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Studieren mit Kind?

20. Juni 2006 um 12:46

Tut mir leid, wenn die Diskussion irgendwo schonmal aufgegriffen wurde, aber ich habe in der Suche nichts gefunden.

Wie ein parr vielleicht wissen, bin ich NICHT schwanger, aber ich stelle mir natürlich die Frage, wie mein weiteres Leben aussehen mag - eben auch mit Kindern (man kann ja zumindest mal versuchen, zu planen....)

Ich weiß, dass es unter uns auch Studentinnen mit Kind gibt und ich wollte mal fragen, wie das bei euch aussieht:
Wie steht es finanziell?
Wie kriegt ihr das mit dem Lerndruck hin?
Laufen eure Klausuren?
Glaubt ihr, dass ihr wesentlich schlechter studiert als Studenten ohne Kinder?

Wenn alles laufen würde, wie ich wollte (was es ja eh nie tut ) würde ich gerne zwischen 23 und 26 Kinder bekommen, aber ich werde dann vorraussichtlich mitten im Studium stecken - wenn nicht sogar im Staatsexamen (will Lehramt studieren) ...


Wäre euch für ein paar Eindrücke und Erfahrungsbekundungen sehr dankbar. Weiß nicht, ob ich das einem Kind "antun" sollte, denn ich denke, man hat sehr wenig Zeit, oder?


Ganz liebe Grüße



HaveHope

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20. Juni 2006 um 13:01

Vielleicht mal aus der anderen Sicht
Ich arbeite an der Uni als wissenschaftliche Mitarbeiterin und betreue Studenten. Ich habe schon einige Diplomandinnen gehabt, die bereits Kinder hatten (eine sogar zwei).

Diese Studentinnen haben insgesamt schneller und auch besser abgeschnitten als alle anderen. Ich glaube, dass man einfach die freie Zeit zu schätzen weiß, die man dann noch hat. Es ist ein kostbares Gut geworden, mit dem man dann auch entsprechend effizient umgeht.

Erkundige dich mal, was es für Möglichkeiten der Kinderbetreuung an der Uni gibt. Hier haben wir ein Kinderzimmer, in dem die STundenten ihre Kinder stundenweise unterbringen können um dann entsprechend an Seminaren teilzunehmen. Dies ist auch insofern praktisch, weil du jederzeit zur STelle sein kannst, wenn etwas sein sollte.

Ich würde mittlerweile jedem dazu raten während des Studiums das Kind zu bekommen.

lg
kratzamkopp

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20. Juni 2006 um 16:27
In Antwort auf runa_12850644

Vielleicht mal aus der anderen Sicht
Ich arbeite an der Uni als wissenschaftliche Mitarbeiterin und betreue Studenten. Ich habe schon einige Diplomandinnen gehabt, die bereits Kinder hatten (eine sogar zwei).

Diese Studentinnen haben insgesamt schneller und auch besser abgeschnitten als alle anderen. Ich glaube, dass man einfach die freie Zeit zu schätzen weiß, die man dann noch hat. Es ist ein kostbares Gut geworden, mit dem man dann auch entsprechend effizient umgeht.

Erkundige dich mal, was es für Möglichkeiten der Kinderbetreuung an der Uni gibt. Hier haben wir ein Kinderzimmer, in dem die STundenten ihre Kinder stundenweise unterbringen können um dann entsprechend an Seminaren teilzunehmen. Dies ist auch insofern praktisch, weil du jederzeit zur STelle sein kannst, wenn etwas sein sollte.

Ich würde mittlerweile jedem dazu raten während des Studiums das Kind zu bekommen.

lg
kratzamkopp

Danke
Danke vielmals, das hilft mir schon sehr
Ich werde sehr wahrscheinlich an der Hamburger Universitä studieren (im Jahre 2008, ist ja noch etwas hin *g*), aber ich werde mich früh genug mal mit den dortigen "Studentenbeaufragten" (gibts das?) treffen und mit denen sprechen.


Liebe Grüße


HaveHope

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20. Juni 2006 um 16:39
In Antwort auf cherie_12893048

Danke
Danke vielmals, das hilft mir schon sehr
Ich werde sehr wahrscheinlich an der Hamburger Universitä studieren (im Jahre 2008, ist ja noch etwas hin *g*), aber ich werde mich früh genug mal mit den dortigen "Studentenbeaufragten" (gibts das?) treffen und mit denen sprechen.


Liebe Grüße


HaveHope

Ich studiere
und meine Tochter ist 9 Monate alt. Es ist stressig, aber nicht schlimm, sogar für mich besser. Meien Tochter ist leider kein pflegeleichtes Kind, aber trotzdem habe ich keine Pause gemacht, studiere weiterhin fleissig. Natürlich ohne Hilfe von meinem Mann wäre fast unmöglich, denn wir haben keine andere Hilfe hier, unsere Eltern wohnen ziemlich weit weg von uns.

Zum Thema Klausuren: habe bis jetzt alle geschaft, und meine Kolegen sind auch nicht viel weiter als ich. Wenn man will schafft man alles.Manche Stdenten arbeiten 20 stunden nebenbei.

Und zum Thema Betreung:Hier gibt es eine Krabbelgrupe, wo man die Kinder ab 10 Monate abgeben kann. So hat man den Vormittag frei.

ich habe meine Entscheidung nie bereuet, bin sehr glücklig und werde es wieder so tun.

hoffe habe dir geholfen,
liebe grüße,
andrijana

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20. Juni 2006 um 20:57

Hi,
also ich habe mein Baby in den letzten Semesterferien bekommen und studiere gerade im letzten Sommersemester (Urlaubsemester). Im Urlaubssemester darfst du nicht an Vorlesungen teilnehmen, aber Prüfungen schreiben.
Ich habe jetzt noch so einige Prüfungen und muss sagen, dass ich mehr zum Lernen komme als früher. Muss auch dazu sagen, dass ich kein Bafög bekomme und immer nebenher arbeiten war. Und arbeiten und Studium fand ich stressiger als Baby und Studium.
Finanziell klappt es auch besser, weil ja die Grundlagen (Erziehungsgeld, Kindergeld und AGII) uns völlig reichen.
Ich studiere heuer auch besser als früher, weil ich weiß, dass es um die Wurst geht! Nochmal was neues anfangen würde ich nie wollen, und außerdem bin ich kurz vor Ende des Studiums. Habe auch eine nette Nachbarin die babysittet wenn der Kleine wirklich mal kaum schläft tagsüber und ich lernen muss. Mein Freund ist auch noch Student und hilft viel mit.

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21. Juni 2006 um 13:32

Studiere auch
Huhu, ich studier auch auf Lehramt im Moment und bin im 6. Semester.
Mein Kleiner ist fast 3 Monate alt und seit er 7 Wochen ist geh ich wieder zur Uni (3 mal die Woche für jeweils 1 Vorlesung).
In der Zeit passt mein Freund auf den Kleinen auf- er selbst ist in Elternzeit und nutzt die Zeit um auf der Abendschule sein Abi nachzuholen.
Ohne den Kleinen wäre ich nach diesem Semester fertig mit dem Bachelor, nun brauch ich ein Semester länger. Ich denke mal das ist kein Beinbruch
Wenn ich arbeiten würde, wäre ich viieeel länger von zuhause weg. Im Studium kann man sich die Zeit echt gut einteilen, ich würds jederzeit wieder so machen.

Zu den Klausuren kann ich nix sagen- schreiben meine erst im Juli...aber Hausarbeiten und so das klappt schon!!

LG Bea+Noah

www.unserbaby.ch/babybea

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21. Juni 2006 um 14:35
In Antwort auf neva_12693509

Studiere auch
Huhu, ich studier auch auf Lehramt im Moment und bin im 6. Semester.
Mein Kleiner ist fast 3 Monate alt und seit er 7 Wochen ist geh ich wieder zur Uni (3 mal die Woche für jeweils 1 Vorlesung).
In der Zeit passt mein Freund auf den Kleinen auf- er selbst ist in Elternzeit und nutzt die Zeit um auf der Abendschule sein Abi nachzuholen.
Ohne den Kleinen wäre ich nach diesem Semester fertig mit dem Bachelor, nun brauch ich ein Semester länger. Ich denke mal das ist kein Beinbruch
Wenn ich arbeiten würde, wäre ich viieeel länger von zuhause weg. Im Studium kann man sich die Zeit echt gut einteilen, ich würds jederzeit wieder so machen.

Zu den Klausuren kann ich nix sagen- schreiben meine erst im Juli...aber Hausarbeiten und so das klappt schon!!

LG Bea+Noah

www.unserbaby.ch/babybea

Danke an alle schonmal
@rabea: Wie lange studiert man denn für Grundschule? (Kürzer als für Gymnasium oder länger? Oder gleich?)


Danke übrigens schonmal für die aufschlussreichen Beiträge. Ich sehe also, dass es gar nicht sooo ein großes Problem ist.
Warum gibt es dann aber soooo viele, die das Studium abbrechen?

Mein Freund arbeitet zu der Zeit ja auch schon, evtl kann er ja dann den Erziehungsurlaub/ die Elternzeit nehmen und auf dne kleinen Wurm aufpassen

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21. Juni 2006 um 14:47
In Antwort auf cherie_12893048

Danke an alle schonmal
@rabea: Wie lange studiert man denn für Grundschule? (Kürzer als für Gymnasium oder länger? Oder gleich?)


Danke übrigens schonmal für die aufschlussreichen Beiträge. Ich sehe also, dass es gar nicht sooo ein großes Problem ist.
Warum gibt es dann aber soooo viele, die das Studium abbrechen?

Mein Freund arbeitet zu der Zeit ja auch schon, evtl kann er ja dann den Erziehungsurlaub/ die Elternzeit nehmen und auf dne kleinen Wurm aufpassen

Es ist die Frage
ob diejenigen nicht vorher schon irgendwie damit abgeschlossen haben und das Kind indirekt als Grund ansehen endlich auszusteigen. Es lässt sich ja auch leichter entschuldigen, wenn man es mit Kind nicht schafft, als wenn man es unter "normalen" Umständen nicht schafft.

Vielleicht noch ein anderes Beispiel: Die Krankenkassen haben in Deutschland einen Begriff "burn-out-babies" kreiert. Dieser besagt, dass - laut Umfragen - zu 80% diejenigen Frauen geplante Kinder bekommen, die in ihrem Job unzufrieden sind, keine Karriereaussichten und einfach keine Lust mehr haben. Ich nehme auch mal an, dass ein Großteil dieser Frauen nie wieder zurück in den Job kehrt. Ergo: Kinder kosten den Job! Nur wird hier einfach Ursache und Wirkung verwechselt.

Liebe Grüße und wenn du es willst, dann schaffst du es bestimmt

kratzamkopp

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21. Juni 2006 um 15:09
In Antwort auf runa_12850644

Es ist die Frage
ob diejenigen nicht vorher schon irgendwie damit abgeschlossen haben und das Kind indirekt als Grund ansehen endlich auszusteigen. Es lässt sich ja auch leichter entschuldigen, wenn man es mit Kind nicht schafft, als wenn man es unter "normalen" Umständen nicht schafft.

Vielleicht noch ein anderes Beispiel: Die Krankenkassen haben in Deutschland einen Begriff "burn-out-babies" kreiert. Dieser besagt, dass - laut Umfragen - zu 80% diejenigen Frauen geplante Kinder bekommen, die in ihrem Job unzufrieden sind, keine Karriereaussichten und einfach keine Lust mehr haben. Ich nehme auch mal an, dass ein Großteil dieser Frauen nie wieder zurück in den Job kehrt. Ergo: Kinder kosten den Job! Nur wird hier einfach Ursache und Wirkung verwechselt.

Liebe Grüße und wenn du es willst, dann schaffst du es bestimmt

kratzamkopp

Danke
Natürlich würde ich das schaffen *lach*
Und zur Not hab ich ja auch noch euch, die einen emotional unterstützen *angrins*

HaveHope

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21. Juni 2006 um 20:44
In Antwort auf cherie_12893048

Danke
Natürlich würde ich das schaffen *lach*
Und zur Not hab ich ja auch noch euch, die einen emotional unterstützen *angrins*

HaveHope

Grundschullehramt
Also ich studiere auf Grund-Haupt-Realschule und die Regelstudienzeit beträgt 8 Semster. Studiere allerdings auch nach dem Bachelor und Master Prinzip. Wie lang es mit Staatsexamen dauert, weiß ich nicht. Aber ich glaub das wird eh so langsam abgeschafft!

LG Bea

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21. Juni 2006 um 21:41
In Antwort auf runa_12850644

Es ist die Frage
ob diejenigen nicht vorher schon irgendwie damit abgeschlossen haben und das Kind indirekt als Grund ansehen endlich auszusteigen. Es lässt sich ja auch leichter entschuldigen, wenn man es mit Kind nicht schafft, als wenn man es unter "normalen" Umständen nicht schafft.

Vielleicht noch ein anderes Beispiel: Die Krankenkassen haben in Deutschland einen Begriff "burn-out-babies" kreiert. Dieser besagt, dass - laut Umfragen - zu 80% diejenigen Frauen geplante Kinder bekommen, die in ihrem Job unzufrieden sind, keine Karriereaussichten und einfach keine Lust mehr haben. Ich nehme auch mal an, dass ein Großteil dieser Frauen nie wieder zurück in den Job kehrt. Ergo: Kinder kosten den Job! Nur wird hier einfach Ursache und Wirkung verwechselt.

Liebe Grüße und wenn du es willst, dann schaffst du es bestimmt

kratzamkopp

Super!
Endlich hab die ultimative Entschuldigung gefunden für mein Versagen an der Uni! Ich habe es nicht geschafft, und jetzt, wo ich noch dazu ein Kind habe, schaffe ich es sowieso nicht mehr!

L.

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