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"schlechte väter"

20. Februar 2016 um 22:29

sagt mal kennt kennt ihr väter (eure eigenen oder andere) die sich damit auseinandersetzen ob sie gute oder schlechte väter sind, schlechtes Gewissen gegenüber andere haben ( aus irgendwelchen Gründen) oder sich sch**e fühlen,weil andere sie nur als "erzeuger" , ar*+d%%loch oder sonstwas betiteln?

Diese Gedanken kommen mir immer wieder, z.b wenn ich lese, dass Mütter, wenn sie ihre Familie verlassen, schlimmer beschimpft und verachtet werden, als Väter, die weggehen-aber ist das tatsächlich so? Es gibt doch so viele unzählige Beschimpfungen für diese Sorte von Männern? Und ihr würdet vllt den Mann doch auch verlassen, wenn ihr erfahrt, dass er sein Kind einfach im Stich gelassen hat... Oder reagieren wir auf solche Beschimpfungen und auf Bezeichnungen wie Rabenmutter oder Glucke einfach empfindlicher und wir thematisieren sie eher unter unseren Geschlechtgenossinen, während Männer das für sich im stillen Kämmerchen machen- oder juckt es sie schlichtweg gar nicht, wenn andere zu ihm sagen, er sei ein schlechter Vater, weil er dies oder jenes nicht macht

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21. Februar 2016 um 12:25

Ich kenne solche
"schlechten" väter. meine Erfahrung ist, dass sie den Weg des geringsten Widerstandes wählen, sich zurück ziehen und selbst bemitleiden. ich bin da ein gebranntes kind. aber du hast schon recht....auf eine "schlechte" Mutter wird eher verbal eingeschlagen, als auf einen schlechten vater. die mutterrolle steht heute noch höher als die der Väter. allerdings empfinde ich es so, dass die Väter sich mittlerweile mehr ihrer Rolle bewusst werden.

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21. Februar 2016 um 16:18

Du solltest mal meinen kennenlernen
Dann weißt du was ein schlechter Vater ist

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21. Februar 2016 um 22:25

Ich hab mich vllt falsch ausgedrückt
meine Frage war : Ob es gesellschaftlich gesehen wirklich akzeptierter ist (als bei Frauen), wenn Männer z.b die Familie verlassen...
oder ob wir das nur so empfinden,weil uns Frauen Bezeichnungen wie Rabenmütter, schlechte Mutter usw, härter treffen als Männer

Wie schon geschrieben, für diese Männer gibt es doch auch schlimme Bezeichnungen und ich kenne niemanden, der das bei seinem Kumpel oder Partner akzeptieren würde...

Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass Männer kein schlechtes Gewissen haben würden? Oder ignorieren die das dann einfach? Können sie einfach ruhig weiterschlafen und ihr Leben leben?


Und zum Thema schlechte Väter
meinte ich eher, ob Väter sich mit dieser Thematik auseinandersetzen ob sie gute oder schlechte Väter sind

Hier im Forum lese ich oft, wie sehr Mütter sich selbst auspeitschen, weil sie bestimmte Erwartungen die sie selbst an sich haben nicht erfüllen
oder dass sie sich selbst plötzlich in Frage stellt, weil irgendeine Tante XY mal was "negatives" zu ihr gesagt hat

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21. Februar 2016 um 22:34

Ich denke
Männer machen sich darüber auch Gedanken.
Sie reden halt nicht öffentlich darüber sondern machen das eher für sich alleine aus.
Dazu gibt es auch Väter die es wirklich nicht interessiert. Ich denke mal das es daran liegt das die Männer nicht wirklich was mit dem Kind zu tun haben, also die ss nicht so wahrnehmen wie eine Frau ect.

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21. Februar 2016 um 22:42

Ja ich finde schon
dass es gesellschaftlich eher akzeptiert ist, wenn der Mann seine Familie verlässt und mal ehrlich, wie oft hört man, dass daran doch eigentlich die Frau schuld ist Solche Beschimpfungen kommen auch eher von Betroffenen selbst. Wie es mit dem Gewissen aussieht, keine Ahnung, aber ich denke, dass man das mit Abstand auch gut verdrängen kann.

Ich selbst habe meinen Vater erst sehr sehr spät kennengelernt (musste noch vor meiner Geburt zurück ins Ausland, Mutter hatte keinen Kontakt mehr, ich habe ihn erst über eine sehr lange Suche gefunden) und bei ihm kam erst wieder alles hoch, als ich ihn besucht habe. Bis dahin hat der fast 20 Jahre sein Leben ohne große Vorwürfe gelebt...

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22. Februar 2016 um 12:13

Ohja ohja
Habe ich selbst erfahren müssen.

Hatte den Vater von meinem Sohn verlassen und ich war dann halt die böse und schlimme, warum ich ja sowas nur tun kann und und und.

Hinzu kam noch das sich der Vater das schön geredet hat und allen das so erzählt hat, das er als guter da steht.

Finde das unmöglich aber ändern konnte ich es ja auch nicht wirklich.

Mittlerweile ist das alles vergessen aber finde es trotzdem allgemein nicht in Ordnung.

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22. Februar 2016 um 12:47

Oh ja
Es ist deutlich besser akzeptiert, dass Väter sich raushalten, sich nicht kümmern, die Familie verlassen oder keinen Unterhalt zahlen als bei Frauen.

Das sieht man schon daran wie viele alleinerziehende Frauen es gibt und wie viele Männer in Elternzeit gehen. Dass Frau alleinerziehend ist oder in Elternteit geht ist normal. Das ist nichts besonders. Frauen bekommen dafür auch keinen Verdienst oder aufbauende Worte. Nun stelle man sich alleinerziehende Väter und Väter in Elternzeit vor. Ich rede von ECHTER Elternzeit und nicht von vier oder acht Wochen, sondern vom Rollentausch - Vater 2 Jahre zu Hause, Mutter arbeiten. Beides ist deutlich seltener und für beides erntet der Mann Lob oder gar ein Kopftätscheln. "Es ist ja sooooo toll, wie du dich um deine Kinder kümmerst".

Eine Mutter, die die Familie verlässt, weil sie mit ihrem Liebhaber durchbrennen will, ist eine Rabenmutter. Gezeichnet von fehlender Liebe, Egoismus und Verantwortungslosigkeit. Die zurück bleibenden Kinder UND der verlassene Ehemann werden bemitleidet. Wenn ein Mann sich so verhält, dann ist das akzeptiert. Dann hat er sich eben neu verliebt oder einen Hausdrachen zur Frau, die ihn förmlich zur Flucht getrieben hat. Sein Vethalten wird akzeptiert, ihres nicht. Für sein Kümmern um die Kinder erntet er Beifall, für sie muss es selbstverständlich sein - ist schließlich die Mutter.

Ich glaube, dass das so ist, weil die Gesellschaft Mutterliebe auf ein hohes Podest stellt, was nicht angreifbar ist. Die Mutter trägt ihr Kind nein Monate im Bauch und ist somit auf Lebenszeit an ihr Kind gekettet. Löst sie sich von diesen Ketten, dann wird das als unnormal betrachtet. Bei Männern geht man nüchtern an die Sache. Die haben halt nicht die Bindung zum Kind wie Frauen und eigentlich ist es als Versorger und Ernährer ja auch gar nicht ihre Aufgabe. Also ist es okay, wenn sie abhauen.

Manche Männer mögen unter dem Entzug ihrer Kinder sehr leiden (Rosenkrieg). Die würden gern gute Väter sein, dürfen aber nicht. Allerdings glaube ich, dass die Zahl der Männer, die nur wenig Lust auf ihre Kinder haben, deutlich höher ist. Da wird zu Abtreibungen gedrängt, die Frau noch in der Schwangerschaft sitzen gelassen oder sich nur mit Ach und Krach alle 14 Tage für ein paar Stunden gekümmert. Und dann stellen sich einige Männer in ihrem Umfeld auch hin und behaupten, dass die Mutter den Kontakt ja verboten/eingeschränkt hätte und sie deshalb nicht der Vorzeige-Papa dein dürfen. So ein Exemplar hatte ich: Ich soll die Böse sein, die ihn daran hindert sich ordentlich zu kümmern. Und weil ich so eine Hexe bin und ihn das Thema so arg zusetzt, kümmert er sich eben gar nicht. Ich muss wohl nicht erwähnen, dass er in seinem Umfeld Mitleid bekommt und ich als die Böse gelte? Und das, obwohl er sich seit der Trennung gar nicht kümmern WILL und lieber seine Freizeit genießt und regelmäßig in Urlaub fährt?! Und natürlich hat der arme Mann auch kein Geld um Unterhalt zu zahlen Aber Urlaub - auch Übersee - geht natürlich regelmäßig.

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23. Februar 2016 um 14:22
In Antwort auf minion111

Ohja ohja
Habe ich selbst erfahren müssen.

Hatte den Vater von meinem Sohn verlassen und ich war dann halt die böse und schlimme, warum ich ja sowas nur tun kann und und und.

Hinzu kam noch das sich der Vater das schön geredet hat und allen das so erzählt hat, das er als guter da steht.

Finde das unmöglich aber ändern konnte ich es ja auch nicht wirklich.

Mittlerweile ist das alles vergessen aber finde es trotzdem allgemein nicht in Ordnung.

Ich habe
Übrigens meinen Sohn nicht verlassen sondern nur der vater. Ich könnte niemals ohne meine Kinder leben!

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