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Schlafprobleme Abstillen

7. August 2012 um 11:19

Nie wollte ich so einen Thread eröffnen. Aber jetzt liegen meine Nerven (und die meines Mannes) so blank, dass ich einfach nur noch hoffe, vielleicht einen neuen Denkanstoß zu bekommen.

Die Vorgeschichte: Mein Sohn ist jetzt 14 Monate alt. Er war von Anfang an ein Stillkind durch und durch. Schnuller wollte er nie. Beruhigen - vor allem zum Einschlafen - lies er sich nur an der Brust. Das war für uns auch immer ok so. Seit Anfang an schläft er bei uns im Bett. Eigentlich wollte ich ihm das Abstillen überlassen. Aber mit 11 Monaten habe ich dann doch den ersten Schritt gemacht. Ich habe tagsüber die Brust gestrichen. Das hat super geklappt. Auch zum Mittagsschlaf. Zu diesem Schritt hatte ich mich entschlossen, weil wir unser zweites Kind in Angriff nehmen wollten, ich aber noch keinen Zyklus hatte. Es hat auch sehr gut geklappt, sonst hätte ich es auch nicht durchgezogen. Abends und nachts habe ich ihn weiterhin nach Bedarf gestillt, manchmal bis zu 8 Mal pro Nacht. Trotzdem hat der Eingriff ins Stillen seine Wirkung nicht verfehlt: Einen Monat später hatte ich meinen ersten Eisprung und bin direkt wieder schwanger geworden.

Und das ist unsere Situation jetzt: Ich bin in der 12. Woche schwanger und die Milchbar hat hormonbedingt den Betrieb eingestellt. Ich hatte so viele schöne Berichte über Tandemstillen gelesen, war mir sicher, es würde funktionieren. Und nun das. In den ersten Wochen der SS konnte ich zusehen, wie die Milch weniger wurde. Es ist quasi nichts mehr da. Mein Sohn macht das, was die Natur als Lösung dafür eingeplant hat: Er signalisiert mehr Bedarf. Nur leider ohne gewünschten Erfolg! Meine Brustwarzen sind - wie in der ersten SS - sehr empfindlich geworden. Jede Berührung schmerzt schon. Das Stillen ist eine reine Qual. Jeder einzelne Zug treibt mir die Tränen in die Augen. Ich hasse das Stillen inzwischen! Ich habe es immer geliebt, fand es so schön. Aber jetzt tut es einfach nur noch weh! Dabei sind meine Warzen völlig in Ordnung, nicht wund.

Seit etwa zwei Wochen schaffen wir es, dass er ohne Brust abends einschläft. Es ist zwar deutlich weniger angenehm als zum Mittagsschlaf, aber im Vergleich zu den Schmerzen für mich immer noch die bessere Wahl. Vor dem Schlafen bieten wir ihm eine Milchflasche an. Nach anfänglichem Weigern trinkt er inzwischen auch ein bisschen Milch, so 30-60ml. Also nicht wirklich viel. Dazu trinkt er aber auch noch Wasser. Flüssigkeit sollte er eigentlich genug haben. Wie gesagt, er schläft dann auch ohne Brust ein. Aber nach 1-2 Stunden ist er wieder wach und dann hilft gar nichts mehr. Er schreit sich völlig hoch und lässt sich nur mit der Brust beruhigen. Rumtragen hilft nichts, Wasser oder Milch wird sofort weggeschoben und führt zu noch lauterem Schreien. Schaukeln, singen, der Versuch ihn irgendwie abzulenken - alles aussichtslos. Das erste Mal Wachwerden geht noch. Denn dann ist ja noch ein bisschen Milch in der Brust. Aber das zweite, dritte, viert, ... Mal in der Nacht - er nuckelt und nuckelt, bekommt aber nicht wirklich das, was er will. Zwar beruhigt ihn die Brust, aber irgendwann gibt er dann genervt auf, nimmt sich seinen Wasserbecher und trinkt noch ein wenig. Dann schläft er neben mir unter Gemecker ein. Aber ich habe keine Chance, wenn ich versuche, den Part mit der Brust abzukürzen oder gar wegzulassen.

Erst hatte ich noch die Hoffnung, dass sich das mit der Milch wieder einpendelt. Dass er nur die erste Reaktion auf die Hormonumstellung ist. Dann kam die Hoffnunf, dass mein Sohn wenigestens irgendwann merken würde, dass es keinen Sinn hat uns ich selbst abstillen würde. Aber inzwischen habe ich alle Hoffnung verloren! Ich weiß einfach nicht mehr weiter. Habe Angst vor jedem einzelnen Abend.

Ich weiß einfach keine Lösung mehr. So langsam denke ich über die radikale Variante nach: Ihn so lange schreien zu lassen, bis er eben doch einschläft. (Natürlich nicht alleine!) Ich weiß nicht, wie viele Nächte wir das durchziehen müssten, damit es dann ohne Brust wirklich funktionieren würde. Aber mir kommt das so falsch vor, so gemein. Es tut mir ohnehin schon endlos weh, meinen Sohn so zu sehen: Zu wissen, was er braucht und es ihm nicht geben zu können. Ich will es nicht so brutal machen. Aber langsam kann ich einfach so nicht mehr weiter machen.

Ich habe auch schon darüber nachgedacht, nach über 14 Monaten jetzt noch mit Stillhütchen anzufangen. Aber ich glaube nicht, dass das eine Lösung wäre. Denn erstens bezweifel ich, dass mein Sohn sie akzeptieren würde. Und zweitens sind meine Brustwarzen ja nicht wund. Vielleicht wäre es etwas angenehmer für mich, aber für meinen Sohn würde es auch nichts bringen: Mehr Milch machen die ja auch nicht.

Wir haben auch schon darüber nachgedacht ob ihm der Schritt "Abstillen" einfach fallen würde, wenn wir ihn gleichzeitig an sein Bett gewöhnen. Mittelfristig müssen wir das wohl eh, weil ich mit wachsendem Bauch den Platz in meinem Bett brauchen werde. Aber ich wüsste zur Zeit nicht wie. Er will in seinem Bett nicht liegen bleiben.

Wenn ich nicht da bin und mein Mann es alleine probiert ist es auch nicht besser. Er kommt einfach nicht runter ohne Brust!

Ok, das war jetzt ein langer Roman. Ich weiß, das senkt die Wahrscheinlichkeit für Antworten. Aber ich wüsste nicht, was ich hätte kürzer fassen sollen. Schließlich muss man ja auch die Gesamtsituation betrachten.

Ich hoffe sehr, dass doch eine von euch eine Idee für uns hat. Wie es ohne die ganz brutale Methode geht. Die gefällt mir nämlich ganz und gar nicht!

Verzweifelte Grüße
Neutrino

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7. August 2012 um 12:07

Schieeebbb

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7. August 2012 um 12:12
In Antwort auf demya_12131714

Schieeebbb


Danke fürs Schieben

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7. August 2012 um 12:22
In Antwort auf fadila_12511496


Danke fürs Schieben

Bitte

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7. August 2012 um 13:00


Ich weiß... es ist nicht so das Quotenthema und der Text ist zu lang

Aber ich würde mich echt freuen, wenn irgendwer nen klitzekleinen Tipp hätte!

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7. August 2012 um 13:45

Danke Dir!
Vielleicht kann Dein Bericht mir etwas Mut machen, es doch so durchzustehen. Ich stehe nicht voll dahinter, das wird sich auch nicht ändern. Aber wenn die Verzweifelung groß genug ist, dann erscheinen auch persönlich unpassende Lösungen plötzlich in einem anderen Licht.

Wir haben schon einen (zugegebenermaßen halbherzigen) Versuch unternommen, es radikal zu machen. Das ist jetzt zwei Wochen her. Das Ergebnis war dann immerhin, dass er das erste Einschlafen ohne Brust geschafft hat. Nur das zweite Einschlafen hat einfach nicht geklappt. Nach über einer Stunde Dauergeschrei in höchster Lautstärke und schrecklicher Tonlage haben wir entnervt aufgegeben. Wir konnten es beide einfach nicht mehr ertragen.

Das Buch werde ich mir mal angucken, danke für den Tipp!

Und herzlichen Dank dafür, dass Du überhaupt durchgehalten hast, alles zu lesen

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7. August 2012 um 13:51

Alles gelesen
vielleicht solltest du es wirklich radikal versuchen....also natürlich mit begleitung,aber eben ohne anlegen.klaeb doch ein pflaster auf die brust und sag deinem sohn das deine brust aua hat und daher keine milch mehr kommt!gleichzeitig überleg die eine alternative(neue spieluhr,stofftier,shcnuffeltu ch)und dann wird halt wirklich nur noch gekuschelt!es dauert sicherlich und ist nicht das BESTE,aber gemein ist es ja auch das er immer milch will und nix kommt,quasi du hast die schoklolade vor augen und die ist aber hinter glas,verstehst du was ich meine????dann lieber ganz weg als son stress für euch beide!
ob er nun schreit weil nix kommt oder weil er nicht darf.....ich denke er wird sich dran gewöhnen!!!

eine andere lösung weiß ich leider nicht

carina

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7. August 2012 um 15:28

Boah ist der text lang
Ich schieb dir gleich mal meinen thread von kuerzlich hoch... Da hab ich meine erfahrung beschrieben.


Mir hat auch nur die schmerzbafte nuckelei den antrieb geben wirklich abzustillen. Eigentlich haette ich auch gerne tandem gestillt.

Ich hab uebrigrns die ersten tage immer mit bh und hochgeschlossenem t-shirt geschlafen. Sonst waere er nachts vll. einfch alleine angedockt

Falls du fragen hast melde dich einfach

Lg catsy

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7. August 2012 um 15:46

Hallo,
also ich hab meinen Sohn mit 14 Monaten abgestillt (er hatte mich an den zwei Nächten davor gebissen). Ich hab ihm immer den ganzen Tag erzählt, dass ich keine Milch mehr habe und ihn abends auch nochmal daran erinnert.
Wenn er wach geworden ist, hab ich ihm Wasser aus dem Trinklernbecher angeboten und ihm auch nochmal gesagt, dass die Milch in der Brust alle ist. Ich glaube eine Woche hat es gedauert bis es ohne Probleme ging. Die ersten 2-3 Nächte waren anstrengend, aber dann ist es immer besser geworden. Und nen Monat später hat er dann durchgeschlafen.

Ich persönlich würde ihn abends ins eigene Bett legen und dann nachts wenn er aufwacht mit ins große Bett nehmen. Damit er sich dann nicht ausgestossen fühlt, wenn das Baby in eurem Bett schläft und er in seinem bleiben muss.
Na vielleicht hab ich da auch einfach leicht reden, da ich das von Anfang an so gemacht habe .

LG
Ninanenmilch (Kindergartenzwerg 34 Monate und Kullerkeks 28 Wochen)

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7. August 2012 um 17:04
In Antwort auf sacha_11963228

Alles gelesen
vielleicht solltest du es wirklich radikal versuchen....also natürlich mit begleitung,aber eben ohne anlegen.klaeb doch ein pflaster auf die brust und sag deinem sohn das deine brust aua hat und daher keine milch mehr kommt!gleichzeitig überleg die eine alternative(neue spieluhr,stofftier,shcnuffeltu ch)und dann wird halt wirklich nur noch gekuschelt!es dauert sicherlich und ist nicht das BESTE,aber gemein ist es ja auch das er immer milch will und nix kommt,quasi du hast die schoklolade vor augen und die ist aber hinter glas,verstehst du was ich meine????dann lieber ganz weg als son stress für euch beide!
ob er nun schreit weil nix kommt oder weil er nicht darf.....ich denke er wird sich dran gewöhnen!!!

eine andere lösung weiß ich leider nicht

carina

Das
mit dem Pflaster wird wohl eher nichts bringen. Er kennt Pflaster gar nicht (einzige blutende Verletzung war bisher eine aufgeschlagene Lippe). Und das mit dem "aua" versuche ich seit gefühlten Monaten ihm schon beim Beißen und Haareziehen nahezubringen - bisher ohne sichtliche Reaktion auf die Aussage, dass mir etwas wehtut.

Aber das Bild mit der Schokolade ist gut! Mir kommt das radikale Abstillen so brutal vor, aber wenn man es betrachtet, ist die Situation jetzt ja eh schon gemein.

Neue Stofftiere etc sind max fünf Minuten interessant. Ich glaube damit kann ich ihn nicht hinterm Ofen hervorlocken. Aber wir werden es versuchen. Mehr als nichts bringen kann es ja nicht!

Vielen Dank für die Antwort!

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7. August 2012 um 17:06
In Antwort auf tzufit_12675656

Boah ist der text lang
Ich schieb dir gleich mal meinen thread von kuerzlich hoch... Da hab ich meine erfahrung beschrieben.


Mir hat auch nur die schmerzbafte nuckelei den antrieb geben wirklich abzustillen. Eigentlich haette ich auch gerne tandem gestillt.

Ich hab uebrigrns die ersten tage immer mit bh und hochgeschlossenem t-shirt geschlafen. Sonst waere er nachts vll. einfch alleine angedockt

Falls du fragen hast melde dich einfach

Lg catsy

Deinen
Bericht hatte ich damals schon gelesen und jetzt wieder. Danke Dir fürs erinnern! Er macht wirklich Mut!

Ich hoffe, wir kriegen das auch so gut hin....

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7. August 2012 um 17:12
In Antwort auf ilse_12483975

Hallo,
also ich hab meinen Sohn mit 14 Monaten abgestillt (er hatte mich an den zwei Nächten davor gebissen). Ich hab ihm immer den ganzen Tag erzählt, dass ich keine Milch mehr habe und ihn abends auch nochmal daran erinnert.
Wenn er wach geworden ist, hab ich ihm Wasser aus dem Trinklernbecher angeboten und ihm auch nochmal gesagt, dass die Milch in der Brust alle ist. Ich glaube eine Woche hat es gedauert bis es ohne Probleme ging. Die ersten 2-3 Nächte waren anstrengend, aber dann ist es immer besser geworden. Und nen Monat später hat er dann durchgeschlafen.

Ich persönlich würde ihn abends ins eigene Bett legen und dann nachts wenn er aufwacht mit ins große Bett nehmen. Damit er sich dann nicht ausgestossen fühlt, wenn das Baby in eurem Bett schläft und er in seinem bleiben muss.
Na vielleicht hab ich da auch einfach leicht reden, da ich das von Anfang an so gemacht habe .

LG
Ninanenmilch (Kindergartenzwerg 34 Monate und Kullerkeks 28 Wochen)

2-3 Nächte
gehen ja noch! Klar, die sind erstmal anstrengend aber das kann man ja aushalten.

Er hat eigentlich nie im eigenen Bett geschlafen. Die ersten Wochen im Beistellbett, danach dann bei uns. Ich würde es durchaus mit seinem Bett versuchen, nur weiß ich bis jetzt echt nicht, wie das gehen sollte. Er bleibt überhaupt nicht liegen. Selbst wenn es stockdunkel ist und man gar nichts merh sieht, steht er am Gitter und findet irgendwas an dem er mit dem Finger rumspielen kann. Und wenn es nur eine Mini-Unebenheit im Holz ist. Nach einer halben Stunde etwa fängt das Geschrei an.

Ich muss ihn zum Einschlafen (auch tagsüber) immer fest im Arm halten. Erstmal wird dagegen auch protestiert. Spielen ist viiieeel spannender als schlafen. In seinem Bett kann ich tausend Mal sagen, er soll sich hinlegen, er macht es einfach nicht. Und von außen kann ich ihn nicht wirklich festhalten. Jedenfalls nicht auf eine nette Art.

Ich denke, wir machen einen Schritt nach dem anderen. Ich habe ja erst Ende Februar ET bis dahin haben wir noch viel Zeit, ihn an das eigene Bett zu gewöhnen!

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7. August 2012 um 17:15

Nach
euren doch eher positiven Erfahrungsberichten und ohne eine Alternative, werden wir es wohl doch auf die harte Tour probieren.

Es gibt wohl einfach keine nette Wunderlösung. Schade. Manchmal wäre eine Märchenwelt doch nett

Allerdings werde ich es noch bis einschließlich Donnerstagnacht so weiter machen wie jetzt. Denn eien schlaflose Nacht möchte ich lieber haben, wenn mein Mann am nächsten Tag nicht zur Arbeit muss. Erstens ist übermüdet arbeiten nicht toll und zweitens können wir uns dann wenigstens am Tag danach mit dem Schlafen tagsüber ein bisschen abwechseln und so nachholen, was wir zu wenig bekommen haben.

Und wer weiß - vielleicht passiert bis dahin ja noch ein Wunder Ich weiß, ich bin unverbesserlicher Optimist

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7. August 2012 um 20:41

Neutrino...
Vielleicht wird es gar nicht so svhlimm.
Du musst dir nur wirklich sicher sein.


Übrigens hab ich die erstrn paar naechte ihn noch kurz trinken lassen (solange was kam) wenn er ganz untroestlich traurig war.

Du wirst das schon gut machen - dazu haben wir den mamainstinkt


Lg catsy

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