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Schwangerschaftsdepression und psychotische Symptome. Mir geht es sehr schlecht!

2. Februar 2011 um 20:29 Letzte Antwort: 18. Februar 2011 um 21:47

hallo liebe forumsmitglieder,

ich bin noch ganz neu hier und muss mich erst noch zurechtfinden.
ich selber leide seit jahren unter depressionen und psychotischen symptomen. ich bin in therapie und nehme medikamete.

mein problem ist, dass ich nun schwanger bin und mehr und mehr merke, dass es mit mir bergab geht. ich bin im fünften monat und nehme nur noch zur nacht ein medikament, das antidepressivum habe vor ca. drei monaten abgesetzt.

es ist total seltsam, anfangs ging es mir recht gut und hatte auch kaum schwangerschaftsprobleme. diese fangen jetzt erst an. ich weine sehr viel, leide unter schlimmer unruhe, habe angstzustände usw. eigentlich die ganz palette. mein partner weiß auch nicht mehr weiter. ich fühle mich mit meinen problemen sehr allein gelassen. meine ärtzin würde mich am liebsten wieder stationär schicken, aber ich muss das doch so hingebkommen.

gibt es hier welche die ähnliches durchgemacht haben oder durchmachen? wie habt ihr das geschafft ohne durchzudrehen?

ich fühle mich wegen dem kind auch furchtbar schlecht, ich will doch dass es gesund ist. ich will auch nicht wieder weiter medikamente nehmen.

zur not bekam ich damals was zur beruhigung, aber die vertrage ich seit der schwangerschaft nicht mehr.

ich weiß nicht mehr weiter. ich weiß das klingt blöd, aber wer kann mir ein wenig mut machen?



ganz liebe grüße
ZaraMara

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18. Februar 2011 um 21:47

Hallo
Hallo!
Ich bin heute diesem Forum beigetreten und habe Deinen Beitrag gelesen. Es ist ja schon ein paar Tage her, dass Du geschrieben hast, daher weiß ich nicht, wie es Dir im Moment geht.
Die Symptome, die Du beschreibst, kenne ich auch, da ich ebenfalls immer mal wieder mit dem Thema Depression zu tun habe, nun in der Schwangerschaft eben auch. Ich habe mich auch oft alleine gelassen gefühlt, da ich keine Medikamente nehmen konnte oder wollte. Und der Tip, eine Stunde pro Tag spazieren zu gehen, schien mir um diese Jahreszeit ziemlich schwierig durchzusetzen.
Ich habe nun vor kurzem eine Hebamme aufgesucht und ihr von meinen Problemen erzahlt. Viele Hebammen beschäftigen sich zusätzlich mit der Thematik Homöopathie, so auch meine. Sie hat mir erzählt, dass es viele homöopathische Mittel gibt, die ebenfalls die Symptome von Depression oder Ängsten lindern oder beseitigen können. Wir probieren momentan aus, welches Mittel für mich gut ist. Allein schon die Tatsache, dass sie meine Lage ernst genommen und mit mir gemeinsam versucht, eine Lösung zu finden, hat mir schon Mut gemacht. Vielleicht wäre es für Dich auch eine Unterstützung, wenn Du jetzt schon Kontakt mit einer Hebamme suchen würdest, oder hast Du das vielleicht schon getan?
Deine Schuldgefühle Deinem Kind gegenüber kann ich nachvollziehen, aber ich sehe sie eher als Symptom und nicht als reale Tatsache, die gerechtfertigt wäre. Die Gefühle entstehen natürlich durch die schlechten Gedanken, die man sich während einer depressiven Phase macht. Es ist jedoch eher zusätzlich schwer, auch noch damit zu kämpfen, als in diesem Moment einfach mal kurz zu akzeptieren, dass man sich nicht wohl fühlt, aus welchem Grund auch immer und dass man dies mit Sicherheit nicht aus Absicht fühlt. Mit dieser Akzeptanz kann man manchmal schon die Intensität des schlechten Gewissens mildern und der Druck lässt etwas nach.
Ich hätte noch ein paar andere Ideen, die vielleicht helfen könnten, da ich jedoch nicht weiß, wie stark Deine Symptome sind, weiß ich auch nicht, ob Dir das was bringen würde. Wenn Du möchtest, kannst Du nochmal schreiben. Vielleicht bringt Dir ja schon alleine das was...
Liebe Grüße
Christina

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