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Seht ihr da Handlungsbedarf?

13. Januar 2014 um 12:46

Also ich meine professionelle Hilfe...

Das wird jetzt etwas länger...
Es geht um das Schlafverhalten meines Sohnes.
Er wird in wenigen Tagen 2 Jahre alt. Schon immer ist das Schlafen bei ihm ein großes Problem.
Im ersten Lebensjahr schrie er sehr viel, brauchte wahnsinnig viel Körperkontakt, die ersten Monate war ablegen gar nicht möglich. Er wurde viel getragen, das einzige was gegen das Schreien half, war stillen. Im Nachhinein bin ich mir sicher, dass das viele Schreien daher kam, dass er einfach immer übermüdet war, aber selbst mit Hilfe von uns nur sehr schwer in den Schlaf fand. Er und so auch ich schliefen (mit 3 Ausnahmen) im 1. Lebensjahr nie länger als 3h am Stück. Wir hatten Nächte in denen er bis zu 10 mal wach wurde. Immer mit Geschrei von 0 auf 100. Quengeln oder leises Weinen kannte ich von ihm nicht. Wir haben viel gepuckt, wie gesagt auch getragen, er schlief im Familienbett und wurde von Anfang an in den Schlaf gestillt, getragen, gewiegt, gesungen...
Das Babyjahr habe ich als das anstrengendste meines Lebens in Erinnerung, mit viel Tränen auf allen Seiten und Verzweiflung.

Dann ganz plötzlich, ohne unser Zutun, schlief er immer besser. Erst wurde er nur noch 1x pro Nacht wach, ich stillte dann auch ab (mit 14 Monaten), dann schlief er schon jede 2. Nacht durch.
Wir zogen dann um und er bekam sein eigenes Zimmer. Dort schlief er von der ersten Nacht an ohne Probleme und von da an auch, bis auf wenige Ausnahmen, durch. Wir brauchten ihn auch nicht mehr in den Schlaf zutragen. Ich konnte ihn abends sogar ins Bett legen und rausgehen. Er brabbelte noch ein bisschen und schlief dann alleine ein! Das hatten wir nicht erwartet und dann auch noch alles von ganz alleine.
Für uns lief es perfekt, endlich schliefen auch mein Mann und ich wieder vernünftig. Da unser Sohn einen sehr leichten Schlaf hat und bei jeder Bewegung von uns wach wurde, schliefen wir immer wie versteinert in den unmöglichsten Positionen. Wir hatten Rückenschmerzen und schliefen schlecht. Aber nun war ja alles super.

Dass er alleine einschlief ging wenige Wochen so, dann schrie er wieder, wenn ich das Zimmer verlassen wollte. Das war aber erstmal kein Problem, denn ich erwarte nicht von einem Kleinkind alleine einschlafen zu müssen. Es klappte dann meistens, wenn ich mich vor sein Bettchen legte und summte, im Notfall wurde er eben wieder getragen.

So etwa ein halbes Jahr lief es also ganz gut ,mit dem ins Bett bringen und durchschlafen und seit etwa 3 Monaten haben wir hier die absolute Katastrophe.
Von einem Tag auf den anderen wurde das ins Bett bringen die Hölle. Er schreit nur noch! Manchmal Stunden! Er schreit auch ganz laut Mama! Wenn ich direkt neben ihm liege. Es hilft ausschließlich tragen. Auf den Arm nehmen und hinsetzen geht auch nicht. Er muss auf den Arm und man muss dabei stehen! Sonst schreit er wie am Spieß. Mittlerweile wiegt er 13,5kg... Ich bin in der 25. Woche schwanger, mein Mann, der seitdem das Tragen übernommen hat, kann auch langsam nicht mehr. Das Einschlafen geht dann meist noch halbwegs, aber bei Ablegen wird er immer wieder wach und schreit los. Gestern hat mein Mann nach dem 6. Ablegeversuch und einer Stunde aufgegeben, ich habe es dann weiter versucht, erst als ich nach einer weiteren Stunde auch nicht mehr konnte und mit in sein Gitterbett gestiegen bin, legte er sich hin und schlief ein.
Uns gemeinsam in unser Bett zu legen, klappt auch nicht, er bleibt einfach nicht liegen und krabbelt sofort hinaus, versucht man ihn festzuhalten, Gebrüll als wenn man ihm etwas antut.
Ich heule jeden Abend, weil ich nicht mehr weiter weiß. Ich weiß nicht was ihm fehlt. Er hat doch alles. Vielleicht liegt es an der Schwangerschaft? Vielleicht merkt er, dass sich da bald etwas ändert? Liegt es an meinen Prüfungen, die uns alle zur Zeit sehr belasten und ich weniger Zeit habe?
Wir haben versucht ihn früher ins Bett zubringen, weil wir dachten, er wäre vllt. übermüdet, später weil wir dachten, er wäre noch nicht müde genug, ein anderes Abendritual, abends nochmal rausgehen und auspowern, bei uns ins Bett kuscheln, nichts hilft.
Und dann noch morgens der Blick unserer Nachbarin, die wahrscheinlich denkt, wir quälen unser Kind... die mir letztens mit dem tollen Spruch kam:Also ich hab meine Kinder ja nie schreien lassen...
Und seit 1 oder 2 Wochen schläft er auch nicht mehr durch. Er würde dann auch nur durch Tragen wieder einschlafen, aber auch hier haben wir wieder das Problem mit dem Ablegen. Also holen wir ihn dann rüber zu uns ins Bett für die restliche Nacht. Da schläft er dann mal schnell, mal erst nach 1-2h wieder ein.

Ich weiß wirklich nicht mehr weiter, vorallem kommt ja auch bald das Brüderchen.

Wir sind echt verzweifelt, jeden Abend eine Prozedur von 1-2h Stunden, mit zig Ablegeversuchen und viel lautem Geschrei...

Schonmal danke, wenn ihr euch das Alles bis hier durchgelesen habt. Was sagt ihr dazu? Ein paar Anregungen oder auch nur nette Worte?

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13. Januar 2014 um 12:53

Ja er merkt das du schwanger bist, Kinder haben dafür ganz
feine Antennen, sei weiterhin so lieb, und Geduldig, gib ihm das was er will, er braucht wohl ganz stark deine Nähe, gib sie ihm, sei ruhig, sag immer wieder, am besten ne std vorher das es jetzt dunkel wird, und Schlafenzeit ist, sag ihm das du bei ihm bist.

Wichtig: Std am besten 1,5 Std vorher für absolute Ruhe sorgen, gedämpftes Licht, TV aus, Radio aus, Handy auch, Telefon abstöpseln, für ihn da sein!! Ein ruhiges Buch, etvl hilft ein lavendelbad, oder eine Duftlampe mit Lavendeloel, nachdem Bad eine sanfte Massage, nicht richtig massieren, sondern eher streicheln.....vorallem in der Herzgegend tut das sehr gut!! Kuscheln, eine warme Milch etvl, ein Apfel eine Std vor dem Schlaf, ist schlaffördernd.....alles gute, und weiterhin viel Geduld, du machst das super bzw du und dein Mann

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13. Januar 2014 um 12:56

Ich kann deine Verzeweiflung gut verstehen.
So etwas strengt an. Sehr.
Ich kann dir nur raten deinem Kind beizubringen ohne getragen zu werden einzuschlafen.
Ich meine, irgendwie ist es doch, aus Kindersicht, verständlich: er weiß, dass ihr ihn tragt wenn er es will. Er bekommt es durch Schreien.
Ich bin der festen Überzeugung, dass man die Bedürfnisse eines Babys so unmittelbar wie möglich erfüllen sollte, aber dein Kind ist bald 2 Jahre alt, kann sich sprachlich zumindest minimal ausrücken (Mama ect.), er sollte wirklich lernen einzuschlafen ohne getragen zu werden.

Bei uns ist es so, dass wir (also je nachdem ob mein Mann oder ich ihn ins Bett bringen) ein Buch anschauen und vorlesen (Kind auf dem Schoß) und dann wird unser Sohn ins Bett gelegt. Ich setze mich auf deinen Sessel, der hinter dem Bett steht und gemeinsam hören wir noch eine Geschichte auf CD.
Klar, am Anfang musste ich ihn hundertmal wieder hinlegen und es war sehr stressig, aber wie bei allem Abgewöhnen ist es meist nach ein paar Tagen geschafft.
Nicht falsch verstehen, ich rate euch nicht dazu euren Sohn weinen zu lassen, um Himmles willen, aber wenn du oder dein Mann neben seinem Bett sitzen und z.B. seine Hand halten, dann muss man m.E. das kindliche Weinen aushalten.
Ihr seid bei ihm, ihm fehlt nichts.

Ich wünsche euch viel Kraft und Nerven, aber es lohnt sich sicher, denn du brauchst deine Kraft bald auch für ein zweites Baby.

LG
Pupsigel

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13. Januar 2014 um 12:58

Entschudlige, jetzt merke ich erst, dass ich deine
Eingangsfrage nicht beantwortet habe:
Nein, ich sehe keinen Grund für profesionelle Hilfe.
Das Schlafverhalten eines Kleinkindes kann sich auch phasenweise ändern. Um so wichtiger ist, dass ihr eine Methode/Ritual habt, wie das Zubettgehen abläuft.
Und gerade im Hinblick auf das zweite Kind ist es höchste Zeit weg von der Tragegeschichte zu kommen.

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13. Januar 2014 um 13:06
In Antwort auf mimimalwieder11

Ja er merkt das du schwanger bist, Kinder haben dafür ganz
feine Antennen, sei weiterhin so lieb, und Geduldig, gib ihm das was er will, er braucht wohl ganz stark deine Nähe, gib sie ihm, sei ruhig, sag immer wieder, am besten ne std vorher das es jetzt dunkel wird, und Schlafenzeit ist, sag ihm das du bei ihm bist.

Wichtig: Std am besten 1,5 Std vorher für absolute Ruhe sorgen, gedämpftes Licht, TV aus, Radio aus, Handy auch, Telefon abstöpseln, für ihn da sein!! Ein ruhiges Buch, etvl hilft ein lavendelbad, oder eine Duftlampe mit Lavendeloel, nachdem Bad eine sanfte Massage, nicht richtig massieren, sondern eher streicheln.....vorallem in der Herzgegend tut das sehr gut!! Kuscheln, eine warme Milch etvl, ein Apfel eine Std vor dem Schlaf, ist schlaffördernd.....alles gute, und weiterhin viel Geduld, du machst das super bzw du und dein Mann

Danke für deine Antwort.
Dass wir ihm natürlich weiterhin die Aufmerksamkeit geben werden, die er benötigt, steht außer Frage. Aber so weitergehen, kann es dennoch nicht. Wir sind echt mit den Nerven am Ende. Deine Tips, zur Gestaltung des Abends werde ich aber beherzigen. Nur das Tragen müssen wir in den Griff bekommen.

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13. Januar 2014 um 13:12
In Antwort auf pupsigel

Ich kann deine Verzeweiflung gut verstehen.
So etwas strengt an. Sehr.
Ich kann dir nur raten deinem Kind beizubringen ohne getragen zu werden einzuschlafen.
Ich meine, irgendwie ist es doch, aus Kindersicht, verständlich: er weiß, dass ihr ihn tragt wenn er es will. Er bekommt es durch Schreien.
Ich bin der festen Überzeugung, dass man die Bedürfnisse eines Babys so unmittelbar wie möglich erfüllen sollte, aber dein Kind ist bald 2 Jahre alt, kann sich sprachlich zumindest minimal ausrücken (Mama ect.), er sollte wirklich lernen einzuschlafen ohne getragen zu werden.

Bei uns ist es so, dass wir (also je nachdem ob mein Mann oder ich ihn ins Bett bringen) ein Buch anschauen und vorlesen (Kind auf dem Schoß) und dann wird unser Sohn ins Bett gelegt. Ich setze mich auf deinen Sessel, der hinter dem Bett steht und gemeinsam hören wir noch eine Geschichte auf CD.
Klar, am Anfang musste ich ihn hundertmal wieder hinlegen und es war sehr stressig, aber wie bei allem Abgewöhnen ist es meist nach ein paar Tagen geschafft.
Nicht falsch verstehen, ich rate euch nicht dazu euren Sohn weinen zu lassen, um Himmles willen, aber wenn du oder dein Mann neben seinem Bett sitzen und z.B. seine Hand halten, dann muss man m.E. das kindliche Weinen aushalten.
Ihr seid bei ihm, ihm fehlt nichts.

Ich wünsche euch viel Kraft und Nerven, aber es lohnt sich sicher, denn du brauchst deine Kraft bald auch für ein zweites Baby.

LG
Pupsigel

Danke auch dir.
Mein Mann war den ein oder anderen Tag auch mal beruflich unterwegs und dann blieb mir ja auch nur, mich neben das Bettchen zu legen. Er liegt dann nicht, sondern steht sofort auf und schreit. Ihn wieder hinzulegen geht auch nicht. Er wehrt sich mit Leibeskräften und steht innerhalb 1 sec. wieder auf. Berührungen kann er dann gar nicht haben und stößt meine Hand weg. Es bleibt also nur daliegen und warten. Beim letzten mal, als mein Mann nicht da war, dauerte es 20 Minuten bis er aufhörte zu schreien, sich hinlegte und einschlief. Die anderen Male bin ich weich geworden und hab ihn dann doch wieder getragen.
Ich denke auch, dass wird die einzige Möglichkeit sein. Eigentlich weiß ich es auch im Inneren, habe aber noch Angst vor der Umsetzung....

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13. Januar 2014 um 13:16
In Antwort auf sakura_12108020

Danke auch dir.
Mein Mann war den ein oder anderen Tag auch mal beruflich unterwegs und dann blieb mir ja auch nur, mich neben das Bettchen zu legen. Er liegt dann nicht, sondern steht sofort auf und schreit. Ihn wieder hinzulegen geht auch nicht. Er wehrt sich mit Leibeskräften und steht innerhalb 1 sec. wieder auf. Berührungen kann er dann gar nicht haben und stößt meine Hand weg. Es bleibt also nur daliegen und warten. Beim letzten mal, als mein Mann nicht da war, dauerte es 20 Minuten bis er aufhörte zu schreien, sich hinlegte und einschlief. Die anderen Male bin ich weich geworden und hab ihn dann doch wieder getragen.
Ich denke auch, dass wird die einzige Möglichkeit sein. Eigentlich weiß ich es auch im Inneren, habe aber noch Angst vor der Umsetzung....

Das kann ich so gut verstehen.
Ich finde, das ist eine der schwierigsten Dinge, die man als Mutter tun muss: für sein Kind "hart" sein, etwas auszuhalten, weil man weiß, dass es besser für das Kind ist.

Ich würde mein Kind auch am liebsten alles geben, was es sich wünscht, alles machen, damit er ein tolles, unbeschwertes Leben hat; aber so ist das Leben eben nicht.

Ich wünsche dir viel Nerven und Geduld.
Schreib dir am besten auf wie lange es dauert.
Heute 20 Minuten Geschrei, morgen hast du vielleicht nur noch 15 Minuten etc.....das motiviert.

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13. Januar 2014 um 13:22
In Antwort auf pupsigel

Das kann ich so gut verstehen.
Ich finde, das ist eine der schwierigsten Dinge, die man als Mutter tun muss: für sein Kind "hart" sein, etwas auszuhalten, weil man weiß, dass es besser für das Kind ist.

Ich würde mein Kind auch am liebsten alles geben, was es sich wünscht, alles machen, damit er ein tolles, unbeschwertes Leben hat; aber so ist das Leben eben nicht.

Ich wünsche dir viel Nerven und Geduld.
Schreib dir am besten auf wie lange es dauert.
Heute 20 Minuten Geschrei, morgen hast du vielleicht nur noch 15 Minuten etc.....das motiviert.


Danke. Nerven und Geduld kann ich gut gebrauchen.

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