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Schwerhörigkeit

1. März 2017 um 11:01

Hallo!
Mein Tochter (6 Monate ) wurde am Montag operiert und es wurde festgestellt, dass sie eine angeborene Schwerhörigkeit hat. Die Termine für die Anpassung der Hörgeräte stehen. Gibt es hier vllt jemanden mit Erfahrungen? Jemand der auch ein schwerhöriges Kind hat? Worauf man achten kann etc? Einfach eigene Erfahrungen? Bin momentan aufgrund der Diagnose etwas verunsichert.

lieben Gruß!

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1. März 2017 um 13:29

Ich habe keine eigene  Erfahrung, aber meine Tochter geht in einen integrativen Kindergarten und da sind einige Kinder mit Hörgeräten. Teilweise einseitig, teilweise beidseitig. Diesen Kindern geht es gut und sie spielen und benehmen  sich wie die anderen. 
Ich glaube das wichtigste, vorallem für das erlernen der Sprache, ist das die Geräte ordentlich eingestellt sind!

Es ist verständlich, dass du dir Sorgen und Gedanken machst, aber ich glaube heutzutage kann das Defizit gut in den Griff bekommen werden! Dein Kind wird sicher glücklich werden!

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1. März 2017 um 19:48

Ich habe persönliche Erfahrungen 
Ich bin selbst von Geburt an hörgeschädigt auf einem Ohr hochgradig und auf dem anderen an Taubheit grenzend. Mein Sohn ist 1 Jahr alt und ebenfalls schwerhörig allerdings trägt er nur auf einem Ohr ein Hörgerät und ist auch "nur" mittelgradig schwerhörig. Auf dem anderen Ohr hat er eine leichte Schwerhörigkeit, die aber nicht ausgeglichen werden muss. Bei meinem Sohn kann ich noch nicht so viel an Erfahrungen erzählen, da er noch klein ist, außer eben, dass er besser reagiert und uns besser versteht seit er die Hörgeräte hat. Er fängt seit kurzem leider an am Hörgerät immer umzuspielen/es versuchen abzumachen, ich weiß nicht genau was er da machen möchte, richtig eingestellt sind sie. 

Ich kann dir aber berichten, dass ich trotzdem ein normales Leben führe Gehe sogar auf eine normale Uni. 
Wie schwerhörig ist deine Tochter denn? Leicht, mittelgradig, schwergradig? Ab wieviel db hört sie? 
Wie einfach es deiner Tochter fällt Lautsprache zu lernen hängt sicher vom Grad der Schwerhörigkeit ab und je nachdem gibt es auch unterschiedliche Förderungen. Ich weiß nicht genau was in Deutschland angeboten wird, da wir nicht dort leben aber ich kann ja trotzdem mal ein bisschen versuchen zu erzählen.
Sprachtherapie wird es denke ich auf jeden Fall geben. Sogar gehörlose Menschen können Lautsprache lernen und lernen von den Lippen abzulesen (ist aber schwierig bei Menschen die man nicht kennt). Bei an Taubheit grenzender Schwerhörigkeit können Gebärden zur Unterstützung sinnvoll sein es gibt auch Lautsprachbegleitende Gebärden, das ist keine vollständig Gebärdensprache aber unterstützt die Lautsprache durch Gebärden, wenn man wirklich sehr schlecht hört. 
Es kommt aber auch sehr auf dein Kind an, wie gut oder wie schnell es die Lautsprache lernt. 

Ich möchte dir aber keine Angst machen, ich weiß ja nicht wie schlecht deine Tochter wirklich hört, vielleicht ist es bei ihr ja gar nicht so extrem und ich schreibe schon zu viel

In der Schule kann man die Hörgeräte übrigens mit dem Lehrer verbinden also sodass der in ein Mikrophon spricht und es kommt direkt im Ohr an. Das größte Hinderniss beim Lernen in einer Klasse, in der auch normal hörende Kinder sind, sind die Hintergrundgeräusche. Hintergrundgeräusche sind mit Hörgeräten extremer als für Menschen ohne.

Ich muss jetzt Schluss machen, wenn du Fragen hast dann frag ruhig 

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1. März 2017 um 20:44

Danke für eure Antworten
laut Diagnose ist sie Mittel- bis Höchstgradig schwerhörig. 60db. 
Mir sagt das ehrlich gesagt noch nicht soviel.
wird sie denn trotz Hörgerät Sprachtherapie brauchen?

viele Grüße!

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2. März 2017 um 19:11
In Antwort auf elisafox1

Hallo!
Mein Tochter (6 Monate ) wurde am Montag operiert und es wurde festgestellt, dass sie eine angeborene Schwerhörigkeit hat. Die Termine für die Anpassung der Hörgeräte stehen. Gibt es hier vllt jemanden mit Erfahrungen? Jemand der auch ein schwerhöriges Kind hat? Worauf man achten kann etc? Einfach eigene Erfahrungen? Bin momentan aufgrund der Diagnose etwas verunsichert.

lieben Gruß!

Ich bin mir ehrlich gesagt nicht ganz sicher bis zu welcher db Zahl man den Hörverlust 100%ig ausgleichen kann. Mein Sohn hat 50db und das kann man ausgleichen, ich denke 60db werden da auch gut gehen und deine Tochter hat gute Chancen normal sprechen zu lernen. Wenn sie anfängt zu sprechen würdest du es merken wenn sie Lispelt, bei Lispeln geht man dann zum Logopäde. 

Ich würde auch ruhig nochmal nachhaken und die Ärzte alles fragen was dich interessiert, dir auch alles erklären lassen, es scheint so als hätten die dir sehr wenig Info gegeben. 

Da du schreibst du kannst dir darunter wenig vorstellen; ein normales Gespräch liegt ungefähr bei 60db oder auch die Geräusche in einem Wohnviertel (die Angaben die du im Internet finden wirst werden immer leicht abweichen, es ist ja nicht in jedem Wohnviertel gleich laut). Aber deine Tochter hört eben erst ab dieser Lautstärke, ein normal hörender Mensch hört ab 0db also das ist dann die Schwelle ab der ein Ton gerade so hörbar ist. Das heißt jetzt aber nicht, dass alles immer 60db lauter sein muss, damit deine Tochter es hört und sie hört auch nicht alles 60 mal schlechter als du. Also mit Dezibel ist das etwas komplizierter, man kann es nicht einfach addieren also 60db + 60db sind nicht einfach 120db. 
Ich kann das auch immer schlecht erklären.

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