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Soziales Netz aufbauen, falls Kitakind krank wird

7. September 2014 um 11:35

So oft habe ich hier schon gelesen, dass man sich einen entsprechenden Kreis aus Freunden, Verwandten und Nachbarn zurecht legen sollte, der auch mal im Notfall das kranke Kind hüten bzw. aus der Kita abholen kann.

Wie funktioniert das dann praktischerweise?

Wir wohnen in der Großstadt und die nächsten Großeltern wohnen mehrere hundert km entfernt. Auch sonst gibt es keine Verwandschaft im Umkreis.

Zu den wenigsten der Nachbarn unseres eher anonymen Wohnkomplexes haben wir ein freundschaftliches Verhältnis, die einzigen zuverlässigen werden selbst in Kürze Eltern und haben dann sicher genug um die Ohren.

Alle Freunde stehen zum Glück in Lohn und Brot. Viele von denen sind zeitnah mit mir Mutter geworden, wohnen aber auch nicht um die Ecke (1/2 bis 1 h Fahrzeit). Da kann ich schlecht erwarten, dass die mit ihrem eigenen jungen Nachwuchs im Pack mein krankes Kind mal aus der Kita abholen, so dass evtl. das eigene Kind angesteckt wird.

Und bei den bislang eher unverbindlichen neuen Bekanntschaften, die länger als ich in Elternzeit sind, wäre es auch ziemlich dreist zu fragen, ob sie einspringen würden, wohlwissend, dass ich in dieser Hinsicht keine Betreuungs-Gegenleistung bringen kann.

Wie macht Ihr das alle, gibt es irgendwelche Tipps für unsere Situation? Ach ja, ich werde bei Kitabeginn teilzeit arbeiten, aber 5 Tage / Woche, Abwechslungen mit bestimmten Wochentagen scheitern also auch

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7. September 2014 um 11:41

Hey
Geht mir so ähnlich. Bei uns ist auch niemand, der mal eben so einspringen kann. Und so richtig verlässliche Nachbarn sind auch nicht da.
Ich werd es mir mit meinem Mann teilen, dann muss jeder von uns mal ran, falls was sein sollte.
Was vielleicht noch ginge, wäre so ne Art Leihoma oder so. Ihr kauft zB mal ein oder fahrt sie wo hin und sie springt im Notfall ein. Weiß allerdings nicht, ob sowas in der Realität dann echt funktioniert.

Lg

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7. September 2014 um 11:43

Ich
habe leider auch keinen Tipp für dich, Stecke aber derzeit im selben Dilemma =( Ich weiß auch nicht so recht, was ich im Falle eines Falles machen sollte

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7. September 2014 um 12:56
In Antwort auf vera_12569117

Hey
Geht mir so ähnlich. Bei uns ist auch niemand, der mal eben so einspringen kann. Und so richtig verlässliche Nachbarn sind auch nicht da.
Ich werd es mir mit meinem Mann teilen, dann muss jeder von uns mal ran, falls was sein sollte.
Was vielleicht noch ginge, wäre so ne Art Leihoma oder so. Ihr kauft zB mal ein oder fahrt sie wo hin und sie springt im Notfall ein. Weiß allerdings nicht, ob sowas in der Realität dann echt funktioniert.

Lg

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Einkaufen oder wohin bringen ist schwierig, wir haben kein Auto

Ja, letztendlich bräuchten wir sowas wie einen flexiblen Babysitter, nur das stelle ich mir auch enorm schwierig vor, jemanden auf Abruf einzustellen für vormittags, zumal das ja üblicherweise Arbeits- / Uni- / Schulzeit ist.
Au Pair wäre sicher die Lösung, aber dafür haben wir keinen Platz.

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7. September 2014 um 13:53

Hmm...
also wenn mein Kind krank ist, will ich das keinem "antun", auch nicht meiner familie... und mein Kind ist dann auch am wohlsten, wenns bei mir ist. ich würde auch als babysitter nicht zwingend ein krankes kind hüten gehen wollen... ich hätte das früher vielleicht für meine "engste babysitterfamilie" gemacht, wenns wirklich wichtig gewesen wäre. angefragt wurde ich aber nie für diesen fall, ich habe nur mal den kindern geschaut, als die mutter krank war. dann bin ich mit den kindern aber raus, so dass ich mich nicht anstecke...

meine tochter geht nicht in die kita, aber meine schwester betreut sie einen tag die woche als tagesmutter... wenn meine tochter wirklich krank ist, sage ich meiner schwester aber ab und bleibe selbst zuhause oder mein mann bleibt... meist ist eh einer von uns dann auch krank aber ich habe da auch einen toleranten arbeitgeber und glücklicherweise ein nicht so oft krankes kind...

langer rede kurzer sinn: es wird dir und deinem mann nichts anderes übrig bleiben als selbst zuhause zu bleiben... und deinem kind wirds so auch am wohlsten sein...

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7. September 2014 um 14:04
In Antwort auf shisha_12084166

Hmm...
also wenn mein Kind krank ist, will ich das keinem "antun", auch nicht meiner familie... und mein Kind ist dann auch am wohlsten, wenns bei mir ist. ich würde auch als babysitter nicht zwingend ein krankes kind hüten gehen wollen... ich hätte das früher vielleicht für meine "engste babysitterfamilie" gemacht, wenns wirklich wichtig gewesen wäre. angefragt wurde ich aber nie für diesen fall, ich habe nur mal den kindern geschaut, als die mutter krank war. dann bin ich mit den kindern aber raus, so dass ich mich nicht anstecke...

meine tochter geht nicht in die kita, aber meine schwester betreut sie einen tag die woche als tagesmutter... wenn meine tochter wirklich krank ist, sage ich meiner schwester aber ab und bleibe selbst zuhause oder mein mann bleibt... meist ist eh einer von uns dann auch krank aber ich habe da auch einen toleranten arbeitgeber und glücklicherweise ein nicht so oft krankes kind...

langer rede kurzer sinn: es wird dir und deinem mann nichts anderes übrig bleiben als selbst zuhause zu bleiben... und deinem kind wirds so auch am wohlsten sein...

Ja,
da hast Du auch recht. Wie regelt man das denn am besten, wenn das Kind tagsüber krank wird und abgeholt werden muss, Mutter und Vater aber auf Arbeit blöderweise an dem Tag unentbehrlich sind?
Üblicherweise lässt sich Heimarbeit einrichten, wir arbeiten jedoch beide projektbezogen und wenn wir beide in einer "heißen Phase" stecken, wäre eine Kinderbetreuungs-Notlösung nicht schlecht.

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7. September 2014 um 14:42
In Antwort auf waldmeisterin1

Ja,
da hast Du auch recht. Wie regelt man das denn am besten, wenn das Kind tagsüber krank wird und abgeholt werden muss, Mutter und Vater aber auf Arbeit blöderweise an dem Tag unentbehrlich sind?
Üblicherweise lässt sich Heimarbeit einrichten, wir arbeiten jedoch beide projektbezogen und wenn wir beide in einer "heißen Phase" stecken, wäre eine Kinderbetreuungs-Notlösung nicht schlecht.

Hmm...
ja, klar, der idealfall wäre, dass da jemand da wäre, der einspringen kann. das ist klar und ich verstehe deine sorge eh total (falls das im ersten post anders rüberkahm... )... aber irgendwie kann man eine solche person nicht herzaubern, wenn da keiner ist, bzw. muss sowas entstehen... wir haben seit etwas mehr als einem jahr nachbarn, mit denen wir uns echt gut verstehen und es hat sich entwickelt, dass es nun auch möglich ist, dass wir mal für einander einspringen bei arztterminen oder ähnlichem... (da sie auch kinder haben, wäre es aber im krankheitsfall auch kein thema). aber irgendwie hat sich das mehr ergeben als was anderes... vielleicht sind eure nachbarn längerfristig auch leute, die mal einspringen...

nun... was macht ihr, wenn ihr beide beruflich in der heissen phase seid? euch wird nichts anderes übrig bleiben, als abzuschätzen wer hat grad entbehrlicher ist (bzw. man kann sich ja die betreuungszeit auch aufteilen...). sieh es so: wenn du in der heissen phase eine magendarm-grippe bekommst...was machst du dann? genau, wohl oder übel zu hause bleiben

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7. September 2014 um 15:24
In Antwort auf shisha_12084166

Hmm...
ja, klar, der idealfall wäre, dass da jemand da wäre, der einspringen kann. das ist klar und ich verstehe deine sorge eh total (falls das im ersten post anders rüberkahm... )... aber irgendwie kann man eine solche person nicht herzaubern, wenn da keiner ist, bzw. muss sowas entstehen... wir haben seit etwas mehr als einem jahr nachbarn, mit denen wir uns echt gut verstehen und es hat sich entwickelt, dass es nun auch möglich ist, dass wir mal für einander einspringen bei arztterminen oder ähnlichem... (da sie auch kinder haben, wäre es aber im krankheitsfall auch kein thema). aber irgendwie hat sich das mehr ergeben als was anderes... vielleicht sind eure nachbarn längerfristig auch leute, die mal einspringen...

nun... was macht ihr, wenn ihr beide beruflich in der heissen phase seid? euch wird nichts anderes übrig bleiben, als abzuschätzen wer hat grad entbehrlicher ist (bzw. man kann sich ja die betreuungszeit auch aufteilen...). sieh es so: wenn du in der heissen phase eine magendarm-grippe bekommst...was machst du dann? genau, wohl oder übel zu hause bleiben

Gute Frage
hatte lange kein Magen-Darm. Üblicherweise quäle ich mich krank zur Arbeit, wenn wir wichtige Timelines haben - zur Not mit Mundschutz Zur Not halt homeoffice. Mein Partner ist öfters beruflich unterwegs, an solchen Tagen wäre ich notgedrungen die Ansprechpartnerin. Manchmal, etwa in Teamsitzungen, weiß ich aber nicht, wie gut ich überhaupt telefonisch erreichbar wäre für Notfall-Anrufe aus der Kita

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7. September 2014 um 16:24
In Antwort auf waldmeisterin1

Gute Frage
hatte lange kein Magen-Darm. Üblicherweise quäle ich mich krank zur Arbeit, wenn wir wichtige Timelines haben - zur Not mit Mundschutz Zur Not halt homeoffice. Mein Partner ist öfters beruflich unterwegs, an solchen Tagen wäre ich notgedrungen die Ansprechpartnerin. Manchmal, etwa in Teamsitzungen, weiß ich aber nicht, wie gut ich überhaupt telefonisch erreichbar wäre für Notfall-Anrufe aus der Kita

Ich meine damit einfach...
es kann sein, dass jemand krankheitsbedingt mal ausfällt, und das muss bzw. SOLLTE möglich sein... ich weiss selbst, dass das in der praxis leider manchmal nicht funktioniert, was ich aber als echte fehlentwicklung unserer gesellschaft betrachte. aber das ist ein anderes thema

ich habe nun gerade gegoogelt... bei uns in der schweiz gibt es vom "roten kreuz" aus einen betreuungsdienst, der kurzfristig einspringt, wenn kind oder eltern krank sind... der dienst ist kurzzeitig gedacht, bis man eine "andere lösung" gefunden hat... ich weiss nicht, ob ein gewisser schweregrad an krankheit vorliegen muss. vielleicht gibt es sowas bei euch auch? das problem da finde ich einfach, dass man die person ja nicht kennt und es keine "eingewöhnung" gibt... das wäre bei meiner tochter undenkbar!

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7. September 2014 um 16:41


hallo,

wir befinden uns in einer ähnlichen situation.
wir leben im norden, die familie und freunde in berlin.
mein sohn, 3,5 jahre alt, hat scheinbar eine tendenz zu autoimmunerkrankungen.
letztes jahr hatte er das kawasaki-syndrom. wir waren 10 tage auf ITS und noch 3 wochen danach zu haus. vor dem krankenhausaufenthalt war ich auch etwa 2 wochen mit ihm daheim.
dieses jahr hatte er eine thrombozytopenie, ebenfalls eine woche krankenhaus, eine woche daheim.
in der praxis, in der ich arbeite, bin ich allrounder, mache alles. wenn ich nicht da bin, ist landunter angesagt
die letzte krank-woche meines sohnes deckte meine mutter spontan ab und zog zu uns.
ansonsten bin ich mit ihm daheim, letztes jahr 7 wochen am stück.
was chef und kollegen davon halten, ist mir egal. mein kind steht an erster stelle.
nun ist es aber so, dass er nicht einfach nur schnupfen hatte. zum teil war es lebensbedrohlich.
daher herrscht großes verständnis. andere reaktionen fände ich aber unmenschlich und würden mich dazu bringen, mir eine familienfreundlichere arbeitsstelle zu suchen.

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7. September 2014 um 18:01

.
Hab gerade gesehen, dass es in meiner Stadt die "Notfallmamas" für ebensolche Zwecke gibt. Kostet 25 EUR / Stunde. Hat jemand Erfahrung damit?

Bassmädchen, das hört sich echt schwierig bei Dir an! Gutes Durchhaltevermögen und viel Gesundheit deinem Kleinen!

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