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Stillammen/ Fremdstillen - Überlegungen

5. Juni 2009 um 19:00

Hallo zusammen

Viele Frauen finden den Gedanken, ihr Kind mit der Muttermilch einer anderen Frau zu füttern oder es von ihr stillen zu lassen ekelig.
Sie würden eher ihr Kind mit industrieller Babynahrung füttern. Die wird aus Kuhmilch hergestellt, die durch chemische Prozesse für das Baby verträglich gemacht wird.
Auch die normale Kuhmilch geben wir unseren Kindern ohne Bedenken oder Ekel.
Ist das nicht komisch, dass wir unseren Kindern lieber die Milch von irgendeiner (Verzeihung!) dreckigen Kuh geben, anstatt Muttermilch, welche viel besser für das Baby ist?
Warum hat man da so Probleme mit?

Ok., ich kann es nachvollziehen dass man sein Baby nicht gerne an der Brust einer anderen Frau sieht, aber die meisten würden ihrem Baby auch keine abgepumpte Milch geben.
Jetzt kann man sagen - ich kenne die Frau ja gar nicht, wie sie sich ernährt etc., aber ist es erwiesen, dass die Ernährung sehr geringen Einfluss auf die Zusammensetzung der Muttermilch hat, sie ist eigentlich immer von gleichbleibender Qualität, keimfrei etc.
Ich kenne die Kuh auch nicht persönlich, die meine Milch liefert. Nicht auszudenken, wie viele Hormone und Medikamente so eine Kuh bekommt, was alles in die Milch übergeht.

Als ich mein 1. Kind bekam habe ich aus div. Gründen die Milch abgepumpt, ich hatte seeehr viel Milch. Von daher hatte ich immer einen ziemlich großen Vorrat an Muttermilch im Kühlschrank.
Manchmal habe ich mir einen Spass daraus gemacht und z.B. wenn ich Pudding gekocht habe und Freunde waren zu Besuch, dann habe ich behauptet, ich hätte ihn mit Muttermilch gekocht.
Oder ich habe gesagt ich hätte keine Kaffeesahne, ob sie denn auch die Muttermilch nehmen würden.
Den Ekel hättet ihr mal in den Gesichtern sehen sollen.

Ich frage mich warum das so ist. Ich kann mich von diesen Gefühlen selber nicht freisprechen, aber es ist doch eigentlich totaler Quatsch, oder?

Ich glaube, wenn ich nicht stillen könnte, würde ich zwar mein Kind auch nicht von einer anderen Frau stillen lassen, aber zumindest abgepumpt könnte ich es mir vorstellen.
Ich wäre froh, meinem Kind die beste Ernährung zukommen zu lassen, auch wenn es nicht meine eigene Muttermilch ist.

Wie sehr ihr das? Bin gespannt!

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5. Juni 2009 um 19:03


ich glaube das hat viel mit (falschem?) stolz zu tun...muttermilch ist nunmal das gesündeste...aber ich denke keine frau würde ihrem kind heutzutage noch MuMi von einer anderen frau geben,wenn sie selbst nicht in der lage ist zu stillen,einfach aus stolz... frei nach dem motto :wenn ich mein kind nicht stillen kann,dann keiner...

und ehrlich gesagt,würde ich meinem kind auch keine fremde mumi geben...falscher stolz halt...

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5. Juni 2009 um 19:13

Also ich sehe
das so, meiner Meinung nach würde ich es auch nicht tun bzw. hab ich es auch nicht getan. Ich finde einfach Stillen, Flasche geben gehört zu einer der Intimsten sachen zwischen Mutter und Kind. Beim Füttern ist die bindung einfach extrem hoch und ich würde nicht wollen das mein Kind lieber bei der Frau ist die stillt sondern lieber bei mir, oder seh ich das falsch?

LG Jenny mit Nicklas 4 Monate und 4 Tage

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5. Juni 2009 um 20:11

@ Moragh
da ist wohl was dran, mit den "Ausscheidungen" ...

Dazu kommt nocht, dass die ganze industrielle Nahrung und die Milch aus der Tüte einen Schein von Sicherheit und Sauberkeit impliziert... aber im Grunde sind es dann auch nur die "Ausscheidungen" von Kühen.

Komische Welt! Je mehr ich darüber nachdenke...

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5. Juni 2009 um 20:19

Körperausscheidungen...
komisch dass wenn es aber um Sex geht dann die Hemmungen wieder sinken, was man da an Körperflüssigkeiten austauscht, z.B. beim Oralverkehr...

Kaum ein Mann hat Probleme mit dem Scheidensekret seiner Partnerin, aber nur wenige trauen sich deren Muttermilch zu probieren!!!

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5. Juni 2009 um 21:24

Mal wieder ich
ja ich befürworte das "fremdstillen" ich finde auch das der damalige beruf "amme" sehr wichtig war für die reichen menschen...die wohlhabende mama war sich zu "fein" zum stillen und hat sich einen passenden ersatz für die milchernährung gesucht und eine amme beschäftigt statt kuh oder ziegenmilch zu geben!!! die ärmeren leute hatten keine ammen weil sie selber stillten also davon gehe ich jetz mal aus

warum sollte eine pulvermilch "steriler oder sauberer" sein als die mumi von einer anderen frau?? auch für den fall das diese frau ne erkältung hat , stellt sich die mumi gleich mit antikörpern ein... dann jeder vergisst die sehr gesundheitsschädlichen wenn nicht sogar tödlichen kolibakterien die in der "FLASCHENMILCH" entstehen... aber hauptsache steril

nene ich bin eigentlich fürs fremdstillen, hut ab moragh... find ich toll das du das bei dem kind deiner freundin gemacht hast. damit hast du dem kind die beste voraussetzung fürs leben gegeben...

(uiii erschlagt mich nicht ihr flaschenmütter, ihr seid keineswegs die schlechteren mütter, aber versteht auch das mumilch einfach das BESTE fürs kind ist das 2Beste ist die milch einer anderen und erst an 3ter stelle kommt die flasche mit pulvermilch)

so ...entschuldigt bitte meine total verplante schreibweise bin voll kaputt heute *gähnsmily*

gglg
leni

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5. Juni 2009 um 22:03

Ich habe schon
ein "fremdes" Kind gestillt.
Es war als ich stillende mama mit unserem 3. Kind war. Da musste eine Freundin auf das KInd einer anderen Freundin aufpassen.
Ich damals zufällig vorbei gekommen.
Und die kleine hat schon ziemlich gejammert, mir ist so dermaßen die Milch eingeschossen, und nachdem wir das gemeinsam abgeklärt haben, hab ich das Kind meiner Freundin angelegt.
Für mich selber war das schon auch komisch, das Kind hat ganz anders gesaugt als meines, doch es hat mich irgendwie glücklich gemacht, weil ich diesem Kind damit geholfen hab.
Ich hab jetzt nicht so viel trinken lassen, weil ja die Mutter sonst Probleme bekommt --- sie geht dann über
Und als die Mutter dann kam, haben wir ihr gesagt, dass ich ihr Kind kurz angelegt habe -- sie fand das auch ok und ich andersrum hätte auch nichts dagegen gehabt.
Meine mum hat bei ihren ersten Kindern, damals noch in der ehemaligen DDR ihre Milch abgepumpt und zur Milchbank gebracht.
Ihr Mann hat damit auch Pudding gekocht...
Ich habe alle KInder kosten lassen, die Milch hat keinem geschmeckt, auch meinem Mann nicht.

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8. März 2015 um 15:47

Alter Thread-aktuelles Thema
Ich fände es auch befremdlich, obwohl ja eigentlich ok. Die Kuhmilchdiskussion gibts ja auch schon länger.
Ich denke, dass ich auch irgendwie"eifersüchtig" wäre. Dummer Gedanke, aber den würde ich nicht weg kriegen.
Meine Milch abgeben würde ich aber direkt. Bei den Muttermilchbanken darf das eigene Baby dafür aber nur max 3 Monate alt sein, soweit ich weiß.

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8. März 2015 um 16:43

Auf die Grundzusammensetzung
wie dei Milch in Wasser Emulsion nicht, aber wenn sie regelmässig Alkohol und DRogen oder Medikamente konsumiert, sind natürlich Teile darin enthalten.
LG

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8. März 2015 um 16:46

Die Grundzusammensetzung ist gleich
aber natürlich würden Teile von DRogen, Alkohol etc in die MUMI übergehen.
Kommt darauf an, ob ich die Frau gekannt hätte.
LG

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12. April 2017 um 22:26
In Antwort auf val_11847700

Hallo zusammen

Viele Frauen finden den Gedanken, ihr Kind mit der Muttermilch einer anderen Frau zu füttern oder es von ihr stillen zu lassen ekelig.
Sie würden eher ihr Kind mit industrieller Babynahrung füttern. Die wird aus Kuhmilch hergestellt, die durch chemische Prozesse für das Baby verträglich gemacht wird.
Auch die normale Kuhmilch geben wir unseren Kindern ohne Bedenken oder Ekel.
Ist das nicht komisch, dass wir unseren Kindern lieber die Milch von irgendeiner (Verzeihung!) dreckigen Kuh geben, anstatt Muttermilch, welche viel besser für das Baby ist?
Warum hat man da so Probleme mit?

Ok., ich kann es nachvollziehen dass man sein Baby nicht gerne an der Brust einer anderen Frau sieht, aber die meisten würden ihrem Baby auch keine abgepumpte Milch geben.
Jetzt kann man sagen - ich kenne die Frau ja gar nicht, wie sie sich ernährt etc., aber ist es erwiesen, dass die Ernährung sehr geringen Einfluss auf die Zusammensetzung der Muttermilch hat, sie ist eigentlich immer von gleichbleibender Qualität, keimfrei etc.
Ich kenne die Kuh auch nicht persönlich, die meine Milch liefert. Nicht auszudenken, wie viele Hormone und Medikamente so eine Kuh bekommt, was alles in die Milch übergeht.

Als ich mein 1. Kind bekam habe ich aus div. Gründen die Milch abgepumpt, ich hatte seeehr viel Milch. Von daher hatte ich immer einen ziemlich großen Vorrat an Muttermilch im Kühlschrank.
Manchmal habe ich mir einen Spass daraus gemacht und z.B. wenn ich Pudding gekocht habe und Freunde waren zu Besuch, dann habe ich behauptet, ich hätte ihn mit Muttermilch gekocht.
Oder ich habe gesagt ich hätte keine Kaffeesahne, ob sie denn auch die Muttermilch nehmen würden.
Den Ekel hättet ihr mal in den Gesichtern sehen sollen.

Ich frage mich warum das so ist. Ich kann mich von diesen Gefühlen selber nicht freisprechen, aber es ist doch eigentlich totaler Quatsch, oder?

Ich glaube, wenn ich nicht stillen könnte, würde ich zwar mein Kind auch nicht von einer anderen Frau stillen lassen, aber zumindest abgepumpt könnte ich es mir vorstellen.
Ich wäre froh, meinem Kind die beste Ernährung zukommen zu lassen, auch wenn es nicht meine eigene Muttermilch ist.

Wie sehr ihr das? Bin gespannt!

WOW! Was hier für steile Thesen und gefährliche Halbwahrheiten als Fakten verkauft werden 😳 Bitte nochmal das Geschichtsbuch zur Hand nehmen...

zur eigentlichen Frage:
ich habe schon das Kind meiner Schwester gestillt und sie meines. Wir haben gleichzeitig unsere Babys bekommen und das ist wirklich praktisch 😉 Ich finde es toll dass viele hier demgegenüber so offen sind. 

Aber auch für alle anderen gilt: des Menschen willen ist sein Himmelreich! Es gibt viele richtige Wege.

liebe Grüße
Kathi

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13. April 2017 um 13:01

Meine Tochter (Frühchen) bekam fremde Muttermilch aus der klinikeigenen Milchbank. Ich hatte die ersten Tage keine Milch bzw lag auf der Intensivstation. Das fand ich auch erst befremdlich, aber eigentlich auch ganz gut...

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