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Teufelskreis

22. August 2004 um 12:19

Es waere wirklich toll, wenn mir jemand einen Tipp geben koennte, wie ich mein (und das Leben meiner Familie) wieder etwas in den Griff bekomme. Mein Sohn Joel ist 15 Monate alt, temperamentvoll, begeisterungsfaehig, lustig und zum Fressen suess. Letzteres glaubt er allerdings auch von mir und ist daher von meiner Brust nicht loszukriegen.
Nachdem ich mich von einer Fachfrau beraten lies, gewoehnte ich ihm vor ca. 2 Monaten die Brust in der Nacht ersatzlos ab. Bis dahin musste ich ihn pro Nacht 3-5 mal anlegen. Ich fuehlte mich schon wie ferngesteuert.
Jetzt stille ich ihn etwa um 20:00 zum Schlafenlegen und dann wieder etwa um 5:45, dann laesst er sich aber nicht mehr in sein Bettchen zuruecklegen, sondern schlaeft bestenfalls auf mir ein, nachdem er hingebungsvoll mindestens 45 Minuten (!!!) lang nuckelt. In der Nacht wacht er leider trotzdem noch 1-3 Mal auf. Dann komme ich sofort, um ihn durch Zuspruch und Streicheln zu beruhigen, denn ansonsten kann es passieren, dass meine Tochter (4 Jahre), die im selben Zimmer schlaeft, von seinem Gejammere aufwacht.

Waehrend des Tages reisst er mir foermlich das Gewand vom Leib, wenn ihm danach ist, und wenn er mich nach dem Duschen nackt sieht, steigt er auf Stuehle und Tische, wenn es darum geht, auf Brusthoehe zu gelangen. Ehrlichgesagt habe ich diese Naehe und seine kuschelige Art bis zuletzt meistens sehr genossen, aber mittlerweile ist es einfach zu viel. Ich merke, dass ich mich meiner Tochter weniger widmen kann, dass ich uebermuedet, gereizt, ausgelaugt bin, ausserdem kann mein Mann mir so gut wie nichts abnehmen, da der Kleine, auch wenn ich ihn nicht stille, doch nur meine Naehe sucht.
Ich beginne in 3 Wochen halbtags zu arbeiten und muss, wenn schon nicht bis dahin, dann doch sehr bald etwas Ruhe in unseren Tagesablauf bringen. Joel ist unglaublich hartnaeckig und stur. Sogar wenn ich mir vornehme, ihn zu einem bestimmten Zeitpunkt nicht zu stillen, schafft er es, durch ausdauerndstes Geschrei zu bekommen, was er will - es ist ein Teufelskreis: ICH BIN ZU MUEDE UM IHN AENDERN ZU KOENNEN!!!

Was soll ich tun?
Sagt's mir doch bitte,
Natalie

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26. August 2004 um 23:25

Hallo Natalie
Also 45 Minuten an der Brust nuckeln ist echt heftig.Das würde ich versuchen als erstes abzugewöhnen.Mit 15 Monaten schafft er es locker in zehn Minuten die Brust leer zu trinken.Danach würde ich ihn einen Schnuller anbieten.Nach dem er es von Dir gewohnt ist, immer wann er möchte die Brust zu bekommen, und sei es nur zum Nuckeln, wirst Du wohl um Geschrei nicht drumrumkommen
Wenn Du ihn immer seinen Willen läßt, wird er es nie lernen.Ich verstehe, daß es Nerven kostet, aber Du mußt den Teufelskreis durchbrechen.Vielleicht kannst Du am Wochenende, wenn Dein Partner zuhause ist, damit anfangen.Er kann ihn Dir vielleicht mal abnehmen, damit Du ein bißchen mehr Ruhe hast.
Und Deine tochter kann vielleicht für das Wochenende zur Oma, damit ihr Schlaf nicht gestört wird.Kennst Du zufällig das Buch "Wie Kinder schlafen lernen". Paßt auf Deine Situation.Und zwar steht dort alles über schlechten Einschlafrituale, und wie man das Kind zum Schlafen bringt.Das Buch ist allerdings nicht für jeden etwas.Weil man halt vorschlägt, erst alle drei Minuten, und dann immer ein Minute später ins Zimmer geht, um das Kind kurz (ohne Rausnehmen) zu beruhigen.Ich bin alle drei Minuten und nicht länger hineingegangen, und hab ihn getröstet.Nach drei Tagen haben sich die Kinder meist an eine neue Situation gewöhnt.
Wenn nicht, nach 4 Wochen neuer Versuch.
Bei meinen ersten Sohn hat es super geklappt, der zweite hat doch ein paar Monate länger gebraucht.Da hat das Buch nicht so viel genützt.Aber es stehen trotzdem wertvolle Tipps drin.Wie gesagt, am besten am Wochenende, damit Du nicht allein da stehst.Der Partner oder eine Freundin können das dann zusammen durchstehen, und es fällt leichter.
Ansonsten würde ich Dir raten, mal eine Stillgruppe aufzusuchen, wo Du vielleicht noch ein paar nützliche Tipps bekommst.
Wünsch Dir alles Gute!
LG Anja

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29. August 2004 um 20:44
In Antwort auf happyanja

Hallo Natalie
Also 45 Minuten an der Brust nuckeln ist echt heftig.Das würde ich versuchen als erstes abzugewöhnen.Mit 15 Monaten schafft er es locker in zehn Minuten die Brust leer zu trinken.Danach würde ich ihn einen Schnuller anbieten.Nach dem er es von Dir gewohnt ist, immer wann er möchte die Brust zu bekommen, und sei es nur zum Nuckeln, wirst Du wohl um Geschrei nicht drumrumkommen
Wenn Du ihn immer seinen Willen läßt, wird er es nie lernen.Ich verstehe, daß es Nerven kostet, aber Du mußt den Teufelskreis durchbrechen.Vielleicht kannst Du am Wochenende, wenn Dein Partner zuhause ist, damit anfangen.Er kann ihn Dir vielleicht mal abnehmen, damit Du ein bißchen mehr Ruhe hast.
Und Deine tochter kann vielleicht für das Wochenende zur Oma, damit ihr Schlaf nicht gestört wird.Kennst Du zufällig das Buch "Wie Kinder schlafen lernen". Paßt auf Deine Situation.Und zwar steht dort alles über schlechten Einschlafrituale, und wie man das Kind zum Schlafen bringt.Das Buch ist allerdings nicht für jeden etwas.Weil man halt vorschlägt, erst alle drei Minuten, und dann immer ein Minute später ins Zimmer geht, um das Kind kurz (ohne Rausnehmen) zu beruhigen.Ich bin alle drei Minuten und nicht länger hineingegangen, und hab ihn getröstet.Nach drei Tagen haben sich die Kinder meist an eine neue Situation gewöhnt.
Wenn nicht, nach 4 Wochen neuer Versuch.
Bei meinen ersten Sohn hat es super geklappt, der zweite hat doch ein paar Monate länger gebraucht.Da hat das Buch nicht so viel genützt.Aber es stehen trotzdem wertvolle Tipps drin.Wie gesagt, am besten am Wochenende, damit Du nicht allein da stehst.Der Partner oder eine Freundin können das dann zusammen durchstehen, und es fällt leichter.
Ansonsten würde ich Dir raten, mal eine Stillgruppe aufzusuchen, wo Du vielleicht noch ein paar nützliche Tipps bekommst.
Wünsch Dir alles Gute!
LG Anja

Tendenz (etwas) steigend
Liebe Anja,

Danke, dass Du Dir so viel Zeit genommen hast, mir zu antworten. Einige Tipps (zB Schnuller) kenne ich schon und sie bestätigen mich darin, dass ich es mit einem besonders sturen Kind zu tun habe. Er reisst ihn mir nämlich aus der Hand und schleudert ihn dann mit lautem Kampfschrei zu Boden.
Aber im Allgemeinen hat mich Deine Antwort in meiner weiteren Vorgehensweis bestärkt und ich werde es schon irgendwie hinkriegen. Meinen Mann habe ich die letzten Nächte viel mehr eingespannt und sowohl unser Sohn als auch er scheinen sich langsam daran zu gewöhnen. Einfach ist es trotzdem nicht und vorallem weiss ich, dass WIR die Lage verändern müssen, denn Joel wird das nicht statt uns tun.
Na ja, es wartet eine lange Nacht nach einem anstrengenden Tag, ich geh jetzt lieber und tanke noch ein paar Stündchen Schlaf. Sollte Dir noch etwas einfallen, freue ich mich über jede Anregung.
Alles Liebe,
Natalie

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30. August 2004 um 20:27
In Antwort auf milchkuh

Tendenz (etwas) steigend
Liebe Anja,

Danke, dass Du Dir so viel Zeit genommen hast, mir zu antworten. Einige Tipps (zB Schnuller) kenne ich schon und sie bestätigen mich darin, dass ich es mit einem besonders sturen Kind zu tun habe. Er reisst ihn mir nämlich aus der Hand und schleudert ihn dann mit lautem Kampfschrei zu Boden.
Aber im Allgemeinen hat mich Deine Antwort in meiner weiteren Vorgehensweis bestärkt und ich werde es schon irgendwie hinkriegen. Meinen Mann habe ich die letzten Nächte viel mehr eingespannt und sowohl unser Sohn als auch er scheinen sich langsam daran zu gewöhnen. Einfach ist es trotzdem nicht und vorallem weiss ich, dass WIR die Lage verändern müssen, denn Joel wird das nicht statt uns tun.
Na ja, es wartet eine lange Nacht nach einem anstrengenden Tag, ich geh jetzt lieber und tanke noch ein paar Stündchen Schlaf. Sollte Dir noch etwas einfallen, freue ich mich über jede Anregung.
Alles Liebe,
Natalie

Hallo Natalie!
Das glaub ich Dir gerne, daß es nicht einfach ist.Wenn das Kind schreit, ist es immer ein Kampf mit sich selbst.Das hab ich auch hinter mir.Aber wenn Du es erst geschafft hast, seid ihr alle zufriedener.Und dein kleiner Spatz ist sicher auch begeistert, wieder eine zufriedene Mama zu haben.
Weiterhin viel Glück und vor allem Durchhaltevermögen.
Liebe Grüße
Anja

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3. November 2004 um 13:10

Buchtipp
Buchtipp: "Jedes Kind kann schlafen lernen"
ich stille meine Tochter inzwischen nur noch morgens und abends (Tochter 13 Monate alt).
Aber ohne Geschrei wird sie diese letzten 2 Mahlzeiten auch nicht loswerden. Ich habe übrigens gemerkt, Sie denkt nicht so sehr ans Stillen, wenn ich Sie nicht ins Schlafzimmer bringen (wo ich sie immer gestillt habe) und wenn ich mich nicht vor ihr ausziehe!

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19. April 2005 um 20:24

ffffffffffffffff

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