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Sie traut sich nicht zu sagen, dass sie nicht stillen möchte.

9. April 2012 um 18:21

Hey ihr!

Eine ehemalige Arbeitskollegin von mir bekommt Ende Oktober ihr 2. Baby. Sie möchte definitiv nicht stillen. Die Gründe dafür spielen jetzt eine untergeordnete Rolle, denn das Problem ist, dass sie sich nicht traut das zu sagen. Weder bei Familie und Freunden, noch beim Arzt oder der Hebamme, wenn sie gefragt wird. Ihre Standardantwort "Ich lasse mir das noch offen, es ist ja noch Zeit!"

Sie wird in einem stillfreundlichen KH entbinden (Ich war dort auch schon 2 mal zur Geburt meiner Jungs). Es ist echt toll dort. Aber sie hat Angst ihre Wünsche dort zu äußern, sie denkt, sie muss sich dann ständig rechtfertigen. Vor den Schwestern, den Hebammen und noch viel schlimmer: Vor anderen Stillmamis.

Ich weiß nicht, was ich ihr raten soll. Ich weiß auch gar nicht, warum sie es ausgerechnet mir gesagt hat. Es war mehr so nebenbei und wir kennen uns eigentlich privat nicht so gut, sind eher durch Zufall vor kurzem mal mehr ins Gespräch gekommen.

Wart ihr vielleicht selbst mal in dieser Situation oder eine Mami, die ihr kennenlernen durftet?

Ehrlich gesagt kann ich ihre Ängste da voll verstehen. Ich glaube es ginge mir ähnlich.

LG

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9. April 2012 um 18:26

Warum
will sie es denn nicht sagen? Niemand wird ihr den Kopf abhacken, wenn sie es tut und stillfreundlich heißt nicht "zum Stillen gezwungen"

Ist sie sich denn ganz ganz ganz sicher? Ich denke nämlich, wenn sie das wäre, könnte sie es auch sagen. Vielleicht will sie für sich selbst eine Hintertür offenlassen möchte.

Grüße Cosa

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9. April 2012 um 18:31

Ich weiß es nicht so recht...
ich glaube sie ist der Meinung, dass sie stillen muss, weil frau das eben tut, wenn sie ein Baby bekommen hat.

Ich muss aber sagen, dass ich die Einstellung "Ich lass mir das noch offen" eigentlich ganz gut finde. So handhabe ich das nämlich auch

Ich denke, würde sie wirklich stillen und es klappt nicht so richtig - wovon man ja ausgehen kann, wenn eine Frau das eigentlich nicht möchte - wird sie es im KH durchziehen und zu Hause eben abstillen, aber das ist ja auch nicht die ideale Lösung.

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9. April 2012 um 18:33

Ich stille auch nicht...
...das hab ich auch schon vor der Entbindung gesagt (KS) und nach der OP habe direkt Tabletten zum abstillen bekommen. Das haben alle respektiert bzw. espektieren müssen . Es ist nämlcih mein Körper und ich hatte keine einfache Schwanherschaft und diesbezüglcih war ich ffroh als meinen Körper wieder für mich hatte deswegen ist man keine schlechtere Mutter

LG Nicole

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9. April 2012 um 18:46


ich wollte es auch nicht, meine mutter ist an brustkrebs verstorben (ja, ich WEIß, es wirkt protektiv), in mir weckte es negative assoziationen hoch zehn, und das musste nicht sein. ich konnte aber dazu stehen und sah auch nicht ein mir da den schwarzen peter zuschieben zu lassen. ich finde stillen toll, ich finde es toll wenn eine schöne stillbeziehung besteht, ich find soga langzeitstillenecht toll und bewundernswert, aber ich hab noch oft genug am tod meiner mutter zu knabbern, habe sie drei jahre gepflegt und war mit dingen konfrontiert die ich keinem wünsche, und das wollte ich nicht auf mein mutterdasein übertragen.

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9. April 2012 um 18:50

Ich will jetzt auch nicht,
dass ihr euch hier fürs eventuelle Nichtstillen rechtfertigt

Ich glaube es ist wirklich das, was schwubsi angesprochen hat. Genau das ist es wovor sie Angst hat.

Honig, dein Argument klingt einleuchtend. Natürlich ist man sich nicht sicher, versucht man natürlich "vom besten zu überzeugen".

nina&Schnucki, klar habt ihr Recht, man muss sich nicht rechtfertigen, aber auch ich hatte - besonders - beim 2. Kind, das ich nur kurz gestillt habe, immer das Gefühl mich direkt rechtfertigen zu müssen.

Es ist wahrscheinlich auch einfach eine Typfrage.

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9. April 2012 um 18:55

Ich glaube
man will sich dann auch gleich immer rechtfertigen, weil man Angst hat, die anderen könnten darüber schlecht denken - was Quatsch ist, ganz einfach. Kein Kind wird umkommen, weil es nicht gestillt wird. Wir haben die Wahl und sollten diese auch jeder lassen. Ich verstehe nicht, warum wir Mütter uns immer das Leben so schwer machen. Angefangen beim Stillen bis hin zum Schreckgespenst "frühe Fremdbetreuung". Genau deshalb sollte man dann aber auch zu seinem Standpunkt stehen und nicht denken "Ouh, ich MUSS mich rechtfertigen", sondern die anderen Leute einfach "labern" lassen

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