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Stillberatung

28. Juni 2012 um 16:18

Hallo zusammmen. Ich hab seit einigen Tagen extreme Probleme beim Stillen. Mein Sohn (10Wochen) schläft nachts so ca. 6 Std, das ist super, nicht sattwerdenden schließe ich demnach erstmal aus. Aber tagsüber kommt er jede Std oder spätestens nach 2, brüllt wie verrückt, dann trinkt er nur 5 Minuten in denen er ruhig ist und dann löst er sich und schreit die Brust an. Oftmals stößt er dann auf, wenn ich ihn hochnehme, aber danach ist es auch nicht besser. Bin völlig ratlos. Hat das Problem sonst noch jemand?
Wollte mir Hilfe bei ner Stillberaterin suchen, aber es scheint hier in der Nähe keine zu geben.

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28. Juni 2012 um 16:49

Hey
Das kenne ich von meinem Sohn auch 12 Wochen alt. Das ist nur eine Phase meiner wollte oft auch nur Nuckeln ohne das da was rauskommt also habe ich ihn einen schnuller gegeben und jetzt kommt er tagsüber Ca . Alle drei stunden.
LG

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28. Juni 2012 um 17:33

Brustschimpfphase
Das hört sich nach der Brustschimpfphase an.
Die Brustschimpfphase tritt grob um die 12. Woche auf, manchmal früher, manchmal später, mal mehr mal weniger ausgeprägt. Manche Mütter erleben diese Phase über ein paar Wochen, andere nur ein paar Tage, nochmal andere wiederrum gar nicht so, dass sie es mitbekommen.
Die Brustschimpfphase führt oft dazu, dass die Mutter das Gefühl hat, das Kind möchte nicht (mehr) an die Brust, stößt die Brust weg. Sie ist gekennzeichnet von Andocken, trinken, abdocken, schreien, eventuell wütend schagend, auch die Brust schlagend, dann wieder wild suchen, andocken usw. Viele Mütter sind dadurch stark verunsichert, zweifeln daran, dass das Kind genug Milch bekommt, viell nicht satt wird usw.
Die gute Nachricht: Diese Phase bedeutet NICHT, dass das Kind zu wenig bekommt, es bedeutet NICHT, dass es die Brust nicht mehr will.

Die Brustschimpfphase ist eine wichtige Phase für das Baby. Das Baby beginnt dabei zum ersten Mal, zu begreifen, dass sie selbst und die Mutter nicht "eins" sind; dass die Brust nicht zu ihnen sondern zur Mutter gehört. Es begreift langsam, dass die Mutter den Busen als Nahrungsquelle geben aber auch entziehen kann. Das typische Verhalten " trinken - abdocken - weinen, die Brust anschreien (evtl. schlägt das Baby sogar drauf), wütend und evtl wild werdend - nicht wieder andocken und weitertrinken wollen, die erneut angebotene Brust ablehnend " drückt diese neuen und überwältigenden Erkenntnisse aus. Das Brustanschimpfen ist somit das erste "Auflehnen", die erste "Selbständigkeit" und hilft dem Baby diese neuen Erkenntnisse zu verarbeiten und sich selber zu entdecken. Es

Viele Frauen resignieren, denken, das Baby würde nicht genug satt weil es ja die ganze Zeit weint oder das Baby möchte nicht mehr gestillt werden. Wer aber versteht, WARUM das Baby die Brust plötzlich so abweist, versteht, dass es nichts damit zu tun hat, dass die Stillposition, die Milchmenge, Brustwarze oder Still-Umgebung nicht stimmen oder vom Baby abgelehnt werden.
Mit diesem Wissen fällt es vielen Frauen leichter weiterzustillen, nicht aufzugeben/abzustillen.

Die Phase geht vorüber!

Viele Tipps kann man allerdings nicht geben, außer: Ruhe bewahren. Nicht nervös oder ärgerlich werden, sich immer wieder vor Augen führen, warum das Baby sich so benimmt, dass es keine Ablehnung darstellt. Immer wieder geduldig die Brust anbieten und wenn wirklich nicht getrunken wird, die Stillmahlzeit abzubrechen. Wenn der Hunger groß genug ist, trinkt das Baby auch in dieser Phase soviel wie es braucht.

Das Motto für diese Phase ist: Augen zu und durch!

Für eine Stillberaterin in deiner Nähe kannst du mal hier schauen:
http://www.afs-stillen.de/front_content.php?idcatart=27&lang=1&client=1

oder du rufst bei Fragen direkt die Hotline der AFS an: täglich unter 0180-5-STILLEN (7845536)
für 0,14 Euro pro Minute aus dem deutschen Festnetz

LG Muckeline (in AFS-Ausbildung)

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29. Juni 2012 um 18:36

Danke
Für die Unterstützung und es ist immer schön zu lesen, dass man nicht allein dasteht.

Habe zwischenzeitl. auch mit einer Hebamme gesprochen, die meinte es könnten auch die in den Kiefer einschießenden Zähne sein.

Mal abwarten, wie lange es noch anhält

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