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Sohn hat Kirschlorbeeren gegessen - Erfahrungen ?

1. August 2011 um 16:34

Hallo Ihr Lieben,

erst gestern waren wir Brombeeren pflücken und als mein Sohn mich fragte "da drüben sind auch hübsche Beeren, kann ich die auch pflücken ??" habe ich ihm deutlich gemacht, dass er NUR die Beeren essen darf, die ich, oer Papa oder im Kindergarten die Erzieherinnen ihm geben. Sonst KEINE. Hatte den Eindruck, dass er das auch verinnerlicht hat. ...

Pustekuchen !

Als ich ihn eben aus dem Kindergarten abgeholt habe, kam eine Erzieherin auf mich zu : "Ähem, heute haben einige Kinder 'verbotene' Beeren gegessen - und Ihr Sohn war eines davon". Wir haben dann gleich reichlich zu trinken gegeben und es gab im Anschluss auch gleich Mittagessen, aber falls er Bauchweh bekommt oder spucken muss ...." Meine erste Frage: "Welche Beeren von welcher Pflanze ??" Großes Fragezeichen. Eine andere Erzieherin wusste glücklicherweise Bescheid. Kirschlorbeer. Sohnemann meinte dann, er habe 3 Stück gegessen, und dann wieder ausgespuckt. Inwieweit das stimmt mit dem Ausspucken weiß ich nicht - die Erzieherinnen haben den Kindern eine klare Ansage gegeben und dabei auch etwas übertrieben, dass das sehr (!) giftig sei und sie das nicht essen dürfen.
Daher kann ich mir durchaus vorstellen, dass er sagt, er habe sie wieder ausgespuckt, um einer Standpauke zu entgehen bzw. diese abzumildern (hatten wir es nicht erst gestern von verbotenen Beeren ???).

Erste Tat zuhause: Giftnotrufzentrale angerufen. Die meinten, dass es nicht soooo schlimm sei. Manche Kinder reagieren, andere wieder nicht. Wenn Erbrechen auftrete, rühre es daher.
Wie lange ich damit rechnen muss, konnte mir der nette Herr aber nicht sagen. Die Wirkung sei latent - trete also u.U. langsam und einiges später auf.

Hat jemand von Euch auch schon die Erfahrung mit Kirschlorbeer machen müssen ??

Bin schon noch ein wenig hin- und hergerissen zwischen Sorge und "Gelassenheit" ...

Ganz nebenbei frage ich mich natürlich, was so ne Pflanze auf dem Grundstück eines Kindergartens zu suchen hat ?? Auch wenn angeblich erst vor kurzem Angestellte des Gartenbauamtes im Kindergarten waren und es als "harmlos" bezeichneten - sollte die Pflanze denn nicht gegen z.B. einen Johannisbeerstrauch ausgewechselt werden ??

Liebe Grüße
Friederike

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1. August 2011 um 17:15

Wieso wächst sowas überhaupt am kiga???
das ist auch meine erste frage.

die zweite:

wieso gibt es dann für die kinder die möglichkeit, andere beeren zu pflücken und zu essen???

bei mir wäre das so: entweder darf man alle essen im kiga oder keine.

bei uns auf dem spielplatz wuchsen nur beeren, die man auch getrost essen durfte. (johannisbeeren, brombeeren, himbeeren, stachelbeeren...)

ich würde sofort mal beim kinderarzt anrufen und fragen, wie das so ist, und ob du mal vorsichtshalber vorbeikommen sollst. würde denen sagen, dass du dir sorgen machst!

und dann würde ich auf jeden fall nochmal mit der kiga-leitung sprechen, wie das passieren konnte, und wieso der kirschlorbeer überhaupt auf dem kiga-gelände ist. und wieso die kinder dann überhaupt dran kommen dürfen, geschweige denn können.

wenn sie es als "nichtig" abtut oder meint, es "wäre ja nicht so schlimm", dann würde ich auch nochmal direkt zum träger gehen und den fragen, was das soll!

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1. August 2011 um 19:04

...
... die KiÄ hat mich an die Giftnotrufzentrale verwiesen (da hatte ich ja aber bereits angerufen ...)

Das Schlimmste bzw. das Giftigste an der Pflanze sind die Blätter und Samen sowie die Kerne (oder Kernchen) in den Früchte - die aber auch wohl nur dann, wenn sie zerkaut werden. Das Fruchtfleisch selbst ist noch das Harmloseste von allem - angeblich, lt. "Onkel Google".

Er hat wohl tatsächlich alles wieder ausgespuckt, weil die Beeren sauer waren. Aber dass er dann gleich drei davon kosten muss ?! Naja, es gibt ja auch hin und wieder sauere Brombeeren und andere sind süß - vermutlich hat er gedacht, das verhalte sich hier ähnlich ???

Jetzt heißt es eben erstmal abwarten.

Ich werde morgen nochmal das Gespräch darauf bringen - kann ja eigentlich nicht angehen, dass eine Giftpflanze dort wächst, wo Kinder spielen. Zumal es ja auch ganz Kleine dort gibt - mit einem Jahr oder knapp drüber. Die stecken sich ja alles mögliche in den Mund und können sich noch nicht mal mitteilen, also wieviel sie davon gegessen haben.

@kannichhelfen:
so sehe ich das auch - entweder es gibt Sträucher mit essbaren Beeren, und dann NUR solche Sträucher. Oder es gibt Sträucher, deren Beeren man eben NICHT essen darf. Und zwar KEINE.

@Jasable
Der Stoff in den Beeren, der sich im Magen in Blausäure verwandelt und das eigentlich "Giftige" ist, ist hitzeempfindlich. Daher sind Früchte, die eingekocht wurden, durchaus genießbar und vermutlich sogar recht lecker. Ob der Alkohol den Stoff auch zunichte macht, weiß ich allerdings nicht.

Danke für Eure Antworten !!

Liebe Grüße
Friederike

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1. August 2011 um 20:05

....
ist ja nicht unbedingt ein "Fehler" - mich irritiert eher die Tatsache, dass es im Kindergarten eine Pflanze gibt, bei der zumindest Teile wirklich giftig sind - und die dann auch noch in der Nähe des Johannisbeerstrauches ist
Meiner hats jetzt hoffentlich gelernt oder kapiert.
Aber die ganz Kleenen sausen da halt auch rum - und so ganz ungefährlich sind sie dann auch nicht. Andrerseits: wenn sie so sauer sind ?? Werden es die meisten doch nicht mögen, da haste recht !

Mal sehen, vielleicht sollte ich morgen mal heimlich selbst eine kosten, um zu wissen, WIE sauer die Dinger sind ?!?!?!


Liebe Grüße
Friederike


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1. August 2011 um 21:10

....
... das stimmt allerdings - wirklich viele Pflanzen sind einfach giftig. Zum Nachbarhaus meiner Eltern wuchs früher sogar eine Eiben"hecke" !!! Zum Glück nicht grade einfach zugänglich - war besser so
Bin nicht so sehr die Botanik-Heldin Sollte vielleicht mal dran arbeiten ?!

Naja - den Größeren wurde es wohl nochmal ausdrücklich erklärt und bei den Kleineren müssen die Erzieherinnen eben aufpassen.

Liebe Grüße
Friederike

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