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Stillen seit einigen Tagen ein Kampf- was tun?

19. Juni 2016 um 13:32

Hallo ihr Lieben,

ich poste mein Problem mal hier, da hier mehr los ist als im Stillforum.

Also mein Sohnemann ist jetzt 15 Wochen alt. Wir hatten von Anfang an immermal Schwierigkeiten beim Stillen, da er im Krankenhaus am Anfang eine Flasche kriegen musste und dann keine Geduld mehr für die Brustwarze hatte. Mit viiiiel Geduld zuhause haben wir es dann nach und nach geschafft, dass ich ihn rund um die Uhr anlegen kann. Allerdings gab es während seiner Schübe immer Phasen, wo seine Ungeduld wieder hochgekocht ist und er mir an der Brust mehr gezappelt als getrunken hat, was sehr schmerzhaft war. Ich hab dann immer abgepumpt und er hat eben Muttermilch per Flasche bekommen. Das war zwar nicht die beste Lösung, aber wenn das Baby eine halbe Stunde an der Brust zerrt und schreit und strampelt, dann geht es wohl nicht anders.
Diese Phasen kamen und gingen und meist ging es einen Tag später wieder.

Jetzt kämpfe ich schon seit einer Woche bei jeder Stillsitzung aufs Neue. Unser Sohn hat von Anfang an mal vermehrt Blähungen gehabt, aber keine richtig heftigen Koliken. Man konnte die Uhr danach stellen, dass er etwa 5-10min nach dem Trinken die Windel vollgedonnert hat.

Jetzt geht es, sobald ich ihn anlege, sofort in seinem Bauch rund. Es rumort und zischt, der Kleine krümmt sich, drückt, strampelt und reißt an der Brustwarze, weint, zuckt usw.. Ich nehme ihn dann ab, manchmal klappt es dann, dass er in die Windel macht und dann ruhiger wird, manchmal aber eben nicht und dann schreit er wie am Spieß und ich bin völlig verzweifelt. Er beruhigt sich dann wieder, ich lege ihn wieder an, und Spiel beginnt von vorne. Er tut mir soooo leid, aber ich weiß echt nicht, was ich noch machen soll. Ich habe schon verschiede Positionen ausprobiert, ihn früher angelegt, ihm zwischendurch mal was gegen die Blähungen gegeben, es hilft alles nichts.

Das Kuriose ist, dass ich nicht glaube, dass die Blähungen schlimmer sind als vor zwei Wochen. Er scheint nur grade irgendwie überhaupt nicht mehr damit umgehen zu können. Bei jedem Pups ein großes Geschrei, vor zwei Wochen hat er nichtmal ne Miene verzogen wenn er gepupst hat.

Würdet ihr das mal beim Kinderarzt ansprechen? WIr haben nächste Woche eh einen Termin. Ich bin echt ratlos meine Hebamme hilft mir auch nicht richtig weiter.

Ich möchte so gerne weiter stillen bis er mindestens 6 Monate alt ist, aber gerade bin ich echt am Ende mit den Nerven und den Kleinen macht dieses Gekämpfe auch fertig.

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19. Juni 2016 um 14:52

Uns haben
Kümmelzäpfchen (Carum carvi) geholfen. Danach wird die Windel einmal schön voll und dann sind sie wieder friedlich

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19. Juni 2016 um 16:17

Ich
würde mit dem Arzt sprechen bevor ich etwas gebe. Kümmelzäpfchen soll man eigentlich nur geben, wenn nichts kommt.

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19. Juni 2016 um 16:24
In Antwort auf eule20151

Ich
würde mit dem Arzt sprechen bevor ich etwas gebe. Kümmelzäpfchen soll man eigentlich nur geben, wenn nichts kommt.

Also wir haben kümmelzapfchen
auch bei Bauchkràmpfen gegeben, ohne das "etwas kam". Nicht oft aber immer dann, wenn er nicht schlafen konnte.

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20. Juni 2016 um 0:27

Klingt danach
als ob beim Stillen der gastrokolische Reflex einsetzt, sprich die Verdauung rumpelt an und dein Sohn kann damit nicht umgehen. Hatten meine beiden Söhne, bzw. der Kleine hats noch. Ich hab immer für eine einigermaßen ruhige Umgebung gesorgt und bin während dem Stillen rumgelaufen. Das lenkt das Baby zum einen ab, zum anderen massiert die stetige rhythmische Bewegung den Bauch. Auch das aktuelle Alter (Schub) spielt bei euch wahrscheinlich mit rein. Alles Gute!

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20. Juni 2016 um 15:05

Kümmelzäpfchen
haben wir auch, wirken auch ganz gut, aber immer nur eine begrenzte Zeit und ich kann ja nicht bei jedem Stillen eines geben. Meine Hebamme meint auch, lieber nur in Extremfällen wenn wirklich gar nichts mehr hilft.

Das mit diesem Reflex hab ich, glaube ich, schonmal irgendwo gehört. Das würde passen, weil es immer direkt nach dem Anlegen anfängt zu rumpeln und zu zischen wie verrückt und dann flippt der arme Wurm fast aus. Das mit dem Rumlaufen habe ich noch nicht probiert, danke für den Tipp. Vielleicht werde ich es auch mal auf dem Gymnastikball probieren, der beruhigt ihn auch immer so schön.
Lernt so ein Zwerg denn dann irgendwann, damit umzugehen, also wird es besser? Oder bleibt das während der gesamten Stillzeit so?

Ich denke auch, dass der Schub eine Rolle spielt. Aber der soll ja jetzt recht lange dauern, auweia..

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20. Juni 2016 um 15:59

Hmm
Meine Ideen wären:

- Stillhütchen für die Zeit schmerzender Brustwarzen
- Zum Stillen pucken - hilft gegen zappeln, beruhigt
- Vor jedem Stillen ein, zwei Hübe Lefax/Sab Simplex in den Mund

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20. Juni 2016 um 21:36
In Antwort auf leni0317

Kümmelzäpfchen
haben wir auch, wirken auch ganz gut, aber immer nur eine begrenzte Zeit und ich kann ja nicht bei jedem Stillen eines geben. Meine Hebamme meint auch, lieber nur in Extremfällen wenn wirklich gar nichts mehr hilft.

Das mit diesem Reflex hab ich, glaube ich, schonmal irgendwo gehört. Das würde passen, weil es immer direkt nach dem Anlegen anfängt zu rumpeln und zu zischen wie verrückt und dann flippt der arme Wurm fast aus. Das mit dem Rumlaufen habe ich noch nicht probiert, danke für den Tipp. Vielleicht werde ich es auch mal auf dem Gymnastikball probieren, der beruhigt ihn auch immer so schön.
Lernt so ein Zwerg denn dann irgendwann, damit umzugehen, also wird es besser? Oder bleibt das während der gesamten Stillzeit so?

Ich denke auch, dass der Schub eine Rolle spielt. Aber der soll ja jetzt recht lange dauern, auweia..

-->
Ja, also mit zunehmendem Alter wird das schon besser. Aber ich weiß noch, dass es bei meinem Kleinen so mit 13,14,15 Wochen besonders schlimm war bzw. überhaupt erst so richtig angefangen hat. Wenn du einen starken Milchspendereflex hast, könnte ihn das zusätzlich"ärgern". Von Sab Simplex und anderen Entschäumern würde ich die Finger lassen, das bringt in deinem Fall nichts, außerdem sind da Konservierungsstoffe drin, die in Babybäuchen nix verloren haben. Kümmelzäpfchen sind unbedenklich, aber wie du schon sagst, die kann man nicht immer geben. Eine Frage noch: Gibst du Fluoridtabletten?

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20. Juni 2016 um 21:59

Durchhaltevermögen
Liebe Leni! Durchhalten, ich denke das ist nur eine Phase. Und hat bestimmt noch viel mit dem Bauchweh zu tun. Es wird bald besser. Unser Geheimtipp waren die Magnesium Globuli. Immer vor dem stillen. Wenn es ganz schlimm war, hat uns der Kinderarzt Bigaia verschrieben. Das ist etwas pflanzliches und hat auch gut geholfen. Alles Gute und toi, toi, toi.

Karin und Philipp
Schon 6 Monate

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21. Juni 2016 um 9:58

Wenn
er lieber aus der Flasche trinkt und nicht gestillt werden will warum gibst du ihm dann keine? Sehr egoistisch von dir, du produzierst den Stress doch selber
Darüber würd ich mal nachdenken, warum du unbedingt DEINEN Willen durchsetzten willst.

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25. Juni 2016 um 15:48


Danke für eure Tipps!

Ich habe das Ganze inzwischen mal mit dem Kinderarzt besprochen. Der meinte auch, dass da wohl mehrere ungünstige Faktoren zusammenkommen. Zum Einen hat er halt Luft im Bauch und kommt mit dem gastrokolonischen Reflex nicht so richtig zurecht. Dann kam jetzt halt noch ein Schub dazu, so dass ihm die Milch wohl nicht schnell genug lief und er die Menge steigern wollte. Außerdem ist er halt einfach ein ungeduldiges Kerlchen. Er hat mir aber auch Mut gemacht, da er super zugenommen hat und sich toll entwickelt, ist alles prima und ich soll weiter durchhalten, das bessert sich auch wieder.

Und tatsächlich, ich habe nochmal ein bisschen mit Stillpositionen experimentiert und unsere eigene Position gefunden, die ich in keinem Ratgeber gefunden hab, er findet es aber gut. Und ich nehme Bockshornklee, so dass die Milch wohl wieder etwas besser läuft. Der Arzt hat mir noch den Tipp gegeben, vor dem Stillen warme Auflagen auf die Brust zu machen und kurz mit der Handpumpe anzupumpen, das kommt seiner Ungeduld entgegen. So langsam wird es wieder besser und er ist insgesamt wieder ausgeglichener. Auf die nächste Schubphase bin ich jetzt besser vorbereitet.

@ karvoi: Schön von dir zu hören. Wir kennen uns ja noch aus dem Babywunsch- Thread. Wie geht es euch so?

@ mango: Ich hab jetzt eine ganze Weile überlegt, ob ich überhaupt auf deinen Post reagieren soll oder das einfach ignorieren soll. Ich bin schon beeindruckt, du scheinst ja super im Bilde über meine Situation zu sein, wenn du mir mal eben so unterstellst, dass ich egoistisch bin und meinem Kind meinen Willen aufzwinge. Wenn du nicht grade mein Mann oder meine Hebamme bist, dann frage ich mich, woher du so viele Infos hast, dass du so eine Aussage machen kannst ohne vielleicht erst nochmal genauer nachzufragen..
Nur mal einige Fakten, die du dann vielleicht erfahren hättest:
1. Ja, am Anfang habe ich auch gesagt: Ist mir egal, WIE mein Kind die Muttermilch bekommt, Hauptsache er bekommt sie, wenn auch über die Flasche. Das habe ich während einer Schubphase auch probiert, phasenweise habe ich sogar nachts alle 3 Stunden gepumpt, inklusive anschließender Reinigung und Sterilisierung hat das immer 1 Stunde gedauert. - Ergebnis: Es wurde immer weniger Milch. Grund: Eine Pumpe (und ich habe schon eine richtig gute aus der Apotheke) regt den Milchfluss einfach nicht so an wie das Baby. Das ist laut gyn. Chefarzt in meiner Klinik einfach ein Fakt und daher hat er davon abgeraten, NUR zu pumpen, auch wenn die Anfangsphase schwierig war. Bei manchen Frauen funktioniert das wohl, bei mir eben nicht.
2. Wenn mein Sohn die Milch per Flasche bekommt, spielte sich hier in der letzten Woche, als auch das Stillen nicht mehr geklappt hat, und auch während der vorherigen Schubphasen folgendes ab: Er trinkt so hastig, dass er sich ständig verschluckt, egal welche Flaschen und Sauger ich benutze. Dann schluckt er so viel Luft, dass ein großer Teil der Milch irgendwann wieder aus ihm herausgeschossen kommt und auf dem FUßboden landet. Wenn das FLäschchen leer ist und sein Bauch so voll, dass er sich kaum noch rühren kann, dann schreit er trotzdem wie am Spieß. Ich dachte erst, dass es auch der Reflex ist, der setzt ja so oder so ein. Wir haben aber festgestellt, dass er dann einfach noch nuckeln und kuscheln will, mit dem Schnuller beruhigt er sich dann. Grund dafür: Wenn mein Sohn "normal" drauf war, dann dauert das Stillen bei uns etwa 45min, und man merkt, dass er es TOTAL genießt: Er entspannt sich innerhalb von ein paar Minuten, wird ganz ruhig, räkelt sich, döst irgendwann ein und liegt dann zufrieden in meinem Arm und nuckelt noch vor sich hin. Wie gesagt, wenn er normal drauf ist.

Mann kann also wohl kaum davon reden, dass mein Kind grundsätzlich nicht gestillt werden WILL. Und schon gar nicht davon, dass ich hier meinen Willen durchdrücken will und egoistisch bin. Dann würde ich nach dem ganzen Stress in den ersten Tagen nach der Geburt, nach 3 ausgesprochen schmerzhaften Milchstaus wohl gar nicht mehr stillen, ihn einfach mit Fertigmilch abfüllen und mir diesen ganzen Stress ersparen, wie es mir meine Freundinnen raten. Die haben nämlich gar nicht erst versucht zu stillen, weil sie "keinen Bock" drauf hatten und ihnen das zu anstrengend war. Ausserdem könnten sie das Kind ja dann abends schön abfüllen damit sie nachts schlafen können. DAS halte ich für egoistisch.

So, das war es, was ich dazu noch loswerden wollte. Damit hab ich nichts weiter zum Thema Egoismus zu sagen.

Drückt mir die Daumen, dass es weiter wieder gut läuft.

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25. Juni 2016 um 16:18

Um die 4 monate
Kinmt die Brustschimofphase, due jedes Baby mitmacht.
Das Baby erkennt, dass die Brust nicht teil seines Körpers ist.

Halte durch, oder probier mal verschiedene Stillpisitionen durch.

LG

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25. Juni 2016 um 16:19
In Antwort auf strawberryfieldxxx

Um die 4 monate
Kinmt die Brustschimofphase, due jedes Baby mitmacht.
Das Baby erkennt, dass die Brust nicht teil seines Körpers ist.

Halte durch, oder probier mal verschiedene Stillpisitionen durch.

LG

Übrigens
Wird bei vielen Babys die Verdauung beim stillen angeregt.
LG

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25. Juni 2016 um 16:21
In Antwort auf xmangolyx

Wenn
er lieber aus der Flasche trinkt und nicht gestillt werden will warum gibst du ihm dann keine? Sehr egoistisch von dir, du produzierst den Stress doch selber
Darüber würd ich mal nachdenken, warum du unbedingt DEINEN Willen durchsetzten willst.

Was nimmst
Du dir eigentlich raus?
Muttermilch ist immer noch das Beste.
Mit 4 minaten gibt es nunmal die Brsustsvhumofpgase, die viele auch an der Flasche haben.

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