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Schwanger und Mann lässt mich sitzen/ will keinen Kontakt mehr

8. Juli 2013 um 20:25

Hallo, Ich bin gerade sehr verzweifelt und suche ein bisschen Erfahrungen anderer. Ich habe vor ca. 10 Monaten eine Beziehung mit einem verheirateten Mann begonnen. Es waren sehr starke Gefühle. Ich wollte das ganze ziemlich schnell wieder beenden, da ich ein schlechtes Gewissen seiner Familie gegenüber hatte. (frau und kleine Tochter) Er ließ nicht locker und wir sind uns auf einer sehr, sehr innigen Ebene begegnet. Alles war sehr emotional und schön. Er meinte, dass er sich trennen würde, seine Ehe nicht laufen würde. Er unzufrieden sei und nur noch wegen des Kindes dableiben würde. Nach einer kurzen Trennung, da ich es irgendwann einfach nicht mehr so ausgehalten habe. (Das ist jetzt 3 Monate her) Ist er plötzlich von zuhause ausgezogen und ab dem Zeitpunkt habe ich mich mit allen meinen Mitteln in die Beziehung fallen lassen. Ich liebe diesen Mann wirklich sehr. Leider ist er oft sehr böse geworden, war laut, aggressiv usw. Was ich auf die komplizierte Gesamtsituation geschoben habe. Ich habe zu ihm gehalten. Weil der Rest wunderschön war. Auch wenn ich unglaublich eifersüchtig auf seine Frau war. Er musste ja immer dort hin. Mir war bewusst, es würde einiges auf uns zu kommen. Ihm wohl leider nicht. Er hatte auf Ruhe gehofft, die sich leider gar nicht einstellte und auch zwischen uns kriselte es immer mehr. Mit der Zeit merkte ich, dass er an Depressionen leidet, er das aber einfach nicht wahrhaben wollte. Ein auf und ab der Gefühle. Absolute Hochs und absolute Tiefs. Nun ist es so, dass seine Familie so sehr auf ihn eingeredet hat, inklusive seiner Frau und er sich endlich eingestanden hat, dass er seine Tochter nicht allein lassen kann (Trotz mieser Ehe, an der er auf einmal arbeiten will und es die letzten Jahre nicht getan hat), dass er sich entschieden hat, zurückzugehen. Von einem auf den anderen Moment war er eiskalt, keine Liebe mehr, kein Nichts, unfaire beleidigungen, vorwürfe, ich hätte sein leben zerstört usw. Ich habe dann den Kontakt abgebrochen. Habe Tagelang nur geweint und nicht wirklich auf meinen Körper gehört. Und nun gemerkt, dass ich offensichtlich schwanger von im bin. Ich bin nun ein paar tage überfällig und habe 2 positive Tests. Eigentlich kann ich mir das gar nicht erklären, da wir nicht verantwortungslos miteinander geschlafen haben, da es mir zum momentanen Zeitpunkt einfach gar nicht in den Kram passt. Schon gar nicht in dieser Situation. Ich bin noch mitten im Studium und stehe noch dazu allein da, denn er hat mich sitzen lassen. Ich habe ihn darauf hin angerufen und ihm gesagt, wie es aussieht. Und er ist ausgerastet und meinte, mit solchen Methoden würde ich ihn nicht zurückbekommen. Das Kind sei nicht von ihm (ist es aber!!! Es kommt niemand anderes in Frage. Ich war ihm zu 100 Prozent treu) ich solle Abtreiben, ich wollte ihm das Kind andrehen, er verkraftet nicht noch ein Kind, er wird niemals Verantwortung dafür übernehmen und Geld würde er auch nicht zahlen. Seine Frau dürfte das nie erfahren (Denn sie wagen ja jetzt den Neuanfang) und er hat panische Angst, alles zu verlieren, was ich auch verstehen kann. Bis vor einer Woche wollte er mit mir zusammenziehen, mit mir eine Zukunft aufbauen und jetzt stehe ich vermutlich allein ohne Kind da. Sein Bruder hat mir am Telefon gesagt, dass er sich vermutlich umbringt, wenn ich das Kind behalte. Ich weiß einfach nicht weiter. Ich könnte niemals ein Kind abtreiben. Ich bin zwar erst 23. Aber auch keine 15 Mehr. ich habe gute Perspektiven, trotz Kind mein Studium zu beenden. Aber man will doch kein Kind ohne Vater. Ich bin einfach nur so sehr verletzt, er behandelt mich auf einmal wie Dreck, wirft mir vor, ich hätte sein Leben zerstört, dabei ist er doch nun selber mit seinen 36 Jahren alt genug.

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10. Juli 2013 um 11:40


Vielleicht kann ich dir ein bisschen Mut machen:

Es ehrt dich, dass du ein so rücksichtsvoller Mensch bist und ihn nicht zerstören willst nur weil er zurück zu seiner Frau gegangen ist. Du erzählst das sehr rational und ich habe den Eindruck du gönnst ihm auch die zweite Chance mit seiner Frau.

Dennoch: Ich kann verstehen, dass du nicht abtreiben willst und nur weil sein Bruder irgendetwas sagt um dir ein schlechtes Gewissen zu machen würde ich das Kind nicht wegmachen. Du hast ihm nicht mit böser Absicht ein Kind unter geschoben und es gibt Verhütungspannen. Hätte er es ganz ausschließen wollen hätte er 2 Möglichkeiten gehabt...entweder er zieht ein Kondom an, oder er geht erst garnicht fremd. Das Resultat, was er jetzt hat...damit muss er leben, das ist eure gemeinsame Verantwortung. Er ist alt genug um sich eine Therapeuten zu suchen oder sich einzuweisen, damit er sich vor den Selbstmordgedanken schützt, die ihm sein Bruder unterstellt. DAS liegt nicht in deiner Verantwortung.

Zum Kind. Ich bin auch mitten im Studium schwanger geworden von einem Mann, der offenbar auch einen Knacks hat. Ich will das auch überhaupt nicht gut heißen, dass man sich von jemandem Schwängern lässt, der so labil ist. Aber wenn es nunmal passiert ist, dann ist das eben so. Man kann auch ganz alleine eine tolle Mama werden. Einen "guten" Vater wirst du in ihm ohnehin nicht finden, egal ob er zu dem Kind steht oder nicht. Denn er ist doch offenbar so sehr mit seinen Depressionen beschäftigt, dass er gar nicht die Kraft hat sich auf ein Kind emotional einzulassen.
Wenn du glaubst, dass es gut in dein Studium rein passt und dein Leben nicht so kaputt macht, dass du danach nicht mehr weiter weißt, dann gib dem Kind eine Chance dein Leben zu bereichern. Und wenn das Kind der berühmte Fehler ist aus dem du lernst. Meine Tochter kam im April zur Welt. Ich bin ein Jahr beurlaubt in der Uni, danach haben wir eine Tagesmutter. In dieser Zeit kann ich mich schon prima daheim auf mein Examen vorbereiten, ab Oktober probieren wir zusammen in die Uni zu gehen

Vielleicht auch nochmal einen Satz zum Finanziellen: Er ist verpflichtet zu zahlen. Lass dir bloß kein schlechtes Gewissen einreden, dass er sonst seine Familie nicht mehr durchbringt. Es ist SEINE Verantwortung genauso wie DEINE, dass du schwanger bist. Die hat er mit zu tragen und wenn er sich schon nicht persönlich involvieren will, dann hat er wenigstens den Unterhalt zu zahlen. Denn das ist nicht dein Geld (auf das du einfach verzichten kannst), sondern das Geld deines Kindes. Lass dir da bloß nix einreden. Der Staat zwingt da Gott sei dank den unterhaltspflichtigen Elternteil seine Verantwortung auch wahr zu nehmen.
Ob du jetzt noch Unterhalt für dich einklagst ist nochmal eine andere Geschichte und finde ich in seiner Situation ist es vielleicht einfach netter es nicht zu tun. Das setzt aber voraus, dass du kein Hartz IV beziehen musst, denn die würden darauf bestehen, dass du erstmal den Betreuungsunterhalt des Vaters einklagst, bevor die etwas zahlen. Ich beziehe übrigens Hartz IV aber bei mir ist auch klar, dass der Vater weder für das Kind als auch für mich irgendwie in der Lage ist Geld zu zahlen.

Wenn du noch Fragen hast, dann sprech mich gerne an

Ihr schafft das auch zu Zweit!

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