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Schwangerschaft nach langen Depressionen

20. Oktober 2011 um 18:56

Hallo ich wollte mal hören, ob jemand von euch erfahrungen gemacht hat, wie eine Schwangerschaft verläuft und die Zeit danach, wenn man vorher an mittelschweren Depressionen gelitten hat. Ob es umbedingt gesagt ist das es wieder schlimmer wird , oder vielleicht sogar eher das gegenteil bewirkt.

Danke im vorraus

Liebe Grüße Tina24022

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31. Oktober 2011 um 10:05

Hallo!
Ich bin in der 14. Woche schwanger und hatte auch schon vor der Schwangerschaft Depressionen.
Ich war vor einem halben Jahr in einer psychosomtischen Klinik. Danach ging es mir sehr gut. Die Therapie hatte super geholfen. Ich hatte auch antideppresiva genommen. Als ich dann erfahren habe das ich schwanger bin, habe ich sie sofort
abgesetzt. Seit ein paar wochen geht es mir wieder richtig schlecht. Ich habe Angst vor der Zukunft, Alpträume, lustlos und könnte den ganzen Tag heulen. Ich habe niemanden der mich versteht. Ich hoffe ich finde hier jemanden.

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16. November 2011 um 12:24

Hi Tina24022!
Ich litt ebenfalls lange Zeit an Depressionen (mit Angststörungen, Medikamenten, Klinik), war dann eine zeitlang wieder gesund bevor ich bewusst schwanger geworden bin. Meine frühere Therapeutin hat mich aufgeklärt, dass es nicht sein muss, dass man wieder depressiv wird oder grundsätzlich eine Peri- oder Postpartale Depression bekommt.
Als der Test positiv war habe ich mich gefreut wie ein Keks, doch nach etwa drei Monaten wurde das Gefühl sehr ambivalent und ich war mir nicht mehr sicher, ob ich das Kind wirklich haben wollte, etc. Ich habe mich an den Nachfolge-Therapeuten gewandt (meine Th. war mittlerweile weggezogen) um direkt etwas zu unternehmen.
Ich hatte eine Anpassungsstörung (was ja noch keine Depressionen ist). Die wöchentlichen Sitzungen waren wieder sehr wichtig für mich und ich bin bis zur Geburt hingegangen.

Nun ja, eine Geburt ist kein Spaziergang und der kleine Krümel schlug in unser Leben ein wie eine Bombe. Es dauerte also nicht lange bis ich wieder drin war in der Depression! Das ist nun erst wenige Wochen her, unser Sohn ist drei Monate alt.
Es ging immer weiter bergab, so dass ich wieder Medikamente nehme (nein, ich stille nicht mehr), Zwangsgedanken habe, an Suizid denke.
Ich weiß, dass ich jederzeit nach Herten auf die Mutter-und-Kind-Station kann, aber ich möchte es zu Hause schaffen.
Das Baby entwickelt gerade eine Routine in seinem Leben und auch mein Mann soll das Recht haben, seinen Sohn täglich zu sehen (aber er würde es unterstützen, wenn ich doch in die Klinik gehe).
Ich kann im Moment keine Prognose abgeben, war aber am Freitag kurz vor einem Suizidversuch.
Ich will dich auch nicht von einer Schwangerschaft abhalten, denn wie gesagt, es kann dir auch einfach blendend gehen. Aber du hast ja auch nur nach Erfahrungsberichten gefragt.
Wenn du noch Fragen hast, stell sie ruhig.

Ich hoffe, ich konnte dir einen kleinen Eindruck vermitteln.

Alles Liebe!




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3. August 2012 um 11:27

Hallo
Hallo ich habe seit der Geburt meiner Tochter vor drei Jahren Depressionen. Medikamente, Therapie... Jetzt wünsche ich mir ein zweites Kind und habe Angst alles nochmal zu erleben. Ich habe auch das Gefühl das mein Mann bis heute noch nicht äit der Depression umgehen kann.

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3. August 2012 um 11:32

Du bist keine schlechte Mutter
Hallo. Ich wollte damals auch unbedingt ein Baby. Hab mich auf das Schwanger sein so gefreut. Ab dem Moment wo der Test positiv war habe ich nur noch geweint. Ich war irgendwie nie glücklich.mit der Schwangerschaft. Alles war anders wie gedacht. Nach der Geburt brachen dann Angsrstörungen, Depressionen und so aus. Es war sehr schwer aber heute bin ich ohne anzugeben eine tolle Mama ( mit Depressionen) und habe ein super Kind.

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30. April 2014 um 15:01

Schwangerschaft nach mittelschweren und dann leichten Depressionen
Hallo liebe Tina,

also ich habe seit 7 Jahren Depressionen gehabt, nicht ärztlich diagnostiziert, aber die Symptome, wie viel Grübeln, Traurigkeit, Angst, Rückzug. Das Ganze hat sich kontinuierlich verbessert bei mir.

Vor fünf Jahren habe ich dann einen Sohn bekommen. Die Depressionen wurden etwas schlimmer, da ich mir keine Hilfe gesucht hatte. Und ich zusätzlich noch ein Studium hatte, Umzug. Noch keinen sozialen Kontakte und auch kaum Zeit und innere Ruhe, um soziale Kontakte zu pflegen.

Was will ich damit sagen. Ich denke, wenn ich damals nur schwanger gewesen wäre ohne Studium und Umzug und anfänglich fehlenden Kontakten und Unterstützung, dann wäre es denke ich nicht schlimmer geworden.

Wieso ich so denke? Weil ich bei mir festgestellt habe, dass Depressionen von einer ungesunden Lebens- und Denkweise herrühren. Diese kann man in einer Therapie bearbeiten. Halt habe ich bei Gott gefunden und Hoffnung. Ich war also so gut wie nie verzweifelt, sondern konnte es aus Gottes Hand so nehmen wie es ist. Manchmal habe ich es schwer empfunden und es hat mich genervt. Das kam jedoch nicht soo häufig vor, weil ich wusste Gott trägt mich durch.

Wenn Du ausreichend soziale Kontakte und Unterstützung (Papa, Oma, Opa, Freunde) hast sehe ich kein Problem. Würde allerdings eine Therapie machen bzw. in Kontakt bleiben mit Deiner Therapeutin und Psychiaterin.

Ich bin jetzt auch wieder schwanger. Habe noch leicht die oben beschriebenen Symptome. Und bin gerade fleißig dabei mein Leben so zu gestalten, dass ich bis zur Geburt symptomfrei bin. Das wünsche ich mir von ganzem Herzen für meine beiden Kinder. Für sie habe ich eine Verantwortung.

So nun ist mein Roman fertig. )

Und was denkst Du dazu? Wie hast Du Dich entschieden? Wie gings Dir denn in Deiner Depression? Wie hat sie sich angefühlt und wie hat sie sich verbessert?

DAs würde mich sehr interessieren. Da ich nur eine Freundin und Oma habe, die an Winterdepressionen leiden und nie so ausführlich darüber reden konnte.

Liebe Grüße
Claudia

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4. Mai 2014 um 8:57

Bewirkt
Das kam jedoch nicht soo häufig vor, weil ich wusste Gott trägt mich durch. Wenn Du ausreichend soziale Kontakte und Unterstützung (Papa, Oma, Opa, Freunde) hast sehe ich kein Problem.

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