Forum / Mein Baby

Stillprobleme 2.0

7. Januar um 19:06 Letzte Antwort: Gestern um 15:46

Bei meiner großen Tochter lief das Stillen katastrophal. Ich hatte die schlimmsten Schmerzen meines Lebens und das ist keine Übertreibung. Es fühlte sich jedes Mal an, als würde mir jemand mit einem scharfen Messer die Brust abschneiden. Fast zwei Monate lang quälte ich mich durch, Hebammen und Stillberaterinnen konnten keine Ursachen finden. Ich musste mir Sprüche anhören wie:
"Das ist normal, dass es ein bisschen ziept."
"Du bist zu empfindlich."
"Bei mir war es viel schlimmer."
"Nimm halt Ibu, wenn du es nicht anders aushältst."
Irgendwann habe ich nur noch geheult und nachdem ich dann auch ein paar Mal vor Schmerzen kollabiert bin, hab ich es schließlich aufgegeben.

Diese Geschichte aber nur am Rande, falls das hier jemand liest, der auch solche Probleme hat und sich ähnlich blöde Sprüche anhören muss. Leider weiß ich bis heute nicht, was damals schiefgelaufen ist. Was ich aber weiß, ist: NEIN, das war definitiv nicht normal und NEIN, ich war nicht einfach nur empfindlich.

Jetzt, bei meiner zweiten Tochter, läuft das Stillen gut … eigentlich.
Die ersten zwei Tage war es ebenfalls schmerzhaft, eine aufmerksame Schwester im KH hat aber sehr schnell gesehen, dass ihr Zungenbändchen zu kurz war. Das wurde direkt behoben und seitdem läuft es super.

Tatsächlich läuft es sogar zu gut. Schmerzen habe ich keine und die Milch schießt raus wie verrückt. Das entwickelt sich langsam irgendwie zum Problem. Meine (diesmal ganz tolle) Hebamme hatte schon einige Tipps (diverse andere Stillpositionen, Milch vorher ausstreichen etc.), die helfen allerdings nur bedingt.

Anfangs klappt das Anlegen gut. Bis der Milchsspendereflex einsetzt. Dann bekommt sie Stress und wird hektisch, weil sie mit dem Trinken nicht nachkommt. Die Milch läuft ihr aus dem Mund, sie verschluckt sich jedes einzelne Mal nach kurzer Zeit und würgt dann eine halbe Ewigkeit, es klingt immer, als würde sie ersticken, total schlimm. Danach ist hier erstmal Gebrüll und ich brauche ewig, bis ich sie wieder beruhigt habe und anlegen kann. Dann trinkt sie ein paar Schlucke, wieder total hektisch und schluckt dabei massig Luft (weshalb wir auch jede Nacht mit richtig üblen Blähungen zu kämpfen haben). Nach kurzer Zeit fängt sie an, sich von der Brust wegzustemmen und zu schreien. Dann will sie wieder an die Brust, trinkt ein paar Schlucke und schreit dann nach wenigen Sekunden wieder und windet und wehrt sich. Weil sie so rumzappelt und schreit, verschluckt sie sich natürlich gleich wieder und schluckt noch mehr Luft. Das ganze Spiel geht dann so 15 Minuten und nach einer halben Stunde geht's wieder von vorne los.

Es nervt so. Und es tut mir natürlich auch leid für sie. Besonders viel Schlaf finden wir momentan beide nicht. Ob sie richtig satt ist, weiß ich nicht, zunehmen tut sie aber sehr gut.

Habt Ihr noch irgendwelche Tipps, was helfen kann?


 

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8. Januar um 21:43

Liebe Nikita

Ich hatte dasselbe Problem aber keine Sorge, es wird besser  

Mein kleiner Mann (bald 8 Wochen) kann mittlerweile recht gut damit umgehen (ev. ist des MSR auch schon weniger stark als am Anfang, es sollte sich mit der Zeit ja alles einpendeln).

Spürst du, wenn der MSR einsetzt? Ich habe dann jeweils abgedockt und die Milch in eine Mullwindel o.ä. spritzen lassen und erst wieder angedockt, wenn der Schwall vorüber war. So konnte er dann in Ruhe trinken.

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18. Januar um 23:32

Hallo Nikita, 

meine kleine ist 17 Monate alt, ich stille noch Abends.

Ich hatte am Anfang auch das selbe Problem das pendelt sich noch ein, mit ca. 4 Monaten wird das von alleine auch weniger dann stellt sich der Milchfluss auf dein Baby ein.

Ich habe es so gemacht das ich durch den tipp von meiner Hebamme auf den rücken liegend gestillt habe.
Oder du streichst die Brust etwas aus bevor du stillst oder wie oben meine vorrednerin es beschrieben hat einfach in eine Mullwindel die milchabfliesen lassen.

mach dir kein Kopf das wird besser, bis sich der körper einstellt.

lg

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20. Januar um 15:27

Hallo liebe Nikita,
was du da beschreibst, im ersten Abschnitt, klingt wie eine Entzündung der Brustwarze. Ich hatte das auch gehabt und dachte es wäre normal, weil die Brustwarzen müssen sich erstmal an das Nuckeln des Babys gewöhnen. Daher hatte ich ein Stillhüttchen.

Eines Tages hatte ich auch extreme Schmerzen an der Brustwarze bekommen und meine Hebamme meinte, dass es eine Entzündung der Brustwarze wäre. Sie legte mir eine Kartoffelscheibe in den BH, direkt an der Brustwarze und dann hat es sich erst beruhigt. Sie hatte auch insgesamt an meiner Brust gedrückt, aber daran kann ich mir nicht gut erinnern.

So wie du dein Baby beschreibst, ist es unruhig, ich kann mir vorstellen, dass ein Zähnchen kommt. Aber es kann auch was anderes sein wie Luft im Bauch. Gute Erfahrungen habe ich mit Kümmelsalbe- und Zäpfchen gemacht, aber auch den Pilotengriff.

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Gestern um 15:46
In Antwort auf

Hallo Nikita, 

meine kleine ist 17 Monate alt, ich stille noch Abends.

Ich hatte am Anfang auch das selbe Problem das pendelt sich noch ein, mit ca. 4 Monaten wird das von alleine auch weniger dann stellt sich der Milchfluss auf dein Baby ein.

Ich habe es so gemacht das ich durch den tipp von meiner Hebamme auf den rücken liegend gestillt habe.
Oder du streichst die Brust etwas aus bevor du stillst oder wie oben meine vorrednerin es beschrieben hat einfach in eine Mullwindel die milchabfliesen lassen.

mach dir kein Kopf das wird besser, bis sich der körper einstellt.

lg

Ich stille jetzt fast 10 monate und nur noch im liegen viel entspannter für alle. Ist zwar für unterwegs nicht immer möglich aber zu hause am besten für uns.
Ausstreifen musste ich auch die ersten 4 monate, da hatte ich Milch für drei meinte die Hebi und auch zwei Brustwarzenentzündunen und einen Milchstau hinter mir.

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