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Schreiattacken beim Wickeln (22 Monate alt)

6. April 2011 um 12:54

Im Moment habe ich wieder einen Gremling zu Hause, der sich scheinbar nachts nach 0h heimlich selbst füttert oder nass spritzt. Er mutiert tagsüber zum Monster, wenn es ums Wickeln geht. Ich kann ja verstehen, dass es blöd ist, wenn man aus dem Spielen herausgerissen wird, aber wickeln muss halt sein. Sobald ich ankündige "komm, wir machen eine neue Windel"...fängt er schon an zu kreischen, rennt weg, schlägt zT sogar um sich, wenn ich ihn dann auf den Arm nehme bzw. dreht und windet sich in alle Richtungen. Bis vor kurzer Zeit ließ er sich immer super ablenken, habe auch extra dafür immer was "Interessantes" für ihn am Wickeltisch liegen, damit er ne Beschäftigung hat und nach 22 Monaten Kind wickelt man als Mutter ja eh schon fast blind mit verschränkten Armen innerhalb von 1 Minute. Früher hat es super funktioniert, wenn ich ihn verbal reflektiert habe, also zB gesagt habe, dass ich weiß, dass er jetzt wütend ist und ich ihn verstehe etc. bla bla bla.

Aber zurzeit ist echt der Wurm drin...selbst, wenn ich ihn dann nochmal 5 Min. länger spielen lasse oder ihn auffordere, an der Hand mitzukommen ins KiZi anstatt auf dem Arm... egal, wie ich es anfasse, er bekommt nen Tobsuchtsanfall und im schlimmsten Fall tritt er auf dem Wickeltisch um sich. Es fällt mir manchmal sehr schwer Ruhe zu bewahren und Verständnis zu haben, ich komme oft an meine Grenzen und muss mich zusammen reißen, nicht mit ihm zu schimpfen.

Mein Mann meinte, viell. ist es aber genau das, was er mal braucht...?!? Dass man nicht immer versucht im ruhigen Ton alles zu regeln, sondern echt mal laut wird und klar macht, dass das Verhalten jetzt einfach nur scheiße ist. Ich pers. habe aber das Gefühl, dass das die Situation in dem Moment, wo er so in Rage ist, auch nicht besser macht.

Bitte sagt mir, dass das nur ein Schub/Phase ist und dass es nicht anhält, bis er trocken ist.

Was kann ich tun? Er kriegt schon die Pocken, sobald das Wort "Windel" fällt bzw. wir in Richtung Tisch laufen.

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6. April 2011 um 13:24

Ich verstehe Dich schon
ich sage meinem Sohn auch, dass ich es nicht ok finde, dass er jetzt so rumbrüllt, dass er keinen Grund hat, schließlich gleich weiterspielen kann usw., aber egal in welcher Tonlage ich das mache, es kommt einfach nicht an. Er brüllt trotzdem weiter und das nächste Wickeln ist wieder das gleiche Szenario.

Mein Mann meint, ich müsste dann einfach mal energischer mit ihm "schimpfen" und mich quasi durchsetzen. Er ist der Meinung, dass ich ruhig auch mal laut werden und mich durchsetzen soll, damit uns der Bengel nicht irgendwann auf der Nase herumtanzt.

Allerdings fällt mir richtiges Schimpfen immer arg schwer und mein Sohn ist dann derart irritiert, dass er dann erst recht weint, weil es für ihn ungewohnt ist.
Mein Mann wiederum meint, soll er doch dann in dem Moment weinen, vielleicht kapiert er es dann aber fürs nächste Mal.

Vielleicht spürt mein Sohn auch meine Unsicherheit...?!

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6. April 2011 um 13:43

Mädels sind da fixer
mein Sohn spricht noch nicht soooo viel. Er reagiert auch noch nicht wirklich, wenn ich ihn frage, ob er Pipi/AA muss. Ich glaube, er versteht noch nicht so richtig, dass er seine Schließmuskeln selbst kontrollieren kann und selbst wenn er das verstehen würde, dann kann er sich noch nicht ausreichend artikulieren, daher macht es bei uns noch keinen Sinn mit dem Trockenwerden anzufangen.

Ich gehe davon aus, dass ich das frühestens ab dem 2. Geburtstag, also im Sommer, mal langsam und sachte starten werde.

Im Stehen wickeln... das wäre in der Tat ein Versuch wert. Jetzt verstehe ich auch, warum es diese Windel-Pants gibt

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6. April 2011 um 13:49

Ja, das würde ich sagen
mein Mann ist entw. lieb oder streng. Bei ihm macht er die gleichen Mucken, wenns ums Wickeln geht, wenn mein Mann dann allerdings (er hat ne ziemlich tiefe Stimme) etwas ernster und energischer wird, hört unser Sohn da ganz anders drauf

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6. April 2011 um 17:32

Diese Phase kennt
glaube ich fast jede Mutter und es ist wohl eine, die immer wieder kommt
Wenn ich alles versucht habe von wegen Ablenkung, Verständins etc. sehe ich es wie Rudi: dann motze ich ihn auch mal an, immerhin gibts ja auch Grenzen und wenn das Kind schreit und haut ist die für mich überschritten.
Es gab sogar schon Situationen,da habe ich ihn einfach auf den Boden gelegt während des Wickelns und bin mit der Ankündigung, dass ich wieder komme, wenn er sich etwas beruhigt hat raus gegangen. K.A. ob das ein guter Weg ist, aber ich bin immer noch seine Mutter und nicht seine "Sklavin" *lach. Demnach: ich finde unsere Kinder sind in einem Alter, in dem ich ihn Konsequenzen spüren lassen kann, auch wenn es mal unangenehm ist für ihn. Zudem noch die Komponente, dass ich sonst sicher ausrasten würde, wenn ich in der Situation bleiben würde, gerade wenn er auch noch austritt!
Ich habe ein gutes Gefühl dabei und nach solchen Aktionen (die jetzt auch nicht ständig vorkommen!!) ist auch meist für ne Weile Ruhe!!

Ach so, das Wort "Wickeln" ist bei uns auch zeitweise echt Tabu Dann heisst es "Wir gehen mal zum Bello (sein Hund am Wickeltisch) und schauen mal, was der macht" oder ähnliches.

Schlussendlich musst du nach deinem Gefühl gehen- wenn es sich nicht gut anfühlt für dich ihn deutlich in seine Grenzen zu verweisen dann musst du es anders angehen

LG JULIA

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6. April 2011 um 18:51

Wie wäre es...
... wenn du ihn nicht auf den Wickeltisch legst, sondern woanders wickelst (Boden, Couch o.ä.). Meine Maus hasst das Wickeln auch sehr und ich gehe öfter mal woanders hin. Dann legt sie sich teilweise sogar freiwillig hin..

Ein Versuch ist es wert. Unsere Mäuse sind ja anscheinend fast gleich alt

Wir werden unsere Maus aber auch diesen Sommer öfter mal "unten ohne" laufen lassen. Vielleicht klappt es ja. Mal sehen.

LG
Tanja mit Lara (Mai 06) und Mandy (Mai 09)

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