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Schulbegleiter - Hausbesuch vom Jugendamt

7. Mai 2016 um 19:36

Hallo,

mein Sohn (8, Asperger Autist) bekommt nun einen Schulbegleiter.
Jetzt hat sich die Dame vom JA bei uns Zuhause angekündigt, da sie mit mir alle Therapiemaßnahmen durchsprechen möchte. Sie wollte es nicht in der Schule machen und habe den starken Verdacht, er habe neben Autismus auch ADHS.
Außerdem wollte sie meine drei Kinder mal erleben, wie sie miteinander umgehen.
Sie war schon mal bei uns Zuhause. Wir hatten ein nettes Gespräch, Schulbegleiter war damals nicht nötig und sie meinte, wir können sie jederzeit anrufen, wenn etwas wäre. Ansonsten war alles ok.
Jetzt ist Sohni leider in der Schule wieder auffälliger und ... wurde bewilligt.
Ich habe zwar nichts zu verbergen, aber trotzdem irgendwie Bauchschmerzen.
Man hört ja die tollsten Geschichten über Jugendämter, dass auch bei gestellten Diagnosen die Eltern schuld sein sollen.

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7. Mai 2016 um 20:02

...
Hi du,

ich arbeite selbst im Jugendamt. Zwar nicht in dem Bereich, aber ich bekomme schon so einiges von meinen Kollegen und der Arbeitsweise mit.
Bei 99% der Stories, die man über das angeblich so gemeine Jugendamt liest, weiss ich schon anhand der Schilderung sicher, dass da Dinge verschwiegen oder ausgeblendet (also vor sich selbst geleugnet) werden.
Klar gibt es Mitarbeiter die Mist bauen, wie in jedem anderen Arbeitsbereich auch. Aber es gibt auch viele Mittel, genau sowas aufzudecken. In meinem JA gibt es regelmäßig Supervision, häufig Fallbesprechungen, wo dann auch der Chef und/oder andere Unbeteiligte mit hinschauen etc...
Wenn du nix zu verbergen hast, wird auch die Dame vom JA nix zu beanstanden haben. Und wenn du sie ohnehin schon kennst, weisst du ja auch wer da zu euch kommt.
Lass dir da von überall kursierenden Storys keinen Bären aufbinden und geh unvoreingenommen in das Gespräch. Angst vor dem JA muss in D keiner haben, der seine Kinder vernünftig erzieht!!

Tiri

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7. Mai 2016 um 20:13
In Antwort auf tirima

...
Hi du,

ich arbeite selbst im Jugendamt. Zwar nicht in dem Bereich, aber ich bekomme schon so einiges von meinen Kollegen und der Arbeitsweise mit.
Bei 99% der Stories, die man über das angeblich so gemeine Jugendamt liest, weiss ich schon anhand der Schilderung sicher, dass da Dinge verschwiegen oder ausgeblendet (also vor sich selbst geleugnet) werden.
Klar gibt es Mitarbeiter die Mist bauen, wie in jedem anderen Arbeitsbereich auch. Aber es gibt auch viele Mittel, genau sowas aufzudecken. In meinem JA gibt es regelmäßig Supervision, häufig Fallbesprechungen, wo dann auch der Chef und/oder andere Unbeteiligte mit hinschauen etc...
Wenn du nix zu verbergen hast, wird auch die Dame vom JA nix zu beanstanden haben. Und wenn du sie ohnehin schon kennst, weisst du ja auch wer da zu euch kommt.
Lass dir da von überall kursierenden Storys keinen Bären aufbinden und geh unvoreingenommen in das Gespräch. Angst vor dem JA muss in D keiner haben, der seine Kinder vernünftig erzieht!!

Tiri

Danke
für deine tolle Antwort
Sie meinte allerdings, sie müsse einen Fragekatalog abarbeiten, da bei ADHS z.B. vor Schulbegleiter vorrangig Ritalin eingesetzt werden soll.
Sie wird darauf bestehen, eine ADHS-Diagnose machen zu lassen, da ihrer Ansicht nach (sie habe viel Erfahrung) beides vorhanden sei

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7. Mai 2016 um 20:45
In Antwort auf sisasausemaus

Danke
für deine tolle Antwort
Sie meinte allerdings, sie müsse einen Fragekatalog abarbeiten, da bei ADHS z.B. vor Schulbegleiter vorrangig Ritalin eingesetzt werden soll.
Sie wird darauf bestehen, eine ADHS-Diagnose machen zu lassen, da ihrer Ansicht nach (sie habe viel Erfahrung) beides vorhanden sei

...
Hi du,

ja, das muss leider gemacht werden.
Der Kostendruck ist leider auch im Jugendamt präsent und spürbar, es muss immer auch die Wirtschaftlichkeit von Hilfen beachtet werden.
Das könnte (so im Detail weiss ich leider nicht Bescheid) der Grund sein, warum das ADHS unbedingt abgeklärt werden muss und der Einsatz von Ritalin einem Schulbegleiter vorgezogen wird.
Das Thema Wirtschaftlichkeit ist ein sehr leidiges Thema, und meine Kollegen beklagen sehr oft, dass sie gerne weitergehende Hilfen installieren würden, ihnen aber aus finanziellen Gründen die Hände gebunden sind.
Ihr Vorgehen ist also meiner Einschätzung nach schon korrekt.
Ob eine Sachbearbeiterin vom Jugendamt über die Erfahrung verfügt, Asperger von ADHS zu unterscheiden - hm. Das wundert mich nun etwas. Geht es vielleicht eher um eine Einschätzung, die dann von Arztseite noch abgeklärt werden soll?

Tiri

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7. Mai 2016 um 20:56
In Antwort auf tirima

...
Hi du,

ja, das muss leider gemacht werden.
Der Kostendruck ist leider auch im Jugendamt präsent und spürbar, es muss immer auch die Wirtschaftlichkeit von Hilfen beachtet werden.
Das könnte (so im Detail weiss ich leider nicht Bescheid) der Grund sein, warum das ADHS unbedingt abgeklärt werden muss und der Einsatz von Ritalin einem Schulbegleiter vorgezogen wird.
Das Thema Wirtschaftlichkeit ist ein sehr leidiges Thema, und meine Kollegen beklagen sehr oft, dass sie gerne weitergehende Hilfen installieren würden, ihnen aber aus finanziellen Gründen die Hände gebunden sind.
Ihr Vorgehen ist also meiner Einschätzung nach schon korrekt.
Ob eine Sachbearbeiterin vom Jugendamt über die Erfahrung verfügt, Asperger von ADHS zu unterscheiden - hm. Das wundert mich nun etwas. Geht es vielleicht eher um eine Einschätzung, die dann von Arztseite noch abgeklärt werden soll?

Tiri

Richtig
sie möchte, dass wir ADHS abklären lassen.
Kannst du mir sagen, warum sie meine drei Kinder auf einmal sehen möchte? Ich habe ihr erzählt, dass meine beiden Älteren oft streiten. Sie meinte, ich solle sie einfach streiten lassen und mich nie einmischen.
Daher meine Frage, ob sie mir Hilfestellungen geben möchte oder meine Erziehungsmethoden in Frage stellt

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7. Mai 2016 um 21:13

Hallo
Bei uns war auch die Dame vom Amt schon da.
War nicht schlimm und wahrscheinlich sind es die Horrorstories die man immer hört, das man nervös ist.
Ausserdem will man ja was vom Amt und das hat mich zusätzlich nervös gemacht.
Eines möchte ich noch zu der Einschätzung der JA-Damen sagen.
Ohne eine Kompetenz absprechen zu wollen, denke ich, das eine Sozial-Pädagogin keine Diagnose stellen kann und ehrlich gesagt finde ich es etwas vermessen, wenn sich jemand in einem Amt sodass sagen traut. Eine Diagnose stellt ein Arzt.
Lass dir bitte nicht einreden, dass dein Kind "nur" ADHS hat.
Eine Schulbegleitung gibt es nur bei einer Behinderung wie Autismus, nicht ADHS, nur darum geht es.
Mir wollte das JA auch weismachen, das unser Sohn nicht schwer betroffen ist vom asperger. Und das nach 30 Minuten im Büro im JA......
Auch wenn ihr eine ADHS Diagnose bekommt, das Asperger besteht trotzdem. Aber das weißt ja sicher auch, dass ADHS eine Begleiterkrankung bei ASS sein kann.
Lass dich also nicht einschüchtern. Ich wünsche dir viel Glück für den Termin!
LG Tina

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7. Mai 2016 um 21:18
In Antwort auf tina19755

Hallo
Bei uns war auch die Dame vom Amt schon da.
War nicht schlimm und wahrscheinlich sind es die Horrorstories die man immer hört, das man nervös ist.
Ausserdem will man ja was vom Amt und das hat mich zusätzlich nervös gemacht.
Eines möchte ich noch zu der Einschätzung der JA-Damen sagen.
Ohne eine Kompetenz absprechen zu wollen, denke ich, das eine Sozial-Pädagogin keine Diagnose stellen kann und ehrlich gesagt finde ich es etwas vermessen, wenn sich jemand in einem Amt sodass sagen traut. Eine Diagnose stellt ein Arzt.
Lass dir bitte nicht einreden, dass dein Kind "nur" ADHS hat.
Eine Schulbegleitung gibt es nur bei einer Behinderung wie Autismus, nicht ADHS, nur darum geht es.
Mir wollte das JA auch weismachen, das unser Sohn nicht schwer betroffen ist vom asperger. Und das nach 30 Minuten im Büro im JA......
Auch wenn ihr eine ADHS Diagnose bekommt, das Asperger besteht trotzdem. Aber das weißt ja sicher auch, dass ADHS eine Begleiterkrankung bei ASS sein kann.
Lass dich also nicht einschüchtern. Ich wünsche dir viel Glück für den Termin!
LG Tina

Vielen Dank
sie erzählte mir, ihr Sohn sei schwer betroffen von ADHS. Sowohl Autismus als auch ADHS würde die gleichen Gehirnregionen betreffen und daher seien Symptome ähnlich. Sie meinte, auch ADHS sei eine seelische Behinderung.
Wenn sie auf ihre Diagnose besteht, dann werde ich auf jeden Fall wieder nach Augsburg gehen (die einzige KJP, mit der ich gute Erfahrungen gemacht habe).
Ich werde dann auch sagen, dass begleitende ADHS getestet werden soll. Unsere Autismus-Diagnose ist aktuell. Ich sehe nicht ein, hier nochmal eine Diagnose stellen zu lassen

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7. Mai 2016 um 21:23

Kinder
Mit "nur" ADHS haben erst mal keinen Anspruch auf eine Schulbegleitung,da die Diagnose nicht zwangsläufig mir einer seel. Behinderung einhergeht.


Liegt eine Diagnose aus der ASS vor, ist auch sehr wahrscheinlich die seel. Behinderung so vorhanden,dass dem Kind eine Begleitung eher zusteht.

Außerdem ist es schwierig für Autisten eine geeignete Beschulung zu finden.

BW ist mit seinem neuen Inklusiongesetz doch einigermaßen unter Druck geraten.
Die Schulen konnen gar nicht so Inklusion betreiben wie es gedacht ist.
Insofern muss eben anderweitig nach Lösungen geschaut werden.
Wie das in Bayern ist weiß ich nicht genau.

Da unsere Tochter mit ihrem ADHS und nur autistischen Zügen,starken Sozialen Ängsten,sowie den Wahrnehmungsstörungen eine Art Sonderfall darstellt gilt sie als seel. Behindert.Sie hat aber keinen Schulbegleiter sondern Heilpädagogik von der sie sehr gut profitiert,weil sie einfach tiefer ansetzt.


Das JA war bei uns auch. Es ist ein sehr aufmerksamer Mitarbeiter der eben auch eirtschaftlich denken muss.

Dafür macht er seine Sache aber sehr gut.
Streitende Geschwister sind wohl eher normal.
Das weiß auch ein JA.

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7. Mai 2016 um 21:27
In Antwort auf sisasausemaus

Vielen Dank
sie erzählte mir, ihr Sohn sei schwer betroffen von ADHS. Sowohl Autismus als auch ADHS würde die gleichen Gehirnregionen betreffen und daher seien Symptome ähnlich. Sie meinte, auch ADHS sei eine seelische Behinderung.
Wenn sie auf ihre Diagnose besteht, dann werde ich auf jeden Fall wieder nach Augsburg gehen (die einzige KJP, mit der ich gute Erfahrungen gemacht habe).
Ich werde dann auch sagen, dass begleitende ADHS getestet werden soll. Unsere Autismus-Diagnose ist aktuell. Ich sehe nicht ein, hier nochmal eine Diagnose stellen zu lassen

Hmmmm
Trotzdem finde ich es Grenzwerten von ihr solche Aussagen zu treffen.
Und soweit ich weiß, gehört ADHS nicht zu den seelischen Behinderungen. Es gibt wegen ADHS keinen ... Ausweis u.s.w.
Das mit Augsburg ist ein guter Gedanke! Die sind dort echt gut, da wirst du in der Thematik sicher gut beraten werden!
LG

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7. Mai 2016 um 21:35

Grundsätzlich
sie kann keine komplette neue Diagnose von uns verlangen, oder? Nur eine zusätzliche ADHS-Testung

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7. Mai 2016 um 22:17

Auch wenn sie meint
Feststellen zu koennen,das dein sohn adhs hat,aendert es nichts an der diagnose autismus.mit autismus steht ihm ein schulbegleiter zu oder?

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7. Mai 2016 um 22:25
In Antwort auf ano100

Auch wenn sie meint
Feststellen zu koennen,das dein sohn adhs hat,aendert es nichts an der diagnose autismus.mit autismus steht ihm ein schulbegleiter zu oder?

Ja
sie hat auch immer wieder betont, wie teuer ein Schulbegleiter sei.
Viell. will sie eine komplett neue Diagnose und auf ADHS hinaus. Das kann sie allerdings vergessen, da unsere Diagnose ein Jahr alt ist. Ich werde ihn keinesfalls wieder diesen Maraton antun

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7. Mai 2016 um 22:41
In Antwort auf sisasausemaus

Ja
sie hat auch immer wieder betont, wie teuer ein Schulbegleiter sei.
Viell. will sie eine komplett neue Diagnose und auf ADHS hinaus. Das kann sie allerdings vergessen, da unsere Diagnose ein Jahr alt ist. Ich werde ihn keinesfalls wieder diesen Maraton antun

Sie
Erwähnt es eben nur wie es ist.
Die Tatsachen.
Die Diagnose stellt ja nicht sie sondern merkt nur an.
Andersrum ist es ja auch micht falsch gedacht von ihr.
Denn wenn noch ADHS vorliegen würde, dann könnte z. b eine Medikation mit MPH zu einer Verbesseung in diesem Bereich Beitragen.

Die Wirtschaftsprüfung eines JA muss schon genau wissen wofür Geld ausgegeben wird.

Die Schule meines Sohnes kostet zB über 1000 Euro pro Monat. Es ist eine private Sonderschule.
Wird vom JA bezahlt. Das ist ne Menge Geld und bei uns wird halbjährlich geprüft in wie weit der Anspruch noch besteht .

Sieh es so,dass deinem Sohn ja geholfen werden soll und dass du als Mama eine andere Ebene beziehst wie eine Außenstehende Person die das Augenmerk eben anders auslegen muss.

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7. Mai 2016 um 22:47
In Antwort auf xxomandragoraoxx

Sie
Erwähnt es eben nur wie es ist.
Die Tatsachen.
Die Diagnose stellt ja nicht sie sondern merkt nur an.
Andersrum ist es ja auch micht falsch gedacht von ihr.
Denn wenn noch ADHS vorliegen würde, dann könnte z. b eine Medikation mit MPH zu einer Verbesseung in diesem Bereich Beitragen.

Die Wirtschaftsprüfung eines JA muss schon genau wissen wofür Geld ausgegeben wird.

Die Schule meines Sohnes kostet zB über 1000 Euro pro Monat. Es ist eine private Sonderschule.
Wird vom JA bezahlt. Das ist ne Menge Geld und bei uns wird halbjährlich geprüft in wie weit der Anspruch noch besteht .

Sieh es so,dass deinem Sohn ja geholfen werden soll und dass du als Mama eine andere Ebene beziehst wie eine Außenstehende Person die das Augenmerk eben anders auslegen muss.

Ja, stimmt schon
ich mache ihr auch keinen Vorwurf.
Nur werde ich eben keine komplette neue Diagnose erstellen lassen, sondern allenfalls eine ADHS-Diagnose.
Was ich nicht verstehe ist der Hausbesuch und warum sie alle Geschwister zusammen sehen möchte

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8. Mai 2016 um 0:56

Hausbesuch
Hi du,

ein Hausbesuch in Anwesenheit aller Kinder macht Sinn, im Grunde genommen sogar egal worum es geht!

Jede Familie hat bestimmte "Funktionsweisen", jeder hat eine andere Rolle in der Familie - und eine Familie funktioniert dann, wenn sich die einzelnen Rollen aufeinander eingespielt haben.
So kann z.B. der Papa immer der sein, der auf Ordnung achtet, die Mama die sein, mit der am liebsten gekuschelt wird, ein älteres Kind die Rolle des "Aufpassers" übernehmen und damit eine Entlastung für Eltern darstellen usw.
Solche Rollen müssen nicht unbedingt positiv sein, sowohl für die Familie als Ganzes, als auch für den Einzelnen selbst.
Das klingt recht kompliziert, ist aber eine sehr sehr interessante Sichtweise auf alle sozialen Gruppen. (Google mal nach "Systemtheorie", so heisst der Denkansatz, der dahinter steht.)

Ich denke, die Dame möchte einfach Einblick haben in eure Familie und wie sie funktioniert. Das finde ich auch gerechtfertigt und sinnvoll, denn sie soll ja entscheiden, welche Hilfe euch am besten weiterhilft.
Familienstrukturen können ja durchaus verantwortlich für Auffälligkeiten sein (z.B. Kind hat ständig Fehler in den Hausaufgaben und kann sich nicht genügend darauf konzentrieren, was zur Vermutung ADHS führt. Beim Hausbesuch stellt sich heraus, dass alle Kinder gemeinsam am Tisch Hausaufgaben machen und sich gegenseitig stören. - Das ist ein sehr "plattes" Beispiel, aber ich denke du weisst was ich damit meine?)
Dabei muss es nicht zwangsläufig um "Schuld" gehen und darum, deine Erziehungsmethoden in Frage zu stellen. Es geht einfach darum, das Lebensumfeld deines Sohnes "als Ganzes" kennenzulernen.

Inwiefern sie nun das Recht hat, nochmals Diagnosen zu fordern - sorry, das kann ich dir nicht sagen, da kenn ich mich zu wenig aus...

Tiri

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8. Mai 2016 um 9:19
In Antwort auf sisasausemaus

Ja, stimmt schon
ich mache ihr auch keinen Vorwurf.
Nur werde ich eben keine komplette neue Diagnose erstellen lassen, sondern allenfalls eine ADHS-Diagnose.
Was ich nicht verstehe ist der Hausbesuch und warum sie alle Geschwister zusammen sehen möchte

Guten Morgen
Mir wurde gesagt, dass sie unsere Kinder im häuslichen Umfeld sehen wollen, auch M's Zimmer wollte Sie sehen. Ich denke, das ist Routine, wenn ein Leistungsantrag gestellt wird. Um sich ein Gesamtbild machen zu können.
Mir hat die Dame beim Gespräch bei uns daheim immer wieder gesagt, ich solle mich an sie wenden, wenn wir Hilfe brauchen.
LG
Tina

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8. Mai 2016 um 10:12
In Antwort auf tina19755

Guten Morgen
Mir wurde gesagt, dass sie unsere Kinder im häuslichen Umfeld sehen wollen, auch M's Zimmer wollte Sie sehen. Ich denke, das ist Routine, wenn ein Leistungsantrag gestellt wird. Um sich ein Gesamtbild machen zu können.
Mir hat die Dame beim Gespräch bei uns daheim immer wieder gesagt, ich solle mich an sie wenden, wenn wir Hilfe brauchen.
LG
Tina

Danke
eure Antworten beruhigen mich

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8. Mai 2016 um 13:02

@all
Wisst ihr, ob das JA eine komplett neue Diagnoseerstellung fordern darf?
Wie gesagt, Diagnose ist jetzt ein Jahr her und wurde vom Autismusambulanzzentrum durchgeführt.
Die Dame vom JA meinte, er sei kein klassischer Autist (Bewegungsdrang, Kontaktsuche), sie meinte er würde eher in ADHS - Schiene passen.
Was, wenn sie jetzt die Diagnose anzweifelt???

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8. Mai 2016 um 16:32
In Antwort auf sisasausemaus

@all
Wisst ihr, ob das JA eine komplett neue Diagnoseerstellung fordern darf?
Wie gesagt, Diagnose ist jetzt ein Jahr her und wurde vom Autismusambulanzzentrum durchgeführt.
Die Dame vom JA meinte, er sei kein klassischer Autist (Bewegungsdrang, Kontaktsuche), sie meinte er würde eher in ADHS - Schiene passen.
Was, wenn sie jetzt die Diagnose anzweifelt???

Hallo
Das ist leider teilweise Masche vom JA.
Lass dich nicht auf Diskussionen ein. Ob sie eine neue Diagnostik fordern dürfen, weißt ich nicht.
Ihr kommt aus Bayern? Frag mal beim Verein Autismus Oberbayern.de an. Die beraten gut, oder auch das Autkom in München berät sehr gut, kann ich nur empfehlen.
Lass dich nicht zu sehr bequatschen, notfalls musst du knallhart sagen, dass sie kein Arzt ist und die Diagnostik doch diesem überlassen soll.
Ich war auch immer eher der schüchterne und ruhige Typ, aber was wir uns schon anhören mussten, hat mich sehr kämpferisch gemacht. Inzwischen habe ich kein Problem mehr jemandem für mein Kind auf die Füße zu treten.
Leider geht es oft nicht um das Kind, sondern um das Geld.
Und bei uns wollten sie das Kind erst mal in den Brunnen schubsen und es von uns wieder raus holen lassen. Selbst die Schulrektorin war schockiert, und die ist Schulpsychiologin.
Ich will nichts unterstellen, aber erkundige dich bei einem der Vereine, die haben sicher mehr Erfahrung.
Es gibt auch ein anderes Forum, das heisst Autisten-kinder.com. Ein Spezial-Forum, in dem man sich zum Lesen aber registrieren muss.
Dort sind auch sehr erfahrene Eltern unterwegs und geben nützliche Antworten
Viel Glück und gute Nerven

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8. Mai 2016 um 16:48

Hallo
Als erstes brauchst du ein Gutachten, in dem die seelische Behinderung (blöder Begriff, ich weiss) von mindestens 6 Monaten bestätigt wird. Hier in Bayern ist es der Paragraf 35a des SGB VIII.
Ich denke, dass bei jedem Leistungsabfall zu hause hospitiert wird, finde ich grundsätzlich auch nicht schlimm. Das Amt will einfach euch als Familie sehen und einschätzen können. Klar, eine Stunde ist nicht lange, aber die Dame soll ja auch keine Diagnostik oder sonstiges machen. Nur sehen, wie es bei euch läuft. Es muss auch nicht alles perfekt sein an diesem Tag, sie sollen ja sehen, welche Probleme auftauchen und mit was wir täglich zu kämpfen haben.
Es gibt ausserdem noch den MSD-A. Dieser kümmert sich um schulpflichtige autistische Kinder und steht auch Lehrern beratend zur Seite.
Wo hast du die Diagnostik machen lassen? Warst du nicht auch in Augsburg? Da bekommt man eine Menge gute Adressen.
Lasst auch den MSD-A im Kindergarten hospitieren und euch eine Bestätigung von denen geben. Hatten wir auch und zusammen mit dem Gutachten der Kinderpsychiater gab es keine Diskussionen, ob Anspruch besteht, nur in welchem Umfang und ab wann.
Ich hoffe ich konnte die ein bisschen helfen.

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8. Mai 2016 um 16:51
In Antwort auf tina19755

Hallo
Das ist leider teilweise Masche vom JA.
Lass dich nicht auf Diskussionen ein. Ob sie eine neue Diagnostik fordern dürfen, weißt ich nicht.
Ihr kommt aus Bayern? Frag mal beim Verein Autismus Oberbayern.de an. Die beraten gut, oder auch das Autkom in München berät sehr gut, kann ich nur empfehlen.
Lass dich nicht zu sehr bequatschen, notfalls musst du knallhart sagen, dass sie kein Arzt ist und die Diagnostik doch diesem überlassen soll.
Ich war auch immer eher der schüchterne und ruhige Typ, aber was wir uns schon anhören mussten, hat mich sehr kämpferisch gemacht. Inzwischen habe ich kein Problem mehr jemandem für mein Kind auf die Füße zu treten.
Leider geht es oft nicht um das Kind, sondern um das Geld.
Und bei uns wollten sie das Kind erst mal in den Brunnen schubsen und es von uns wieder raus holen lassen. Selbst die Schulrektorin war schockiert, und die ist Schulpsychiologin.
Ich will nichts unterstellen, aber erkundige dich bei einem der Vereine, die haben sicher mehr Erfahrung.
Es gibt auch ein anderes Forum, das heisst Autisten-kinder.com. Ein Spezial-Forum, in dem man sich zum Lesen aber registrieren muss.
Dort sind auch sehr erfahrene Eltern unterwegs und geben nützliche Antworten
Viel Glück und gute Nerven

PS....
Auch dir kann ich den MSD-A nur ans Herz legen. Die betreuen die aufseiten sehr gut und auch mit tatkräftiger Unterstützung

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