Forum / Mein Baby

Schwierige Schwiegereltern

Letzte Nachricht: 3. Januar um 1:25
P
packungkekse
03.01.22 um 1:17

Hallo zusammen
Zuerst einmal möchte ich euch ein paar Randinfos geben, damit die etwas längere Geschichte leichter aufgedröselt werden kann:

Mein Mann und ich (beide anfang 30) sind seit 7 1/2 Jahren zusammen und davon anderthalb verheiratet. Er hat noch 2 Jüngere Geschwister, seine Eltern wohnen 30km von uns entfernt, beides wohlhabende Rentner. Vor 3 Monaten hat unser kleiner Sohn unsere kleine Kernfamilie komplettiert und damit fängt die etwas längere Geschichte auch an:

Anfangs kam ich mit meinen Schwiegereltern ganz gut klar, es gab eigentlich nie irgendwelche Schwierigkeiten oder Stressfaktoren. Das alles fing erst an, als mein Mann und ich beschlossen haben zu heiraten. In Zeiten von Corona war das alles eh schon nicht das wahre, Kontaktbeschränkungen und vorgeschriebene Anzahl an Gästen hat unseren Plan doch ziemlich kaputt gemacht aber wir haben das Beste aus der Situation gemacht und nur mit der engsten Familie und Freunde gefeiert.

Seine Mutter hat ihn hinter meinem Rücken angebettelt mich nicht zu heiraten, sie hat eine regelrechte Szene daraus gemacht, so hat er es mir jedenfalls im Nachhinein erzählt. Auch wie er ihr einen Dämpfer verpasst hat und sie nochmal zurechtgerückt hat. Sie gibt mir unterschwellig die Schuld daran, das er sein Studium (welches für die Familie seeeehr wichtig ist) nicht erfolgreich beendet hat, obwohl er leider selbst ein wenig lernfaul ist und es sich selbst verbockt hat, aber das will sie nicht so recht glauben. Sein Vater ist eher einer von der stillen Sorte, pensionierter Lehrer der den ganzen Tag genug mit seinen Schülern zu tun hatte und zuhause kein Wort mehr gesprochen hat, aber das hab ich ihm nie übel genommen. 90% unserer Hochzeitsbilder sind ihretwegen leider auch nicht "brauchbar", da sie auf ihnen aussieht, als wäre das der schlimmste Tag ihres Lebens (ist auch unseren Freunden aufgefallen). Sie hingegen findet es sehr amüsant, das die Fotos versaut sind.

Jetzt vor 3 Monaten kam dann unser kleiner Sohn zur Welt, eine wahnsinnig unkomplizierte Schwangerschaft, eine tolle schnelle Geburt aber die Nachwirkungen waren unglaublich. Gerissen, höherer Blutverlust, ich konnte anderthalb Monate nicht gehen, stehen oder sitzen ohne mich über den Tag mit einem halben Blister Ibu 800 zu dopen, es war wirklich die Hölle. Zu allem Übel wurde mein Mann auch zur absoluten Unselbstständigkeit (v)erzogen, er kann sich zwar selbst sein Essen machen aber zum Aufräumen und jegliche Hausarbeit war er einfach zu faul. Ich hatte somit mit meinen körperlichen Schmerzen, Schlafentzug, Hausarbeit und vor allem dem Baby ordentlich zu kämpfen und schmeiß nach wie vor zu 98% alles alleine zuhause. Das Kind ist auch sehr auf mich geprägt weil ich eben die bin die dauerpräsent ist und es 24/7 versorge.

Mit der Geburt fingen meine Schwiegereltern auch an durchzudrehen. Sie wollten uns unbedingt alles was sich an Babysachen auf ihrem Speicher angesammelt hat andrehen, sei es die Kleidung die ihre 3 Kinder vor 30 Jahren getragen haben und mittlerweile mehr Motten als Babys gesehen haben, ein Laufgitter der mehr einem Hasenstall ähnelt und entweder zwischen Möbeln eingeklemmt oder an der Wand festgekettet werden muss, damit der Lütte nicht anfängt damit spazieren zu gehen wenn er mal mobil wird. Sie wollte mir die Beißringe geben die ihre 3 Söhne als Kinder bekommen haben. Den geblümten Kinderwagen und den mit Stoff behangenen Stubenwagen auch. All diese Dinge hab ich abgelehnt, sei es aus hygienischen, sicherheitstechnischen oder ästhetischen Gründen und somit hab ich die Büchse der Pandora geöffnet.

Im Dezember wollten sie vorbeikommen, es sprach von unserer Seite aus nix dagegen, außer das wir ordentlich mit Schnee zu kämpfen hatten, die Straßen nicht geräumt waren da der Winterdienst nicht hinterher kam und sie den in ihrer Region nicht in diesem Maße haben. Somit haben sie uns dann gesagt der Weg sei ihnen zu beschwerlich, wir sollten uns doch auf den Weg machen mit dem Kleinen. Allerdings hab ich mich dann auch geweigert denn bei solchen Wetterbedingungen will ich auch nicht unbedingt mit einem Säugling unterwegs sein, man kann ja von anderen Leuten auch nicht was verlangen, was man selbst nicht bereit wäre zu machen.
Es kamen noch andere schöne Tage aber sie wollten partout nicht zu uns kommen, sie haben immer drauf bestanden, dass wir zu ihnen fahren was wir dann auch 2x getan haben aber wir sehen es auch nicht ein immer diejenigen zu sein, die es ihnen ermöglichen den Enkel zu sehen wenn sie selbst nicht fahren wollen.
Nun waren sie Neujahr bei uns, es gab keine Begrüßung in meine Richtung, stattdessen nur wieder die Aussage das es leichter gewesen wäre wenn wir zu ihnen gefahren wären. Ich stand mit dem Kleinen am Fenster, weil er es liebt nach draußen zu schauen und Autos nachzusehen auch wenn er sie vermutlich noch nicht wirklich erkennen kann, aber er mag es halt. Dann kam Schwiegermutter auf mich zugestiefelt und meinte direkt in einem herrischen Ton (die Frau hat eine Stimme die für 7 reicht) "wenn wir da sind hat das Kind nicht zu schlafen oder aus dem Fenster zu schauen!" Ich war etwas perplex und hab ihr dann gesagt, dass sie mir in meinem Haushalt mal rein gar nix in so einem Ton zu befehlen hätte und wenn sie kein Auto sei das am Fenster vorbeifährt, dann hat sie doch bitte erstmal aus dem unmittelbaren Sichtfeld zu gehen und uns ordentlich zu begrüßen. Wie es in den Wald reinruft, so schallt es eben auch wieder hinaus 

Ich hab das Kind dann dem Papa gegeben um in der Küche zu hantieren, da fing es dann schon an: ob das Kind heute von unserem Essen was haben will, das sie das Kind ja mit 6 Monaten mitnimmt zum Babyschwimmen, sie hätte schon den Zahnarzt für ihn bestimmt der am Ende der Welt seinen Sitz hat, sie würde das alte Kinderzimmer von meinem Mann herrichten und sich mit dem Kind einsperren, nur solche Sachen. Der Kleine scheint sie auch nicht besonders zu mögen da sie sehr harsch und grob ist, dazu die laute Stimme.. sie lässt ihn ja auch grundsätzlich nicht in Ruhe wenn er mal schläft, dauernd nestelt sie an seinen Händen und Füßen bis er wach wird und weint. Ich hab sie dann erstmal zurück auf den Boden geholt und ihr gesagt, dass das Kind keine feste Nahrung bekäme mit 3 Monaten und schon gar nix blähendes (Kolik-Baby) und noch immer wir als Eltern entscheiden was sie mit ihm machen darf und was nicht, das selbe gilt auch für die Ärzteschaft welche wir aussuchen und sie kein Mitspracherecht hat. Ratschläge kann man gerne geben aber einfach entscheiden ist ein NoGo. Da keift sie mich an, von wegen ich würde ihnen als Großeltern ja nicht mal die Chance geben etwas zum Kind beizusteuern, das wird ja nie eine Beziehung zu ihnen aufbauen, ich hätte es verzogen weil ich es nicht schreien lasse und überhaupt mach ich alles falsch.
DIe Schwiegerleute bringen auch zu jeder Gelegenheit immer einen Batzen Geld mit, davon sollen wir kaufen was wir bräuchten. Ich nehme es nicht an da wir nicht drauf angewiesen sind und ich nicht käuflich bin, was mein Mann dann mit dem Geld macht ist mir mal grad egal. Wenn ich dann aber etwas kaufen was wir benötigen (Laufgitter von einem Arbeitskollegen, neue Flaschen, Klamotten, etc), dann geht sie die Decke an weil sie das alles ja wie gesagt noch auf dem Speicher zu stehen hat und los werden will. Zum Schluss hat der Schwiegervater dann noch mit meinem Sohn geredet, der in dem Moment in der Wippe saß und hat mich als dumme Mutter bezeichnet, ich wär unnütz und man würde mich ja jetzt auch nicht mehr brauchen. Das war der Moment an dem es mir gereicht hat, ich hab den Kleinen geschnappt, bin ins Schlafzimmer und hab meinen Mann mit seiner Familie alleine gelassen da ich mir das nicht weiter antun wollte.

Ich kenne meine Schwiegereltern so nicht, ich weiß nicht was ich ihnen getan habe das sie so einen Groll gegen mich haben. Sie versauen es sich doch selbst mit der Beziehung zu unserem Sohn, sie machen sich nie die Mühe zu uns zu fahren, verlangen immer nur Dinge von uns und wenn wir nicht so springen wie sie wollen, dann sind sie angefressen. Mittlerweile kommt es mir so vor als hätte ich meine Pflicht getan und einen Stammhalter geboren und sie tun alles dafür um mich wegzuekeln.

Die Geschichte habe ich bereits in einem anderen Forum veröffentlicht, nachdem ich dort quasi in der Luft zerrissen wurde, wollte ich einmal von euch wissen was ihr von der ganzen Situation mit Schwiegis haltet. Das soll kein Bashing gegen sämtliche Schwiegereltern werden, ich hatte bereits Goldstücke in spe aber meine tatsächlich gewordenen heben sich dann doch extremst ab..

In der Hoffnung das sich irgendeiner erbarmt und sich den Roman durchliest, liebe Grüße und nachträglich frohes neues Jahr  

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P
packungkekse
03.01.22 um 1:25

Ach ja, warum ich vermute das er sie nicht leiden kann bzw sie ihm suspekt ist: sobald Schwiegis ihn auf den Arm nehmen fängt er bitterlich an zu schreien und zu weinen, was er bei anderen Personen nicht macht. Ich bitte sie immer ihn nicht in einer bestimmten Position zu halten da er diese seit seiner Geburt nicht leiden kann, aber sie wollen nicht hören und machen es trotzdem. Das Kind müsse lernen das nicht alles nach seinem Kopf geht und nicht immer gesprungen wird wenn es weint.
Ich könnte noch so viele Beispiele bringen aber der Text sprengt eh schon den Rahmen 

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