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Stillen lernen?

28. März 2014 um 11:19

Ich habe eine Tochter, sie ist 4 Jahre alt.
Als ich mit ihr schwanger war, war ich mir sicher, ich möchte sie auf jeden Fall stillen.

Das klappte aber nicht, schon am 2. Tag schrie sie und sie wurde nicht satt.
Es kam keine Milch, ich habe abgepumpt und die 3 Tropfen die kamen, gab ich ihr. So lief es ganze 7 Wochen, bevor ich aufgegeben habe.
An die Brust wollte sie gar nicht mehr, es kam ja nix, deshalb die Alternative mit dem Abpumpen.

Es gab viele Vermutungen von Ärzten, Hebammen und Freunden, woran das liegen könnte, doch ich war mit keiner der Gründe zufrieden, denn es half nichts.

Jetzt bin ich in der 30sten Woche schwanger
So langsam kommen mir Gedanken, was ich nun diesmal anders machen müsste, damit es klappt.
Ich möchte unbedingt eine Stillmama sein, weil es für das Kind das Beste ist, bessere Bindung zum Kind und weniger Schlepperei von Wasser, Milchpulver, Flaschen...

Seit einigen Tagen merke ist, es kommt geringfügig etwas weißes aus der Brust, das hatte ich bei meiner Tochter auch. Es sind eher weiche matschbare Krümelchen, statt flüssig, ich weiß nicht, ob es schon dieses Kolostrum (Vormilch) ist.
Was mich aber am meisten verdutzt ist, es kommt hauptsächlich aus meiner dritten Brustwarze.
Ich habe eine ganz kleine, die ist seit meiner Geburt nicht mitgewachsen, scheint aber voll funktionstüchtig zu sein.
Wäre es möglich, dass es daran liegt, dass diese nicht stimmuliert wird, desshalb nur so wenig Milch kommt?

Hat hier vielleicht jemand Ideen oder Tipps, was ich diesmal besser machen könnte?

Vermutet wurde:
-Da meine Tochter während der Presswehen schief lag und 2,5 Std lang feststeckte, bekam sie woll dieses KISS-Syndrom, wodurch sie Schmerzen hatte und deshalb nicht genug Kraft zum Saugen hatte.

-Da ich direkt nach der Geburt in den Ruheraum geschoben wurde, ohne jede Anweisung oder Tipps, habe ich sie etwa 2 Stunden lang direkt nach der Geburt nicht angelegt, dies führte dazu, dass nicht genug Milch kam.
(Vermutung meiner aktuellen Hebamme)

-Meine Nervosität und unwissenheit, der Wunsch unbedingt stillen zu wollen, führte dazu, das keine Milch kam.
...

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29. März 2014 um 14:07

Hallo
ich würde mir an deiner stelle jetzt schon eine stillberaterin suchen. die wissen einfach am besten bescheid. hebammen und kinderärzte geben leider häufig auch falsche/ veraltete informationen weiter.
für mich klingt es so, als wäre euer ungünstiger stillstart die ursache des problems. für die milchbildung ist es das wichtigste, dass das baby oft und effektiv trinkt. dass am zweiten tag keine milch kommt ist völlig normal. vor dem milcheinschuß kommen lediglich ein paar tropfen, schlückchen kolostrum. dieses ist allerdings sehr reich an eiweiß und v.a. immunstoffen. in den ersten 3- 5 tagen reicht das kolostrum aus, um ein baby zu ernähren. der magen ist noch winzig und die menge des kolostrums reicht aus. eine gewisse gewichtsabnahme ist normal bei einem neugeborenen (bis ca. 7%). wenn ein baby möglichst schnell nach der geburt angelegt wird und dann in den ersten tagen 8-12 mal stillt ist es optimal versorgt bis zum 3.-5. tag, wenn der milcheinschuß kommt. pumpen regt leider nicht so gut die milchproduktion an, wie effektives stillen, das wird wohl die ursache gewesen sein, dass du nicht genug milch hattest.
eine KISS Problematik sollte natürlich behandelt werden, denn KISS führt auch oft zu stillproblemen. auch sollte an das zungenbändchen gedacht werden, wenn das zu kurz ist, kann ein baby nicht effektiv stillen. und die gesundheit der mutter ist auch wichtig, bestimmte erkrankungen z.b. der schilddrüse machen sich bei der milchbildung bemerkbar.

schau doch mal bei stillen-und-tragen.de rein. im stillforum sind super stillberaterinnen unterwegs. kann ich nur empfehlen.

liebe grüße

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30. März 2014 um 22:20
In Antwort auf elisabennet

Hallo
ich würde mir an deiner stelle jetzt schon eine stillberaterin suchen. die wissen einfach am besten bescheid. hebammen und kinderärzte geben leider häufig auch falsche/ veraltete informationen weiter.
für mich klingt es so, als wäre euer ungünstiger stillstart die ursache des problems. für die milchbildung ist es das wichtigste, dass das baby oft und effektiv trinkt. dass am zweiten tag keine milch kommt ist völlig normal. vor dem milcheinschuß kommen lediglich ein paar tropfen, schlückchen kolostrum. dieses ist allerdings sehr reich an eiweiß und v.a. immunstoffen. in den ersten 3- 5 tagen reicht das kolostrum aus, um ein baby zu ernähren. der magen ist noch winzig und die menge des kolostrums reicht aus. eine gewisse gewichtsabnahme ist normal bei einem neugeborenen (bis ca. 7%). wenn ein baby möglichst schnell nach der geburt angelegt wird und dann in den ersten tagen 8-12 mal stillt ist es optimal versorgt bis zum 3.-5. tag, wenn der milcheinschuß kommt. pumpen regt leider nicht so gut die milchproduktion an, wie effektives stillen, das wird wohl die ursache gewesen sein, dass du nicht genug milch hattest.
eine KISS Problematik sollte natürlich behandelt werden, denn KISS führt auch oft zu stillproblemen. auch sollte an das zungenbändchen gedacht werden, wenn das zu kurz ist, kann ein baby nicht effektiv stillen. und die gesundheit der mutter ist auch wichtig, bestimmte erkrankungen z.b. der schilddrüse machen sich bei der milchbildung bemerkbar.

schau doch mal bei stillen-und-tragen.de rein. im stillforum sind super stillberaterinnen unterwegs. kann ich nur empfehlen.

liebe grüße


Dankeschön

Meine aktuelle Hebamme war mal Stillberaterin.
Ihren Tipp, direkt nach der Geburt anzulegen und nicht erst im Ruheraum nichts zu machen, nehme ich an.

Bei meiner Tochter habe ich am ersten Tag oft gestillt, da war sie auch zufrieden, auch in der Nacht. Am nächsten Tag war sie es plötzlich nicht mehr. Sie hat gesaugt und dann geschrien, wieder gesaugt und dann geschrien. Irgendwann kam eine Schwester mit einer Flasche, sie meinte, ich soll sie nicht zu lange schreien lassen.
Vielleicht war da auch die fehlende Geduld und das Geben der Flasche der Fehler.

Immerhin habe ich ihr alles gegeben, was ich geben konnte.
Dieses mal soll es aber besser werden.

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