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Temperament der Eltern überträgt sich aufs Kind? Oder versagt meine Erziehung?

16. April 2010 um 22:40

Hallo liebe Mamis,
habe mal ne Frage an euch, wie das bei euch so ist:

Also ich soll wohl als Kind absolut kein Engel gewesen sein, trotzig und sehr eigenwillig.
Seit einiger Zeit frage ich mich deshalb, hat mein Kleiner das von mir, ist er einfach so oder mache ich was grundlegnedes falsch

Er ist mit seinen 13 Monaten schon so störrisch....*seufz* ein paar Beispiele:
- er bleibt nicht in seinem Hochstuhl sitzen, auch nach dem 10. Mal hinsetzen nicht, eher schreit, heult und brüllt er uns isst nichts, er isst nur wenn er frei rumlaufen und sich sein essen "abholen" kann....ansonsten krieg ich ihn einfach nicht dazu und hungern lassen bringe ich nicht übers Herz, dazu kommt, dass er meistens nicht sein Essen möchte (wenig gewürzt usw.) ist ja noch halbwegs zu verstehen...

- er heult und tobt wie ein Wilder wenn er nicht kriegt, was er will, sei es dass wir ihn hochnehmen oder irgendwas funktioniert nicht nach seiner Vorstellung (Spielzeug)...er tut mir dann immer sehr Leid, obwohl ich weiß dass ich konsequent bleiben muss schaffe ich es selten, auch weils doch sehr an meinem Nervenköstüm zerrt...

-er geht überall dran auch nach dem gefühlten 100. Nein....selbes Szenario wie oben beschrieben...

- und ganz schlimm: Neuerdings heut und kneift er sehr fest, und es bringt auch nichts zu sagen, au das tut weh, ignorieren kann man das Leider auch nicht ( er hat mir heute mit seinem Kopf bald einen Zahn ausgehauen, mit Absicht er fand das witzig )...

Wird das noch schlimmer? Wer kennt das? Macht mir doch Mut und sagt mir was ich machen bzw ändern kann...

Sorry für den langen Text!

Lg Nina

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16. April 2010 um 22:55


Puuh, na wenigstens gehts uns nicht alleine so, man fühlt sich schon irgendwie ein bisschen als hatte man versagt...

Mit dem Zwicken und Hauen ist es etwas seltsam, er macht das nicht bei seinen Tobsuchtsanfällen, sondern wirklich aus "Spaß", teilweise haut er sich selber, auch sehr feste, wo cih mir teilweise schon denke, tut das nicht weh? Dann versuch ich immer ne andere Beschäftigung schmackhaft zu machen.

Momentan haben wir an jeder Tür (Schrank etc.) und auch am Klo Sicherungen, damit wir ihn da gar nicht erst wegholen müssen und somit wenigstens da die Wut umgehen.

Mit den Anziehen ist das auch so eine sache, da kitzel ich ihn dann immer, pruste nebenbei auf seinem Bauch rum und fächel ihm Luft auf den Po, dass hilft zur Ablenkung ganz gut, weil er dass so toll findet, dass er vergisst übers Wickeln sauer zu sein...

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16. April 2010 um 23:11


Ich bin jetzt schon optimistischer, es scheint ja noch Hoffnung in Sicht zu sein, dass sich das mal bessert.

Mit Spazieren gehts bei uns jetzt auch los, er murrt momentan aber nur im Wagen, noch nichts dramatisches, dafür ist es mit Selberlaufen total Essig, er bleibt einfach stehn, guckt in der Gegend rum...selbst wenn man ein Stück vorgeht, nichts zu machen.

Vielleicht liegt das mit dem Hauen auf den Kopf doch am Zahnen? Finn bekommt auch gerade wieder mehrere, 2 Backenzähne sind oben fast da und unten der letzte Schneidezahn, den Rest konnt ich nicht richtig fühlen, da ich sehr fest gebissen wurde...

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17. April 2010 um 10:15

Hallo,
also das is eindeutig abhängig vom Temperament der Eltern.
Ich selbst habe drei Mädels.Die beiden Großen sind von einem Dad und was soll ich sagen,es waren immer Musterkinder als sie klein waren.Verständig, nicht sehr trotzig,haben einen schon frühzeitig das Gefühl gegeben,dass man sich auf sie verlassen kann.
Dann kam vor zwei Jahren meine Nachzüglerin auf die Welt-
Zoe hat einen anderen Dad, dieser is sehr emotional, stresst sich schnell in vielen rein und tobt sehr schnell.Und was soll ich sagen , Zoe hat das alles mitbekommen.Sie hat sich schon mit einem Jahr in den Supermarkt geworfen , wenn sie etwas nicht bekam , Sie führt heute mit zwei Jahren Endlosdiskussionen , sie schreit, haut , tobt, all solche Dinge wenn sie ihren Willen nicht bekommt.Klar muß man sehr konsequent sein bei solchen Kindern,aber ich erziehe meine Kleine nach dem gleichen Prinzip wie die Großen,also is es für mich eindeutig erwiesen,dass es bei ihr am mitgegebenen DNA-Material liegt *g*

LG

Bianka

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17. April 2010 um 11:07

Ja und nein
so jedenfalls meine Meinung. Ja, ein Kind erbt durchaus das Grundverhalten seiner Eltern. Also von daher: wenn du schwierig warst, dann kann dein Sohn das schon von dir haben.

Aber eins solltest du auch nicht vergessen: Er ist erst 13 Monate alt. Da wollen und können die wenigsten Kinder still sitzen. D.h. das Rumspringen beim Essen ist eigentlich völlig klar. Endlich kann er sich bewegen und dann soll er sitzen???? DAS ist doch blöd
Versuchen kannst du, daß er eine zeitlang sitzen bleibt bei euch am Tisch, aber dann laß ihn laufen. So wird essen nicht direkt zur Folter. Und mit der Zeit kann er immer länger am Tisch bleiben

Wenn er gut gewürztes Essen mag, dann gib es ihm Meiner steht auf Chili, aber bitte schön scharf.

Wenn er irgendwo dran geht, wo er nicht dran soll, dann nutzt ein einfach gesprochenes "nein" häufig nichts mehr. Wir sind dann hingegagen, haben die Hand unseres Sohnes genommen, sie leicht gedrückt und gleichzeitg "nein" gesagt.
Das hat er akzeptiert.

Und noch eines solltest du dir klar machen: Dein Kind nimmt eure Stimmung auf und reagiert darauf. Direkt. D.h. bist du genervt, reagiert dein Kind überdreht. Bist du ruhig und gelassen, entspannt sich dein Kind.....

Und ob das mit dem Zahn Absicht war, wage ich zu bezweifeln. Kinder müssen -so komisch das klingt- erst lernen, wo ihr eigenen Körper aufhört und der von Mama anfängt. Das wissen die nicht automatisch. Und sie wissen auch nicht, was weh tut und was nicht....jedenfalls, solange es anderen passiert

Wenn du Kneifen und beißen zu viel Aufmerksamkeit schenkst, dann wird das für deinen Sohn zu einer Art "Spiel". Er tut das und bekommt deine Reaktion. Super! Und Mama redet dann auch noch ganz lang und viel....klasse
Besser ist es, auch dann kurz seine Hand zu drücken und ihm zu zeigen, was er stattdessen tun soll. Nämlich "ei" und streicheln etc.

Vielleicht versuchst du es mal. Das dauert natürlich auch seine zeit und geht nicht von heute auf morgen. Außerdem kommen trotz allem immer wieder Phasen, in denen er wieder austesten muß ob die bisherigen "neins" denn immer noch gelten.

LG Zimt + Frederik (2 Jahre) + Bohne 31.SSW

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17. April 2010 um 12:35


ich glaub schon, dass die kinder das temperament der eltern erben. meine mutt sagt immer, meine große wäre genau wie ich in dem alter.
meine biene hat auch ziemlich zeitig ihren eigenen willen entdeckt. sie ist ein wirbelwind, der alles ausprobieren muß. sie hat gefühlte 186 mal meine küchenschränke versucht auszuräumen, ist auf möbel geklettert, wollte regale ausräumen und was weiß ich noch alles.
sie hat nach uns gehauen und getreten...bei einem NEIN hat sie frech gegrinst, den kopf geschüttelt und versucht weiter zu machen.
mit konsequenz und strenge, aber auch liebe hab ich das in den griff gekriegt. es hat mich viele nerven gekostet. ich halte nix von so ner weichspüler-erziehung, aber jedem das seine
jedenfalls hab ich tausendmal lieber so ein verrücktes, auflehnendes huhn als kind als ein total langweiliges, träumendes kind, das die welt irgendwie nicht entdecken möchte.
ich finde, auflehnung gehört zum kind-sein dazu. sie wollen grenzen erfahren und die sollten eltern ihnen aufzeigen. dann gibt es längerfristig keine probleme.

was das problem mit dem essen betrifft... bei uns wird nur am tisch gegessen. wenn sie im hochstuhl theater macht darf sie auf nem großen stuhl sitzen wenn sie will. ansonsten gibt es für sie nix zu essen und auch kein naschen. und das is auch hart für mich weil sie eh schon so ein schlechter esser ist.
alles in allem dauert es aber schon so paar monate bis die kleinen die grundregeln intus haben, ne?!

nbk mit den terrorbienen 21 monate und 2 monate

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17. April 2010 um 13:56

Naja,
wie Du schon schreibst: er weiß halt, dass er seinen Willen durchsetzen kann
Ich hab mich auch immer gefragt, wieso im Kinderladen alle Kinder lieb am Tisch sitzen bleiben (sind zwischen 1 und 3 Jahren) und das bei uns einfach nicht klappen will.... Erklärung der Erzieherin: Da muß er durch, wenn er nicht an den Tisch will, dann gibts auch nichts zu essen. Spätestens nach zwei Minuten setzt er sich dann an den Tisch, weil er Kohldampf schiebt

Ich hab das in ein paar Situationen übernommen, in denen ich mich einfach durchgesetzt habe. Das lappte nach ein paarmal trotzen dann prima.

Was ich jetzt merke: seit meine Tochter auf der Welt ist bin ich strenger geworden, muß ich auch. Da kann das Jacke und Schuhe anziehen sich nicht durch endloses vor Mama weglaufen auf 20 Minuten ausdehen während meine Kleine fertig angezogen im Kinderwagen liegt und schwitzt. Seit ich konsequenter bin ist er VIEL ausgeglichener Hatte wohl vorher zu wenig Grenzen gesetzt, habe das immer nicht übers Herz gebracht....

Ach so: meiner ist auch so ein kleiner Sturer!

LG, Sonja mit Ben (2,5 Jahre) und Mira (11,5 Wochen)

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