist also eine Erziehungs(!)frage ??? Laufen und Sprechen lernen dann wohl auch ?? Das Kind bestimmt also nicht selbst, wann es bereit für etwas ist, sondern Mutter und/oder Vater ? Das ist schon mal ne Ansage, alter Schwede !
Und dein Kind / deine Kinder ist / sind also in einer KITA, die nur saubere Kinder nimmt ? Die jüngeren sind auch schon sauber ? Einjährige ? Zweijährige ?

Ich denke da grundlegend anders, mein Sohn bestimmt seine Entwicklung selbst - ich unterstütze und fördere ihn dabei, werde mich jedoch hüten, Dinge von ihm zu verlangen, die er noch nicht kann / will / möchte. Und da gehört das Saubersein genauso dazu wie das Laufen können. Aber da denkt jeder anders. Vielleicht sehe ich das auch entspannter, weil unsere Kita mehrere Erzieherinnen hat, sodass die Kinder eben NICHT sich selbst überlassen sind, wenn eine Erzieherin ein Kind wickelt.
Hätten wir -wie ihr deiner Aussage nach- nur eine Erzieherin, fände ich es auch nicht prickelnd, wenn die Kinder immer wieder alleine gelassen werden.
Allerdings gehört Wickeln definitiv in die Stellenbeschreibung von Erzieherinnen, bei uns jedenfalls

Dennoch: mit Erziehung hat das Sauberwerden mal absolut gar nichts zu tun, so sehe ich das. Erziehung bedeutet für mich u.a. "Bitte", "Danke", soziales Verhalten, und dazu gehört auch Toleranz, Respekt und keine Verurteilung anderer, die eine Meinung haben, die von der eigenen abweicht.
Sauber werden sie früher oder später alle, ganz automatisch - richtig mit Mitmenschen umzugehen, ohne dabei zu verletzten oder zu verurteilen, DAS sind Dinge, die nicht automatisch vorhanden sind, sondern die anerzogen werden und die offensichtlich und bedauerlicherweise bei manchen weniger wesentlich sind als schnellstmöglichst ein sauberes / laufendes / sprechendes Kind zu haben ....

Liebe Grüße,
Friederike






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15. März 2011 um 15:46


Ich sag's ja: Augen auf und alles lesen

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