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Stillen / Abpumpen aufgegeben - ich bin so unglücklich

22. November 2017 um 13:57

Hallo liebe Community, 

Ich muss nun einfach was von der Seele reden, denn ich hocke den ganzen Tag alleine rum, mein Mann versteht mich anscheinend nicht, bzw meint es nur gut, wenn er mich aufheitern will. 

Ich habe am 19.10.2017 unsere Kleine per geplantem Kaiserschnitt bekommen, rückwirkend betrachtet war das die beste Entscheidung. (Plazenta Anomalie = Gefäße in der Eihülle, mein Kind hätte verbluten können; Geb. Gewicht 1810 Gramm und 42 cm aufgrund der Unterversorgung, alles unentdeckt , 4 mal die Nabelschnur um den Hals). Ich bin unendlich dankbar, dass mir der Arzt einen früheren Termin angeboten hat.

Jedenfalls war unser zum Glück Kind topfit, aufgrund des niedrigen Geburtsgewichts musste sie jedoch kurz auf die Intensiv, dann auf die Kinderstation um gepäppelt zu werden. Ich habe sie nach der Geburt 26 Stunden nicht gesehen, weil ich aufgrund meines enorm hohen Blutdrucks (auch nicht in der SS entdeckt worden!!!) im Kreißsaal über Nacht bleiben musste, weshalb es mir bis heute noch sehr schlecht geht. In der Zeit nach meiner Entlassung sind wir alle 3 Stunden ins Krankenhaus, dort bleiben ging leider nicht. 

Ich habe in dieser Zeit regelmäßig abgepumpt, man hat mir leider keine Entscheidung gelassen ob ich sie stillen kann, denn sie musste Spezialnahrung bekommen. Das  ist schon schlimm genug. Überhaupt finde ich, dass mir alles abgenommen wurde. Das erste Kennenlernen war zwischen piependen Maschinen, das erste Wickeln, die erste Flasche, das Baden. Einfach alles wurde mir weggenommen. Wir hatten keine Zeit, um ein Bonding zu betreiben. Einfach nichts. 

Jedenfalls habe ich immer fleissig gepumpt, habe sie auch ab und zu mal angelegt. Durch den Kummer und den Stress ist es jedoch immer weniger geworden. 6 mal abpumpen in 24 Stunden war mir einfach nicht möglich. Nun ist die Milch fast versiegt und ich habe gestern das pumpen aufgegeben. Seitdem muss ich noch mehr weinen als sonst, ich fühle mich so unzulänglich und traurig. Kennt das jemand? Ich will nach dieser Geburt und der Trennung doch nur das Beste und hatte das Gefühl, auch wenn ich ihr nur ein bisschen Muttermilch gebe, ist es doch besser als nichts. Mein Mann und meine Mutter verstehen das nicht, sagen dass die Beba Nahrung auch nicht schlecht ist. Aber es geht ja auch um das Gefühl. 

Ausserdem habe ich sowieso das Gefühl, dass es mir wahnsinnig schlecht geht und ich das einfach nicht verkrafte. Habe auch schon über eine Therapie nachgedacht, einfach um das Geschehene zu verarbeiten. Ich habe mich so über mein Kind gefreut und hänge so sehr an ihr. Weiss nicht, ob es so gut ist, sie ständig rumzuschleppen und an mich zu drücken. Die Verlustangst lässt leider nichts anderes zu. 

Danke für Eure Antworten. 

Liebe Grüße 
V

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22. November 2017 um 14:21

Ach Mensch, fühl dich mal gedrückt. Man kann beim lesen schon spüren wie es dich belastet. Da hattet ihr eh schon so einen schwierigen Start und nun das. Ich habe mich damals auch so gefühlt als ich aufhören musste meinen Großen zu stillen.Stand heulend vor dem Regal mit dem Milchpulver und habe mich gefühlt wie eine Versagerin, wie eine Rabenmutter. Und von allen Seiten hieß es nur, ach was, Flaschenkinder werden auch gesund groß. Getröstet hat mich das damals auch nicht. Aber wenn ich heute meinen glücklichen gesunden viereinhalbjährigen sehe und wie eng unsere Bindung ist, weiß ich dass es ihm tatsächlich nicht geschadet hat. Und bei meinem kleinen klappt es so gut dass ich ihn jetzt mit 15 Monaten nachts immer noch stille. Erlaube dir ruhig traurig zu sein. Aber mache dir keine Vorwürfe. Du hast es versucht, es geht nicht mehr. Und du wirst deiner kleinen trotzdem eine gute Mutter sein.

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22. November 2017 um 14:23

P.S. Wenn du insgesamt noch so sehr traurig bist, scheue dich nicht dir Hilfe zu holen. Eine postpartale Depression ist kein Zuckerschlecken, aber auch keine Schande. Deine Hebamme oder Gyn kennt sicher Adressen.

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22. November 2017 um 15:44

Nur ganz kurz, weil meine Kleine gerade wach wird.

Schau mal ob es bei dir eine Stillberaterin gibt. Ich kenne einige Fälle wo man das sollen nochmal gestartet hat und es geklappt hat. Pumpen bringt nicht dasselb wie wenn das Kind selber nuckelt. Die Mengen kann und darf man nicht vergleichen.
Wenn es dir so wichtig ist, dann versuch es mal auf dem Weg ob es eine Möglichkeit gibt.
Ansonsten ist auch das Stillen-und-Tragen Forum eine gute Anlaufstelle.

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22. November 2017 um 15:48
In Antwort auf sumselsum

Nur ganz kurz, weil meine Kleine gerade wach wird.

Schau mal ob es bei dir eine Stillberaterin gibt. Ich kenne einige Fälle wo man das sollen nochmal gestartet hat und es geklappt hat. Pumpen bringt nicht dasselb wie wenn das Kind selber nuckelt. Die Mengen kann und darf man nicht vergleichen.
Wenn es dir so wichtig ist, dann versuch es mal auf dem Weg ob es eine Möglichkeit gibt.
Ansonsten ist auch das Stillen-und-Tragen Forum eine gute Anlaufstelle.

Sollen=stillen 

das Handy macht wieder was es will

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22. November 2017 um 18:37
In Antwort auf veilchenblau85

Hallo liebe Community, 

Ich muss nun einfach was von der Seele reden, denn ich hocke den ganzen Tag alleine rum, mein Mann versteht mich anscheinend nicht, bzw meint es nur gut, wenn er mich aufheitern will. 

Ich habe am 19.10.2017 unsere Kleine per geplantem Kaiserschnitt bekommen, rückwirkend betrachtet war das die beste Entscheidung. (Plazenta Anomalie = Gefäße in der Eihülle, mein Kind hätte verbluten können; Geb. Gewicht 1810 Gramm und 42 cm aufgrund der Unterversorgung, alles unentdeckt , 4 mal die Nabelschnur um den Hals). Ich bin unendlich dankbar, dass mir der Arzt einen früheren Termin angeboten hat.

Jedenfalls war unser zum Glück Kind topfit, aufgrund des niedrigen Geburtsgewichts musste sie jedoch kurz auf die Intensiv, dann auf die Kinderstation um gepäppelt zu werden. Ich habe sie nach der Geburt 26 Stunden nicht gesehen, weil ich aufgrund meines enorm hohen Blutdrucks (auch nicht in der SS entdeckt worden!!!) im Kreißsaal über Nacht bleiben musste, weshalb es mir bis heute noch sehr schlecht geht. In der Zeit nach meiner Entlassung sind wir alle 3 Stunden ins Krankenhaus, dort bleiben ging leider nicht. 

Ich habe in dieser Zeit regelmäßig abgepumpt, man hat mir leider keine Entscheidung gelassen ob ich sie stillen kann, denn sie musste Spezialnahrung bekommen. Das  ist schon schlimm genug. Überhaupt finde ich, dass mir alles abgenommen wurde. Das erste Kennenlernen war zwischen piependen Maschinen, das erste Wickeln, die erste Flasche, das Baden. Einfach alles wurde mir weggenommen. Wir hatten keine Zeit, um ein Bonding zu betreiben. Einfach nichts. 

Jedenfalls habe ich immer fleissig gepumpt, habe sie auch ab und zu mal angelegt. Durch den Kummer und den Stress ist es jedoch immer weniger geworden. 6 mal abpumpen in 24 Stunden war mir einfach nicht möglich. Nun ist die Milch fast versiegt und ich habe gestern das pumpen aufgegeben. Seitdem muss ich noch mehr weinen als sonst, ich fühle mich so unzulänglich und traurig. Kennt das jemand? Ich will nach dieser Geburt und der Trennung doch nur das Beste und hatte das Gefühl, auch wenn ich ihr nur ein bisschen Muttermilch gebe, ist es doch besser als nichts. Mein Mann und meine Mutter verstehen das nicht, sagen dass die Beba Nahrung auch nicht schlecht ist. Aber es geht ja auch um das Gefühl. 

Ausserdem habe ich sowieso das Gefühl, dass es mir wahnsinnig schlecht geht und ich das einfach nicht verkrafte. Habe auch schon über eine Therapie nachgedacht, einfach um das Geschehene zu verarbeiten. Ich habe mich so über mein Kind gefreut und hänge so sehr an ihr. Weiss nicht, ob es so gut ist, sie ständig rumzuschleppen und an mich zu drücken. Die Verlustangst lässt leider nichts anderes zu. 

Danke für Eure Antworten. 

Liebe Grüße 
V

Hallo!Ich kann dir auch nur wärmstens das Forum auf www.stillen-und-tragen.de empfehlen. dort bekommst du professionelle Hilfe bei deinem Weg!
Alles Gute 

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22. November 2017 um 23:03

Ich kann dich gut verstehen. Mein Kleiner kam zwar gesund und kräftig zur Welt, aber ich hatte nie genug Milch um ihn satt zu bekommen und an die Brust wollte er fast nie. Nach 12 Wochen habe ich das Pumpen auch aufgegeben. Auch wenn es dem Kind mit der Flasche gut geht, fühlt man sich als Versager. Und ständig wird man dran erinnert: Stillen ist so wichtig und das Beste... Jeder kann stillen.... usw. Das hat mich irgendwann richtig wütend gemacht. Mittlerweile geht es mir besser. Dem kleinen geht es mit der Flasche gut und er holt sich seine kuscheleinheiten auch ohne Stillen. Ich genieße auch mittlerweile den  Vorteil,  dass er nicht nur auf mich angewiesen ist, sondern auch mal ein paar Stunden alleine beim Papa oder bei der Oma bleiben kann. Die Flasche kann jeder geben.

Wenn du momentan viel nähe zu deinem Kind brauchst, dann mach das so, solange es euch beidem gut tut. Du hast jetzt immer noch genug Zeit, eine gute Bindung zu deinem Kind aufzubauen. Und auch wenn es jetzt die Flasche bekommt, etwas Muttermich hat es ja bekommen. Das ist ja schon mal besser als gar nichts.
 wenn du das Gefühl hast, du brauchst therapeutische Hilfe, dann such dir bitte welche. Das ist keine Schande. Wenn es dir wieder besser geht, dann ist das auch gut für dein Kind. Ich wünsche euch alles Gute für die Zukunft!

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23. November 2017 um 8:51

Hi,
ich kann dich sehr gut verstehen.
Du wirst in den nächsten Wochen und Monaten merken, dass alles was dich jetzt so traurig macht.. (verstehe mich butte nicht falsch) nicht so wichtig ist. Du wirst jede nacht, die nächsten Monate mit ihr Zeit verbringen, jeden morgen bis Abend mit ihr verbringen. Du alleine entscheidest, wer ihr die Flasche gibt. Dein Mann könntr theoretisch, wenn sie weint und hunger hat, die Flasche zubereiten damit du sie trösten. Du bist und wirst eine so tollr Mutter,lass nicht zu dass sie ihre Mama oft traurig sieht.
Ich glaube wir alle können dich verstehen, sowas ist bestimmt nicht einfach.
Such dir vielleicht echt einen arzt zum reden.
dein mann und deine mama wollen dir vielleicht damit sagen, dass es nicht so schlimm ist wegen dem nicht stillen, damit du nicjt mehr traurig bist.

ich wünsche dir alles gute ♡

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23. November 2017 um 8:52

Liebe TE,

das wurde hier nun schon mehrfach erwähnt, aber auch ich kann dir nur das Forum von stillen-und-tragen.de empfehlen. Wenn du so um eine verpasste Stillbeziehung trauerst - es ist sicher noch nicht zu spät. In diesem Forum habe ich schon die unglaublichsten Geschichten zum Thema stillen gehört (gelesen). Außerdem gibt’s in nahezu jedem Landkreis kostenlose Stillberatungen z.B. durch die la leche liga. 

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