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So kann es nicht weitergehen..

24. Oktober 2014 um 7:57 Letzte Antwort: 12. März 2015 um 20:04

Hallo zusammen..

ich habe vor 5 Monaten einen wunderbaren Sohn zur Welt gebracht. Er war nicht geplant. Mein Freund und ich waren zu dem Zeitpunkt erst ein halbes Jahr zusammen. Es war ein Schock, doch wir haben uns dafür entschieden. In der Schwangerschaft kam dann auch die Freude und das Gefühl, dass wir das schon schaffen werden. Ich hatte eine schöne Schwangerschaft und eine reibungslose Geburt. Doch seitdem ist nichts mehr so wie es mal war. Ich komme mit der Veränderung nicht klar. Ich vermisse mein altes Leben.. Wenn mein Freund zur Arbeit geht, bin ich nur noch am Weinen, weil ich mich so einsam fühle. Mein Sohn ist nicht gerade ein einfaches Baby. Er weint viel, hat Probleme beim einschlafen und ist ständig unzufrieden. Vielleicht kommt das teilweise auch von meiner Laune. Es tut mir leid für ihn, wenn ich nur weine und die Stunden zähle bis mein Freund wieder kommt, anstatt die Zeit mit ihn zu genießen. Ich würde das gerne ändern, aber ich schaff es trotz guter Vorsätze nicht.. Meine Hoffnung nach der Geburt war, dass es bald besser wird, doch stattdessen wird es immer schlimmer. Meine Gedanken kreisen dauernd um mein früheres Leben und wie dumm ich war, nicht verhütet zu haben.. Ich liebe mein Kind, aber wenn ich könnte würde ich ihn zurück geben. Und diese Tatsache macht mich sehr traurig

Würde mich über Antworten sehr freuen.

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9. November 2014 um 17:05

Bitte
Geh zum Arzt, lass dich beraten.

Hast du denn Anschluss zu anderen Mamis? Du könntest ja jetzt grade im Winter zum Beispiel Babyschwimmen machen. So kommst du mit deinem Sonnenschein nach draußen.

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13. November 2014 um 11:13

Hallo Jay...
...ich sag es jetzt ganz krass und gerade heraus: geh zum Arzt, es wird nicht besser werden.

Ich kopiere jetzt hier mal was rein, das ich in einem anderen Thread schon gepostet hatte, daran erkennst Du das es mir ähnlich ging:

Mein Sohn ist letztes Jahr im Juli geboren und ich habe mich direkt nach seiner Geburt total überwältigt (im negativen Sinne) gefühlt.
Er war ein absolutes Wunschkind und ich habe mich auch total über ihn gefreut, habe mich aber einfach überfordert gefühlt. Ich habe das erstmal auf den Babyblues geschoben und es wurde dann auch tatsächlich besser.

Dann, so Ende November, fing es an ganz schlimm zu werden. Mir war morgens wahnsinnig schlecht, übergeben, Durchfall, Panik, jeden Morgen. Drei Wochen lang hat sich jemand anders morgens um meinen Zwerg gekümmert, weil ich einfach vor Mittags gar nichts konnte. Ich habe mich schrecklich gefühlt. Warum war das so? Ich habe ein wundervolles Baby, einen tollen Mann, ein schönes Haus und ich komme mit meiner Welt nicht klar. Es war ganz furchtbar.

Ich bin dann Anfang Dezember zu einem Psychotherapeuten und habe eine Gesprächstherapie begonnen, die mir auch sehr geholfen hat. Gleichzeitig habe ich vom Arzt Citalopram (20 mg morgens) und Mirtazapin (7,5 mg abends) verschrieben bekommen. Das Mirtazapin habe ich vor ein paar Wochen abgesetzt, das Citalopram schleiche ich gerade langsam aus. Und es geht mir gut.

Wie Du siehst, ich habe die Medikamente schon eine Weile genommen, aber das ist auch notwendig, um diesen Kreislauf zu unterbrechen und Deine Gedanken erst mal soweit ordnen zu können, dass auch eine Therapie überhaupt etwas bringt.

Es gibt immer noch Tage, an denen ich morgens aufwache und denke "oh Mann", aber das ist selten. ich liebe meinen kleinen Kerl und verbringe gerne meine Zeit mit ihm. Er ist jetzt aber morgens bei der Tagesmutter und ich arbeite wieder halbtags, auch das hat geholfen.



So...mittlerweile bin ich ganz ohne Medikamente und es geht mir wirklich gut. Klar habe ich immer noch Tage an denen ich mich überwältigt fühle, aber anstatt dann zu verzweifeln und zu denken "jetzt geht das schon wieder los", erinnere ich mich einfach daran, dass JEDE Mutter an manchen Tagen so fühlt.

Ich konnte auch nicht gut alleine sein mit meinem Sohn, habe mich immer verabredet und die Stunden gezählt bis die nächste Freundin kam oder mein Mann nach Hause kam. Leider ist diese "Schutzreaktion" eigentlich nicht wirklich gut, hat mir aber in dem Moment geholfen. Ohne Therapie und Medikamente hätte ich es allerdings nicht geschafft.

Wenn ich Dir noch irgendwie helfen kann oder Du Fragen hast, dann sag einfach Bescheid!

Liebe Grüße
Katzus

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13. November 2014 um 11:25
In Antwort auf katzus2010

Hallo Jay...
...ich sag es jetzt ganz krass und gerade heraus: geh zum Arzt, es wird nicht besser werden.

Ich kopiere jetzt hier mal was rein, das ich in einem anderen Thread schon gepostet hatte, daran erkennst Du das es mir ähnlich ging:

Mein Sohn ist letztes Jahr im Juli geboren und ich habe mich direkt nach seiner Geburt total überwältigt (im negativen Sinne) gefühlt.
Er war ein absolutes Wunschkind und ich habe mich auch total über ihn gefreut, habe mich aber einfach überfordert gefühlt. Ich habe das erstmal auf den Babyblues geschoben und es wurde dann auch tatsächlich besser.

Dann, so Ende November, fing es an ganz schlimm zu werden. Mir war morgens wahnsinnig schlecht, übergeben, Durchfall, Panik, jeden Morgen. Drei Wochen lang hat sich jemand anders morgens um meinen Zwerg gekümmert, weil ich einfach vor Mittags gar nichts konnte. Ich habe mich schrecklich gefühlt. Warum war das so? Ich habe ein wundervolles Baby, einen tollen Mann, ein schönes Haus und ich komme mit meiner Welt nicht klar. Es war ganz furchtbar.

Ich bin dann Anfang Dezember zu einem Psychotherapeuten und habe eine Gesprächstherapie begonnen, die mir auch sehr geholfen hat. Gleichzeitig habe ich vom Arzt Citalopram (20 mg morgens) und Mirtazapin (7,5 mg abends) verschrieben bekommen. Das Mirtazapin habe ich vor ein paar Wochen abgesetzt, das Citalopram schleiche ich gerade langsam aus. Und es geht mir gut.

Wie Du siehst, ich habe die Medikamente schon eine Weile genommen, aber das ist auch notwendig, um diesen Kreislauf zu unterbrechen und Deine Gedanken erst mal soweit ordnen zu können, dass auch eine Therapie überhaupt etwas bringt.

Es gibt immer noch Tage, an denen ich morgens aufwache und denke "oh Mann", aber das ist selten. ich liebe meinen kleinen Kerl und verbringe gerne meine Zeit mit ihm. Er ist jetzt aber morgens bei der Tagesmutter und ich arbeite wieder halbtags, auch das hat geholfen.



So...mittlerweile bin ich ganz ohne Medikamente und es geht mir wirklich gut. Klar habe ich immer noch Tage an denen ich mich überwältigt fühle, aber anstatt dann zu verzweifeln und zu denken "jetzt geht das schon wieder los", erinnere ich mich einfach daran, dass JEDE Mutter an manchen Tagen so fühlt.

Ich konnte auch nicht gut alleine sein mit meinem Sohn, habe mich immer verabredet und die Stunden gezählt bis die nächste Freundin kam oder mein Mann nach Hause kam. Leider ist diese "Schutzreaktion" eigentlich nicht wirklich gut, hat mir aber in dem Moment geholfen. Ohne Therapie und Medikamente hätte ich es allerdings nicht geschafft.

Wenn ich Dir noch irgendwie helfen kann oder Du Fragen hast, dann sag einfach Bescheid!

Liebe Grüße
Katzus

Danke
für eure Antworten.
Ich habe es bereits bei meiner Hausärztin angesprochen. Die hat das aber eher abgetan und meinte, dass es vielen Frauen so geht und das schon wieder wird.

Ich nehme seit ein paar Wochen Johanniskraut und fühle mich besser. Sollte ich trotzdem nochmal zum Arzt gehen? Oder sollte ich erstmal abwarten, wie es weiter verläuft?

Ich habe schon Kontakt zu anderen Müttern. Jedoch nicht im selben Dorf. Mein Bruder wohnt im selben Haus wie ich und sein Nachwuchs kommt in ein paar Wochen. Evtl hilft mir das auch ein wenig?!

Ich mächte ja selber, dass es mir besser geht und die Zeit mit meinen kleinen Schatz genießen.

Liebe Grüße

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13. November 2014 um 11:36
In Antwort auf latifa_12150022

Danke
für eure Antworten.
Ich habe es bereits bei meiner Hausärztin angesprochen. Die hat das aber eher abgetan und meinte, dass es vielen Frauen so geht und das schon wieder wird.

Ich nehme seit ein paar Wochen Johanniskraut und fühle mich besser. Sollte ich trotzdem nochmal zum Arzt gehen? Oder sollte ich erstmal abwarten, wie es weiter verläuft?

Ich habe schon Kontakt zu anderen Müttern. Jedoch nicht im selben Dorf. Mein Bruder wohnt im selben Haus wie ich und sein Nachwuchs kommt in ein paar Wochen. Evtl hilft mir das auch ein wenig?!

Ich mächte ja selber, dass es mir besser geht und die Zeit mit meinen kleinen Schatz genießen.

Liebe Grüße


Da könnte ich schon wieder ausflippen...Deine Hausärztin sollte Dich ernst nehmen.
Es gibt einen großen Unterschied zwischen Babyblues und Wochenbettdepression.
Bitte wende Dich an einen anderen Arzt. Eventuell kann Dir Deine FA jemanden empfehlen, der sich damit auskennt. So war es bei mir.

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4. Dezember 2014 um 7:48
In Antwort auf katzus2010


Da könnte ich schon wieder ausflippen...Deine Hausärztin sollte Dich ernst nehmen.
Es gibt einen großen Unterschied zwischen Babyblues und Wochenbettdepression.
Bitte wende Dich an einen anderen Arzt. Eventuell kann Dir Deine FA jemanden empfehlen, der sich damit auskennt. So war es bei mir.

Geh zum
FA oder Psychologin!!
Es wird sonst nicht besser glaube mir. Ich habe viel zu lange gewartet.
Heute geht es mir super (dank Psychologin & Antidepressiva, welche ich erfolgreich abgesetzt habe)

Alles Gute

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8. Februar 2015 um 18:59

Danke.
Die gleiche Geschichte wie bei mir, nur jetzt ohne Partner...
Danke für deinen Beitrag... das gibt mir etwas Hoffnung...

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24. Februar 2015 um 8:04
In Antwort auf kees_12433979

Danke.
Die gleiche Geschichte wie bei mir, nur jetzt ohne Partner...
Danke für deinen Beitrag... das gibt mir etwas Hoffnung...

Ich finde..
es tut immer gut zu hören/ lesen, dass man nicht allein ist. Da es sehr vielen Mamas so geht, fühlt man sich nicht ganz so bescheuert.
Das mit deinen Partner tut mir leid wie alt ist dein Kind? Wolltest du die Trennung?

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12. März 2015 um 20:04
In Antwort auf kees_12433979

Danke.
Die gleiche Geschichte wie bei mir, nur jetzt ohne Partner...
Danke für deinen Beitrag... das gibt mir etwas Hoffnung...

@ theyoungmommy
Um dir noch mehr Hoffnung zu geben: jetzt, wo mein Sohn fast 10 Monate alt ist, gehts mir endlich wieder gut!
Ich musste mich einfach erst zurecht finden. Und jetzt, wo man immer mehr mit ihn anfangen kann, macht es auch immer mehr Spaß.
Gib dir Zeit! Es wird besser!
Ich habs auch nicht geglaubt..
Ich drück dir die Daumen!
Du schaffst das, auch ohne Partner!

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