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Sich wehren gegen andere Kinder - Wie weit lasst ihr das gehen?

16. Juli 2012 um 22:34

Hi Mädels,

ich hoffe die Überschrift trifft so einigermassen das was ich hier fragen will...
Also, mein Sohnemann, fast 4 Jahre, muss sich derzeit immer wieder gegen andere Kinder zur Wehr setzen - es geht um Beissen und Schlagen.
Er kommt z.B. öfters mal aus dem Kiga heim und erzählt, x oder y hätte ihn gehauen oder gebissen. (Also, keine blauen Flecke oder Zahnabdrücke, so weit geht das nicht) Die Erzieherinnen wissen Bescheid, können ihre Augen aber auch nicht überall gleichzeitig haben, ausserdem finde ich es gut wenn er selber beginnt sich zu wehren (was er oft zu wenig tut...).
Wie würdet ihr ihn anleiten sich zur Wehr zu setzen?
"Gewalt" mit "Gegengewalt" beantworten lassen? (Sprich: Zurückhauen oder Schubsen, damit das andere Kind aufhört.)

Würde mich auch interessieren ob ihr einen Unterschied macht zwischen Auseinandersetzungen unter Gleichaltrigen (d.h. ähnliche körperliche und kognitive Voraussetzungen) und jüngeren Kids (die zwar schon wissen dass sie nicht schlagen dürfen, das aber trotzdem ausprobieren - aber körperlich eher schwächer sind und ausserdem für Worte noch nicht so zugänglich).

Berichtet doch mal über eure Erfahrungen, bitte...

Andrea

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16. Juli 2012 um 23:08

Ich brings meinen so bei wie meine Mutter mir
sie sagte immer "Wenn dich einer angreift, dann wehr dich!" aber natürlich immer nur soweit wie nötig!

Sprich hat mich jemand geschlagen hab ich zurückgeschlagen. Hat mich einer hundert mal angepöbelt konnte es aber auch sein das der mal an der Wand gelandet ist... also, im Schulalter

Ich find es wichtig das Kinder lernen sich zu wehren, sonst geraten sie mit der Zeit in eine "Opferrolle"... nur die Grenzen müssen sie kennen. Sprich pöbelt einer und schlägt, dann muss schluss sein wenn einer am Boden liegt oder blutet. So seh ichs bei gleichaltrigen und älteren.

Bei jüngeren werd ichs ihm auch so beibringen wie ichs gemacht hab. Ich hatte einige jüngere Cousengs (1-5 Jahre jünger) und wenn die frech wurden hab ich sie mal eben auf den Boden gedrückt und da festgehalten bis sie aufgegeben haben

Wenn sie aber jetzt im Kleinkindalter auseinandersetzungen haben alá "der hat meine Schaufel geklaut " dann is doch ganz klar das man hingeht und mit denen redet, ihnen erklärt warum das doof ist usw.

Aber eins finde ich ganz wichtig: "Sich wehren immer - anfangen nie!"



Ich hoffe ich kann meinem das dann auch so vermitteln.

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16. Juli 2012 um 23:58

Hmm
ich werde es meiner Tochter so vermitteln, dass sie nicht gleiches mit gleichem bestrafen soll...

Sie ist jetzt noch zu jung und solche Auseinandersetzungen hatte sie noch nicht! Aber als Erzieherin handhabe ich es so, dass Kinder ihre Probleme in erster Linie erstmal selber austragen sollen...es ist wichtig, wenn Kinder die erstmal in die Opferrolle gedrängt werden, sich stark machen, indem sie den Kindern sagen: "Ich möchte nicht von dir gehauen werden, dass tut mir weh...Hör auf!!!" Wenn Kinder lernen dies selbstbewusst rüber zu bringen, dann werden sie stark und merken auch, dass es was bringt Konflikte zu lösen, ohne Gewalt anwenden zu müssen.
Gut, manchmal ist es nunmal so, dass man bei hoffnungslosen Fällen, irgendwann einfach mal zurückbeissen, schupsen oder sonstiges muss, damit sie einfach am eigenen Leib erfahren, wie es ist, Dies sollte aber die Ausnahme sein und nur die allerletzte Lösung sein!
Wenn jedes Kind Gewalte mit Gegengewalt löst, wie soll es dann jemals friedlich zugehen!? Was alle machen, kann ja dann in Kinderaugen nicht verkehrt sein!!!

Jüngere Kinder sind sogar öfter daran zu beissen und zu schubsen, weil sie sich einfach noch nicht anders ausdrücken können und so ihren Frust rauslassen. Da ist es besondersd wichtig, dass älter Kinder Vorbilder sind und nicht irgendetwas zurück machen, sonden reden und erklären, oder zur Not aus dem Weg gehen und eine andere Spielmöglichkeit suchen, bis der kleine "Zornling" sich beruhigt hat!

Lg Arwen

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17. Juli 2012 um 1:28

Ich hab es meinem Großen
so gesagt: "Du fängst nicht an,aber wenn du gehauen wirst,dann haust du zurück!" Ein Kind muss sich wehren können,zur Not auch mit dem Gleichen. Ansonsten gerät es immer wieder in die Opferrolle. Ich habe früher in der Schule oft beobachtet,wie Kinder immer wieder verhauen wurden und sich nie gewehrt haben Gerade die,die sich nicht gewehrt haben,waren immer ein Angriffspunkt. Da hat Reden auch nichts geholfen.
Also ich wünsche mir für mein Kind nicht,dass es auf dem Pausenhof verdroschen wird also dann ist es mir lieber,er haut 1-2x zurück und danach will ihm keiner mehr was.

Also wenn ich meinen Großen im Kiga manchmal so sehe,dann wehrt er sich aber auch nur gegen die Gleichaltrigen. Die Kleinen lässt er in Ruhe bzw. ignoriert das.

Wir haben hier Zuhause,im Moment, das Problem,dass der Kleine sehr rabiat gegen den Großen vorgeht. Ständig wird der Große gekniffen,gehauen oder getreten Der Große wehrt sich nicht. Ich schimpf dann mit Kleinen und sage ihm,dass man das mit seinem großen Bruder nicht macht.

Also für meinen Sohn scheint es schon einen Unterschied zu machen ob es ein gleichaltriger Kiga Freund ist,ein Jüngerer aus dem Kiga oder der kleine Bruder.

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17. Juli 2012 um 1:29


genau das machen wir auch

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17. Juli 2012 um 8:25


Mein reden

Mein Sohnemann wird hoffentlich auch mal ins Karate gehen wie einst (vor seinem schweren Unfall) sein Daddy. Bei einem guten Meister lernen sie ja noch viel mehr als nur zuzschlagen

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