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Schwieriges Thema: Bräuchte Hilfe/Tips von Sternenkind-Mamas

30. Oktober 2013 um 21:03 Letzte Antwort: 2. November 2013 um 21:14

Hallo Mädels,

hier sind doch einige Sternenkind-Mamas, oder?
Vielleicht kann mir eine von euch etwas weiterhelfen?

Liebe Freunde von uns haben vor zwei Wochen in der 25. SSW ihre kleine Tochter verloren
Die Kleine durfte 24 Stunden auf der Welt sein, hat es aber leider nicht geschafft.
Ich würd sooooo gern helfen, und ich bin in vielen Punkten einfach sehr unsicher, was/wie ich mich verhalten soll. Habt ihr vielleicht Tips für mich?
Die Kleine wurde eingeäschert und nun steht bald die Beerdigung an. Kann "man" den Eltern in so einer Situation das Ganze irgendwie leichter machen? Irgendeine schöne Geste etc.? Sie wünschen sich, dass möglichst viele Leute kommen, wir werden auf jeden Fall da sein...
Wir haben heute ein Bild von der Kleinen bekommen - ich hab geheult. Aber ich bin auch neugierig geworden, wie sie denn ausgesehen hat, wie ihre kurze Zeit auf der Welt verlaufen ist. Wie hättet ihr euch gefühlt, wenn euch jemand nach Bildern gefragt hätte? Ich trau mich nicht, irgendwie.
Ich wollte den Eltern zur Beerdigung auf keinen Fall irgendsoeine Karte schenken, sondern lieber einen Brief mit einem persönlichen Text und einem schönen Gedicht darin. Welches Gedicht hat euch denn besonders berührt/unterstützt/geholfen?
Ich habe hier schon mehrmals von dem Buch "Gute Hoffnung-Jähes Ende" gelesen. Was haltet ihr davon, das einfach so "ungefragt" zu verschenken? Ist das überhaupt gut für die Zeit so kurz danach?
Die beiden wohnen leider 2 Autostunden weit weg, sind aber am WE hier bei uns in der Gegend. Ich hab sie eingeladen uns zu besuchen, wenn sie wollen. Sollen wir ihnen vorschlagen was zu unternehmen - oder eher nix planen?

Ich würde mich freuen, wenn mir jemand ein paar Tips geben könnte. Jedesmal wenn ich mit ihnen telefoniert habe und danach meine beiden Kids sehe, ziehts mir das Herz sooo zusammen...
Unvorstellbar, dass sowas passieren muss.

Tiri

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31. Oktober 2013 um 13:45

*schubs*
Irgendjemand?

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31. Oktober 2013 um 15:14
In Antwort auf tirima

*schubs*
Irgendjemand?

Jetzt hab ich gerade so einen langen Text geschrieben
Und nun ist er einfach weg
Ich schreib dir heute Abend nochmal...

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31. Oktober 2013 um 17:32

Ich versuche mal deine fragen zu beantworten...
Erstmal mein ganz herzliches Beileid... Deine Freundin erlebt leider das schlimmste was Eltern erleben können- sie muss ihr eigenes Kind verabschieden
Auch ich musste leider dieses Jahr diese Erfahrung machen als ich unseren Sohn Jannik in der 27.SSW still geboren habe...
Unsere Welt stand still in diesem Augenblick und unser leben hat sich seitdem schon etwas verändert!
Meiner Meinung nach kannst du deiner lieben Freundin nun am besten helfen, indem du einfach für sie und ihren Mann da bist! Gibt es noch weitere Kinder? Falls ja, biete an, mal mit diesen etwas zu unternehmen, damit die Eltern mal wieder durchatmen können! Sprich mit ihr, falls ihr danach ist oder nimm sie einfach in den Arm und Weine mit ihr gemeinsam! Zeig ihr und lass sie spüren, dass sie in ihrer Trauer nicht alleine ist und dass es liebe Menschen um die herum gibt, die ihr immer zur Seite stehen! Hab keine Angst davor mit ihr über ihre Tochter zu sprechen! Ich habe mich über jeden gefreut, der sich getraut hat den Namen meines Sohnes auszusprechen und der nach Fotos gefragt hat Totgeburten oder auch so früh verstorbene Babys wie das deiner Freundin machen vielen Menschen Angst! Die haben Angst das falsche zu sagen oder sich falsch zu verhalten. Einige sagen dann lieber gar nichts, andere geben einfach nur die falschen Dinge von sich ganz schlimm fand ich persönlich so Sprüche wie: " dann versucht ihr es halt nochmal", ihr habt ja schon zwei gesunde Kinder, wer weiß für was es gut war, usw."
Das ist vielleicht gut gemeint, aber es tut unglaublich weh
Unsere engen Freunde und natürlich die Familie waren uns im Juni, und auch jetzt noch, eine große Stärke in dem sie uns einfach im Alltag geholfen haben. Meine Schwester die kurz vorher auch ihr baby in der 15. Woche ganz grausam verloren hat, war mir die größte Stütze, da sie es am besten verstehen konnte! Mit ihr kann ich auch am besten darüber sprechen...
Es gibt den Spruch: die zeit heilt alle Wunden! Da steckt etwas wahres drin- heilen wird es zwar nie, aber die Trauer verändert sich mit der zeit, sie wird anders, nimmt nicht mehr so viel Platz im Alltag ein!
Wir haben die Bestattung auch mit vielen Freunden und Familie begangen und nicht im engen Kreis! Und das war gut so! Wir haben gemeinsam das Kreuz gestaltet, mein Mann ist Schreiner, und ich habe es mit meinem großen Sohn zusammen liebevoll bunt angemalt mit Regenbogen und Sternen und einer Sonne! Das hat mir und auch unserem großen sehr geholfen! Dann habe ich noch einen Abschiedsbrief an Jannik geschrieben, den ich eigentlich selbst vorlesen wollte, habe das aber letztlich nicht geschafft! Mein lieber Schwager hat dies dann für uns gemacht, wenn auch mit dicken Kloß im Hals!!! Da ich seit der Geburt das Lied "Still" von jupiter Jones im Kopf hatte, wurde dies auch an der Beerdigung gespielt!
Das Buch "gute Hoffnung, jähes Ende" ist sehr hilfreich, es ist aber vielleicht noch zu früh dafür! Meine Schwester hatte es mir gleich einen Tag nach der Geburt mitgebracht, aber auch gleich gesagt das es vielleicht noch zu früh ist. Aber jeder Ist da auch anders...
Lange rede, kurzer Sinn: es gibt in einer solchen Situation kein richtig oder falsch!!! Einfach zeigen, dass man da ist und mit trauert ist das beste!!!
Deine Idee einen Brief an deine Freundin zu schreiben finde ich wundervoll! Wir haben auch viele solcher Briefe bekommen und an schlechten Tagen lese ich die immer wieder, einfach weil ich mir bewusst machen will, dass wir nicht alleine sind!!!
Deine Freundin kann sich glücklich schätzen dich zu haben
Wenn du noch weitere fragen hast, bin ich gerne für dich da!!
Ich wünsche euch alle kraft der Welt und schicke eine herzliche Umarmung!!!
Annegret

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31. Oktober 2013 um 22:59

Hallo
ich hab auch ein totgeburt hinter mir und sonnenschein ihre worte kann ich nur bestätigen. es ist wirklich schön, wenn jemand den namen des kindes sagt, auch später noch. fotos habe ich auch gerne gezeigt. auch wenn es für andere komisch ist. deine freundin IST mutter geworden und als mutter ist man stolz auf sein kind und will es anderen zeigen. natürlich hat man angst, vor der reaktion der freunde. aber es ist ihr kind. auch wenn es jetzt im himmel ist.

wir haben ein tolles buch bekommen, was uns sehr gut geholfen hat. hier der link:
http://www.amazon.de/Flieg-kleiner-Schmetterling-Gedanken-Trauer/dp/3702229922

es ist so traurig, weil es das herz berührt. am anfang konnten wir kaum ein gedicht zu ende lesen, weil uns der schmerz gehindert hat. durch eine tränen wand kann man auch nicht gucken.

unsere maus ist am 31.3.11 gebohren also schon etwas her. ich für mich muss sagen, dass die schlimmste zeit erst noch kommt. ich habe nach der geburt eine starken KiWu gehabt und es hat sich einfach keine neue SS eingestellt. das war für mich purer horror.
ich hoffe deine freundin und ihr mann sind stark genug es auch als paar durch zustehen. das ist eine wirklich schwere lebenslage.

ich würde an deiner stelle lieber nichts planen, mit weggehen. wenn sie lieber mögen, dann spontan.
in meiner anfangs zeit und auch 10 monate danach war ich nicht her über meine gefühle. wenn es dann über mich kam, konnte ich meine tränen nicht zurück halten. es war wirklich schlimm. da war ich dann froh irgendwo privat zu sein und nicht in der öffentlichkeit.

der spruch mit die zeit heilt alle wunden habe ich neu kennen gelernt:
die zeit heilt nicht alle wunden, sie lehrt uns mit dem unbegreiflichen zu leben!

und so ist es auch

lg lacki mit sarah im herzen, jonas an der hand und ... im bauch

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1. November 2013 um 11:34

Hey!
dir wurden hier schon viele gute tipps gegeben. ich habe mich sehr gefreut, als mir meine Arbeitskollegen eine kerze mit namen und Geburtsdatum geschenkt haben. vielleicht wäre das etwas anstatt buch.

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1. November 2013 um 19:08

Das tut mir sehr leid für deine Freundin
So etwas sollte niemand erleben müssen und doch passiert es jeden Tag.
Jeder trauert anders, aber du hast hier schon viele Tipps bekommen und den meisten kann ich mich anschließen.

Mir hat es am meisten geholfen immer wieder darüber zu reden. Über die Geburt, meine Gefühle, wie perfekt er war. Und es hilft auch einfach miteinander zu weinen, wenn man nicht weiß was man sagen soll. Das schlimmste ist, es einfach zu ignorieren. das tut weh.
Was mich traurig macht, dass jetzt nach 5 Monaten niemand mehr fragt. Für die anderen geht das Leben weiter und es ist alles wieder normal. Für jemanden, der sein totes Kind im Arm gehalten hat gibt es dieses "normal" von früher nicht mehr.
Die Kerze unten ist wunderschön und ich glaube über etwas so persönliches freuen sich die meisten Eltern.

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1. November 2013 um 19:36

...
Falls du ein Gedicht suchst, guck mal hier:
http://www.land-der-sternenkinder.de/gedichte1.html

Ich mag sehr gerne "Das Land der Sternenkinder". Vielleicht schreibst du persönliche Worte und kannst dann noch ein Gedicht dazu schreiben.

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2. November 2013 um 21:14


Huhu!

Vielen Dank Mädels, dass ihr mir ein paar Tips gegeben habt!!!
Ich möchte den beiden so gut es irgendwie geht zur Seite stehen...

Tiri

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