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Schreibaby: Jetzt mal ehrlich...

1. Dezember 2016 um 11:58

Ich lese in Foren viele Fragen von Müttern, die verzweifelt sind und dann holen immer gleich 5-10 Leute ihre Keulen raus ("Ich gebe meinem Kind ja NIE irgendwas" und einfach ruhig bleiben und blabla). ich frage mich, wie man das durchstehen kann, ohne wenigstens den Gedanken zu haben 'ich könnte den Schreihals an die Wand werfen'. Ich wäre ohne Hilfe nicht durch diese Phase gekommen und ich kenne einige Mütter aus meinem Bekanntenkreis, die auch mal eine Ibu gegeben haben, obwohl das Kind kein Fieber hatte. Das Problem ist, dass man von sich erwartet, perfekt zu sein und glaubt, dass es auch alle anderen erwarten - und wenn dann eine mal was sagt, steht sie am Pranger. Hier ist das nicht ganz so schlimm, deswegen wollte ich euch mal bitten, ehrlich zu sein - Vibrucol ist kein Teufelszeug und ab und zu was anderes ist auch nicht tragisch. Also, mein Kind lebt jedenfalls noch ganz gut und hat weniger gelitten - wie ist es bei euch?

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1. Dezember 2016 um 13:02

Ich hatte zum Glück kein Schreibaby... aber wenn Ibu oder Virbucol bei deinem Schreihals (lieb gemeint) geholfen haben, fällt das für mich nicht in die Kategorie Schreibaby. Denn das spricht ja dafür, dass irgendwelche Schmerzen vorlagen.
Im Übrigen haben meine Kinder auch mal Paracetamol oder Ibu "auf Verdacht" bekommen, wenn ich keine Erklärung für ihr Verhalten hatte.
Und natürlich liegen bei allen Mamas auch mal die Nerven blank. Das äußert sich unterschiedlich und auch die Belastungsgrenze ist unterschiedlich. Aber Kinder haben ein Talent dafür diese zu finden, egal wie viel man aushalten kann
 

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1. Dezember 2016 um 15:28

Mein Schreibaby ist nun schon 7 Jahre alt, also es ist schon ein Weilchen her. 

Mit einem Jahr wurde es dann endlich besser. Alles davor war eine Katastrophe.... tagsüber geschrien und Nachts so gut wie nicht geschlafen... 
ich habe damals alles probiert unter anderem auch Ibuprofen. Hat zwar nix geholfen aber somit wusste ich dann zumindest, dass es keine Schmerzen waren. 
Zusätzlich zu dem Schreibaby hatte ich noch ein "älteres" (13 Monate auseinander) Geschwisterkind. Solche Gedanken wie du hatte ich zeitweise ähnlich. Einfach weil ich nicht mehr konnte. Ich hab ihn angeschaut während er nicht mehr aufhörte mit schreien und mir gedacht, am liebsten würde ich dich an die Wand klatschen damit du aufhörst zu schreien. Hab ich natürlich nicht gemacht aber kurzzeitig hab ich das mal gedacht. 
Familie hab ich hier keine in der Nähe. Es hat mir also keiner bei meinem Schreihals geholfen. In der Zwischenzeit hab ich noch ein drittes Kind bekommen und meine größte Angst in der Schwangerschaft war wieder ein Schreibaby zu bekommen. Zum Glück war sie keins. 

Ich glaub ich hätte es nicht nochmal geschafft. Heute macht es mich noch nervös wenn ein Baby irgendwo länger schreit. Es erinnert mich an früher. 

Lg 

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1. Dezember 2016 um 17:41

Danke für eure Ehrlichkeit! Irgendwie bin ich erleichtert - ich glaube, das hab ich einfach mal gebraucht. Wenn man weiß, dass man nicht alleine ist (auch wenns schon zurück liegt), gehts einem einfach besser, oder?

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