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Steuervorteile wenn man nicht verheiratet ist

3. Mai 2013 um 11:01

Hallo!

Ich konnte es selbst kaum glauben, ist aber wohl doch so...

Bei Verheirateteten wird das bezogene Elterngeld zum Jahresausgleich dem Einkommen des Partners hinzugerechnet und nun kann es zu einer Versteuerung im Nachhinein kommen (Progressionsvorbehalt).
Ist man nicht verheiratet und damit steuerlich unabhängig voneinander, kann dies nicht passieren wenn man außer dem Elterngeld kein weiteres Einkommen hatte.

Ist man nach dem Elterngeldbezug Hausfrau ohne Einkommen, also ernährt der Partner die Familie alleine, wird sein Einkommen erstmal nach Klasse 1 versteuert.
ABER: beim Ausgleich kann dann der Unterhalt für Frau und Kind/er abgesetzt werden.

In unserem Fall kommen wir unterm Strich auf dieselbe Steuersumme, die mein Partner bezahlen würde, wenn er Stklasse 3 wäre.
Nur bekommen verheiratete Paare jeden Monat sofort die Steuerermäßigung, wir eben dann eine dicke Rückerstattung!

Wer das nicht weiß und Frau und Kind bzw. deren nötigen Lebensunterhalt nicht angibt und somit absetzt, verschenkt ne Menge Geld bei der Steuererklärung.

Deshalb wollte ich das mal eben in die Runde werfen!!

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3. Mai 2013 um 12:10

Mh...
Aber wie wäre es dann mit der Krankenversicherung nach der Elternzeit, die Familienversicherung greift dann ja nicht mehr..?

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3. Mai 2013 um 12:21
In Antwort auf lata_12773586

Mh...
Aber wie wäre es dann mit der Krankenversicherung nach der Elternzeit, die Familienversicherung greift dann ja nicht mehr..?

Das ist widerum
der größe finanzielle Nachteil einer "wilden Ehe"!
Nach der Elternzeit müßte man sich freiwillig versichern und selbst zahlen (was dann aber auch wieder abgesetzt werden kann)!

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3. Mai 2013 um 12:37

Wegen Unterhalt
Man darf aber nicht vergessen, dass im Gegenzug die Partnerin den Unterhalt als erhaltene Einkünfte versteuern muss. Wenn man keine weiteren Einkünfte hat und unter dem Freibetrag von achttausendirgendwas Euro ist, ist es kein Problem aber wenn man darüber ist, fliesst der erhaltene Unterhalt in das zu versteuernde Einkommen mit ein.
Klar kann man die gezahlten Krankenkassenbeiträge als Vorsorgeaufwendungen geltend machen, bekommt sie aber nicht komplett wieder.
Ach ja, das Steuerrecht....

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3. Mai 2013 um 12:48

Ich lass
das die Lohnsteuerhilfe machen und die braucht für die Erklärung von meinem Partner dann auch meine Unterlagen über Einkünfte wenn es welche gibt.
Wie sie das dann genau macht weiß ich nicht...
Ich kann nur sagen, wenn ihr unsicher seid, zahlt die paar Euros für den Hilfeverein, mein Partner bekam das 7-fache von dem was er sonst bekommen hat zurück.
Das hätten wir selbst so niemals hinbekommen!

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3. Mai 2013 um 12:50
In Antwort auf nawal_12346523

Wegen Unterhalt
Man darf aber nicht vergessen, dass im Gegenzug die Partnerin den Unterhalt als erhaltene Einkünfte versteuern muss. Wenn man keine weiteren Einkünfte hat und unter dem Freibetrag von achttausendirgendwas Euro ist, ist es kein Problem aber wenn man darüber ist, fliesst der erhaltene Unterhalt in das zu versteuernde Einkommen mit ein.
Klar kann man die gezahlten Krankenkassenbeiträge als Vorsorgeaufwendungen geltend machen, bekommt sie aber nicht komplett wieder.
Ach ja, das Steuerrecht....

Ich kann nur sagen
dass es sich absolut lohnt, nämlich die Erstattung 7 mal so hoch war als sonst, als er noch keine Familie zu berücksichtigen hatte!

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3. Mai 2013 um 12:54

Wie funktioniert
das denn dann mit dem Unterhalt? Also lebt ihr zusammen? Zahlt Dein Freund Dir Unterhalt? Ich kenne mich da gar nicht aus, habe aber einige Freunde, die in "wilder Ehe" zusammenleben. Man muss ja die Zahlungen dem Finanzamt gegenüber nachweisen können.
Wie macht Ihr das?

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3. Mai 2013 um 13:45
In Antwort auf florina911

Das ist widerum
der größe finanzielle Nachteil einer "wilden Ehe"!
Nach der Elternzeit müßte man sich freiwillig versichern und selbst zahlen (was dann aber auch wieder abgesetzt werden kann)!


Haha, verheiratete Beamte zahlen auch in der Elternzeit für den, der zu Hause bleibt, Krankenversicherung...
Ledige Beamte müssen natürlich den gleichen Betrag zahlen . Ein Hoch also auf die gesetzliche Krankenversicherung...

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3. Mai 2013 um 14:01

Unterhalt
für das Kind ist nicht! Abzugsfähig, da man Kindergeld bekommt.

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3. Mai 2013 um 14:09
In Antwort auf toniama

Unterhalt
für das Kind ist nicht! Abzugsfähig, da man Kindergeld bekommt.

Wie genau das aufgeteilt wird,
hab ich keine Ahnung, ich seh nur dass es ein riesen Sümmchen ist und das zählt!

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3. Mai 2013 um 14:10

Wenn beide arbeiten und sich selbst versorgen können
ist das ja wieder ganz anders und hat mit "Unterhalt" nichts zu tun!

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3. Mai 2013 um 14:30
In Antwort auf nawal_12346523

Wie funktioniert
das denn dann mit dem Unterhalt? Also lebt ihr zusammen? Zahlt Dein Freund Dir Unterhalt? Ich kenne mich da gar nicht aus, habe aber einige Freunde, die in "wilder Ehe" zusammenleben. Man muss ja die Zahlungen dem Finanzamt gegenüber nachweisen können.
Wie macht Ihr das?

Wir leben zusammen,
er bezahlt aber keinen Unterhalt, also es gibt da keinen Zahlungsnachweis.
Für die Erklärung baucht man keinen Nachweis über Summe x, die er mir monatlich gibt.
Wenn ich kein Einkommen habe, wird es als logische Folgerung gesehen, dass ich von seinem Gehalt lebe und so kann ein pauschaler Betrag abgesetzt werden.
Zumal man ja in einer eheähnlichen Gemeinschaft füreinander aufkommen muß in solchen Fällen.

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3. Mai 2013 um 18:15
In Antwort auf florina911

Wir leben zusammen,
er bezahlt aber keinen Unterhalt, also es gibt da keinen Zahlungsnachweis.
Für die Erklärung baucht man keinen Nachweis über Summe x, die er mir monatlich gibt.
Wenn ich kein Einkommen habe, wird es als logische Folgerung gesehen, dass ich von seinem Gehalt lebe und so kann ein pauschaler Betrag abgesetzt werden.
Zumal man ja in einer eheähnlichen Gemeinschaft füreinander aufkommen muß in solchen Fällen.

Es wird
in eurem Fall der Höchstbetrag angesetzt, WENN du kein Elterngeld gerade beziehst oder andere Einkünfte hast. Dein eigenes Einkommen wird nämlich angerechnet. Der Höchstbetrag ist, glaube ich, inzwischen 8004? Da wird aber das eigene Einkommen teilweise mit angerechnet und abgezogen.

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