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Stellt euch vor, ihr wohnt weit weg und ein familienmitglied wird krank...

27. August 2013 um 14:05

... was würdet ihr tun?

wir wohnen in süddeutschland, meine mutter samt partner ca 600km nördlich.
meine mutter ist unheilbar krank und wird später im rollstuhl sitzen. wann das ein wird, kann man nicht sagen... je nach entwicklung der krankheit.
wir leben hier mit unserer tochter, sind seit 7 jahren hier, haben gute jobs, keinerlei arbeitsmarkt-probleme und kommen nun endlich gut über die runden, da der neustart hier schwierig und kostspielig war.

nun hab ich ein wenig das gefühl, dass der lebensgefährte meiner mutter, es gerne sehe, dass wir hier alles abbrechen und dort wohnen, damit ich für meine mutter verfügbar wäre.
das bedeutet für uns... den ruin, denn dort gibt es keine arbeit oder nur sehr schwierig...

frage an euch: würdet ihr, aus purem familiensinn, alles aufgeben?

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27. August 2013 um 14:08

Nein
auf keinen Fall.

Ich würde das als Mutter auch niemals wollen und verlangen.

Ich kenne genug Mütter (meine mit eingeschlossen), die wollen, dass ihre Kinder sich um die Mütter kümmern. Ich finde das unfair und unverantwortlich.

Jeder Mutter ist es doch wichtig, dass es ihrem Kind gut geht und es ein schönes Leben hat und so ein Leben, wie du es eben dann beschreibst, wäre auf keinen Fall schön.

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27. August 2013 um 14:09

Nein
ich würde versuchen so oft wie möglich zu unterstützen, aber MEIN Leben würde ich nicht dafür aufgaben. Die Zukunft ist lang und muss auch bewältigt werden! Das Ist ja nicht nur in naher Zukunft der Ruin, sondern es zieht sich ja, je nach dem, wo man wieder Fuß fassen muss

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27. August 2013 um 14:09


Du gibst dir doch quasi selbst die Antwort: ihr müsstet euch aufgeben, damit du deine Mutter pflegen kannst, was in diesem Moment eh nicht akut ist.
Wäre es für später dann keine Option, dass deineMutter zu euch kommt?

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27. August 2013 um 14:11

Nein
bei uns wäre es genau das Gleiche. Eltern wohnen 350 km weit weg...dort gibts auch keine Arbeit.

Meine Eltern würden das auch nie von uns verlangen. Aber wir würden sie jederzeit bei uns aufnehmen.

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27. August 2013 um 14:12

Wenn es Mama schlecht geht und sie keinen hätte
würde ich versuchen sie zu mir zu hohlen.
Das wäre doch auch möglich oder?!

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27. August 2013 um 14:12

Wenn die nähe so wichtig wäre
Dann sollen sie doch zu euch ziehen, für zwei ist ein neustart einfacher zu bewekstelligen und wenn der Arbeitsmarkt bei euch besser ist, findet er doch bestimmt was neues.

Gerade mit kindern so weit weg ziehen würde ich nur in exsistenzbedrohlicheb Situationen gerechtfertigt

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27. August 2013 um 14:20

Nein, definitiv nicht!
und das hat weniger mit fehlender familienverbundenheit zu tun, sondern mit purem leben.so that's it! das ist euer leben! ich finde es schon fast anmaßend vom partner deiner mum, dass von euch zu verlangen!
ihr habt euer leben nun mal nicht mehr dort, habt einen neuen lebensmittelpunkt und KEINER kann von euch verlangen oder erwarten, das ihr ein sicheres leben aufgebt, um in eine unsichere, und durch fehlende arbeitsstellen, perspektivlose zukunft zu gehen.
vielmehr sehr ich es als aufgabe des partners, das er vorrangig die pflege übernimmt.kann es sein, dass er damit überfordert ist? natürlich heisst es in der zukunft, das ihr jetzt öfters mal diese weite strecke zurück legrn müsst, aber auf keinen fall würde ich das jetzige leben aufgeben.

und ich denke, du solltest mal direkt das Gespräch mit deiner mutter und ihrem partner suchen. und auch direkt fragen, wie es in zukunft alles laufen soll? und dabei würde ich auch, versteckt, immer mal wieder darauf hinweisen, das euch ja in vielen entscheidungen aufgrund der entfernung die Hände gebunden sind!

viel Glück euch

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27. August 2013 um 15:01

Nein
Unsere Eltern würden das aber auch nicht von uns fordern. Dort gibt es keine Arbeit für mich (mein Mann hätte da weniger Probleme) und ich bin in unserem Haus einfach glücklich.
Wenn ihr die Möglichkeit habt, würde ich auch eher schauen, dass deine Mutti in eure Nähe kommt.

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27. August 2013 um 15:41

Nein
... punkt

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27. August 2013 um 17:32

Nein!
Klar ist es traurig, dass deine Mutter schwer erkrankt ist, aber deine Familie und dein Heim ist dort wo du jetzt bist. Ihr solltet euer Leben leben und sie ihres. Du kannst sie doch auch mal besuchen fahren, sich für sie aufzuopfern und alles stehen und liegen zu lassen, würde ich nicht tun. Ich rede allerdings aus meiner Sicht der Dinge und weiss nicht wie euer Verhältniss zu einander ist. Ich habe gelern egoistisch zu sein und für mich ist meine Familie hier, dass ist mein Mann und meine Tochter, der Rest ist Verwandschaft.

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27. August 2013 um 17:41

Jein
ich würde wohl immer mal wieder schauen, dort einen Job zubekommen..wenn es denn irgendwann klappen sollte würde ich, das absolut in Erwägung ziehen.
allerdings nur, wenn es quasi meine "alte Heimat" ist und nicht eine völlig neue gegend.

ich bin eigentlich nicht der familienmensch, aber meine mutter lebt alleine und ich denke nicht, dass sich das nochmal ändert und dass könnte ich nicht ertragen,ist schlieslich meine mama

für meinen vater würde ich sowas im leben nicht tun, der kann ruhig ins Altenheim wandern, aber bitte ein billiges,denn das würde ich sicher nicht zahlen wollen

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27. August 2013 um 18:41

Ich
Denke nicht. Wir haben aber auch die komplette Familie in einem 15 km Radius.

Ich würde aber glaube ich auch eher die Variante das sie in eure Nähe ziehen favorisieren.

Ihr habt Familie, Jobs, Haus... Du sagst selbst es wäre euer Ruin! Wie sollt/wollt ihr euch dann um deine Mutter kümmern. Wobei das ja auch ein Full-Time-Job ist wenn sie Pflegebedürftig wird. Also bräuchtet ihr für eure Familie schon mal ein sicheres und stabiles Einkommen von deinem Mann...

Falls bzw wenn der Zeitpunkt gekommen ist und sie auf einen Rollstuhl angewiesen ist muss ja dann auch geschaut werden ob die jetzige Wohnung geeignet ist. Das wäre dann ja evtl eine Option für einen weiteren Umzug.

Lg

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28. August 2013 um 13:32

Danke für eure antworten
ich fühle mich jetzt viel besser, nachdem ihr mir aus der seele sprecht.
ich dachte schon ich wäre eine "rabentochter" und hätte wenig familiensinn, wäre egoistisch usw.

meine mama hat ms und die diagnose war für uns alle ein schock. sie ist grad oma geworden als das schicksal zuschlug.
und als ob das nicht reichen würde, bricht jetzt so langsam alles zusammen...

meine eltern haben sich vor einigen jahren ein stark sanierungsbedüftiges haus gekauft, meine mama hat schon immer schwierigkeiten gehabt arbeit zu finden, er hat arbeit, ist aber sehr unzufrieden.
das haus ist so ungünstig geschnitten, dass beide, wenns mama schlechter gehen sollte, arge probleme bekommen, weil es schlichtweg nicht behinderten gerecht ist und auch nicht entspr, angepasst werden kann.
als sie einzogen und von beeinträchtigung nichtmal annähernd die rede war, merkte ich genau dies an, weil wir durch einen sehr guten freund wissen, worauf man beim hauskauf für den alterswohnsitz achten sollte, denn dieser wurde dann schwer krank.

meine vermutung ist die, dass ich denke dass die beziehung zw mama und dem freund eher schlecht lief, er bei ihr blieb als sie ktrank wurde und er sich jetzt nicht "traut" es zu beenden. ein rentenantrag ist gestellt, aber noch längst nicht durch und nun leben beide von seinem einkommen. deshalb ist die unzufriedenheit beider extrem. ständig wird auf den staat geschimpft... aber der staat kann nun mal nicht für jedes schicksal aufkommen. man muss sich nach möglichkeit selbst absichern und sehen dass man sich arrangiert. da gehört auch das vorrübergehende existieren von einem einkommen dazu... das ist meine meinung dazu...
zu uns ziehen wollen sie nicht, weil es hier in bayern ja soooo arrogant und überheblich zu geht.
ich bot ihr schon mehrfach an zu uns in die nähe zu ziehen. vor und wärend der kh.
aber dies würde bedeuten dass sie sich eingestehn muss, dass sie mit ihrem leben nicht klarkommt.

und nun ist gar der vorwurf im raum ich würde mich nicht für die kh meiner mutter interessieren, weil ich nicht oft genug nachfrage, sondern eben der ansicht bin, dass sie sagt, worüber sie etwas loswerden will oder es ebne lässt. denn als mal zu viel fragte, wusste sie keine antworten, weil sie wiederum nicht beim arzt gefragt hatte, und rastete am telefon völlig aus.
daher halte ich mich zurück und lasse sie mit der diagnose "ankommen". sie muss lernen was es heißt ms zu haben und selbst in die neue situation reinfinden.

meinen standpunkt kapieren beider aber nicht. und weil die depressive stimmung und die haltlose meinung ihres lebnesgefährten (mit dem ich mich gut verstand) zu meinem verhalten eher gegen mich sprechen, wollte sie den kontakt zu mir sogar abbrechen... wegen irrsinniger missverständnisse...

dann kommt halt noch der versteckte wunsch von ihm, wir sollen doch rauf ziehen...

salopp gesagt... er will sich der "last" und der verantwortung für meine nicht mehr so heiß geliebten mama mit ms, entziehen.

scheiße oder?

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28. August 2013 um 14:40

Danke euch
sie bekommt medikamente. derzeit sind es spritzen.

ich versuche halt, wo es nur geht, ihr mut zu machen und ihr begreiflich zu machen, dass ms nicht das ende ist, so blöd wie es auch klingt. sie soll rausgehen, spazieren, beide sollen wegfahren, so lange es geht. aber sie lässt sich m.E. nach total hängen.
ich muss das akzeptieren... ich bin total unglücklich und ich hab lange gebraucht es an mir vorbei ziehen zu lassen, aber ich kann nicht über ihr leben bestimmen. daher hab ich mir geschworen darüber kein wort mehr zu verlieren.

sie weiß wie ich denke, ob er es weiß, also ob sie ihm was gesagt hat, weiß ich nicht.
wenn ich anbiete ihr zu helfen, sprich mit dem beh. arzt zu teln oder ihr mut zuspreche ggf den artz zu wechseln, kommt sie mir ganz nach dem motto: was glaubst du schon wer du bist. hälst du dich für so toll, dass ausgerechnet du antworten auf maeine fragen kriegst?... blabla...

eines noch zu erwähnen: ihr bruder hatte selbst ms und ist vor ein paar jahren verstorben... er war einige jahre im pflegeheim. soweit ich weiß, hat sie nicht einmal mit ihm telefoniert...

ich bin... weiß auch nicht.... verzweifelt, wütend, unendlich traurig... aber ich muss zusehen... das bricht mir das herz... obwohl sie so unglaublich unfair und fies mir geegnüber war... doch das kann sie nicht zugeben.... sie hat durch ihr verhalten einen großen spalt in unsere beziehung zueinander gerissen... es wird nie wieder so wie vorher... ich könnte heulen... nein falsch... ich bin grad dabei

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