Home / Forum / Mein Baby / "Schwierige" Kinder in der Kita...

"Schwierige" Kinder in der Kita...

25. Januar 2017 um 22:33

Der Thread mit den abgeschnittenen Haaren beschäftigt mich...Und zwar, weil ich selbst Mama eines solchen "Raufbolds" bin. Ich Frage mich oft was von mir als Mama seitens der anderen Eltern erwartet wird, was in Zukunft noch auf mich zukommt...

Mein Sohn ist ja Asperger Autist, nun sieht man ihm das ja nicht sofort an. Und selbst wenn, würde das etwas ändern?

Er ist oft wild, gerät in stressigen Situationen oft außer Kontrolle, sprich er wird überdeht, oft ist er grob zu anderen Kindern, und das er in der sozial-emotionalen Entwicklung gestört ist, macht es nicht einfacher. Im privaten kann ich das gut abschätzen, ihn gut steuern, und bei Bedarf beherzt eingreifen. Ich bin konsequent, erkläre ihm viel - aber Empathie kann man nicht "anerziehen". Wir haben einen strukturierten Alltag, ohne Regeln läuft hier nix. Er ist 5 Jahre alt.

In der kita ist er ein integrationskind, eins von zweien. Das andere kind ist ein Mädchen mit Down Syndrom.

Es sind 19 Kinder in der Gruppe, 3 ErzieherInnen.

Hier mal mein "schlimmstes Erlebnis" in diesem Zusammenhang:

Im letzten Sommer hat er ein Mädchen aus seiner Gruppe mit einem Stein am Kopf getroffen. Den warf er aus einem Baumhaus (es gibt in seiner Kita ein Stück wald), er war da 4,5 Jahre alt. Er hat von oben gesehen was passiert war, hat sich versteckt. Das er es war kam erst am nächsten Tag raus...Ich hab es an seinem Verhalten gemerkt das etwas war, geredet hat er an dem tag nicht mit mir, er sagte mir es war was schlimmes, aber er sagt es mir nicht. Das Mädchen wurde ins Krankenhaus gebracht, und dort von ihrer Mama abgeholt. Sie sagte dann das er es war. Die kleine war da knapp drei. Sie hatte eine ziemlich dolle Platzwunde über der Schläfe. Es tat und tut mir so unfassbar leid. Als ich sie in der Kita dann sah, mit dem Riesenpflaster wäre ich am liebsten im Erdboden versunken... Ein paar Tage später kam es in der Garderobe zu einem Gespräch mit mir und der Mama. Ich hab ihr gesagt das es mir sehr leid tut, das ich das Thema immer wieder mit meinem Sohn aufgreife, ich aber auch nicht verstehen kann wieso er derart unbeaufsichtigt war, und das genau in diesem Waldstück. Sie hat mir keine Vorwürfe gemacht, aber mit Sicherheit ist sie seitdem sehr distanziert mir gegenüber. Soweit ich weiß wissen alle Eltern wer die integrationskinder sind, auch habe ich ihr gesagt, das ich mir bewusst bin, das er als integrationskind mit seiner Diagnose ein Risikofaktor sein kann, aber das ich eben auch auf eine Betreuung angewiesen bin.

Kleinere Reibereien werden mir oft berichtet, irgendwas ist immer...und sei es nur das es Kinder gibt, die wissen wie man ihn anstachelt und das gezielt einsetzen, um sich dann zurückzuziehen und "die show zu genießen"....

Ich habe das Gefühl, das es dank der sehr krassen betreuungsschlüssel schwer ist, "solche Kinder" adäquat zu betreuen...in dieser kita ist es ja schon gut - wir haben extra gewechselt, und mit Glück den Platz dort bekommen. In der vorigen waren es 30 Kinder in der Gruppe, mit drei ErzieherInnen, ohne Möglichkeit eines integrationstatus, war eine "normale" Kita. Für ihn war das zum Schluss dort katastophal. Er war todunglücklich, total überfordert und dadurch natürlich noch auffälliger. Ich denke viele auffällige Kinder werden ohne Diagnose in normalen kitas betreut und das kann bös nach hinten losgehen....Auch Kinder die einfach ohne Diagnose in der Betreuung "anspruchsvoller" sind, die eben nicht problemlos, ohne Widerspruch "mitlaufen", haben es einfach schwer in solch großen Gruppen.

Ich lese auch hier öfter von "da muss man hart durchgreifen" - frage mich dann aber immer, was das nun heißen soll?

ich fände es mal interessant mich darüber auszutauschen und bin gespannt auf eure Meinungen.

LG




Mehr lesen

25. Januar 2017 um 22:35

Also, eins von zwei Integrationskindern nur in seiner Gruppe....Meine ich....

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

26. Januar 2017 um 6:42
In Antwort auf 000ashni000

Also, eins von zwei Integrationskindern nur in seiner Gruppe....Meine ich....

Was soll man erwarten, ich weiß auch nicht. Kommt auf den Einzelfall an. Vom Kindergarten erwarte ich, dass auf dem Elternabend erklärt wird, dass man Kinder mit besonderen Eigenarten im Kreis hat, welche Eigenarten das sind (so dass man gewarnt ist, und sein Kind evtl. selbst schon sensibilieren kann). Von den Eltern erwarte ich, dass beim Eintreffen eines "Falles" eine Entschuldigung und eine Schadensreguliereung gibt (das erwarte ich auch von Eltern, die völlig "normale" Kinder haben, die aber auch mal was "anrichten". Weiterhin erwarte ich vom Kindergarten, dass, wenn es richtig schwere "Fälle" gibt, dass diese enger betreut werden, bspw. von Begleitern oder I-Helfern, damit kritische Situationen gar nicht auftreten, bzw. schneller unterbunden werden können.

1 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !

26. Januar 2017 um 6:43

Achso, damit der Kindergarten infornmieren darf, müssen die Eltern natürlich das Einverständnis geben, das würde ich mir dann in diesem zusammenhang auch wünschen. Also Transparenz.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

26. Januar 2017 um 7:40

Meine Tochter ist auch in einem integrativen Kindergarten. Aber sie ist kein Intekrationskind. In der Gruppe sind auch 20 Kinder davon derzeit 1 Integrationskind und 3 Erzieher. Bei uns gab es bisher keine grossen Vorfälle. Aber natürlich höre ich von meiner Tochter immer wieder vom bösen xy, der das und das macht. 
Die Sach mit dem Haare abschneiden finde ich persönlich auch absolut nicht okay. Meiner Meinung nach sollten Kinder, die an Scheren kommen nicht unbeabsichtigt bleiben. Das empfinde ich aber als reines Organisationsproblem in einer Gruppe. 
Ich möchte natürlich auch nicht, dass meiner Tochter etwas passiert, aber für mich ist es generell entscheidend wie danach alle reagieren. Kinder müssen lernen, egal ob integrativ oder nicht. Gibt auch "normale" Kinder, die sehr schwierig sind. 
Von den Eltern erwarte ich, dass sie dazu stehen was ihre Kinder gemacht haben, dem Kind aufzeigen, dass das nicht akzeptiert wird und man ihnen anmerkt, dass es ihnen leid tut. Eben das was ich auch tun würde, wenn meine Tochter etwas falsches macht. 

4 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !

26. Januar 2017 um 7:51

19 kinder auf 3 erzieherinnen sind bei euch ein krasser schlüssel? Bei uns kommt auf 25kinder eine erzieherin!! Das ist krass...Und da wurde meine tochter auch mal mit einem hammer aufm kopf getroffen..der junge ist jetzt auch weg inzwischen..gibts denn da keine helfer die extra für i-kinder da sind? Kenn mich da nicht aus..

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

26. Januar 2017 um 7:53
In Antwort auf flyingkat

Achso, damit der Kindergarten infornmieren darf, müssen die Eltern natürlich das Einverständnis geben, das würde ich mir dann in diesem zusammenhang auch wünschen. Also Transparenz.

Und damit erreicht man dann das genaue Gegenteil von dem, was Integration leisten soll... das 'besondere Kind' rennt mit nem Stempel auf der Stirn herum. Es sind nämlich leider nur wenige Eltern reflektiert genug, um das als Aufklärung anzusehen, bei den meisten wird es wie eine Warnung ankommen.
Trotzdem hast du natürlich recht, dass Information wichtig ist, aber nicht bis in das bon dir gewünschte Detail - Du kannst dein Kind nämlich nocht für den Umgang mot einem I-Kind schulen, das müssen die Erzieher leisten, denn jedes (I-)Kind ist nun einmal anders.
@Ashni: So schwer es einem auch fällt, weil die anderen Eltern es anders suggerieren: Du bist nicht schuld an den Vorfällen und du musst dich erst recht nicht dafür entschuldigen, dass dein Kind in eine Kita geht.
Dich für den Vorfall zu entschuldigen, mit deinem Kind zu reden, dich um Therapie und Co für ihn zu kümmern ist alles, was du machen kannst und musst.

Damit werden die Eltern von betroffenen Kindern sicher nicht immer zufrieden sein, aber mehr kannst du nicht machen. Und damit musst du deinen Frieden finden, sonst gehst du daran kaputt... 
Das schreibe ich dir als Mama eines 12jährigen mit massiven Störungen im Sozialverhalten, mangelnddr Empathie und unkontrollierbaren Wutausbrüchen - dank unserer Diagnose läuft er ohne I-Status an der Regelschule mit, Förderstatus haben wir jetzt erst seit einem Jahr... Glaube mir, ich weiß wovon ich schreibe

5 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !

26. Januar 2017 um 7:56

Guten Morgen, also das ist bei uns in der Kita fast alles gegeben. Einer der drei ErzieherInnen in jeder Gruppe ist IntegrationserzieherIn, dennoch darf man nicht vergessen das auch in dieser Kita auf 3 ErzieherInnen 19 Kinder kommen. Das mal jemand krank wird, Urlaub hat...Das mit der besonderen Betreuung ist also auch nicht immer gegeben, vorsichtig ausgedrückt.

Beim ersten Elternabend wurde es nicht in großer Runde erwähnt. Das es eine Integrationskita ist, und es da eben Integrationskinder gibt, ist ja aber hinreichend bekannt. Ich glaube mich aber zu erinnern das ich es sogar selbst erwähnt habe, als ich mich vorstellte und erklärte warum wir die Kita wechselten.

Wohl aber wird es bei Bedarf in der Gruppe besprochen. Ich selbst gehe auch sehr offen mit dem Thema um, und bin bis jetzt gut damit gefahren, Schadenersatz und Entschuldigung meinerseits sind selbstverständlich. 

Worauf ich eher hinauswill, ist das im anderen Thread teilweise gefordert wurde, den Kitavertrag zu kündigen, das kind wochenlang "abzustrafen", es sich wortreich entschuldigen zu lassen...und all das würde in der Form in unserer kita nicht ppassieren:

generell wird von den Kindern nicht das klassische "geh dich entschuldigen" verlangt, einfach weil es ohne Einsicht eine hohle Phrase ist. Stattdessen wird es in der Gruppe oder nur mit den betroffenen Kindern besprochen und Lösungsvorschläge aufgezeigt.

Ausschluss von einer Tätigkeit über Wochen, im fall mit der Schere wär das bei meinem nutzlos, er bastelt eh nicht gern. Soll heißen, Konsequenz sollte zum kind passen...

Kündigung des Vertrages ist aus solchen Gründen völlig indiskutabel finde ich, ist ja nicht so das es Alternativen gäbe, und auch Eltern schwieriger Kinder brauchen einen Kindergartenplatz.....

LG

 

1 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !

26. Januar 2017 um 8:01
In Antwort auf fliefla

19 kinder auf 3 erzieherinnen sind bei euch ein krasser schlüssel? Bei uns kommt auf 25kinder eine erzieherin!! Das ist krass...Und da wurde meine tochter auch mal mit einem hammer aufm kopf getroffen..der junge ist jetzt auch weg inzwischen..gibts denn da keine helfer die extra für i-kinder da sind? Kenn mich da nicht aus..

Das ist aber sicher die Situation bei Krankheit etc. Es gibt da gesetzliche Vorgaben.

Bei uns in der kita sind Kinder von einem Jahr bis Vorschule in einer Gruppe. Mit maximal zwei Integrationskindern in der Gruppe ist 3:19 der maximale Schlüssel.

Bei 2-4 jährigen ohne Integrationskinder sind es 3:30

Im Krippenbereich glaube ich 1:6,5.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

26. Januar 2017 um 8:04
In Antwort auf fliefla

19 kinder auf 3 erzieherinnen sind bei euch ein krasser schlüssel? Bei uns kommt auf 25kinder eine erzieherin!! Das ist krass...Und da wurde meine tochter auch mal mit einem hammer aufm kopf getroffen..der junge ist jetzt auch weg inzwischen..gibts denn da keine helfer die extra für i-kinder da sind? Kenn mich da nicht aus..

25 Kinder auf eine Erzieherin???

Wie läuft denn da der Alltag ab? Wie werden Angebote gemacht? Wie Ausflüge organisiert? Wie soll da auf die Kinder eingegangen werden? 
Das interressiert mich wirklich sehr, Fliefla, magst du mir davon erzählen?

Und zur TE, du hast Recht empathisches Empfinden lässt sich nicht anerziehen, das muss sich entwickeln. Und bei Asberger ist das natürlich schwierig.

Der Unfall mit dem Mädchen tut mir leid.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

26. Januar 2017 um 8:12

Ich bin Erzieherin und Mutter. Zwar nicht in einer integrativen kita. Da aber im kindergartengartenalter oft Auffälligkeiten nicht eindeutig diagnostiziert werden, hatten wir auch schon kids mit Verdacht auf Autismus oder mit schweren Traumata (wenn die Eltern es nicht einsehen, sind allen anderen die Hände gebunden). Letztendlich ist es aber so, dass es in jeder (!!!) Gruppe Kinder gibt die in ihrem sozialem verhalten auffällig sind und besonderen Aufmerksamkeit brauchen, ob mit oder ohne Behinderung. Und dazu gibt es die Mütter, die verzweifeln und sich Vorwürfe machen, im elterngespräch weinen und nicht weiter wissen. Und dann gibt es die ignoranten Mütter ohne jegliche Empathie, die Dinge wie "hartes durchgreifen" fordern, als ob die Kids wilde sind die man einfach rennen lässt. Aus meiner Sicht tut mir das immer sehr leid, denn ich muss professionell bleiben! Es gibt auch die mütter von den "wilden" kids, die alles ignorieren. Von denen halte ich auch nix, aber so bist du ja nicht.
Manchmal und von ganz bestimmten Kandidaten wünschte ich mir Sie würden mal einen Monat in dem Job arbeiten. Wir sind alle nur Menschen, die Kinder und auch die erzieher. Ich fühle mich manchmal als würde erwartet, dass ich funktioniere wie ein  Roboter.
Fakt ist, wir alle bereiten unsere Kinder auf das Leben vor. Auf alles was es beinhaltet und in ihm gibt es keinen Schutz vor Unheil. Zumindest nicht 100 Prozent. Die Kinder verbringen so viel zeit in der kita, die Beziehungen dort sind so komplex! Das was wir als Eltern sehen spiegelt nicht den Alltag wieder. Gebe ich mein Kind ab, gebe ich es ab und muss vertrauen, in das kind und in die erzieher. Abgeschnittene Haare und eine platzwunde sind nicht das schlimmste was den Kids je passieren wird!

Ich  weiss nicht ob es hilft, aber bei mir sind schon  so viele Sachen passiert, die ich nicht vermeiden konnte (und das fühlt sich als verantwortliche scheisse an). Mädchen haben sich untereinander die Haare geschnitten, schere aufs Klo geschmuggelt und los ging es. Passiert, Haare wachsen. Soll ich Ihnen deshalb keine schere mehr geben (wenn es nach manchen Müttern geht, ja) Ein junge, 5 Jahre, hat im Wald einen Stein in die Luft geworden (ohne böse intention) und es traf eine Kollegin am Kopf. Platzwunde, Krankenwagen. Ganz ähnlich wie bei dir. Ein junge hat auf dem Spielplatz beide oberen Schneidezähne verloren. Vermutlich an der Schaukel, aber kein erzieherin hat es gesehen und wir wissen  daher nicht genau wie es vorging. Ein mädchen, auch etwas auffällig, beisst im Flur ein  geschwisterkind (baby, 6 monate) in die Stirn. Baby blutet, kind wollt es angeblich küssen.

Alles furchtbar. Aber es passiert. Und doch passiert so viel eben nicht weil man aufpasst. Aber man kann die Kinder nicht vor allem schützen. Wenn es passiert, ist es für mich als erzieherin furchtbar, ich mach mir Vorwürfe, rede mit Kollegen, überlege was falsch lief, wie wir es besser hätten machen können. So ist das leben... Und entweder man bringt das den Kids bei, oder man versucht sie vor allem zu schützen.

Aus meiner Sicht hast du mit ansprechen, entschuldigen und vor allem mit deinem Sohn reden alles richtig gemacht. Alles anderen müssen diese Mütter noch lernen oder eben nicht... 

19 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !

26. Januar 2017 um 8:45

Ich muss jetzt auch mal was los werden. Betreuungsschlüssel und Integrationsplatz hin oder her, eine Erzieherin kann einfach nicht alles sehen. Wenn ich zu Hause bei einer 1:1 Betreuung schon mal nette Überraschungen erlebe (eine halbe Flasche Duschgel am Boden, denn sie spielt baden), dann ist mir auch bewußt, dass im Kindergarten nicht jedes Kind ständig jemand im Blick hat. Und dass da mal ein Unfall oder eine unangenehme Überraschung passiert ist nun mal so. Wenn man damit nicht leben kann, darf man sein Kind nicht fremdbetreuen lassen.

Ich finde du beschreibst den optimalen Umgang als Mama eines "Raufbolds". Mehr als entschuldigen und offen damit umgehen kannst du nicht. 

13 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !

26. Januar 2017 um 8:53
In Antwort auf 000ashni000

Das ist aber sicher die Situation bei Krankheit etc. Es gibt da gesetzliche Vorgaben.

Bei uns in der kita sind Kinder von einem Jahr bis Vorschule in einer Gruppe. Mit maximal zwei Integrationskindern in der Gruppe ist 3:19 der maximale Schlüssel.

Bei 2-4 jährigen ohne Integrationskinder sind es 3:30

Im Krippenbereich glaube ich 1:6,5.

Nein in österreich ist das leider normal. 20-25kinder und eine erzieherin plus eine helferin. Bin immer ganz neidisch wenn ich eure schlüssel lese!!! Dafür zahlen wir nur das essen und einej kleinen beitrag

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

26. Januar 2017 um 8:54
In Antwort auf mistbesen

Und damit erreicht man dann das genaue Gegenteil von dem, was Integration leisten soll... das 'besondere Kind' rennt mit nem Stempel auf der Stirn herum. Es sind nämlich leider nur wenige Eltern reflektiert genug, um das als Aufklärung anzusehen, bei den meisten wird es wie eine Warnung ankommen.
Trotzdem hast du natürlich recht, dass Information wichtig ist, aber nicht bis in das bon dir gewünschte Detail - Du kannst dein Kind nämlich nocht für den Umgang mot einem I-Kind schulen, das müssen die Erzieher leisten, denn jedes (I-)Kind ist nun einmal anders.
@Ashni: So schwer es einem auch fällt, weil die anderen Eltern es anders suggerieren: Du bist nicht schuld an den Vorfällen und du musst dich erst recht nicht dafür entschuldigen, dass dein Kind in eine Kita geht.
Dich für den Vorfall zu entschuldigen, mit deinem Kind zu reden, dich um Therapie und Co für ihn zu kümmern ist alles, was du machen kannst und musst.

Damit werden die Eltern von betroffenen Kindern sicher nicht immer zufrieden sein, aber mehr kannst du nicht machen. Und damit musst du deinen Frieden finden, sonst gehst du daran kaputt... 
Das schreibe ich dir als Mama eines 12jährigen mit massiven Störungen im Sozialverhalten, mangelnddr Empathie und unkontrollierbaren Wutausbrüchen - dank unserer Diagnose läuft er ohne I-Status an der Regelschule mit, Förderstatus haben wir jetzt erst seit einem Jahr... Glaube mir, ich weiß wovon ich schreibe

"Und damit erreicht man dann das genaue Gegenteil von dem, was Integration leisten soll" Woher weißt Du das? Ich finde Transparenz sehr wichtig. Es muss nicht ins Detail gehen, aber man kann ja z.b. einen Infoabend ganz allgemein zu den entsprechenden Bildern machen, also was heisst Autismus, was genau ist ADHS, ... etc. pp. mit anderen Erkrankungen. Da muss man nicht mal sagen das Kind XY hat zzz

3 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !

26. Januar 2017 um 8:56
In Antwort auf veilchen2011

25 Kinder auf eine Erzieherin???

Wie läuft denn da der Alltag ab? Wie werden Angebote gemacht? Wie Ausflüge organisiert? Wie soll da auf die Kinder eingegangen werden? 
Das interressiert mich wirklich sehr, Fliefla, magst du mir davon erzählen?

Und zur TE, du hast Recht empathisches Empfinden lässt sich nicht anerziehen, das muss sich entwickeln. Und bei Asberger ist das natürlich schwierig.

Der Unfall mit dem Mädchen tut mir leid.

Erstaunlicherweise läuft es nicht so schlecht, die sind ziemlich auf zack, aber natürlich wird es nicht so eine qualität haben wie bei euch...es ist halt eine organisationssache..und die leiterin ist oft auch noch in einer der beiden gruppen..plus helferinnen gehts dann halt irgendwie ^^ 

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

26. Januar 2017 um 8:59
In Antwort auf flyingkat

"Und damit erreicht man dann das genaue Gegenteil von dem, was Integration leisten soll" Woher weißt Du das? Ich finde Transparenz sehr wichtig. Es muss nicht ins Detail gehen, aber man kann ja z.b. einen Infoabend ganz allgemein zu den entsprechenden Bildern machen, also was heisst Autismus, was genau ist ADHS, ... etc. pp. mit anderen Erkrankungen. Da muss man nicht mal sagen das Kind XY hat zzz

Und doch, ich kann mein Kind sensibilisieren. Warum nicht? Es geht in den KiTa bis es 5 oder 6 Jahre alt ist. Da versteht es schon einiges.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

26. Januar 2017 um 9:26
In Antwort auf fliefla

19 kinder auf 3 erzieherinnen sind bei euch ein krasser schlüssel? Bei uns kommt auf 25kinder eine erzieherin!! Das ist krass...Und da wurde meine tochter auch mal mit einem hammer aufm kopf getroffen..der junge ist jetzt auch weg inzwischen..gibts denn da keine helfer die extra für i-kinder da sind? Kenn mich da nicht aus..

In was für einer Kita seid ihr denn ? 
Eine Erzieherin darf nicht mit mehr als 6 Kindern über 3 Jahren alleine sein deswegen wundert es mich 
in unserer Kita haben wir 15 Kindern davon 8 unter 3 und 3 Erzieherinnen und eine ergänzungskraft und da wird es manchmal schon schwer den Schlüssel zu erfüllen wenn mal einer krank ist 

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

26. Januar 2017 um 9:38
In Antwort auf liebeskind22

In was für einer Kita seid ihr denn ? 
Eine Erzieherin darf nicht mit mehr als 6 Kindern über 3 Jahren alleine sein deswegen wundert es mich 
in unserer Kita haben wir 15 Kindern davon 8 unter 3 und 3 Erzieherinnen und eine ergänzungskraft und da wird es manchmal schon schwer den Schlüssel zu erfüllen wenn mal einer krank ist 

Anderes land (siehe oben) , anderes recht  leider  

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

26. Januar 2017 um 10:10
In Antwort auf 3bananapancakes

Ich bin Erzieherin und Mutter. Zwar nicht in einer integrativen kita. Da aber im kindergartengartenalter oft Auffälligkeiten nicht eindeutig diagnostiziert werden, hatten wir auch schon kids mit Verdacht auf Autismus oder mit schweren Traumata (wenn die Eltern es nicht einsehen, sind allen anderen die Hände gebunden). Letztendlich ist es aber so, dass es in jeder (!!!) Gruppe Kinder gibt die in ihrem sozialem verhalten auffällig sind und besonderen Aufmerksamkeit brauchen, ob mit oder ohne Behinderung. Und dazu gibt es die Mütter, die verzweifeln und sich Vorwürfe machen, im elterngespräch weinen und nicht weiter wissen. Und dann gibt es die ignoranten Mütter ohne jegliche Empathie, die Dinge wie "hartes durchgreifen" fordern, als ob die Kids wilde sind die man einfach rennen lässt. Aus meiner Sicht tut mir das immer sehr leid, denn ich muss professionell bleiben! Es gibt auch die mütter von den "wilden" kids, die alles ignorieren. Von denen halte ich auch nix, aber so bist du ja nicht.
Manchmal und von ganz bestimmten Kandidaten wünschte ich mir Sie würden mal einen Monat in dem Job arbeiten. Wir sind alle nur Menschen, die Kinder und auch die erzieher. Ich fühle mich manchmal als würde erwartet, dass ich funktioniere wie ein  Roboter.
Fakt ist, wir alle bereiten unsere Kinder auf das Leben vor. Auf alles was es beinhaltet und in ihm gibt es keinen Schutz vor Unheil. Zumindest nicht 100 Prozent. Die Kinder verbringen so viel zeit in der kita, die Beziehungen dort sind so komplex! Das was wir als Eltern sehen spiegelt nicht den Alltag wieder. Gebe ich mein Kind ab, gebe ich es ab und muss vertrauen, in das kind und in die erzieher. Abgeschnittene Haare und eine platzwunde sind nicht das schlimmste was den Kids je passieren wird!

Ich  weiss nicht ob es hilft, aber bei mir sind schon  so viele Sachen passiert, die ich nicht vermeiden konnte (und das fühlt sich als verantwortliche scheisse an). Mädchen haben sich untereinander die Haare geschnitten, schere aufs Klo geschmuggelt und los ging es. Passiert, Haare wachsen. Soll ich Ihnen deshalb keine schere mehr geben (wenn es nach manchen Müttern geht, ja) Ein junge, 5 Jahre, hat im Wald einen Stein in die Luft geworden (ohne böse intention) und es traf eine Kollegin am Kopf. Platzwunde, Krankenwagen. Ganz ähnlich wie bei dir. Ein junge hat auf dem Spielplatz beide oberen Schneidezähne verloren. Vermutlich an der Schaukel, aber kein erzieherin hat es gesehen und wir wissen  daher nicht genau wie es vorging. Ein mädchen, auch etwas auffällig, beisst im Flur ein  geschwisterkind (baby, 6 monate) in die Stirn. Baby blutet, kind wollt es angeblich küssen.

Alles furchtbar. Aber es passiert. Und doch passiert so viel eben nicht weil man aufpasst. Aber man kann die Kinder nicht vor allem schützen. Wenn es passiert, ist es für mich als erzieherin furchtbar, ich mach mir Vorwürfe, rede mit Kollegen, überlege was falsch lief, wie wir es besser hätten machen können. So ist das leben... Und entweder man bringt das den Kids bei, oder man versucht sie vor allem zu schützen.

Aus meiner Sicht hast du mit ansprechen, entschuldigen und vor allem mit deinem Sohn reden alles richtig gemacht. Alles anderen müssen diese Mütter noch lernen oder eben nicht... 

Ein prima Beitrag, den ich nur unterstützen kann!

Ich habe mein ganzes Arbeitsleben lang pädagogisch gearbeitet und weiß so etwas Bescheid. 

Hut ab vor den Erzieherinnen! Alle Mamas, die wissen, wie schwer das Erziehen von z. T. nur einem einzigen Kind ist, werden zustimmen. 

Jetzt werde ich vllt. eine große Diskussion auslösen und vllt. auch angefeindet werden, aber ICH PERSÖNLICH finde das Inklusionsmodell nicht für alle geeignet. 

Wir in D haben /
hatten eine sehr gute sonderpädagogische Ausbildung und Ausstattung. 

Allerdings ist die
Inklusion natürlich auch eine politische Entscheidung. 

8 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !

26. Januar 2017 um 10:50
In Antwort auf 000ashni000

Der Thread mit den abgeschnittenen Haaren beschäftigt mich...Und zwar, weil ich selbst Mama eines solchen "Raufbolds" bin. Ich Frage mich oft was von mir als Mama seitens der anderen Eltern erwartet wird, was in Zukunft noch auf mich zukommt...

Mein Sohn ist ja Asperger Autist, nun sieht man ihm das ja nicht sofort an. Und selbst wenn, würde das etwas ändern?

Er ist oft wild, gerät in stressigen Situationen oft außer Kontrolle, sprich er wird überdeht, oft ist er grob zu anderen Kindern, und das er in der sozial-emotionalen Entwicklung gestört ist, macht es nicht einfacher. Im privaten kann ich das gut abschätzen, ihn gut steuern, und bei Bedarf beherzt eingreifen. Ich bin konsequent, erkläre ihm viel - aber Empathie kann man nicht "anerziehen". Wir haben einen strukturierten Alltag, ohne Regeln läuft hier nix. Er ist 5 Jahre alt.

In der kita ist er ein integrationskind, eins von zweien. Das andere kind ist ein Mädchen mit Down Syndrom.

Es sind 19 Kinder in der Gruppe, 3 ErzieherInnen. 

Hier mal mein "schlimmstes Erlebnis" in diesem Zusammenhang:

Im letzten Sommer hat er ein Mädchen aus seiner Gruppe mit einem Stein am Kopf getroffen. Den warf er aus einem Baumhaus (es gibt in seiner Kita ein Stück wald), er war da 4,5 Jahre alt. Er hat von oben gesehen was passiert war, hat sich versteckt. Das er es war kam erst am nächsten Tag raus...Ich hab es an seinem Verhalten gemerkt das etwas war, geredet hat er an dem tag nicht mit mir, er sagte mir es war was schlimmes, aber er sagt es mir nicht. Das Mädchen wurde ins Krankenhaus gebracht, und dort von ihrer Mama abgeholt. Sie sagte dann das er es war. Die kleine war da knapp drei. Sie hatte eine ziemlich dolle Platzwunde über der Schläfe. Es tat und tut mir so unfassbar leid. Als ich sie in der Kita dann sah, mit dem Riesenpflaster wäre ich am liebsten im Erdboden versunken... Ein paar Tage später kam es in der Garderobe zu einem Gespräch mit mir und der Mama. Ich hab ihr gesagt das es mir sehr leid tut, das ich das Thema immer wieder mit meinem Sohn aufgreife, ich aber auch nicht verstehen kann wieso er derart unbeaufsichtigt war, und das genau in diesem Waldstück. Sie hat mir keine Vorwürfe gemacht, aber mit Sicherheit ist sie seitdem sehr distanziert mir gegenüber. Soweit ich weiß wissen alle Eltern wer die integrationskinder sind, auch habe ich ihr gesagt, das ich mir bewusst bin, das er als integrationskind mit seiner Diagnose ein Risikofaktor sein kann, aber das ich eben auch auf eine Betreuung angewiesen bin.

Kleinere Reibereien werden mir oft berichtet, irgendwas ist immer...und sei es nur das es Kinder gibt, die wissen wie man ihn anstachelt und das gezielt einsetzen, um sich dann zurückzuziehen und "die show zu genießen"....

Ich habe das Gefühl, das es dank der sehr krassen betreuungsschlüssel schwer ist, "solche Kinder" adäquat zu betreuen...in dieser kita ist es ja schon gut - wir haben extra gewechselt, und mit Glück den Platz dort bekommen. In der vorigen waren es 30 Kinder in der Gruppe, mit drei ErzieherInnen, ohne Möglichkeit eines integrationstatus, war eine "normale" Kita. Für ihn war das zum Schluss dort katastophal. Er war todunglücklich, total überfordert und dadurch natürlich noch auffälliger. Ich denke viele auffällige Kinder werden ohne Diagnose in normalen kitas betreut und das kann bös nach hinten losgehen....Auch Kinder die einfach ohne Diagnose in der Betreuung "anspruchsvoller" sind, die eben nicht problemlos, ohne Widerspruch "mitlaufen", haben es einfach schwer in solch großen Gruppen.

Ich lese auch hier öfter von "da muss man hart durchgreifen" - frage mich dann aber immer, was das nun heißen soll?

ich fände es mal interessant mich darüber auszutauschen und bin gespannt auf eure Meinungen.

LG




 

Hallo Ashni,

ich habe mir jetzt die anderen Antworten nicht durchgelesen, kenne aber beide Seiten der Medaille. Dadurch, dass mein Großer (9J.) Asperger Autist ist und durch seine Intelligenz sehr viel kompensieren kann, hatten wir schon viel durch mit ihm. Meiner ist wild und dreht leicht durch. Empathie kann man von ihm nur in Bezug auf sehr kleine Kinder und Tiere erwarten. Diese liebt er über alles. So ist er z.B. das einzige Kind gewesen, das bei einem Projekt die Biene aus dem Glas ließ, da er nicht erträgt, sie eingesperrt zu lassen.
Zu seinen Mitschülern ist er leider unmöglich. Dinge, die er witzig findet, finden diese nur nervig. Freunde hat er mittlerweile keine mehr. Im Gegensatz zu anderen Kindern ist er allerdings auch nicht mehr aggressiv. Daher versuchen wir ihn daheim aufzufangen, wo es nur geht. Die Lehrer wissen Bescheid, aber sie können mit dem Begriff leider nichts anfangen. Schwierige Kinder gäbe es schließich immer wieder und er hat eben auch nicht so stark dieses rituelle Verhaltensmuster, das oft von Autisten erwartet wird. Zwei, drei Eltern habe ich mal eingeweiht, als es ganz schlimm mit ihm war, aber das hätte ich mal lieber auch lassen sollen. Diese können damit noch weniger anfangen und tun es als Ausrede ab.
Uns sagte allerdings die Lehrerin, sie habe den Eindruck, er würde sich oft einfach langweilen. Er versteht vieles sofort und hasst es, Dinge zu wiederholen, die er kann. Dann nervt er die anderen und sitzt daher immer vorm Lehrerpult allein.  Sie meinte, es gäbe aber viel auffälligere Kinder, die vieles nicht verstehen. Er bräuchte sicher keinen Schulbegleiter, da es eben "nur" das soziale Miteinander sei.

Die andere Seite ist mein Mittlerer:
Er ist lieb, hat viele Freunde und streitet so gut wie nie mit irgendjemanden.
Letztes Jahr schmiss ihn ein Kind mit voller Wucht einen Stein auf dem Kopf. Wir mussten zum Nähen ins Krankenhaus. Da ich sollche Geschichten von meinem Großen in umgekehrter Form kenne, habe ich kein Aufhebens gemacht. Es ist Sache der ERzieherinnen, das zu regeln. Das Kind bekam eine Strafe und die Eltern wurden informiert

2 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !

26. Januar 2017 um 11:01
In Antwort auf sisasausemaus

Hallo Ashni,

ich habe mir jetzt die anderen Antworten nicht durchgelesen, kenne aber beide Seiten der Medaille. Dadurch, dass mein Großer (9J.) Asperger Autist ist und durch seine Intelligenz sehr viel kompensieren kann, hatten wir schon viel durch mit ihm. Meiner ist wild und dreht leicht durch. Empathie kann man von ihm nur in Bezug auf sehr kleine Kinder und Tiere erwarten. Diese liebt er über alles. So ist er z.B. das einzige Kind gewesen, das bei einem Projekt die Biene aus dem Glas ließ, da er nicht erträgt, sie eingesperrt zu lassen.
Zu seinen Mitschülern ist er leider unmöglich. Dinge, die er witzig findet, finden diese nur nervig. Freunde hat er mittlerweile keine mehr. Im Gegensatz zu anderen Kindern ist er allerdings auch nicht mehr aggressiv. Daher versuchen wir ihn daheim aufzufangen, wo es nur geht. Die Lehrer wissen Bescheid, aber sie können mit dem Begriff leider nichts anfangen. Schwierige Kinder gäbe es schließich immer wieder und er hat eben auch nicht so stark dieses rituelle Verhaltensmuster, das oft von Autisten erwartet wird. Zwei, drei Eltern habe ich mal eingeweiht, als es ganz schlimm mit ihm war, aber das hätte ich mal lieber auch lassen sollen. Diese können damit noch weniger anfangen und tun es als Ausrede ab.
Uns sagte allerdings die Lehrerin, sie habe den Eindruck, er würde sich oft einfach langweilen. Er versteht vieles sofort und hasst es, Dinge zu wiederholen, die er kann. Dann nervt er die anderen und sitzt daher immer vorm Lehrerpult allein.  Sie meinte, es gäbe aber viel auffälligere Kinder, die vieles nicht verstehen. Er bräuchte sicher keinen Schulbegleiter, da es eben "nur" das soziale Miteinander sei.

Die andere Seite ist mein Mittlerer:
Er ist lieb, hat viele Freunde und streitet so gut wie nie mit irgendjemanden.
Letztes Jahr schmiss ihn ein Kind mit voller Wucht einen Stein auf dem Kopf. Wir mussten zum Nähen ins Krankenhaus. Da ich sollche Geschichten von meinem Großen in umgekehrter Form kenne, habe ich kein Aufhebens gemacht. Es ist Sache der ERzieherinnen, das zu regeln. Das Kind bekam eine Strafe und die Eltern wurden informiert

Ich bewundere deine gelassene und vernünftige Einstellung. 

Gleichzeitig möchte ich dich ermuntern, für eine Schulbegleitung zu kämpfen. 

Diese stellt eine große Hilfe für alle Beteiligten dar. Ich habe mehrfach mit Schulb. sehr gut zusammengearbeitet. 

Zu den Lehrern: Diese MÜSSEN unbedingt über das Syndrom informiert werden und die Infos auch in einer Klassenkonferenz den KollegInnen weitergeben. 

Was ihr dabei mitteilen wollt, liegt einzig im Ermessen der Eltern. 

Herausreden auf Lehrerseite gilt nicht. 

1 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !

26. Januar 2017 um 11:24
In Antwort auf fliefla

Anderes land (siehe oben) , anderes recht  leider  

Achso das habe ich garnicht gelesen 
das ist ja wirklich erstaunlich wie unterschiedlich das ist ..

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

26. Januar 2017 um 11:58
In Antwort auf flyingkat

"Und damit erreicht man dann das genaue Gegenteil von dem, was Integration leisten soll" Woher weißt Du das? Ich finde Transparenz sehr wichtig. Es muss nicht ins Detail gehen, aber man kann ja z.b. einen Infoabend ganz allgemein zu den entsprechenden Bildern machen, also was heisst Autismus, was genau ist ADHS, ... etc. pp. mit anderen Erkrankungen. Da muss man nicht mal sagen das Kind XY hat zzz

Meine Erfahrung sagt einfach, dass das nichts bringt und im Gegenteil eher schadet. Ich arbeite wirklich viel mit Lehrern und Betreuern, Jugendamt, Schulamt, Therapeuten etc zusammen; das muss dann irgendwann auch mal reichen. Klar kann man auf nem normalen Elternabend erwähnen, dass es diesem oder jenem Kind schwer fällt bestimmte Situationen zu meistern, aber mehr Details braucht es mMn nicht. Die Kinder begreifen das im täglichen Umgang miteinander viel besser als jeder Infoabend den Eltern es jemals erklären könnte.

Und wie sollen fremde Eltern ihr Kind senibilisieren? Sie sind doch in den Situationen gar nicht dabei, das müssen doch anwesende Menschen machen... ansonsten endet es dann nämlich doch nur bei einem "halt dich von dem fern, der tickt nicht ganz sauber" auch wenn die meisten es anders verpacken würden. Und ja, vielleicht gibt es auch wenige Eltern, die das differenzierter hinbekommen, der Großteil ist dazu aber nicht bereit oder in der Lage.
 

5 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !

26. Januar 2017 um 12:40
In Antwort auf mistbesen

Meine Erfahrung sagt einfach, dass das nichts bringt und im Gegenteil eher schadet. Ich arbeite wirklich viel mit Lehrern und Betreuern, Jugendamt, Schulamt, Therapeuten etc zusammen; das muss dann irgendwann auch mal reichen. Klar kann man auf nem normalen Elternabend erwähnen, dass es diesem oder jenem Kind schwer fällt bestimmte Situationen zu meistern, aber mehr Details braucht es mMn nicht. Die Kinder begreifen das im täglichen Umgang miteinander viel besser als jeder Infoabend den Eltern es jemals erklären könnte.

Und wie sollen fremde Eltern ihr Kind senibilisieren? Sie sind doch in den Situationen gar nicht dabei, das müssen doch anwesende Menschen machen... ansonsten endet es dann nämlich doch nur bei einem "halt dich von dem fern, der tickt nicht ganz sauber" auch wenn die meisten es anders verpacken würden. Und ja, vielleicht gibt es auch wenige Eltern, die das differenzierter hinbekommen, der Großteil ist dazu aber nicht bereit oder in der Lage.
 

ich sehe es komplett anders, aber das sind eben verschiedene Meinungen und danach wurde explizit gefragt. Mein Kind hat auch Baesonderheiten, ich habe immer klar kommuniziert, ohne aufdringlich zu wirken oder um Milde zu heischen und es hat funktioniert. Und ja, ich bin in diesem Thema auch nicht ganz unwissend und unbeteiligt. Sowohl auf der einen, wie auch auf der anderen Seite.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

26. Januar 2017 um 12:42
In Antwort auf fliefla

Nein in österreich ist das leider normal. 20-25kinder und eine erzieherin plus eine helferin. Bin immer ganz neidisch wenn ich eure schlüssel lese!!! Dafür zahlen wir nur das essen und einej kleinen beitrag

Ja, das stimmt . Der Betreuungsschlüssel wurde mal erhöht und jetzt wieder gesenkt .

​In Integrationskindergärten allerdings beträgt der Schlüssel 15 Kinder - 2 Erzieherinnen
​Darum ging meine Tochter in eine integrative Einrichtung .

​Die Bezahlung ist deshalb so nieder, damit Menschen mit Migrationshintergrund ihre Kinder in den Kindergarten geben und von daher sind auch die letzten 2 Kindergartenjahre "gratis" (halbtags, war bei uns damals bis 14 Uhr) .
​Wir bezahlten lediglich das Mittagessen .

​Die Qualität bleibt auf der Strecke und somit sind für mich Kindergärten, Nachmittagsbetreuungen, Horte meinen Erfahrungen zu urteilen "lediglich" Aufbewahrungsstätten, Arbeitsplatzbeschaffungen und nicht mehr und wir meiden diese Institutionen in allen Richtungen .

LG

 

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

26. Januar 2017 um 12:49
In Antwort auf 000ashni000

Der Thread mit den abgeschnittenen Haaren beschäftigt mich...Und zwar, weil ich selbst Mama eines solchen "Raufbolds" bin. Ich Frage mich oft was von mir als Mama seitens der anderen Eltern erwartet wird, was in Zukunft noch auf mich zukommt...

Mein Sohn ist ja Asperger Autist, nun sieht man ihm das ja nicht sofort an. Und selbst wenn, würde das etwas ändern?

Er ist oft wild, gerät in stressigen Situationen oft außer Kontrolle, sprich er wird überdeht, oft ist er grob zu anderen Kindern, und das er in der sozial-emotionalen Entwicklung gestört ist, macht es nicht einfacher. Im privaten kann ich das gut abschätzen, ihn gut steuern, und bei Bedarf beherzt eingreifen. Ich bin konsequent, erkläre ihm viel - aber Empathie kann man nicht "anerziehen". Wir haben einen strukturierten Alltag, ohne Regeln läuft hier nix. Er ist 5 Jahre alt.

In der kita ist er ein integrationskind, eins von zweien. Das andere kind ist ein Mädchen mit Down Syndrom.

Es sind 19 Kinder in der Gruppe, 3 ErzieherInnen. 

Hier mal mein "schlimmstes Erlebnis" in diesem Zusammenhang:

Im letzten Sommer hat er ein Mädchen aus seiner Gruppe mit einem Stein am Kopf getroffen. Den warf er aus einem Baumhaus (es gibt in seiner Kita ein Stück wald), er war da 4,5 Jahre alt. Er hat von oben gesehen was passiert war, hat sich versteckt. Das er es war kam erst am nächsten Tag raus...Ich hab es an seinem Verhalten gemerkt das etwas war, geredet hat er an dem tag nicht mit mir, er sagte mir es war was schlimmes, aber er sagt es mir nicht. Das Mädchen wurde ins Krankenhaus gebracht, und dort von ihrer Mama abgeholt. Sie sagte dann das er es war. Die kleine war da knapp drei. Sie hatte eine ziemlich dolle Platzwunde über der Schläfe. Es tat und tut mir so unfassbar leid. Als ich sie in der Kita dann sah, mit dem Riesenpflaster wäre ich am liebsten im Erdboden versunken... Ein paar Tage später kam es in der Garderobe zu einem Gespräch mit mir und der Mama. Ich hab ihr gesagt das es mir sehr leid tut, das ich das Thema immer wieder mit meinem Sohn aufgreife, ich aber auch nicht verstehen kann wieso er derart unbeaufsichtigt war, und das genau in diesem Waldstück. Sie hat mir keine Vorwürfe gemacht, aber mit Sicherheit ist sie seitdem sehr distanziert mir gegenüber. Soweit ich weiß wissen alle Eltern wer die integrationskinder sind, auch habe ich ihr gesagt, das ich mir bewusst bin, das er als integrationskind mit seiner Diagnose ein Risikofaktor sein kann, aber das ich eben auch auf eine Betreuung angewiesen bin.

Kleinere Reibereien werden mir oft berichtet, irgendwas ist immer...und sei es nur das es Kinder gibt, die wissen wie man ihn anstachelt und das gezielt einsetzen, um sich dann zurückzuziehen und "die show zu genießen"....

Ich habe das Gefühl, das es dank der sehr krassen betreuungsschlüssel schwer ist, "solche Kinder" adäquat zu betreuen...in dieser kita ist es ja schon gut - wir haben extra gewechselt, und mit Glück den Platz dort bekommen. In der vorigen waren es 30 Kinder in der Gruppe, mit drei ErzieherInnen, ohne Möglichkeit eines integrationstatus, war eine "normale" Kita. Für ihn war das zum Schluss dort katastophal. Er war todunglücklich, total überfordert und dadurch natürlich noch auffälliger. Ich denke viele auffällige Kinder werden ohne Diagnose in normalen kitas betreut und das kann bös nach hinten losgehen....Auch Kinder die einfach ohne Diagnose in der Betreuung "anspruchsvoller" sind, die eben nicht problemlos, ohne Widerspruch "mitlaufen", haben es einfach schwer in solch großen Gruppen.

Ich lese auch hier öfter von "da muss man hart durchgreifen" - frage mich dann aber immer, was das nun heißen soll?

ich fände es mal interessant mich darüber auszutauschen und bin gespannt auf eure Meinungen.

LG




 

Die schwierigen Kinder begleiten uns das nicht nur in der Kindergrippe und dem Kindergarten, sondern auch in den Schulen ...

​Man kann dem nicht ausstellen, sondern muss eben das Beste draus machen und auch seine Kinder diesbezüglich aufklären, sofern das möglich ist .

​Ich erinnere mich an Winterhoffs Aussage, dass von 24 Kinder in der ersten Klasse Grundschule - 20 Kinder mind. 1 Auffälligkeit / Defizit aufzeigen (sei es motorisch, sprachlich, konzentrationsmäßig) und von diesen 20 Kinder zeigen 8 Kinder Auffälligkeiten in fast allen getesteten Bereichen .

​Ich würde da mal die Eltern ganz stark in die Pflicht nehmen - woher kommt das Phänomen ?

​Da braucht man sich dann auch nicht wundern, wenn die Erzieherinnen im Kindergarten bereits überfordert sind . Da kann der Betreuungsschlüssel ja gar nicht mehr stimmen und dass Lehrer dann in Schulen absolut überfordert sind - ist logisch .

 

2 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !

26. Januar 2017 um 13:28
In Antwort auf xgusx

Ja, das stimmt . Der Betreuungsschlüssel wurde mal erhöht und jetzt wieder gesenkt .

​In Integrationskindergärten allerdings beträgt der Schlüssel 15 Kinder - 2 Erzieherinnen
​Darum ging meine Tochter in eine integrative Einrichtung .

​Die Bezahlung ist deshalb so nieder, damit Menschen mit Migrationshintergrund ihre Kinder in den Kindergarten geben und von daher sind auch die letzten 2 Kindergartenjahre "gratis" (halbtags, war bei uns damals bis 14 Uhr) .
​Wir bezahlten lediglich das Mittagessen .

​Die Qualität bleibt auf der Strecke und somit sind für mich Kindergärten, Nachmittagsbetreuungen, Horte meinen Erfahrungen zu urteilen "lediglich" Aufbewahrungsstätten, Arbeitsplatzbeschaffungen und nicht mehr und wir meiden diese Institutionen in allen Richtungen .

LG

 

Genau da liegt "der Hund begraben" und müsste angesetzt werden. Erziehungsarbeit ist Arbeit mit dem Wertvollsten, was wir haben, unseren Kindern. 

Und genau deshalb darf sie auch etwas kosten! Dass bedürftige Familien mit und ohne Migrationshintergrund finanziell unterstützt werden sollten, ist klar. 

Den von einigen geforderten komplett kostenlosen Kitabesuch halte ich für nicht richtig. 

Für Wertarbeit sollte eben bezahlt werden. 

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

26. Januar 2017 um 13:54

Vielleicht wäre dieser Vorfall auch mit einer Erzieherin mehr passiert. Und Dein Sohn war nachdenklich, ihm war durchaus bewusst, dass das großer Mist war. Dein Verhalten war absolut richtig und zu 100% nachvollziehbar.
Hinter jedem Raudi steckt eine Geschichte... Als ich eines morgens angerufen wurde-er war grade Mal eine Stunde in der Kita- dass mein Mittlerer ins Krankenhaus muss, stark blutende Platzwunde, war ich besorgt und wütend zugleich. J....! sein Name fällt immer wieder, wenn es Ärger gab und wieder war er es. Er war auch der einzige, der meinen Sohn NICHT umsorgte, als er ganz blass auf der Couch lag, saß mit dem Rücken zu ihm. Ich empfand das als sehr empathielos und er ist 5! 
Die Mutter entschuldigte sich über einen sehr liebevollen Brief und ein kleines Geschenk (überhaupt nicht notwendig) und mehrfach persönlich. Also definitiv steckt da ein "gutes" Elterhaus dahinter. Später erfuhr ich, dass die Eltern in Trennung leben, J... dreht seit dem frei und ist sehr auffällig. Das entschuldigt kein Rauditum, nur lässt mich J... auch mit anderen Augen sehen. Und wenn mein Sohn sich wieder über J... ärgert, dann schimpf ich nicht mehr mit, sondern erzähle ihm, dass J... es gerade schwer hat und sicher nicht so richtig weiß, was die Zukunft bringt. Bestimmt ist er auch traurig... 
Will damit nur sagen, dass man immer hinter die Fasade schauen sollte.

1 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !

26. Januar 2017 um 13:58

Ja, Rebecca, ich hätte nix dagegen, wenn die Betreuung meiner Tochter "mehr" kosten würde und dafür adäquat vonstatten geht . Das ist leider nicht der Fall und es hat sich eben in der Vergangenheit rausgestellt, dass man nicht einmal mehr "nachfragen" darf - wenn etwas vorgefallen ist - weil da wird sofort ins Telefon gebrüllt, man soll doch die Einrichtung wechseln !

​Das alles ist doch politisch gesteuert . Wir geben den Eltern eine Betrteuung - sie können arbeiten gehen (davon sind 50% Alleinerziehend), Möglichkeiten gibt es nur die Staatliche und da muss man dann in den saueren Apfel beißen - auf gut Deutsch - dir bleibt nix anderes übrig .

​Unsere Stadtregierung wird gelobt für diese tolle Programm das sie fahren - beinahe kostenlos - wirklich bei uns nichts - dafür wird den Kindern auch nichts geboten und die Hausübungen werden gar nicht angesehen, die Kinder schlagen sich die Schädel ein, andere werden jeden Tag verklopft usw. Das Essen (das bei uns übrigens das Teuerste ist) ist unter aller Würde - da gibt es verkochte Nudel und fast rohe auf einem Teller - ich könnte dir da Geschichten erzählen, da wird dir schlecht .

​Und wir sehen Richtung nordische Länder wo das alles weitaus besser funktioniert und das - obwohl die Eltern 3 Mal so viel für die Betreuung ihrer Kinder bezahlen . Warum wohl ?

​Gute Arbeit kostet Geld und wenn es daran mangelt, den Nachwuchs der später die Steuern bezahlt, etwas zukommen zu lassen, dann heißt es - es ist kein Geld vorhanden und andererseits wird das Geld rausgeworfen - irgendwo läuft da doch was falsch - findest du nicht Rebecca ?

​Wie kann ein Staat verlangen, dass man auf staatliche Betreuung zurückgreifen muss, die unter aller Würde ist und mehr einer Aufbewahrungsstätte ähnelt als alles anderem, und dass Eltern arbeiten gehen und sich auf so was verlassen müssen ?

Ich finde das einfach nur frech - wenn ich das fordere - dann muss ich auch etwas dafür tun !

​Ich bin froh, dass ich ohne Betreuung auskomme - ich bin fast wahnsinnig geworden in unserem zivilisierten, reichen Land und das im 21. Jahrhundert als Alleinerziehende .

Ich habe das übrigens bei unserer zuständigen Referendin gesagt, dass ich gerne mehr für eine entsprechende Betreuung meiner Tochter bezahlen würde, aber das was sie uns anbieten ist eine Farce und nicht mal die paar Euros wert, die wir zahlen müssen .

​Bei uns holen sie sihc das Geld dann über das Essen - da kostet dann ein Mittagessen € 4,50 und in Anbetracht dessen, was auf den Teller kommt und wie - eine Frechheit - aber wichtig ist - dass das Betreuungspersonal ein anderes als das welches die Kinder serviert, bekommt !!

LG

3 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !

26. Januar 2017 um 15:31

Laaluu, wie läuft denn da der Alltag ab?
Es gibt ja auch Sachen, die ein Praktikant nicht machen darf- zum Beispiel allein mit den Kindern sein. 
Wann geht die Erzieherin auf die Toilette?
Werden Ausflüge gemacht? Und wenn ja, wie laufen die ab?

Da kann sich niemand beschweren, dass Dinge unbeobachtet passieren! 

Finde ich echt ein starkes Stück- dass an diesen wichtigen Faktoren gespart wird und Betreuungsschlüssel zu Lasten der Kinder und der Mitarbeiter hochgeschraubt werden, bis das Kind buchstäblich in den Brunnen gefallen ist. Unfassbar.

Wie sollen Beobachtungen gemacht werden? Wie der Entwicklungsstand ermittelt werden? Wie auf die Kinder individuell eingangen werden?

Und wenn da ein I-Kind bei ist? Wie soll das unterstützt werden? 

Pädagogisch wertvoll? Kann doch gar nicht gehen. Das tut mir total leid.

1 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !

26. Januar 2017 um 17:29

Finanziert wird das Ganze ja über Steuergelder - da steckt keiner sein eigenes Geld hinein . Dadurch, dass die Frauen arbeiten gehen können bzw. die Möglichkeit haben ihre Kinder betreuen zu lassen, währenddessen, profitiert wiederum der Staat

​Also - geschenkt wird dir bestimmt nichts . Auch nicht - wenn es kostenlos ist und meine Erfahrungen sind - alles was nix kostet ist nix wert .
​Runtergewirtschaftet - ständige Einsparungen in diesen Institutionen und das auf Kosten der Kinder - ihrer Betreuung usw.

​Es ist schön, wenn deine Tochter einen tollen Platz hat - der integrative Platz meiner Tochter war weitestgehend in Ordnung .

5 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !

26. Januar 2017 um 20:36
In Antwort auf fliefla

Nein in österreich ist das leider normal. 20-25kinder und eine erzieherin plus eine helferin. Bin immer ganz neidisch wenn ich eure schlüssel lese!!! Dafür zahlen wir nur das essen und einej kleinen beitrag

In Bayern haben wir auch eine Erzieherin plus Kinderpflegerin auf 27 Kinder. 

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

26. Januar 2017 um 20:56
In Antwort auf umminti

Ich bewundere deine gelassene und vernünftige Einstellung. 

Gleichzeitig möchte ich dich ermuntern, für eine Schulbegleitung zu kämpfen. 

Diese stellt eine große Hilfe für alle Beteiligten dar. Ich habe mehrfach mit Schulb. sehr gut zusammengearbeitet. 

Zu den Lehrern: Diese MÜSSEN unbedingt über das Syndrom informiert werden und die Infos auch in einer Klassenkonferenz den KollegInnen weitergeben. 

Was ihr dabei mitteilen wollt, liegt einzig im Ermessen der Eltern. 

Herausreden auf Lehrerseite gilt nicht. 

Danke dir.
Gelassenheit kommt nicht von ungefähr. Uns blieb irgendwann nichts anderes mehr üblich. Sogar die Klassenlehrerin steckte mir zu, dass sich über meinen Sohn von Elternseite her die Mäuler zerrissen wurden. Die Dame vom JA meinte nur:"Legen Sie sich ein dickes Fell zu! Heutzutage sind viele Mütter hysterisch und alles wird gleich hochgespielt."
Wenn dann noch so ein auffälliges Kind wie mein Sohn dazu kommt, ist das für viele wie ein gefundenes Fressen. Schulbegleitung haben wir nicht bekommen, weil die JA-Dame meinte, das wäre noch zusätzlich stigmatisierend. Außerdem kommt er in der Schule vom Stoff her klar und er wirkt nicht so, als ob er unter der Situation leidet. Nächstes Jahr auf dem Gymnasium kann es dann schon sein, dass ein SB nötig ist. Er kann sich nämlich auch sehr schlecht selber strukturieren. 
Die Lehrer wollen eigentlich, dass er nicht immer eine Außenseiterrolle hat und eben bei den anderen dabei ist. So wie ich mitbekommen habe, bringt eine Konferenz nichts. Die Eltern haben Vorurteile und diese lassen sich durch Aufklärung kaum abbauen. Das Schuljahr ist aber Gott sei Dank bald vorbei und dann kommt ein Neuanfang

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

26. Januar 2017 um 21:01

Ich finde das Inklusionsthema schwierig. In meinen Augen ist ein Autist nicht gleich Autist, es gibt bei jeder Diagnose ein Riesenspektrum. Ich würde mir daher wünschen, dass Eltern sich alle Lösungen offenhalten. Manchmal gelingt Integration und bei manchen ist es doch nur ein Spießrutenlauf. Mein Großer hatte ein I-Kind in seiner Krippengruppe. Damals war der I-Status noch nicht offiziell bestätigt, aber das änderte ja nichts an seiner Problematik. Phasenweise hatte das Kind mehrere epileptische Anfälle an einem Vormittag. Das waren die Tage, an denen unsere Kinder alle durchweg nicht gewickelt waren und einige vor Angst nicht mehr in die Krippe wollten. Wem genau hat das jetzt was gebracht? Dem I-Kind, vor dem alle Angst hatten? Den anderen Kindern, die nicht mehr versorgt wurden und die Angst hatten? Mir tun da alle Beteiligten leid... Auf der anderen Seite kenne ich viele Fälle, wo Integration gelungen und wertvoll ist, aber bestimmt auch genauso viele wo es eben nach hinten losging. Deshalb würde ich mir wünschen, dieses Thema nicht zu verklären, sondern Spektren zu akzeptieren und sich auch mal dagegen zu entscheiden. Fürsorgepflicht besteht nicht nur dem I-Kind gegenüber, sondern auch allen anderen am Projekt Inklusion Beteiligten. Ich bin daher nicht per se dafür oder dagegen, sondern für fallbezogene Entscheidungen.
 

3 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !

26. Januar 2017 um 22:06
In Antwort auf coffeequeen86

Ich finde das Inklusionsthema schwierig. In meinen Augen ist ein Autist nicht gleich Autist, es gibt bei jeder Diagnose ein Riesenspektrum. Ich würde mir daher wünschen, dass Eltern sich alle Lösungen offenhalten. Manchmal gelingt Integration und bei manchen ist es doch nur ein Spießrutenlauf. Mein Großer hatte ein I-Kind in seiner Krippengruppe. Damals war der I-Status noch nicht offiziell bestätigt, aber das änderte ja nichts an seiner Problematik. Phasenweise hatte das Kind mehrere epileptische Anfälle an einem Vormittag. Das waren die Tage, an denen unsere Kinder alle durchweg nicht gewickelt waren und einige vor Angst nicht mehr in die Krippe wollten. Wem genau hat das jetzt was gebracht? Dem I-Kind, vor dem alle Angst hatten? Den anderen Kindern, die nicht mehr versorgt wurden und die Angst hatten? Mir tun da alle Beteiligten leid... Auf der anderen Seite kenne ich viele Fälle, wo Integration gelungen und wertvoll ist, aber bestimmt auch genauso viele wo es eben nach hinten losging. Deshalb würde ich mir wünschen, dieses Thema nicht zu verklären, sondern Spektren zu akzeptieren und sich auch mal dagegen zu entscheiden. Fürsorgepflicht besteht nicht nur dem I-Kind gegenüber, sondern auch allen anderen am Projekt Inklusion Beteiligten. Ich bin daher nicht per se dafür oder dagegen, sondern für fallbezogene Entscheidungen.
 

Das ist richtig so. 

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

26. Januar 2017 um 22:38

Ich bin immer wieder schockiert über die herrschende Betreuungssituation - es ist oftmals eben doch ein verwahren, und kein betreuen.... Umso glücklicher bin ich, endlich eine gute Kita gefunden zu haben (es ist vom großen die dritte....Der Kleine kam ja gleich in diese)

ich bin froh, das ihr mich darin bestärkt, das der von mir eingeschlagene weg der richtige ist. Bisher bin ich gut damit gefahren, offen mit dem Thema "Autismus" umzugehen, allerdings habe ich anders als Sisa noch keine negativen Erfahrungen gemacht....Bis auf das übliche "ach der hat doch nix, der ist ganz normal, ist halt ein Junge" von Menschen die ihn kaum kennen. 

Insgesamt funktioniert für uns die Inklusion sehr gut, und gerade für jemanden wie meinen großen ist es auch wichtig, mit "normalen" Kindern zusammen zu sein, denn er mag zwar einiges, vieles im sozialen Miteinander nicht nachempfinden können, versteht viele Gesten, nonverbale Signale nicht und hat ein anderes Spielverhalten - aber er lernt jeden Tag von den anderen, er merkt ja selbst das er anders ist. Er lent sozialverhalten eben anders, er kann vieles nicht intuitiv, sondern nimmt das Verhalten der anderen an, imitiert sozusagen. 

Ich bin je älter sein Bruder wird, immer wieder erstaunt wie dieser intuitiv mit anderen kommuniziert - und das obwohl er noch keine zwei jahre alt ist.

Manchmal glaube ich allerdings, das es schwieriger wäre wenn man ein kind hat, das einfach "nur so" schwieriger im Umgang ist, einfach einen starken Charakter hat und einen festen Willen. Dann hinterfragt man sich vielleicht noch mal ganz anders.

 

1 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !

26. Januar 2017 um 22:38

Ich bin immer wieder schockiert über die herrschende Betreuungssituation - es ist oftmals eben doch ein verwahren, und kein betreuen.... Umso glücklicher bin ich, endlich eine gute Kita gefunden zu haben (es ist vom großen die dritte....Der Kleine kam ja gleich in diese)

ich bin froh, das ihr mich darin bestärkt, das der von mir eingeschlagene weg der richtige ist. Bisher bin ich gut damit gefahren, offen mit dem Thema "Autismus" umzugehen, allerdings habe ich anders als Sisa noch keine negativen Erfahrungen gemacht....Bis auf das übliche "ach der hat doch nix, der ist ganz normal, ist halt ein Junge" von Menschen die ihn kaum kennen. 

Insgesamt funktioniert für uns die Inklusion sehr gut, und gerade für jemanden wie meinen großen ist es auch wichtig, mit "normalen" Kindern zusammen zu sein, denn er mag zwar einiges, vieles im sozialen Miteinander nicht nachempfinden können, versteht viele Gesten, nonverbale Signale nicht und hat ein anderes Spielverhalten - aber er lernt jeden Tag von den anderen, er merkt ja selbst das er anders ist. Er lent sozialverhalten eben anders, er kann vieles nicht intuitiv, sondern nimmt das Verhalten der anderen an, imitiert sozusagen. 

Ich bin je älter sein Bruder wird, immer wieder erstaunt wie dieser intuitiv mit anderen kommuniziert - und das obwohl er noch keine zwei jahre alt ist.

Manchmal glaube ich allerdings, das es schwieriger wäre wenn man ein kind hat, das einfach "nur so" schwieriger im Umgang ist, einfach einen starken Charakter hat und einen festen Willen. Dann hinterfragt man sich vielleicht noch mal ganz anders.

 

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

26. Januar 2017 um 22:50
In Antwort auf 000ashni000

Ich bin immer wieder schockiert über die herrschende Betreuungssituation - es ist oftmals eben doch ein verwahren, und kein betreuen.... Umso glücklicher bin ich, endlich eine gute Kita gefunden zu haben (es ist vom großen die dritte....Der Kleine kam ja gleich in diese)

ich bin froh, das ihr mich darin bestärkt, das der von mir eingeschlagene weg der richtige ist. Bisher bin ich gut damit gefahren, offen mit dem Thema "Autismus" umzugehen, allerdings habe ich anders als Sisa noch keine negativen Erfahrungen gemacht....Bis auf das übliche "ach der hat doch nix, der ist ganz normal, ist halt ein Junge" von Menschen die ihn kaum kennen. 

Insgesamt funktioniert für uns die Inklusion sehr gut, und gerade für jemanden wie meinen großen ist es auch wichtig, mit "normalen" Kindern zusammen zu sein, denn er mag zwar einiges, vieles im sozialen Miteinander nicht nachempfinden können, versteht viele Gesten, nonverbale Signale nicht und hat ein anderes Spielverhalten - aber er lernt jeden Tag von den anderen, er merkt ja selbst das er anders ist. Er lent sozialverhalten eben anders, er kann vieles nicht intuitiv, sondern nimmt das Verhalten der anderen an, imitiert sozusagen. 

Ich bin je älter sein Bruder wird, immer wieder erstaunt wie dieser intuitiv mit anderen kommuniziert - und das obwohl er noch keine zwei jahre alt ist.

Manchmal glaube ich allerdings, das es schwieriger wäre wenn man ein kind hat, das einfach "nur so" schwieriger im Umgang ist, einfach einen starken Charakter hat und einen festen Willen. Dann hinterfragt man sich vielleicht noch mal ganz anders.

 

Achso vergessen:

Das bei dem Nutzen, den mein Sohn von der Inklusion hat, andere Kinder zu Schaden kommen könnten, weil er die Kontrolle verliert oder Situationen falsch einschätzt (das Mädchen wollte er nicht treffen, er hat nur schlicht nicht drauf geachtet, bzw dachte der Stein fällt neben sie...Er sagte sie wäre stehen geblieben, damit hat er nicht gerechnet...) ist für mich schwer zu akzeptieren. Ich hoffe lediglich das die anderen auch von ihm profitieren können - was laut seinem Integrationserzieher definitiv der Fall ist. 

Naja, zumindet können sie ihn alles über Dinosaurier fragen und ihn rechnen lassen, oder bis zweihundert zählen 

1 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !

28. Januar 2017 um 20:16

Bella, also das war bis jetzt das einzige Mal, das mein Sohn jemand anderem geschadet hat....Und obwohl er natürlich seine Baustellen hat, ist er ja nicht gefühllos. Ganz im Gegenteil, eigentlich ist er recht sensibel, und vermutlich ist es für ihn sehr sehr anstrengend und frustrierend immer die anderen nicht gut zu verstehen, denn je älter er wird desto mehr sprechen die Kinder "bildhaft" und desto ausgefeilter wird die nonverbale Kommunikation, desto komplexer das Spielverhalten.  Alles für ihn schwer zu verstehen, trotz mindestens normaler Intelligenz. Verbunden mit der Reizüberflutung im Kindergarten wird er dann hyperaktiv, woraus sich dann natürlich oft Rangeleien ergeben die ausarten können. Aggressiv in dem Sinne wie das Kind im Thread von Igel beschrieben wurde, ist er nicht. Gottseidank! Eher schafft er beispielsweise beim rangeln unter Jungs "den Absprung nicht" - setzt immer einen drauf, bis einer weint....Und versteht dann leider oft immer noch nicht wo der Fehler lag..So blöd das klingt. 

Eigentlich sollte es hier aber nicht vorrangig um den Autismus meines sohnes gehen, auch Mitleid mit meiner Situation empfinde ich als nicht nötig, wenn auch lieb gemeint....zu deiner Aussage du würdest deinem kind unter Umständen sagen, so ein kind zu meiden: ich kann es nachvollziehen, wenn es denn häufig zu direkten Konflikten kommt. Allerdings muss ich auch sagen, das ich der Meinung bin, das man wenn man sein kind in eine Integrationskita gibt (um zum Beispiel den besseren Betreuungsschlüssel zu haben) damit rechnen muss das da tendenziell mehr "schwierige" Kinder sind.

Igel, das Verhalten der Mutter in deinem Fall ist unter aller Kanone, das sehe ich ganz genauso. Schadenersatz, Entschuldigung und Aufarbeitung des Vorfalls mit dem Kind seitens der Eltern empfinde ich als selbstverständlich.

Zum Thema entschuldigen des Kindes möchte ich ganz allgemein aber noch sagen, das das absolut nichts bringt, wenn das Kind nicht versteht warum es das tun soll, seinen Fehler nicht einsieht. Dann ist die Message dahinter lediglich "wen ich was anstelle, das wichtigste ist den Psalm aufzusagen" und das ganze ist dann nichts weiter als eine hohle Phrase. Es ist und bleibt das wichtigste, Konflikte mit den betroffenen aufzuarbeiten - seitens der Erzieher und der Eltern! Dann kommt das "tut mir leid" von Herzen. Sogar bei Autisten 

4 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !

28. Januar 2017 um 20:38

Aus deinem Post geht hervor, dass du dich mit Autismus nicht auskennst.
Autisten können sogar empathischet sein als manches gesunde Kind. Mein Sohn liebt z.B. Tiere und trägt Spinnen nach draußen, wo andere Kinder einfach nur drauf treten.
Die Probleme sind eher in Grupprn und bei unstrukturierten Aktivitäten gegeben. Mein Sohn dreht dann auch auf und kommt nicht mehr runter, wie bei Ashni.
Mit Mitleidsschiene hat es nichts zu tun, wenn man erklärt, warum ein Kind eben nicht sozial adäquat handeln kann. Es sind nun mal Fakten und jemand, der sich mit Autismus auskennt, wird dir bestätigen können, dass diese Mendchen Dinge, die für andere selbstverständlich sind, erst mühevoll lernen müssen

1 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !

28. Januar 2017 um 21:57
In Antwort auf 000ashni000

Der Thread mit den abgeschnittenen Haaren beschäftigt mich...Und zwar, weil ich selbst Mama eines solchen "Raufbolds" bin. Ich Frage mich oft was von mir als Mama seitens der anderen Eltern erwartet wird, was in Zukunft noch auf mich zukommt...

Mein Sohn ist ja Asperger Autist, nun sieht man ihm das ja nicht sofort an. Und selbst wenn, würde das etwas ändern?

Er ist oft wild, gerät in stressigen Situationen oft außer Kontrolle, sprich er wird überdeht, oft ist er grob zu anderen Kindern, und das er in der sozial-emotionalen Entwicklung gestört ist, macht es nicht einfacher. Im privaten kann ich das gut abschätzen, ihn gut steuern, und bei Bedarf beherzt eingreifen. Ich bin konsequent, erkläre ihm viel - aber Empathie kann man nicht "anerziehen". Wir haben einen strukturierten Alltag, ohne Regeln läuft hier nix. Er ist 5 Jahre alt.

In der kita ist er ein integrationskind, eins von zweien. Das andere kind ist ein Mädchen mit Down Syndrom.

Es sind 19 Kinder in der Gruppe, 3 ErzieherInnen. 

Hier mal mein "schlimmstes Erlebnis" in diesem Zusammenhang:

Im letzten Sommer hat er ein Mädchen aus seiner Gruppe mit einem Stein am Kopf getroffen. Den warf er aus einem Baumhaus (es gibt in seiner Kita ein Stück wald), er war da 4,5 Jahre alt. Er hat von oben gesehen was passiert war, hat sich versteckt. Das er es war kam erst am nächsten Tag raus...Ich hab es an seinem Verhalten gemerkt das etwas war, geredet hat er an dem tag nicht mit mir, er sagte mir es war was schlimmes, aber er sagt es mir nicht. Das Mädchen wurde ins Krankenhaus gebracht, und dort von ihrer Mama abgeholt. Sie sagte dann das er es war. Die kleine war da knapp drei. Sie hatte eine ziemlich dolle Platzwunde über der Schläfe. Es tat und tut mir so unfassbar leid. Als ich sie in der Kita dann sah, mit dem Riesenpflaster wäre ich am liebsten im Erdboden versunken... Ein paar Tage später kam es in der Garderobe zu einem Gespräch mit mir und der Mama. Ich hab ihr gesagt das es mir sehr leid tut, das ich das Thema immer wieder mit meinem Sohn aufgreife, ich aber auch nicht verstehen kann wieso er derart unbeaufsichtigt war, und das genau in diesem Waldstück. Sie hat mir keine Vorwürfe gemacht, aber mit Sicherheit ist sie seitdem sehr distanziert mir gegenüber. Soweit ich weiß wissen alle Eltern wer die integrationskinder sind, auch habe ich ihr gesagt, das ich mir bewusst bin, das er als integrationskind mit seiner Diagnose ein Risikofaktor sein kann, aber das ich eben auch auf eine Betreuung angewiesen bin.

Kleinere Reibereien werden mir oft berichtet, irgendwas ist immer...und sei es nur das es Kinder gibt, die wissen wie man ihn anstachelt und das gezielt einsetzen, um sich dann zurückzuziehen und "die show zu genießen"....

Ich habe das Gefühl, das es dank der sehr krassen betreuungsschlüssel schwer ist, "solche Kinder" adäquat zu betreuen...in dieser kita ist es ja schon gut - wir haben extra gewechselt, und mit Glück den Platz dort bekommen. In der vorigen waren es 30 Kinder in der Gruppe, mit drei ErzieherInnen, ohne Möglichkeit eines integrationstatus, war eine "normale" Kita. Für ihn war das zum Schluss dort katastophal. Er war todunglücklich, total überfordert und dadurch natürlich noch auffälliger. Ich denke viele auffällige Kinder werden ohne Diagnose in normalen kitas betreut und das kann bös nach hinten losgehen....Auch Kinder die einfach ohne Diagnose in der Betreuung "anspruchsvoller" sind, die eben nicht problemlos, ohne Widerspruch "mitlaufen", haben es einfach schwer in solch großen Gruppen.

Ich lese auch hier öfter von "da muss man hart durchgreifen" - frage mich dann aber immer, was das nun heißen soll?

ich fände es mal interessant mich darüber auszutauschen und bin gespannt auf eure Meinungen.

LG




 

also ich finde du kommst deiner " pflicht " nach, erklärst deinem Sohn das es nicht in ordnung ist und suchst sogar das gespräch mit dem anderen Elternteil mehr kannst du da auch nicht tun, ich würde es mal so sagen ob nun ein " besonderes " Kind oder ein " normales" das macht keinen unterschied man hat sich als elternteil nunmal so zu verhalten, das es akzeptabel ist. Das war ja bei dem anderen Thread mit dem Haare abschneiden nicht der fall, da lächelte die Mutter ja noch weil es passierte ich denke das bringt einen dann doch nochmal etwas höher auf die palme 😕

Aber ich würde genauso reagieren falls meine Tochter mal etwas anstellt, ich würde mich entschuldigen und auch von ihr verlangen das sie sich entschuldigt ( natürlich nur wenn es nicht wehren oder sowas war ) genauso würde ich von mir aus vorschlagen für den schaden aufzukommen, ich finde das gehört sich so und das verlange ich dann auch von den anderen Eltern falls ihre Kinder mal meiner Tochter zu nahe kommen.

ich finde du solltest dir da kein kopf machen, es sind Kinder da kann immermal was passieren die hauptsache ist doch das es dann ausreichend geklärt wird.

Bei uns im Kindergarten gibt es auch einen Jungen der etwas auffällig ist. Was genau er hat weiss ich nicht und es wurde auch nie erwähnt das er dieses Kind ist, aber man merkt es nach einer gewissen zeit einfach, am Elternabend wurde dies angesprochen das es ein Kind gibt welches mehr " förderung " braucht und das war es auf nachfragen wurde da auch nicht eingegangen, einerseits finde ich es gut das es erwähnt wurde andererseits ist man so vorgewarnt und dieser Junge hat direkt einen Stempel auf der stirn

Meine Tochter erzählt mir oft das dieser Junge sie geärgert hat oder dies oder jenes, allerdings habe ich ihr immer beigebracht sich zu wehren egal wie! Sie scheint, laut erzieherin dem Jungen einmal richtig in die schranken gewiesen zu haben und soll ihn auch sehr doll geschubst haben, wo sie wohl ärger bekommen hat. Das habe ich direkt angesprochen denn meine Tochter darf sich wehren, sie darf nicht anfangen aber sie darf sich wehren und da ich weiss das der Junge öfters Schubst, haut, sachen wegnimmt usw. fand ich das nicht ok und habe ihr erklärt egal wie oft es vorkommt, sie darf diesen Jungen Schubsen wenn er ihr zu nahe kommt naja aber seitdem lässt er sie in ruhe und macht ein grossen bogen um sie

also wie gesagt es kommt immer auf die gesammte situation an und wie sich verhalten wird lg 

1 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !

30. Januar 2017 um 9:24
In Antwort auf 000ashni000

Der Thread mit den abgeschnittenen Haaren beschäftigt mich...Und zwar, weil ich selbst Mama eines solchen "Raufbolds" bin. Ich Frage mich oft was von mir als Mama seitens der anderen Eltern erwartet wird, was in Zukunft noch auf mich zukommt...

Mein Sohn ist ja Asperger Autist, nun sieht man ihm das ja nicht sofort an. Und selbst wenn, würde das etwas ändern?

Er ist oft wild, gerät in stressigen Situationen oft außer Kontrolle, sprich er wird überdeht, oft ist er grob zu anderen Kindern, und das er in der sozial-emotionalen Entwicklung gestört ist, macht es nicht einfacher. Im privaten kann ich das gut abschätzen, ihn gut steuern, und bei Bedarf beherzt eingreifen. Ich bin konsequent, erkläre ihm viel - aber Empathie kann man nicht "anerziehen". Wir haben einen strukturierten Alltag, ohne Regeln läuft hier nix. Er ist 5 Jahre alt.

In der kita ist er ein integrationskind, eins von zweien. Das andere kind ist ein Mädchen mit Down Syndrom.

Es sind 19 Kinder in der Gruppe, 3 ErzieherInnen. 

Hier mal mein "schlimmstes Erlebnis" in diesem Zusammenhang:

Im letzten Sommer hat er ein Mädchen aus seiner Gruppe mit einem Stein am Kopf getroffen. Den warf er aus einem Baumhaus (es gibt in seiner Kita ein Stück wald), er war da 4,5 Jahre alt. Er hat von oben gesehen was passiert war, hat sich versteckt. Das er es war kam erst am nächsten Tag raus...Ich hab es an seinem Verhalten gemerkt das etwas war, geredet hat er an dem tag nicht mit mir, er sagte mir es war was schlimmes, aber er sagt es mir nicht. Das Mädchen wurde ins Krankenhaus gebracht, und dort von ihrer Mama abgeholt. Sie sagte dann das er es war. Die kleine war da knapp drei. Sie hatte eine ziemlich dolle Platzwunde über der Schläfe. Es tat und tut mir so unfassbar leid. Als ich sie in der Kita dann sah, mit dem Riesenpflaster wäre ich am liebsten im Erdboden versunken... Ein paar Tage später kam es in der Garderobe zu einem Gespräch mit mir und der Mama. Ich hab ihr gesagt das es mir sehr leid tut, das ich das Thema immer wieder mit meinem Sohn aufgreife, ich aber auch nicht verstehen kann wieso er derart unbeaufsichtigt war, und das genau in diesem Waldstück. Sie hat mir keine Vorwürfe gemacht, aber mit Sicherheit ist sie seitdem sehr distanziert mir gegenüber. Soweit ich weiß wissen alle Eltern wer die integrationskinder sind, auch habe ich ihr gesagt, das ich mir bewusst bin, das er als integrationskind mit seiner Diagnose ein Risikofaktor sein kann, aber das ich eben auch auf eine Betreuung angewiesen bin.

Kleinere Reibereien werden mir oft berichtet, irgendwas ist immer...und sei es nur das es Kinder gibt, die wissen wie man ihn anstachelt und das gezielt einsetzen, um sich dann zurückzuziehen und "die show zu genießen"....

Ich habe das Gefühl, das es dank der sehr krassen betreuungsschlüssel schwer ist, "solche Kinder" adäquat zu betreuen...in dieser kita ist es ja schon gut - wir haben extra gewechselt, und mit Glück den Platz dort bekommen. In der vorigen waren es 30 Kinder in der Gruppe, mit drei ErzieherInnen, ohne Möglichkeit eines integrationstatus, war eine "normale" Kita. Für ihn war das zum Schluss dort katastophal. Er war todunglücklich, total überfordert und dadurch natürlich noch auffälliger. Ich denke viele auffällige Kinder werden ohne Diagnose in normalen kitas betreut und das kann bös nach hinten losgehen....Auch Kinder die einfach ohne Diagnose in der Betreuung "anspruchsvoller" sind, die eben nicht problemlos, ohne Widerspruch "mitlaufen", haben es einfach schwer in solch großen Gruppen.

Ich lese auch hier öfter von "da muss man hart durchgreifen" - frage mich dann aber immer, was das nun heißen soll?

ich fände es mal interessant mich darüber auszutauschen und bin gespannt auf eure Meinungen.

LG




 

Hallo

Ein schwieriges Thema. Ich glaube halt aber auch, dass man einen Aspie nicht mit einem "Raufbold" oder "Quatschmacher" vergleichen kann... Mein Sohn ist selber Asperger Autist + ADHSler. Wir haben das Glück dass mein Kleiner seit September in eine Fördereinrichtung kann. 9 Mäuse auf 3 Erzieher. Er ist das einzige Kind mit einer psychischen Beeinträchtigung , die anderen Kinder haben geistige Behinderungen. Er kommt dort super klar mit den Kindern. Weil gerade diese Kinder viel mehr Feingefühl für ihn haben. Er wird nicht provoziert oder verspottet dort. Im alten Kiga (20 Kinder auf 2 Erzieher) war genau das der Fall. Er wurde provoziert bzw. geärgert.. Hat dann teilweise geschrien oder geschlagen und war nat. immer der  Sündenbock für alle, und hatte den Ruf als schlecht erzogener Raufbold. Einmal hat er im Turnunterricht einen Hausschuh geworfen (es war ihm zu laut) und hat leider ein Mädchen am Kopf getroffen. Ich verstehe also wovon du schreibst.

Kinder mit solchen Diagnose brauchen mehr. Ein nomaler Kiga kann das meistens nicht bieten.

Durchgreifen ist bei einem Autisten ja auch wieder was ganz anderes als bei einem nicht betroffenen Kind. Empathie kann man übrigens zwar nicht anerziehen, aber es den Kindern beibringen. Es dauert zwar, und wird nie etwas Natürliches für Autisten sein, aber sie lernen es anzuwenden. Mein Sohn besucht dazu eine Heilpädagogin + Gruppentherapie.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

30. Januar 2017 um 11:46

man kann ja schlecht alle auffaelligen
kinder ausschliessen und die betreuung verwaehren.
es sind keine halbwuechsigen teenies,sondern 3-6 jaehrige wo man noch vieles aendern kann am verhalten.das problem sind doch in der regel die eltern ,die zb moegliche hilfen nicht annehmen moechten.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

1. Februar 2017 um 19:53

So ein Schmarrn!
Es kommt immer mal wieder vor, dass im KiGa mit Steinen geworfen wird, einfach weil die Kinder sozial emotional oft noch in der Entwicklung sind.
Stell dir vor, auch deine Tochter könnte aus unkontrollierter Wut heraus mit Steinen werfen, auch wenn du es nicht glaubst

1 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !

1. Februar 2017 um 20:16

Was du sagst ist unrealistisch. Keiner hat immer Impulskontrolle- und Kinder noch am wenigsten. Das hat mit dem Wissen um das "Dürfen" auch nichts zu tun .

3 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !

1. Februar 2017 um 20:29

Und wenn es so wäre - meinst du , das ist dein Verdienst?

2 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !

1. Februar 2017 um 20:32

Nimms mir nicht übel, aber das was du schreibst finde ich auch nicht sonderlich sympathisch  

du stellst meinen Sohn gerade hin als wäre er ein Monster....Ist er nicht. Punkt. Und ganz sicher hätte ich es nicht zugelassen das er deswegen der Gruppe verwiesen worden wäre. Fände ich bei nem einmaligen Vorfall doch übertrieben. Erster Kommentar der kita-Erzieher war übrigens, das das unachtsame werfen des Steins nichts mit dem Autismus zu tun hatte, das (oder vergleichbares) machen wohl genauso auch "normale Kinder".

Seine Reaktion, die Distanziertheit und das er sich versteckt hat usw. ist typisch autistisch, aber er hat den Stein nicht bösartig geworfen um sie zu treffen - er hat die Situation falsch eingeschätzt, "wollte den Stein nicht oben haben" sagte er. Er dachte "sie würde schneller vorbei laufen". Ja, es tut mir sehr leid, aber ich schäme mich nicht für meinen Sohn und finde auch nicht das ich das müsste. Er ist 5 Jahre alt und nicht 7 oder 8.

Auch muss man mir keine "Milde entgegen bringen" - ich hab schließlich nichts verbrochen, und er auch nicht. 

zum Thema "mein Kind macht sowas nicht" sag ich Mal lieber nix.



 

2 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !

1. Februar 2017 um 20:38

Das heißt dann im Umkehrschluss das ich deiner Meinung nach bei der Erziehung versagt habe?

2 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !

1. Februar 2017 um 20:45

Ich finde das Weltbild was aus deinen bisher geschriebenen Texten spricht ehrlichgesagt auch nicht richtig, und auch für meinen Sohn, bzw. meine beiden Söhne, demzufolge nicht den richtigen Umgang.

Mit Menschen denen "die Jacke näher als die Hose ist" und die ihren kindern das vermitteln, ihnen vermitteln etwas besseres zu sein, kann ich meinerseits nämlich nichts anfangen. 


 

9 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !

1. Februar 2017 um 20:50

Es ging mir um verschiedene Meinungen, ich bin jetzt nicht beleidigt oder ähnliches. Ich bin lediglich anderer Meinung. 

Ob in der Kita getuschelt wird, darum ging es mir eigentlich nicht. Es ist eine Integrationskita, ich gehe davon aus das man sein (auch "normales" kind bewusst in eine solche Einrichtung gibt.

1 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !

Frühere Diskussionen
Diskussionen dieses Nutzers
Lust auf mehr Farbe in deinem Leben?
wallpaper

Das könnte dir auch gefallen