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Schreibweise und Aussprache

18. Februar 2007 um 2:57

Ich wollte euch gern mal nach eurer Meinung fragen:

Findet ihr es wichtig, dass man seinen Kindern Namen gibt, die im jeweiligen Sprachraum jeder gut lesen und aussprechen kann?

Oder ist das egal, hauptsache der Name gefällt den Eltern?

Und wenn ihr einen solchen "Problemnamen" habt, würdet ihr dann die Schreibweise an die in Deutschland üblichen Regeln zur Aussprache anpassen oder wenn schon ungewöhnlicher Name, dann auch die Schreibung beibehalten?

Ich hoffe, das war jetzt nicht zu konfus ...

Mal zwei Beispiele:

1) Unser Sohn heißt Janosch. Das schreibt sich Original-Tschechisch (?) meines Wissens Janusz.

Wir haben uns aber für die "eingedeutschte" Schreibweise entschieden. Das ist eindeutig, jeder kann es lesen und auch der kleine wird damit keine Probleme haben, seinen Namen zu schreiben. Wir haben keine tschechischen Wurzeln oder so - falls dem so gewesen wäre und unser Sohn auch mit dieser zweiten Sprache aufgewachsen wäre, hätte ich in jedem Fall die "Originalschreibweise" bevorzugt.

2) Einer Bekannten gefällt der Name Laoghaire. Das ist ein irischer Name und die irischen Ausspracheregeln sind echt kompliziert. Laoghaire wird in etwa Lieri ausgesprochen.

Ich kenne ein deutsches Paar, dass seine Tochter Siobhán genannt hat (spricht man Schi-Wonn, betont auf der 2. Silbe - ob das alle Hamburger Grundschullehrerinnen wissen, wage ich zu bezweifeln)

Zwei andere irische Namen sind Niamh und Dearbhile. Für die beiden gibt es alternativ die englischen Schreibweisen Neve und Dervla, die der Aussprache auch sehr nahe kommen.

Würdet ihr euren Kindern als in Deutschland lebende Deutsche solche Namen geben, wenn sie euch gefallen, auch wenn die Kinder es dann mal echt schwer haben (OHNE Bezug zur irischen Sprache), zu begreifen, warum ihr eigener Name so komisch geschrieben wird und wenn sie ihn für JEDEN Menschen, den sie kennenlernen, jeden Lehrer etc. erst mal entweder buchstabieren oder 5 mal aufsagen müssen?

MICH hat diese Vorstellung davon abgehalten, meinen Kindern hier in Deutschland irische Namen zu geben. (Aber hätte ich einen Iren geheiratet oder würde ich in Irland leben, dann hätten meine Kinder auf jeden Fall irische Namen bekommen, denn für mich sind einige davon wirklich die allerschönsten, die ich kenne)

Oder würdet ihr eine englische oder sogar "eingedeutschte" Schreibweise wählen?

LG Eva

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18. Februar 2007 um 8:41

...
Unser großer Sohn heißt Sean (eigentl. wollten wir die engl. Schreibweise nehmen - Shawn - aber der Standesbeamte hätte es nur als Doppelname eingetragen, was wir nicht wollten).

Wir haben uns dann trotzdem für die irische Form entschieden, weil der Name ja auch im deutschen Sprachraum, doch recht bekannt ist.

Ausspracheschwierigkeiten gibt es aber natürlich trotzdem öfters...

Mir gefällt z.B. auch die irische Form von James sehr gut (Seamus). Da dieser Name aber zu unbekannt ist im dt. Sprachraum, würde ich ihn nicht vergeben. Unser kleiner Sohn heißt James .

LG

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18. Februar 2007 um 17:21

Ich

also zuerst: Probleme kann man mit jedem Namen kriegen, da wäre mein echter HELENA ein Beispiel für. Viele sprechen ihn nicht so aus wie ich es gerne hätte und zig mal zu korrigieren nervt manchmal echt schön. Und allgemein denke ich hält man den Namen für ganz einfach. Aber falsch gedacht.

Ich mag auch sehr gerne keltische Namen. Die aus dem Text würde ich jedoch wegen ihrer Schreibweise und völlig anderer Aussprache nie vergeben.
Ansonsten gibt es ja auch welche die leicht sind wie Liam, Colin, Ronan, Duncan usw. und die sind ja auch schön.

lg Áine

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22. Februar 2007 um 13:58

Ich habe ähnliche Gedanken
Mir geht es schon so, dass ich für mein Kind möchte, dass es nicht ständig seinen Namen buchstabieren muss. Auf der anderen Seite möchte ich aber schon eher einen selteneren Namen für mein "C" haben (unsere Namen fangen mit C an, also wird mein Kind auch einen Namen mit C am Anfang haben). Das ist nicht einfach, denn wie schon geschrieben finde ich es auch grauslig, wenn ein deutsches Kind einen komplett "ausländischen" Namen ohne Bezug dazu hat, egal ob französisch, englisch oder chinesisch.

Wenn mir ein Name so gut gefällt, würde ich wohl auf jeden Fall die Schreibweise eindeutschen (soweit es geht und Sinn macht).

Mir reicht es definitiv, dass ich meinen Nachnamen ständig buchstabieren muss und dabei ist der nicht mal außergewöhnlich kompliziert!

LG, CLAUDIA und das "C" im Bauch

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24. Februar 2007 um 11:01

Hm
Ich würde nur bedingt Namen eindeutschen. Klar, irische Namen sind kompliziert, aber es gibt da ja auch sehr schöne, einfachere. Bei manchen Namen ist eine andere Schreibweise sicher kein Problem, aber viele Namen verlieren dadurch etwas. D.h. ich würde die korrekte Schreibweise bevorzugen, aber nur, wenn die Aussprache nicht komplett anders ist. Und ansonsten lieber einen ganz anderen Namen nehmen.... Meine Tochter beklagt sich ja schon darüber, dass so viele ihren ZN Charlene (Scharlien) nicht richtig aussprechen (Scharlene) oder falsch schreiben. Wir hatten auch überlegt, sie einfach Shalin zu nennen, aber ich finde, trotz der gleichen Aussprache ist der Name nicht schön.

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