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So läuft das also in Wirklichkeit im Kindergarten - etwas länger

7. Juli 2010 um 14:25

Muss mir gerade mal meinen Ärger von der Seele schreiben und würde gerne mal Eure Meinung dazu wissen.

Meine Tocher (21 Monate) geht seit gut einem Monat in den Kindergarten. Sie ist in der Gruppe für Kinder bis 3 Jahre. Das Außengelände des Kindergartens ist so eine Art Abenteuerspielplatz (also mit vielen "Ecken und Kanten" für die ganz Kleinen, wie z. B. steile Hänge mit vorstehenden großen Steinen, etc). Eigentlich dürften die Kinder der kleinen Gruppe auch gar nicht auf das Außengelände, wo auch die "Großen" gleichzeitig Rad fahren, toben etc., sondern müssten einen extra abgeschlossenen Bereich für sich haben (der war in Planung, hört man aber nix mehr von).

Am ersten Tag wurde ich aufgeklärt, dass die Kleinen auch mit den Großen raus gehen, aber alle Kindergärtnerinnen angehalten sind ein extra Auge auf die Kleinen zu haben, dass also nix passieren kann. Habe extra nochmal nachgefragt, ob man da vielleicht ein extra Auge auf meine Tochter haben kann (sie ist mit Abstand die Jüngste!), da sie spät laufen gelernt hat und alles andere als sicher auf den Beinen ist und außerdem den Trubel nicht gewöhnt ist und damit vielleicht am Anfang nicht so gut klar kommt. Da wurde mir noch versichert, dass das selbstverständlich sei.

Heute erzählt mir eine befreundete Mutter, die gerade mit ihrer Tochter zur Eingewöhnung mit im Kindergarten ist, dass sie draußen waren, meine Kleine angefangen hat zu weinen und "ewig" kein Mensch nach ihr geschaut hat. Ich hätte heulen können vor Wut. Das kann man doch nicht mit so einem kleinen Kind machen. So was bekommt man natürlich nicht erzählt, wenn man die Kindergärtnerinnen fragt, wie der Tag denn so war. Da fragt man sich natürlich auch gleich, was man noch alles erzählt bekommt, was nicht stimmt.

Was haltet ihr davon? Habe mich schon gefragt, ob ich da mal jemanden drauf anspreche, aber ich will nicht die überempfindliche Mamakindchenmutter sein und vielleicht war es ja auch gar nicht so lange, wie es meine Bekannte jetzt dargestellt bzw. empfunden hat.

Bin so verwirrt und wütend! Sorry, dass es so lange geworden ist, aber vielleicht hat doch jemand Zeit und Lust, da mal seine Meinung zu kund zu tun.

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7. Juli 2010 um 15:11

Naja, dafür kann sie noch
nicht genug sprechen, um konkret dazu was zu sagen, das ist ja gerade auch so ein Problem, dass die ganz Kleinen noch nichts erzählen bzw. beantworten können.

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7. Juli 2010 um 15:14

Was mich am meisten traurig macht,
ist nicht, dass sie weint und nicht getröstet wird, sondern dass sie ganz alleine, in Mitten von großen tobenden," fremden" Kindern, gestanden hat und sich wahrscheinlich völlig verloren vorgekommen ist- wie gesagt, rein vorschriftsmäßig ist das gar nicht erlaubt, dafür gibts bestimmt auch seine Gründe. Und vor allem traurig macht mich, dass da doch ein bisschen Vertrauen verloren geht, weil mir einfach gesagt wurde, dass es so eben nicht passieren wird und man sich dann halt fragt, was da noch so passiert, von dem man nichts erfährt.

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7. Juli 2010 um 17:45

Hallo utchen
also ich bin selber mutter und kann dich voll verstehen, es bricht einem das herz das zu hören..
ich bin aber auch erzieherin und weiß wie es in einem kindergarten ab geht.. leider bekommen erzieherinnen nicht immer alles mit, denn es werden immer größere gruppen weniger personal, extremere kinder.. klar hört sich das an wie eine ausrede aber es ist leider eine tatsache..
sprech doch enfach die erzieherinnen morgen mal an, vielleicht können sie es dir erklären, vielleicht war auch alles nur halb so schlimm.. wenn es deiner kleinen geschadet hätte oder angst gemacht hätte, würdest du dieses doch wahrscheinlich merken, denn hat deine süße am nächsten tag keine lust wieder hinzugehen...
erzieher sind auch nur menschen, sprech sie direkt drauf an, denn dir geht es damit icht gut, und es soll ja eine zusammenarbeit stattfindet..

lg

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7. Juli 2010 um 19:19

Hmmm
Das mit dem Heulen ist jetzt natürlich nicht so toll, aber Deine restlichen Probleme verstehe ich nicht so ganz. In unseren KiGa gehen Kinder von 1 bis 6, in altersgemischten Gruppen und die sind gerade im Sommer auch alle gemeinsam draußen (bzw. 1 mal dei Woche alle zusammen im Wald). Meine Tochter geht da hin seit sie 13 Monate alt ist (mittlerweile 21 Monate lang). Un das Außengelände ist auch recht abenteuerlich mit nem großen Hügel, von dem 2 Rutschen abgehen, Steinen die vorschauen etc. Ein Kinderspielplatz kann nun mal nicht nur aus Gummi bestehen. Ich hatte da noch nie Bedenken und meine Tochter konnte gerade mal 1 Monat laufen als sie da hin kam. Hinfallen gehört nun mal zur Kindheit dazu. Und soweit ich weiß wurde mir bisher jedesmal erzählt, wenn meine Tochter was hatte.

LG
Morgaine

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7. Juli 2010 um 20:39

Ich bin...
selbst Erzieherin und kann nur sagen, das es im Kindergarten nicht so ablaufen kann wie zu Hause. Daheim hat man sein Kind oder zwei oder drei und im Kindergarten sind das in der Krippe 14 und im Kindergarten bis zu 30. Klar muss man kucken was los ist wenn ein Kind weint und klar muss man sich um ALLE Kinder kümmern. Nur was ist wenn mehrere miteinander weinen, irgendwo muss man anfangen. Und glaubt mir mit so vielen Kleinen kann das sehr stressig werden. Aber sei ganz beruhigt es wird sich gut um die kleinen gekümmert nur müssen sie einfach im Notfall mal paar Minuten aushalten und auch lernen alleine zu spielen, was nicht schlecht ist sondern eher gut. Zu dem Außengelände... hmm meine Tochter selbst ist auch in der Krippen. Die waren auch immer mit den großen draußen und ich muss sagen das sich die großen echt rührend um die kleinen gekümmert haben was ich als sehr großen Vorteil sehe wenn sie zusammen sein dürfen. Bei einem so gefährlichen Gelände finde ich es da schon problematischer und eigentlich müsste tatsächlich ein eigener Bereich her. Sprech das doch einfach mal an ob daraus noch was wird. Deswegen wird dich keiner als übermami beschimpfen.
Als Mutter ist es immer schwer sein Kind auser den Händen zu geben und deswegen reagiert man oft sehr empfindlich, is bei mir nicht anders. Ich könnte platzen wenn ich jemanden mit meier Tochter grob reden höre. Aber dazu sind wir mütter und ob wir wollen oder nicht wir müssen damit klar kommen das im Kindergarten manchmal anders gehandelt wird wie wenn wir sie zu Hause haben.
Hoff ich konnte dir bisschen helfen.

lg

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7. Juli 2010 um 20:44

Einfach mal nach fragen was war
hab auch mal in ner kinderbetreuung gearbeitet. Und die man ist da dohc manchmal sehr überbelastet ist leider so. und oft muss man auch sagen heulen dann die kleinen einfach öfter weil sie die mama vermissen oder sie heulen aus trotz. ich würde einfach mal fragen was vorgefallen ist. also ich persönlich wäre da nicht böse wenn mich das einer der eltern gefragt hätte. aber so an sich mit den grösseren ist es meist kein problem weil die grossen schon auf die kleinen schauen klar es gibt schon so schwarze schafe die das nicht so machen. aber so hab ich es erlebt. aber ich selber hab meinen kleinen auch ungern in dem alter in der betreuung gelassen. weil es doch einfach oft so ist. das es zuviel kinder und zu wenig erwachsene sind.
aber ich würd die wirklich mal anquatschen

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7. Juli 2010 um 21:21


Jetzt halt mal den Ball flach.

Allein der Vorschlag mit Klage zu drohen, geht es noch!

Na Dich möchte ich nicht als Nachbarn haben.

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7. Juli 2010 um 21:27


Ich würde einfach mal im KiGa nachfragen, was da los war. Aber bitte ohne Emotionen und Vorwürfe, damit das Verhältnis nicht belastet wird.

Mal ne kurze Frage, hast Du eine Eingewöhnung im KiGa gemacht? Im Regelfall dauert die ja 3-4 Woche und man lernt als Eltern in der Zeit die Einrichtung und die Erzieher etwas kennen. Ist das bei Dir passiert?

Vertraust Du den Erzieherinnen und hältst Du Sie für fähig?
Wenn ja, warum zweifelst Du auf einmal?
Wenn nein, warum hast Du Deine Kleine dann überhaupt dahin geschafft?

Einen Punkt verstehe ich allerdings ganz ehrlich gesagt nicht, warum Du ein Problem hast, wenn Deine Kleine mit den "Großen" zusammen draußen ist? I.d.R. finden die Kleinen das super und lernen fix von den Großen und die Großen kümmern sich meist auch rührend um die Kleinen. Also meiner Meinung machst Du da schon etwas auf "Übermama", aber wirklich nicht böse gemeint.

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8. Juli 2010 um 9:50

Hey
Ich würde mir nicht solche Gedanken darüber machen. Deine Tochter muss lernen, dass sie nicht immer die Nr. 1 sein kann. So lernt sie das Zusammensein mit anderen Kindern und dass sie sich auch mal durchsetzen oder wehren muss.

Ob es wirklich so war, dass "ewig" keiner nach ihr geschaut hat... erzählen kann man doch viel, oder? Jeder hat ja auch eine andere Auffassung von "ewig". Wenn dich das so wurmt, frag einfach mal nach, ob und wenn ja, was da war.

Im Kindergarten KANN deiner Tochter niemals so viel ungeteilte Aufmerksamkeit geschenkt werden, wie du es tust. Aber darüber müssen wir nicht reden, ist doch klar, dass man das als Erzieherin mit 5-7 Kindern nicht kann... was da "hinter deinem Rücken" passiert, wirst du nicht erfahren, da musst du schlicht und ergreifend Vertrauen haben.

Der Kindergarten wird schon nichts "Schlimmes" mit ihr anstellen und versuchen, sich nach deinen Vorgaben zu richten. Nur ist das nicht immer möglich und in gewissen Situationen müssen die Erzieherinnen auch nach ihrem Gefühl handeln. So ist das nunmal, wenn man sein Kind von einer anderen Person betreuen lässt. Vielleicht würden deine Mutter oder deine Freundin auch nicht alles so machen, wie du dir das wünscht.

Versuch, das ein bißchen lockerer zu sehen... dann hat übrigens auch deine Tochter ein gutes Gefühl, denn du überträgst deine Skepsis auf sie...


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8. Juli 2010 um 9:53


Meiner (16 Monate) hat gaaaanz schnell gelernt, sich zu wehren... aua...

Ich komm auch aus einer Großstadt. Ich konnte zwischen drei Krippen wählen. Hat also nichts mit Großstadt zu tun

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8. Juli 2010 um 10:21

Gibt es in Frankfurt kein Gutschein-System?
Ohne das System hätte ich mir den Platz hier in Hamburg auch nicht leisten können.

Ich wohne in einem kinderreichen Stadtteil und hatte trotzdem keine Probleme, einen Platz zu finden.... hhmmm... so unterschiedlich ist das... muss aber dazu sagen, dass ich meinen Sohn schon mit 4 Monaten für einen Platz ab 12 Monate angemeldet hab. Kurzfristig ist auch bei uns nicht sooo viel möglich.

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8. Juli 2010 um 10:45

Also
das Gutschein-System funktioniert so:
Die Stadt finanziert den Krippen- bzw. Kindergartenplatz komplett, bis auf einen Eigenanteil, der sich je nach benötigter Betreuungsstundenanzahl und Gehälter der Eltern staffelt. Da gibt es extra Tabellen, an denen man sich schon vorher orientieren kann.

"Mein" Platz z.B. hätte ohne Gutschein-System EUR 880,- gekostet (6 Stunden Betreuung mit Mittagessen). Mit Kita-Gutschein kostet er mich jetzt EUR 177,-.

In Berlin und anderen großen Städten gibt's das auch, ich dachte, das hätte sich auch in den Süden verbreitet

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8. Juli 2010 um 13:09


Die gemischten Gruppen sind echt toll. Die Erfahrung haben wir auch gemacht. Und auch eine Erzieherin meinte mal zu mir, am Anfang war sie skeptisch, was dieses System angeht, aber die Erfahrung hat gezeigt, das es absolut super funktioniert.

LG
Morgaine

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