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Seid ihr froh adoptiert worden zu sein?! Brauche Rat...

24. März 2012 um 22:39

Hallo liebe Community, ich habe vor einer Woche erfahren, dass ich schwanger bin. Ich heiße Liana, bin gerade 17 geworden am 1.März und der Vater des Babys ist nicht mein Freund. Wir waren auf einer Party, es floss Alkohol und so hat der Abend seinen Lauf genommen. Ich hoffe ihr verurteilt mich deswegen nicht?! Martin, der Vater, ist mit mir in einer Stufe in der Schule, wir machen nächstes Jahr unser Abi. So war es jedenfalls geplant. Ich fühle mich absolut nicht bereit Mutter zu werden, auch wenn ich Kinder liebe! Abtreiben aber finde ich schrecklich. Martin war sehr lieb und hat gesagt, dass wir alles zusammen besprechen und ist mit mir gestern zum Frauenarzt gegangen! Dort haben wir die Schwangerschaft dann bestätigt bekommen. Meine Ärztin war auch sehr lieb und sagte, wir sollen gründlich überlegen, was wir machen wollen. Wenn wir das Kind behalten, sehe ich meine gesamten Zukunftspläne dahinschwinden! Ich wollte doch so sehr nach dem Abi Biologie studieren! Und Martin Medizin. Er könnte dies ja auch tun, aber wovon sollen wir dann ein Kind ernähren?! Erschwerend kommt hinzu, dass ich schon lange in ihn verliebt bin ich aber einfach nicht weiß, wie er über mich denkt! Und jetzt bin ich plötzlich schwanger von ihm! Eine Beziehung nur wegen dem Kind würde wahrscheinlich auch nicht in Frage kommen. Fände ich komisch.
Jetzt hatte ich eventuell an Adoption gedacht?! Wie seht ihr das? Meint ihr das Baby wird später froh sein in eine liebe Familie gekommen zu sein?! Wie sah das eventuell bei euch aus? Ich hatte mich schon durch einige andere Foren gearbeitet, wo zum Beispiel stand, dass ich als leibliche Mutter den Adoptiveltern einen Brief geben kann, den sie dann dem Baby geben würden, wenn sie ihm erzählen, dass es adoptiert wurde. Da kann ich dann sagen, warum ich mich so entschieden habe. Das ich möchte, dass es eine Zukunft bekommt, die ich ihm nicht so bieten kann, wie ich es gerne würde. Das wäre viel zu egoistisch. Ich fände auch eine offene Adoption eine schöne Möglichkeit - dann könnte ich trotzdem eine gewisse Beziehung zu dem Kind aufbauen, müsste aber natürlich akzeptieren, dass ich nicht mal nur wenn es mir passt "Mama spielen" kann, sondern mein Baby eine andere Mutter hat. Es ist alles so schwierig! Könnt ihr mir vielleicht ein paar Tipps geben?!

Liebe Grüße, Lia

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25. März 2012 um 6:36

....
Ich bin jemand der adoptiert hat. Wir haben eine kleine Tochter und wir schreiben der Bauchmama ( leibliche Mutter) über das Jugendamt Briefe und geben Bilder der kleinen mit. Ok bisher hat die Bauchmama nix abgeholt , aber sie muss fùr sich selber entscheiden ob sie die Briefe sich holt odrr nicht und
wann sie dass will. Mach für dich ein infotermin beim jugendamt aus. die erklären dir deine Möglichkeiten.

Ach ja , wir haben eine halboffene Adoption.

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27. März 2012 um 19:42

Liebe Lia!
Ich finde es toll, dass du über Adoption nachdenkst! Ich denke, dein Kind würde dir später auf jeden Fall dankbar sein, denn sonst wäre es ja nicht am Leben. Ich habe viele Freundinnen, die sich Kinder wünschen und einige, bei denen es bislang nicht klappen will. Oft sind es Paare, die selbst keine Kinder bekommen können, die ein Baby adoptieren. Und die Kinder haben es in diesen Familien sehr gut. Eine Bekannte von mir hat vor ein paar Jahren somit ein Kind adoptiert. Sie ist nun so glücklich, endlich ihren sehnlichsten Wunsch erfüllt zu bekommen haben.

Du musst halt für dich überlegen, was du möchtest. Kannst du es haben, einen dicken Bauch zu bekommen, ein Kind auszutragen, dass du nicht erziehst? Ich finde deine angedachte Möglichkeit, dass du das Kind besuchen kannst, auch nicht schlecht. Und ich würde dich aber auch nicht verurteilen, wenn du abtreiben möchtest... Es ist wirklich schwierig! Wie denkt denn der Vater darüber?

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31. März 2012 um 17:25
In Antwort auf praise_12497773

Liebe Lia!
Ich finde es toll, dass du über Adoption nachdenkst! Ich denke, dein Kind würde dir später auf jeden Fall dankbar sein, denn sonst wäre es ja nicht am Leben. Ich habe viele Freundinnen, die sich Kinder wünschen und einige, bei denen es bislang nicht klappen will. Oft sind es Paare, die selbst keine Kinder bekommen können, die ein Baby adoptieren. Und die Kinder haben es in diesen Familien sehr gut. Eine Bekannte von mir hat vor ein paar Jahren somit ein Kind adoptiert. Sie ist nun so glücklich, endlich ihren sehnlichsten Wunsch erfüllt zu bekommen haben.

Du musst halt für dich überlegen, was du möchtest. Kannst du es haben, einen dicken Bauch zu bekommen, ein Kind auszutragen, dass du nicht erziehst? Ich finde deine angedachte Möglichkeit, dass du das Kind besuchen kannst, auch nicht schlecht. Und ich würde dich aber auch nicht verurteilen, wenn du abtreiben möchtest... Es ist wirklich schwierig! Wie denkt denn der Vater darüber?


Danke schön
Genau das habe ich mir auch gedacht. Kinder, die adoptiert wurden/werden, sind wirkliche Wunschkinder

Und ja, ich könnte es mir wirklich vorstellen, die Schwangerschaft quasi für jemand anderen zu erleben. Der Gedanke 8 Stunden horrormäßige Schmerzen zu haben für jemand anderen ist nicht so prickelnd, aber das gehört dazu. Und das geht auch wieder vorbei, wenn ich mir auch vorstellen kann, dass ich das anders sehe wenn ich dann tatsächlich in den Wehen liege
Abtreiben möchte ich auf keinen Fall! Es ging eher um Adoptieren oder behalten. Der Vater ist ein Freund von mir und zum Glück ein ganz lieber Vater werden will er allerdings nicht unbedingt. Im Moment ist es so, dass wenn ich es behalten würde, er die Vaterschaft anerkennt, aber nicht 24h am Tag Vater spielen will. Das heißt ich wäre alleinerziehend und das mit 17einhalb Jahren Und ich glaub das pack ich einfach nicht. Und mit dem Gedanken einer Adoption fühl ich mich im Moment einfach am "wohlsten", bzw. ist das der einzige Gedanke bei dem ich keine tierische Angst vor der Zukunft kriege. Es fühlt sich im Moment richtig an! Nun habe ich einen Beratungstermin bei "ProFamilia", mal schauen was die dort sagen

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