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Schlechte Mutter/Erziehung/Hilfe

19. September 2014 um 20:40

Hallo Mamas.

ich bin am Ende. Ich weiß nicht was ich falsch mache oder was eine gute Mama hier machen würde. Ich fühle mich als Versagerin und habe Angst, das Leben meiner Kinder zu versauen

Die Situation ist derzeit folgende:

Ich habe 2 Kinder im Alter von 4,5 und 2 Jahren.
Ich liebe meine Kinder mehr als alles andere. und wenn ich alles sage, meine ich das auch genau so.
Der kleine geht seit 1.9 in die Krippe -Eingewöhnung lief gegen jede Erwartung super gut und er konnte schnell seinen Platz in der Gruppe finden und mag die Erzieher gern. Weint auch nicht beim Abgeben und freut sich sehr beim Abholen.

Die große geht seit 1 Jahr in diesen KiGa (wir sind umgezogen vorher war so in einer anderen Einrichtung)
Ist dort auch sehr glücklich hat Freunde und liebt ihre Erzieherin. Abschiede fallen ihr schwer, aber wenn die Erzieherin kommt und mit ihr winkt ist alles gut.

Daheim ist es einfach nur die Hölle. Ich bin aufgrund der Arbeitszeiten meines Mannes allein mit den Kindern und wenn der am Abend heim kommt schlafen sie schon.
Sie können weder zusammen friedlich spielen noch getrennt voneinander. Wenn die beiden getrennt "spielen" (es ist eher ein zerstören der Umgebung und gegenseitiges zicken/hauen/schreien) weiß ich nicht genau, wie ich mich verhalten soll... wenn ich mich zu keinem von beiden geselle und versuche mitzuspielen (was nie klappt weil jeder dann sofort mit mir streitet/bockt oder einfach nur unzufrieden sich von mir verdrängt fühlt) kommt der jeweils andere an und provoziert. Wenn ich versuche ein gemeinsames Spiel zu finden, ist es im Prinzip das gleiche. die beiden schreien sich gegenseitig an und bocken...

Ganz selten ist es das sie friedlich miteinander oder auch nebeneinander spielen... Dabei lieben sie sich so sehr. Das merkt man, wenn sie gerade nicht zanken.

Rausgehen ist absolut keine Möglichkeit. Beide im Blick zu halten ist fast unmöglich. Der kleine hat nach 10 m keine Lust mehr zu laufen und will getragen werden - was ich aber nicht schaffe Reaktion ist schreien... und die große macht mit Absicht das, was sie nicht darf und von dem sie auch weiß, dass sie es nicht darf bzw es gefährlich ist.Ich nehme an um Aufmerksamkeit zu bekommen. was ich aber auch so schon versuche.

Egal wo es hingeht die beiden fangen an zu mosern und zu bocken. Miteinander/gegeneinander oder getrennt voneinander...

Ich achte darauf, dass sie nicht übermüdet aber ausgelastet sind und das sie nicht hungrig aber auch nciht gemästet sind.

Es ändert nicht.

Ich weiß nciht weiter. Ich merke auch, wie mit jedem Tag mein Nervenkostüm schwächer wird. Ich weiß auch nicht mehr, wie ich sie erzeihen soll.. ich wollte immer ohne große strafen auskommen. wollte meine kinder mit liebe und einer gesunden umgebung einem geregelten rhythus und einigen regeln zu guten menschen machen... und nun? Ich schreie, ich strafe schlimmer noch ich drohe (wenn du nciht dann -und zwar keine logische schlussfolgerung sinder fast schon erpressung) und an besonders schlimmen tage denke ich mir das ich als kind still war wenn ich geaschlagen wurde... auch wenn ich weiß das das nciht nur falsch sondern auch unlogisch ist....

Bitte helft mir. Wie macht ihr eure Kinder zu guten Menschen? Wie übersteht ihr Tage an denen sie nur alles kaputt machen und nur schreien und bocken? An denen ncihts Recht ist`?

Ich weiß mir nicht mehr zu helfen. Heute habe ich sie aus lauter verzweiflung meiner mutter in die hand gedrückt und bin für 2 h verschwunden... mit dem hund (als alibi) im schlepptau um im park zu heulen...

ich fühle mich so inkompetent... sollte ich nciht wisen wie man ein Kind erzeiht? so schwer kanns nicht sein... ich weiß genau was ich alles nicht will und ich weiß auch, was von dem was ich mache falsch ist aber ilwie mache ich es aus verzweiflung dann doch

Hilfe -.-

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19. September 2014 um 21:18


Oh je, du Arme! Du tust mir echt leid. Ich glaube nicht, dass du alles falsch machst. Das ist sicher einfach nur eine blöde Alterskombination. Mein großes Mädchen ist 4 und ihr kleiner Bruder 2 3/4. Die sind viel enger beieinander, das macht es sicher leichter. Sie streiten auch mal, aber nicht wirklich viel. Wenn hauen sie sich eher mal oder die Große schreit den Kleinen an. Joa, aber das hilft dir natürlich auch nicht.
Was mir allerdings auffiel ist, du schreibst du spielst mit den Kindern einzeln, also mit einem alleine. Das habe ich noch nie gemacht. Also es ergibt sich maximal die Situation, wir fangen alle gemeinsam an was zu spielen und einer hat keine Lust mehr (am ehesten der Kleine). Dann spiele ich halt mit meiner Tochter weiter. Aber der Alltag sieht hier doch eher so aus, die beiden spielen gemeinsam etwas, wovon ich eh nur die Hälfte verstehe

Ich würde dir so gerne helfen, weiß aber gar nicht wie. Am besten laufen unsere Tage, wo Besuch hier ist oder wir jemanden besuchen. Das machen wir auch sehr oft.

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19. September 2014 um 21:21

Hallo!
Ich habe zwar keine Kinder, aber arbeite in diesem Bereich und antworte dir mal trotzdem...

Erst einmal: das du dir diese Gedanken machst und du ganz genau weißt, dass einige Reaktionen von dir unlogisch sind und Gewalt schon mal gar nicht geht macht dich zu allem anderen als eine schlechte Mutter! Ich finde es mutig und auch stark von dir, sich selbst einzugestehen, dass du überfordert bist!

Du hast zwar einiges geschildert, aber das ist natürlich nur eine kleine Einsicht in dein leben. Ich kann dir jetzt leider auch keine Praxis sofort Tipps geben.
Was ich aber meine heraus gelesen zu haben ist, dass du überfordert bist und allein mit den beiden stehst - ohne Unterstützung.
Diese Unterstützung solltest du dir unbedingt holen!wenn es überhaupt nicht möglich ist diese von deinem Partner zu bekommen, hole sie dir woanders! Dies kann in Form von eines erziehungsbeistandes sein (Jugendamt) oder auch erziehungsberatungen bei der Kirche oder ähnliches. Diese Hilfe einzufordern stempelt dich auch nicht als eine schlechte oder inkompezente Mutter ab! Im Gegenteil! Du möchtest deinen Kindern ja einen möglichst guten Start ins leben geben.

Ich wünsche dir alles Gute!

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19. September 2014 um 21:29

Bei uns in der stadt
Gibt es mütterberatungsstellen... vllt heißen die inzwischen auch politisch korrekt elternberatungsstellen...es ist alles andere als eine schande,sich an fachleute zu wenden.
Ich finds toll wie gut du dein verhalten reflektierst und das es mal einen tag gibt, wo man am liebsten nichts mehr sehen und hören will,ist total normal...wenn das dauerzustand ist,ist es natürlich echt an der zeit.lösungen zu finden.
Hmm...wie genau diese lösungen aussehen,kann ich.leider aucb nicht sageb,hab ja auch nur.ein kind.
Ich hoffe du bekommst noch ein paar etwas.hilfreichere kommentare
Wweiß dein mann,wie es dir.geht??kann er nicht etwas kürzer treten??

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19. September 2014 um 21:37

Danke
zu aller erst an alle antwortenden.

Ich antworte mal geschlossen hier oben und hoffe niemanden zu vergessen.

Mein Mann kann leider nicht auf seine Arbeitszeiten einwirken. Wir arbeiten beide im selben Betrieb als Augenoptiker (ich tz er vz) da st leider auch nicht viel mit home office.

Dazu muss man sagen, dass er mir wirklich viel abnimmt was den Haushalt angeht und wenn er da ist auch die KInder... das ist jedoch leider noch ein Grund, warum ich mich schlecht fühle. denn andere müssen dass ja auch allein schaffen und er arbeitet noch viel mehr als ich und schafft das nebenbei...

ich habe auch schon über eine Familienhilfe nachgedacht aber ich traue mich ehrlich nicht so ganz.

Was freizeitaktivitäten angeht, gebe ich mir schon so viel mühe. aber beim sammeln streiten sie sich dann oft um das zu sammelnde und dann eine zweite kastanie zu finden die exakt so aussieht wie die erste ist schwer Zoo haben wir hier in der Nähe leider nciht. Wohnen sehr ländlich - dafür haben wir massig natür.

ich bin aufgrund fehlenden Führerschins leider auch nicht mobil.

Meine Mutter kann mir die Kinder leider auch nicht geregelt mal abnehmen, weil sie selbst im 3 schicht system arbeitet. Aber da wir in einem Haus wohnen get das schon mal. Aber ich will sie auch nciht zu sehr benutzen... schließlich sind es miene kinder sie hat ihre ja groß.

ich hoffe immer es ist nur eine phase. aber nach der phase ist vor der phase wie mir scheint

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19. September 2014 um 21:44

Um
Dir wirklich helfen zu können, muss man Dich im echten Umgang mit Deinen Kindern sehen. Aus einer Schilderung kann man nicht nicht Wirklichkeit ablesen. Zum einen, weil Deine Selbstwahrnehmung nicht objektiv ist (nicht negativ gemeint!!! Das ist bei jedem in jedem Bereich so) und zum anderen weil Menschen einen Text auch unterschiedlich interpretieren. Daher kann es hier nur eingeschränkt Hilfe geben. Wenn Du wirklich andauernd das Gefühl dieser Überforderung hast und es nicht nur gerade eine "Heute reicht's, war ein be**** Tag, alles blöd und doof" Reaktion ist hier so zu schreiben, dann ist der Weg zu einer Beratung die einzige sinnvolle Möglichkeit. Eventuell versuchst Du es auch erstmal anonym telefonisch (Nummer gegen Kummer für Eltern oder so). Die können Dir auch sicher die richtige Stelle vor Ort empfehlen.

Ansonsten kann ich Dir sagen, was ich aus Deinem Text herauslesen kann: Deinen Kindern geht es viel um Aufmerksamkeit. Die goldene Regel heißt daher: Aufmerksamkeit für positive Dinge und für negative keine Aufmerksamkeit. Das ist schwer, nicht loszuschimpfen sondern zu ignorieren. Und natürlich ist das nicht immer möglich. Aber es es eine Grundeinstellung, die auf Dauer das Leben mit den Kindern stark vereinfacht. Man muss aber auch immer darauf achten, die positiven Momente zu loben, auch wenn sie banal sind. Gerade wenn man einen schlechten Tag hat.

Mein Großer (3 Jahre) kann super zerstören und bocken. An manchen Tagen ist auch nichts richtig. Dann zwing ich mich die Kleinigkeiten toll zu finden, die er richtig macht. Es ist manchmal wirklich witzig zu sehen, wie es ihn aus der Bahn wirft. Beispiel: Er trampelt auf einem Buch herum. Ich nehme es komentarlos weg und beachte ihn dabei nicht. Er wird wütend, brüllt dass er das Buch wieder haben will. Der Kleine (1,5 Jahre) rennt dazwischen, wird umgeschubst. Ich nehme ihn hoch, tröste etwas übertrieben. Der Große sauer und schreit weiter. Wirft etwas durch die Gegend. Ich nehme es wieder kommentarlos weg. Geschrei, Getrotze. Ein paar Minuten später geht er auf Toilette, das kann er schon länger, ist nichts neues oder so. Trotzdem erkläre ich ihm, wie stolz ich darauf bin, dass er ein so toller großer Junge ist. Ich merke, wie es "klack" macht. Aufmerksamkeit! Er erzählt stolz, dass er auch alleine Hände gewaschen hat. Ja, auch dafür bekommt er dann ein Lob. Und ich frage ihn, ob wir was spielen wollen. Alle zusammen. Grundsätzlich wird beim Spielen auch ignoriert, wer Mist macht. Wenn der Große zerstört, drehe ich mich von ihm weg und spiele nur mit dem Kleinen. Oder andersrum. Und wenn es zu heftig wird stehe ich auf und gehe aus dem Zimmer.

Es zieht. Aber ob es bei auch klappen kann... keine Ahnung. Vielleicht ein Ansatz. Es ist immer schwer etwas von heute auf morgen zu ändern.

Ich wünsche Dir viel, viel Kraft!

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19. September 2014 um 21:46
In Antwort auf teagen

Danke
zu aller erst an alle antwortenden.

Ich antworte mal geschlossen hier oben und hoffe niemanden zu vergessen.

Mein Mann kann leider nicht auf seine Arbeitszeiten einwirken. Wir arbeiten beide im selben Betrieb als Augenoptiker (ich tz er vz) da st leider auch nicht viel mit home office.

Dazu muss man sagen, dass er mir wirklich viel abnimmt was den Haushalt angeht und wenn er da ist auch die KInder... das ist jedoch leider noch ein Grund, warum ich mich schlecht fühle. denn andere müssen dass ja auch allein schaffen und er arbeitet noch viel mehr als ich und schafft das nebenbei...

ich habe auch schon über eine Familienhilfe nachgedacht aber ich traue mich ehrlich nicht so ganz.

Was freizeitaktivitäten angeht, gebe ich mir schon so viel mühe. aber beim sammeln streiten sie sich dann oft um das zu sammelnde und dann eine zweite kastanie zu finden die exakt so aussieht wie die erste ist schwer Zoo haben wir hier in der Nähe leider nciht. Wohnen sehr ländlich - dafür haben wir massig natür.

ich bin aufgrund fehlenden Führerschins leider auch nicht mobil.

Meine Mutter kann mir die Kinder leider auch nicht geregelt mal abnehmen, weil sie selbst im 3 schicht system arbeitet. Aber da wir in einem Haus wohnen get das schon mal. Aber ich will sie auch nciht zu sehr benutzen... schließlich sind es miene kinder sie hat ihre ja groß.

ich hoffe immer es ist nur eine phase. aber nach der phase ist vor der phase wie mir scheint

Wenn du eh schon drüber nachgedacht hast
Trau dich!

Es kann dir nur helfen! Entweder stellst du fest dass du die Hilfe gut gebrauchen kannst. Dann ist es gut. Oder du stellst fest dass du die Hilfe die du dann bekommst doch nicht (mehr) brauchst. Das ist doch dann auch gut.
Also eigentlich kann es nur helfen!

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19. September 2014 um 22:11
In Antwort auf fadila_12511496

Um
Dir wirklich helfen zu können, muss man Dich im echten Umgang mit Deinen Kindern sehen. Aus einer Schilderung kann man nicht nicht Wirklichkeit ablesen. Zum einen, weil Deine Selbstwahrnehmung nicht objektiv ist (nicht negativ gemeint!!! Das ist bei jedem in jedem Bereich so) und zum anderen weil Menschen einen Text auch unterschiedlich interpretieren. Daher kann es hier nur eingeschränkt Hilfe geben. Wenn Du wirklich andauernd das Gefühl dieser Überforderung hast und es nicht nur gerade eine "Heute reicht's, war ein be**** Tag, alles blöd und doof" Reaktion ist hier so zu schreiben, dann ist der Weg zu einer Beratung die einzige sinnvolle Möglichkeit. Eventuell versuchst Du es auch erstmal anonym telefonisch (Nummer gegen Kummer für Eltern oder so). Die können Dir auch sicher die richtige Stelle vor Ort empfehlen.

Ansonsten kann ich Dir sagen, was ich aus Deinem Text herauslesen kann: Deinen Kindern geht es viel um Aufmerksamkeit. Die goldene Regel heißt daher: Aufmerksamkeit für positive Dinge und für negative keine Aufmerksamkeit. Das ist schwer, nicht loszuschimpfen sondern zu ignorieren. Und natürlich ist das nicht immer möglich. Aber es es eine Grundeinstellung, die auf Dauer das Leben mit den Kindern stark vereinfacht. Man muss aber auch immer darauf achten, die positiven Momente zu loben, auch wenn sie banal sind. Gerade wenn man einen schlechten Tag hat.

Mein Großer (3 Jahre) kann super zerstören und bocken. An manchen Tagen ist auch nichts richtig. Dann zwing ich mich die Kleinigkeiten toll zu finden, die er richtig macht. Es ist manchmal wirklich witzig zu sehen, wie es ihn aus der Bahn wirft. Beispiel: Er trampelt auf einem Buch herum. Ich nehme es komentarlos weg und beachte ihn dabei nicht. Er wird wütend, brüllt dass er das Buch wieder haben will. Der Kleine (1,5 Jahre) rennt dazwischen, wird umgeschubst. Ich nehme ihn hoch, tröste etwas übertrieben. Der Große sauer und schreit weiter. Wirft etwas durch die Gegend. Ich nehme es wieder kommentarlos weg. Geschrei, Getrotze. Ein paar Minuten später geht er auf Toilette, das kann er schon länger, ist nichts neues oder so. Trotzdem erkläre ich ihm, wie stolz ich darauf bin, dass er ein so toller großer Junge ist. Ich merke, wie es "klack" macht. Aufmerksamkeit! Er erzählt stolz, dass er auch alleine Hände gewaschen hat. Ja, auch dafür bekommt er dann ein Lob. Und ich frage ihn, ob wir was spielen wollen. Alle zusammen. Grundsätzlich wird beim Spielen auch ignoriert, wer Mist macht. Wenn der Große zerstört, drehe ich mich von ihm weg und spiele nur mit dem Kleinen. Oder andersrum. Und wenn es zu heftig wird stehe ich auf und gehe aus dem Zimmer.

Es zieht. Aber ob es bei auch klappen kann... keine Ahnung. Vielleicht ein Ansatz. Es ist immer schwer etwas von heute auf morgen zu ändern.

Ich wünsche Dir viel, viel Kraft!

Vielen
dank für deinen Text.

Ja, aus einem Taxt kann man immer nur bestimmte Fakten herauslesen. Und das ist nicht vollkommen objektiv sein kann weiß ich leider auch.

Ich werde auf jeden fall versuchen in zukunft es mit der aufmerksamkeit so zu machen, wie du es beschrieben hast

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19. September 2014 um 22:14

Mmmh...
meine Kinder sind noch etwas kleiner (3,5 und 1,5), deshalb helfen dir meine Erfahrungen bestimmt auch nur bedingt weiter. Ich denke, genau wie Neutrino, dass das Verhalten deiner Kinder in großem Maß davon abhängt, dass sie um deine Aufmerksamkeit konkurrieren. Verhalten sie sich bei Oma/Papa etc. auch so?
Was bei uns ganz gut klappt: Die Große zu bitten, dem Kleinen bei etwas zu helfen, z.B. beim Rutschen auf ihn aufpassen, ihn mal kurz sanft festhalten, wenn ich etwas aus dem Ofen holen will, ihn in der Badewanne waschen o.ä. Sie ist dann sehr stolz, fühlt sich als zweite Mama - und die Kinder kommen sich einfach näher.
Wenn ich Zeit zum Spielen habe, spiele ich grundsätzlich mit beiden zusammen. Wenn der Kleine schläft, habe ich dann Exklusiv-Zeit mit der Großen.
Wenn ich nicht direkt Spielen will, beschäftige ich mich im Haushalt - die Kinder dürfen mit, wenn sie wollen auch helfen. Die Große spielt dann aber oft lieber alleine, manchmal auch beide zusammen. Dann gehe ich öfters nachsehen, obs harmonisch abläuft. Solange ich sichtlich beschäftigt bin, akzeptieren sie das ganz gut, vor allem, wenn es jeden Tag etwa zur selben Zeit stattfindet.

Beim Rausgehen würde ich, wie unten schon gesagt, auch den Kleinen in den Buggy setzen - überhaupt würde ich etwas strenger durchsetzen, dass niemand einfach außer Sichtweite laufen darf - das ist ja nun wirklich gefährlich (o.k., wir wohnen in einer Großstadt, da muss man das einfach früh durchsetzen). Meine Große weiß, dass sie nur ein paar Meter vorlaufen darf und an jeder Straße warten muss - sie reagiert auch in jedem Fall auf "stopp". Wenn das nicht klappen würde, müsste sie sich am Kinderwagen festhalten oder an meiner Hand laufen. Es ist doch wirklich schade und sehr einschränkend, wenn man sonst gar nicht rauskann. Und wenn zu viel gemosert wird, würde ich wieder nach Hause gehen. Das hat bei uns ganz schnell gewirkt ... es ist aber wirklich manchmal schwierig mit zwei Kleinen. Kopf hoch und alles Gute!

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19. September 2014 um 22:40

Queeny hat Recht
das mit dem Rausgehen ist ein wichtiger Punkt!

Gerade an schwierigen Tagen ist das eine wichtige Entlastung hier. Der Vorschlag auf den Spielplatz zu gehen beendet oft jede Dauerstreiterei. Bewegung baut Stress ab, bei allen beteiligten!

Draußen würde ich folgende Regeln durchsetzen:
1. Es wird nicht getragen. Wenn der Kleine nicht laufen mag, kann er in den Buggy. Sonst sieht es für das größere Kind auch stark nach "der jammert und wird dafür belohnt" aus, was vielleicht auch zu jammern um Aufmerksamkeit führt. (Klar gibt es Ausnahmen zB beim Trösten wegen hinfallen oder so, dann aber nur kurz und in deutlichem Zusammenhang)
2. Wer nicht hört muss in den Buggy (für den Kleinen) bzw an die Hand / am Buggy festhalten (für die Große)
3. Wird wiederholt Stress gemacht (oder das Handgehen nicht akzeptiert) geht es ohne Umwege nach Hause (zunächst also auch nicht weit weg, damit das dann durchsetzbar ist).
4. Bei andauerndem Streit (zB um die Kastanien) greift 3.

Vielleicht hilft auch ein Fahrrad für die Große und ein Laufrad für den Kleinen. Dann sind sie beschäftigt. Regeln: es wird nicht außer Hör-/Sichtweite gefahren. Wer auf Rufen nicht anhält muss das Rad abgeben und laufen (Teste vorher aus wie Du die Räder gescheit auf dem Buggy transportieren kannst). Wenn Du ländlich wohnst, kannst Du diese Wettrennen Deiner Kinder ja bestimmt auch abseits von befahrenen Straßen veranstalten, das ist dann auch nicht gefährlich.

Grundsätzlich ist wichtig, dass Du die Ankündigungen ruhig machst und durchsetzt. Schimpfen und Schreien lädt zu einer Art Machtkampf ein. "kann Mama noch lauter, wenn ich weiter mache?" Ruhig und deutlich, am besten in die Hocke gehen und auf Augenhöhe dem Kind sagen "Wenn das noch ein Mal passiert gehen wir nach Hause / musst Du laufen / an die Hand...." und wenn es noch ein Mal passiert auch einfach nur "Ich habe es Dir gesagt, jetzt gehen wir / ..." Das wirkt auch viel mehr als schimpfen. Ich weiß, das geht nicht immer. Mütter sind Menschen. Und Menschen haben Gefühle. Man ist durch die Kinder gestresst, fühlt sich nicht ernst genommen und auch etwas gekränkt. Da kann man nicht immer ruhig bleiben. Das kann keiner. Aber man muss da eben immer und ständig an einem selbst arbeiten.

Du schaffst das schon! Es wird ganz sicher wieder besser. Ihr steckt in einem Teufelskreis drin (provizieren, schimpfen, provozieren...), wenn Du diese Grundstimmung durchbrochen hast, geht es wieder aufwärts. Ganz sicher. Und Erkenntnis ist der erste Schritt und der schwerste. Du bist also auf dem besten Weg!

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20. September 2014 um 2:11

Kleine
Tipps noch von mir:

beide Kids in den Kinderwagen setzen (also nicht buggy, aber Vllt geht's ja auch damit),liegeflaeche ganz runter,kleines Kind vorne und grosses hinten.

immer Kekse oder lolli oder sowas im Wagen haben,dadurch sind die meistens schon mal abgelenkt und: ruhig bleiben,weil die merken genau wenn du unruhig bist und werden dann selber auch unruhig!

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20. September 2014 um 9:41
In Antwort auf fadila_12511496

Queeny hat Recht
das mit dem Rausgehen ist ein wichtiger Punkt!

Gerade an schwierigen Tagen ist das eine wichtige Entlastung hier. Der Vorschlag auf den Spielplatz zu gehen beendet oft jede Dauerstreiterei. Bewegung baut Stress ab, bei allen beteiligten!

Draußen würde ich folgende Regeln durchsetzen:
1. Es wird nicht getragen. Wenn der Kleine nicht laufen mag, kann er in den Buggy. Sonst sieht es für das größere Kind auch stark nach "der jammert und wird dafür belohnt" aus, was vielleicht auch zu jammern um Aufmerksamkeit führt. (Klar gibt es Ausnahmen zB beim Trösten wegen hinfallen oder so, dann aber nur kurz und in deutlichem Zusammenhang)
2. Wer nicht hört muss in den Buggy (für den Kleinen) bzw an die Hand / am Buggy festhalten (für die Große)
3. Wird wiederholt Stress gemacht (oder das Handgehen nicht akzeptiert) geht es ohne Umwege nach Hause (zunächst also auch nicht weit weg, damit das dann durchsetzbar ist).
4. Bei andauerndem Streit (zB um die Kastanien) greift 3.

Vielleicht hilft auch ein Fahrrad für die Große und ein Laufrad für den Kleinen. Dann sind sie beschäftigt. Regeln: es wird nicht außer Hör-/Sichtweite gefahren. Wer auf Rufen nicht anhält muss das Rad abgeben und laufen (Teste vorher aus wie Du die Räder gescheit auf dem Buggy transportieren kannst). Wenn Du ländlich wohnst, kannst Du diese Wettrennen Deiner Kinder ja bestimmt auch abseits von befahrenen Straßen veranstalten, das ist dann auch nicht gefährlich.

Grundsätzlich ist wichtig, dass Du die Ankündigungen ruhig machst und durchsetzt. Schimpfen und Schreien lädt zu einer Art Machtkampf ein. "kann Mama noch lauter, wenn ich weiter mache?" Ruhig und deutlich, am besten in die Hocke gehen und auf Augenhöhe dem Kind sagen "Wenn das noch ein Mal passiert gehen wir nach Hause / musst Du laufen / an die Hand...." und wenn es noch ein Mal passiert auch einfach nur "Ich habe es Dir gesagt, jetzt gehen wir / ..." Das wirkt auch viel mehr als schimpfen. Ich weiß, das geht nicht immer. Mütter sind Menschen. Und Menschen haben Gefühle. Man ist durch die Kinder gestresst, fühlt sich nicht ernst genommen und auch etwas gekränkt. Da kann man nicht immer ruhig bleiben. Das kann keiner. Aber man muss da eben immer und ständig an einem selbst arbeiten.

Du schaffst das schon! Es wird ganz sicher wieder besser. Ihr steckt in einem Teufelskreis drin (provizieren, schimpfen, provozieren...), wenn Du diese Grundstimmung durchbrochen hast, geht es wieder aufwärts. Ganz sicher. Und Erkenntnis ist der erste Schritt und der schwerste. Du bist also auf dem besten Weg!


...ja, ein absolut wichtiger Punkt

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20. September 2014 um 9:44
In Antwort auf florina911


...ja, ein absolut wichtiger Punkt

Das hier war gemeint als wichtiger Punkt:
(Teste vorher aus wie Du die Räder gescheit auf dem Buggy transportieren kannst).

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20. September 2014 um 11:12

Danke danke danke
eure Tipps habe ich mir alle genau durchgelesen, und werde sicher vieles davon ausprobieren.

was die Auszeit am Vormittag angeht: die habe ich nicht. ich laufe morgens mit den kindern 2 km zur Einrichtung gebe die beiden dort ab und fahre dann zur arbeit. und wenn ich da "Feierabend habe" sammel ich die beiden ein und es geht heim. wobei ich versuche für jeden tag i.was zu planen, damit sie beschäftigt und ausgelastet sind.

Ich werde einfach nochmal genau unseren Tagesablauf durchgehen. und versuchen zu sehen, wo genau das Problem liegt. Dann muss ich einfach versuchen meine Handlungsweise nach euren Tipps umzustellen.

Heute sind die beiden wie ausgewechselt... ich erkenn sie kaum wieder. Jetzt gerade spielen die beiden zusammen mit Duplos... ZUSAMMEN o.O
Aber man beschwert sich ja nicht

An dieser Stelle nochmal vielen vielen Dank für euer Verständnis und eure Tipps. Manchmal hilft es schon, wenn jmd sich die Mühe macht, zu sagen "ich kann dich verstehen" oder "du schaffst das"

VLG

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20. September 2014 um 15:06


meine mutter arbeitet leider im shichtsystem. außerdem hab eich (evtl unbegründet) auch das gefühl, ihr mehr aufzubürden als mir zu steht, wenn ich sie bitte auf einen oder beiden zu achten

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