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Thema Grundschule: Schreiben lernen nach Jürgen Reichen

23. Juni 2013 um 12:03

Im Spiegel von letzter Woche war ein ganz interessanter Artikel über die heutige Reformpädagogik nach Jürgen Reichen.

Ich war erschüttert beim lesen. Die Kinder würden heute nach der Methode von Jürgen Reichen lernen. Das bedeutet dass sie schreiben lernen wie sie sprechen und sie in der ersten Zeit nicht korrigiert werden, wenn sie Fehler machen

Jürgen Reichen meinte es wohl gut, da er von dem strengen Regime weg wollte. Allerdings wirkt es sich so aus, dass die Kinder durch die lange Übung der Fehler dies so einprägen und davon nur schwer wieder wegzubringen sind.

Vor allem wirke es sich negativ auf ohnehin schwächere aus, die nicht im Elternhaus korrigiert werden können und Lernschwächen wie Legasthenie blieben lange Zeit unbemerkt und es könne nicht positiv eingewirkt werden.

Es wurden Versuche gestartet, die Kinder die nach der Fibel lernten, hatten später deutlich weniger Fehler als die nach Reichens Methode.

Es sei auch befremdlich wie solch eine Methode derart schnell und flächendeckend ohne Versuchsphasen in den Schulalltag integriert werden konnte.

In vielen Klassen lernen und schreiben die Kinder auf Matten liegen, und überhaupt, nicht mehr mit den klassischen Tischen. Was ich persönlich als unbequem empfinde und nicht förderlich für eine Lernumgebung welche die Konzentration fördern soll.

Meine Kinder sind noch nicht in der Schule. Aber nächstes Jahr, spätestens übernächstes Jahr wird es so weit sein.

Was kommt da auf mich zu und wie findet ihr das ganze?

LG

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23. Juni 2013 um 12:17

Große regionale Unterschiede
Meine älteste Tochter ist in Hessen in die erste Klasse gegangen - dort wurde ebenfalls wert darauf gelegt, dass wir die Kinder bei Rechtschreibfehlern nicht verbessern, sondern sie ein "Gefühl für Sprache" entwickeln lassen.

Für mich fühlte sich das, ganz ohne wissenschaftliche Referenzen zu dem Thema, falsch an, sodass ich meine Tochter von Anfang an auf Fehler hingewiesen und mit ihr die richtige Schreibweise geübt habe. Das geht auch ohne autoritäres Gehabe und mit positiver Motivation, sodass meine Tochter nun nicht mit weniger Enthusiasmus gelernt oder geschrieben hätte.

Inzwischen wohnen wir in Baden-Württemberg und hier kenne ich, bislang, noch keine Schule (im näheren Umfeld), die das genauso handhaben würde. Hier wird von Anfang an auf die richtige Schreibweise geachtet.

Grund für mein, dem eigentlichen (hessischen) Lehrplan entgegengesetztes, Handeln war, dass ich mir schlicht nicht vorstellen konnte (und nach wie vor nicht vorstellen kann), dass es Kindern leichter fallen sollte, sich hinterher auf neue (dann richtige) Schreibweisen einzustellen, wenn es doch vorher völlig okay gewesen ist, so zu schreiben, "wie man wollte". Außerdem ist es doch kein logischer Sprachaufbau, bei dem das eine die Grundlage für das andere bildet, sondern ein willkürlicher Ansatz.

Für meine älteste Tochter war es in so fern von Vorteil, als dass sie viele Wörter so "richtig" verinnerlicht hat, dass sie sprachliche Ableitungen davon nun korrekt bilden kann, obwohl sie eigentlich "unbekannt" sind. Kompliziert ausgedrückt - ich hoffe, man weiß, was ich meine.

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23. Juni 2013 um 12:28
In Antwort auf vanja_12835692

Große regionale Unterschiede
Meine älteste Tochter ist in Hessen in die erste Klasse gegangen - dort wurde ebenfalls wert darauf gelegt, dass wir die Kinder bei Rechtschreibfehlern nicht verbessern, sondern sie ein "Gefühl für Sprache" entwickeln lassen.

Für mich fühlte sich das, ganz ohne wissenschaftliche Referenzen zu dem Thema, falsch an, sodass ich meine Tochter von Anfang an auf Fehler hingewiesen und mit ihr die richtige Schreibweise geübt habe. Das geht auch ohne autoritäres Gehabe und mit positiver Motivation, sodass meine Tochter nun nicht mit weniger Enthusiasmus gelernt oder geschrieben hätte.

Inzwischen wohnen wir in Baden-Württemberg und hier kenne ich, bislang, noch keine Schule (im näheren Umfeld), die das genauso handhaben würde. Hier wird von Anfang an auf die richtige Schreibweise geachtet.

Grund für mein, dem eigentlichen (hessischen) Lehrplan entgegengesetztes, Handeln war, dass ich mir schlicht nicht vorstellen konnte (und nach wie vor nicht vorstellen kann), dass es Kindern leichter fallen sollte, sich hinterher auf neue (dann richtige) Schreibweisen einzustellen, wenn es doch vorher völlig okay gewesen ist, so zu schreiben, "wie man wollte". Außerdem ist es doch kein logischer Sprachaufbau, bei dem das eine die Grundlage für das andere bildet, sondern ein willkürlicher Ansatz.

Für meine älteste Tochter war es in so fern von Vorteil, als dass sie viele Wörter so "richtig" verinnerlicht hat, dass sie sprachliche Ableitungen davon nun korrekt bilden kann, obwohl sie eigentlich "unbekannt" sind. Kompliziert ausgedrückt - ich hoffe, man weiß, was ich meine.

Besonders fatal ist die Tatsache
Dass die Kinder in der vierten Klasse immer noch nicht richtig schreiben können und dann in weiterführende Schulen kommen.

Dort ist das richtige Schreiben jedoch Voraussetzung um mitarbeiten zu können. Die Gymnasien hätten schon genug mit G8 zu tun und können nicht noch den Kindern das beibringen, was sie eigentlich schon aus der Grundschule mitbringen sollten.

Ist das in ganz Hessen so oder nur in bestimmten Schulen oder Regionen?

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23. Juni 2013 um 12:32

Leider hat sich diese Methode schon lange durchgesetzt
Also wenn sie die Schule in Eurem Gestattungsbezirk anwendet, dann wird sie es auch in 5 Jahren sicher noch anwenden.
Denn bisher hält sich die Kritik in Grenzen. Lediglich die Eltern kritisieren. Aber öffentliche Stellen üben da keine große Kritik.

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23. Juni 2013 um 12:35

Meine Tochter
kommt im Herbst in dei Schule udn hat wahrscheinlich eine auditive Wahrnehmungsstörung. Und in der Schule wird diese Methode angewendet. Das wird lustig . Für sie kann es denke ich keine schlechtere Lernmethode geben. Da werde ich wohl zu Hause entsprechend einwirken müssen. Und hoffen das sie zur Leseratte wird und so die richtige Schreibweise lernt. Wobei ich auch viel lese (und schon immer viel gelesen habe) und Rechtschreibung schon immer meine Schwäche war, vor allem in der Schule, wo ich in Diktaten regelmäßig eine 5 hatte.

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23. Juni 2013 um 13:01

Danke für deinen Text
Besser kann man es nicht erklären. Ich persönlich befürworte diese Methode weil die Kinder ihre Phantasie schnell zu Papier bringen können und dies ungemein motivierend wirken kann.

Lg

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23. Juni 2013 um 13:05

Hallo
Danke für Deinen ausführlichen und informativen Beitrag

Du schreibst: "Das ganze System dient also NUR dazu, dass die Kinder schnell ihre Gedanken aufschreiben können."

In dem Artikel wird dieses Motiv in Frage gestellt und auch eine Verhältnismäßigkeitsrechnung angestellt.

Ist sei nicht wirklich wichtig relativ schnell eigene Texte zu verfassen. Viele Kinder hätte auch gar nicht das Bedürfnis.
Es sei unverhältnismäßig, bei Kindern falsche Schreibweise zu tolerieren, um sie zum frühen schreiben von Text zu befähigen.

Was meinst Du dazu?

Du kannst Dich gerne thematisch auslassen, auch gerne zum Sprach- und Übergangsunterricht. Mich interessiert alles zu dem Thema sehr, da ich bald Vorschulkinder haben werde und viele hier auch

LG

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23. Juni 2013 um 13:35

Danke
Du schreibst: "Natürlich gibt es sicherlich Ausnahmen an Lehrerinnen, die sich nur oberflächlich damit beschäftigt haben, und meinen, die Kinder dürfen egal wie lang schreiben wie sie wollen".

Du hörst Dich nach einer wirklich kompetenten Lehrerin an. Aber was ist mit Lehrern, die zu den von Dir angesprochenen Ausnahmen gehören und es davon auch nicht wenige gibt?
Es hört sich für mich so an, als ob die Methode doch sehr darauf angewiesen ist, dass der Lehrer davon überzeugt ist und mit Leidenschaft dabei ist.
Bei nicht wenigen Lehrern ist jedoch eine gewisse Leidenschaft schon erloschen oder war gar nicht erst vorhanden. Bei der Fibelmethode nach Plan, würde der fehlende Enthusiasmus nicht so sehr ins Gewicht fallen. Bei der Anlaut-Methode wohl schon. Jedenfalls macht es auf mich diesen Eindruck.

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23. Juni 2013 um 13:58


Danke! Dem ist nichts hinzuzufügen und ich unterschreib das mal genauuuuu so!!!

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23. Juni 2013 um 15:16

Ohje
ich will dich nicht aufhalten, aber eine Frage würde mich noch interessieren. Können sich die Lehrer denn aussuchen ob sie nach der Methode lehren?
Ich dachte das schreibt die Schule vor und es gibt keine Wahl?
Kann es sein, dass in ein und der selben Schule ein Lehrer nach der Fibel unterrichtet und die Prallelklasse nach der Anlauttabelle unterrichtet wird?

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23. Juni 2013 um 15:29
In Antwort auf staubkorn

Ohje
ich will dich nicht aufhalten, aber eine Frage würde mich noch interessieren. Können sich die Lehrer denn aussuchen ob sie nach der Methode lehren?
Ich dachte das schreibt die Schule vor und es gibt keine Wahl?
Kann es sein, dass in ein und der selben Schule ein Lehrer nach der Fibel unterrichtet und die Prallelklasse nach der Anlauttabelle unterrichtet wird?

Bei uns JA
Hallo!

Die Frage ist zwar nicht an mich gerichtet, aber vielleicht darf ich trotzdem antworten...

Also bei uns Bayern kann ich unterrichten wie ich möchte, also die Methode kann ICH auswählen. Ich muss meine Entscheidung natürlich begründen können und die Kinder sollten am Ende des Schuljahres die Lernziele des Lehrplans erreicht haben...

Obs bei euch genauso ist, weiß ich nicht...

LG
Judit

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23. Juni 2013 um 16:31
In Antwort auf staubkorn

Ohje
ich will dich nicht aufhalten, aber eine Frage würde mich noch interessieren. Können sich die Lehrer denn aussuchen ob sie nach der Methode lehren?
Ich dachte das schreibt die Schule vor und es gibt keine Wahl?
Kann es sein, dass in ein und der selben Schule ein Lehrer nach der Fibel unterrichtet und die Prallelklasse nach der Anlauttabelle unterrichtet wird?


Und noch eine Anmerkung von mir: Es gibt auch "Mischformen" beim Schriftspracherwerb in der ersten Klasse.
Ich habe z. B. eine Fibel, mit der ich arbeite, aber gleichzeitig haben die Kinder auch eine Anlauttabelle (die sogar zur Fibel gehört!!!), die noch vor den ersten Buchstaben eingeführt wurde und die die Kinder anfangs bei freien Schreibphasen (also wenn sie "einfach so" schreiben dürfen) sehr gern benutzt haben.

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23. Juni 2013 um 16:50

Danke euch beiden
ist ja interessant. Das wusste ich gar nicht.
Dann kommt es also auf den Lehrer an ... und die kann man sich ohnehin nicht aussuchen.

sorry für meine Fehler, die Tastatur verschluckt ganz viele Buchstaben und ich merke es meist erst nachdem ich abgeschickt habe

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23. Juni 2013 um 17:03

Das stimmt
ich hatte in der Grundschulzeit auch ganz tolle Lehrerinnen
Später ging es dafür ganz schon bergab. Woran das wohl liegt

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23. Juni 2013 um 17:11


Das unterschreibe ich!sehr gut geschrieben! Zu mir kommen anfang der ersten klasse auch viele eltern panisch zu und spätestens nach weihnachten ist keine rede mehr davon.

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23. Juni 2013 um 21:12

Du hast sicher recht
bei "normalen" Kindern, aber bei Kindern wie meiner Tochter, die gar nicht richtig hört wie etwas ausgesprochen wird, für die wird es verdammt schwer. Ich merks ja schon am sprechen, 2 Jahre habe ich immer wieder korrigiert wie man soll (also Kind sagt ein Wort falsch, man wiederholt es im Zusammenhang richtig - ohne darauf aufmerksam zu machen, das es falsch war). Jetzt ist es verdammt schwer ihr die falsche Aussprache abzugewöhnen. Sie hört wenn jemand anders das Wort falsch ausspricht, aber wenn sie selber es falsch ausspricht merkt sie es meist nicht. Für die klingt das richtig. Und die falsche Aussprechweise ist in ihrem Gehirn ziemlich eingebrannt. Daher bin ich nicht besonders glücklich, dass die Methode bei ihr angewendet wird. Aber wir werden sehen wie es sich entwickelt, und vielleicht denke ich ja auch in einem Jahr anders darüber.

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23. Juni 2013 um 21:57


Ich hatte mit dieser Methode ehrlich gesagt auch erst meine Bedenken. Aber ich muss sagen in der Klasse von meiner Tochter klappte das sehr gut. Sie war sehr stolz einfach einen Satz zu schreiben der als richtig galt. Nach und nach (ab Januar ca. ) wurden Rechtschreibregeln eingeführt (eine nach der anderen ) . Und die Rechtschreibregeln wo die Kinder bereits kennen wird es als Fehler bewertet wenn was falsch ist. Inzwischen schreiben sie schon kleine Diktate .
Die Kinder lernen das ganz schnell und merken es nicht mal...

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23. Juni 2013 um 22:34

Ja
Man darf daheim nicht kontrollieren bzw verbessern. Die Kids müssen ihr geschriebenes kontrollieren abhaken, bzw verbessern. Das klappt ganz gut. Auch müssen sie frei vor der klasse sprechen , lernen wenn sie was zb von zu Hause erzählen sich auf das wichtigste zu beschränken und halten bereits kleine Referate. Auch das. Soziale hat eine immer wichtigere Rolle in der schule

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24. Juni 2013 um 5:31

Ehrlich gesagt habe ich mich damit noch
Nicht intensiv auseinander gesetzt, aber ich bin realschullehrerin und gebe deutsch und englisch. Mir fällt auf, dass Schüler schon bei vielen, sagen wir mal leichteren Wörtern, Probleme haben. Groß-und klein wird eh nicht beachtet, dehnungsbuchstaben gibt es oft auch nicht, oder im Überfluss.
Was ich sagen möchte.. ich habe es schon lange, allerdings ohne "Beweise" auf die Grundschule geschoben. Es kann nicht nur an den Kindern liegen.

Ich sollte mich mal näher damit auseinander setzen...

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24. Juni 2013 um 19:27

Also ich stehe dem ganzen dennoch mit Befremden gegenüber
Auch wenn hier viele die Methode als positiv darstellen, ist es doch so dass ich dem ganzen skeptisch gegenüber stehe.
Die Zahlen in dem Artikel sind erschreckend und es hört sich an als ob in der Praxis doch mehr auf der Strecke bleiben, als mit der klassischen Fibelmethode.

Ich muss dazu auch sagen, dass in unserer ersten Klasse nie Konzentrationsprobleme vorhanden waren. Das war in der ganzen Grundschule so, und Schule hat auch ohne Reichen Spaß gemacht.
Ich habe mit Ifix und Ifine gelernt und das war richtig toll.
Ich kann mich noch gut an die ersten Wörter die ich geschrieben habe erinnern. Und es machte auch Spaß RICHTIG zu schreiben, da man sich beweisen konnte und bemühen.
Still sitzen war auch niemals ein Problem. Keiner hatte den Wunsch zu liegen und alle waren ruhig. Obwohl die Lehrer alles andere als streng waren.
Vielleicht bin ich auch einfach eine andere Generation, keine Ahnung. Ich finde dass man von Kindern auch etwas fordern kann und kann mich mit den Ausführungen von Missdeeni identifizieren.

Den Spiegel lese ich bereits seit 25 Jahren mit Begeisterung. Ich bin Abonnent und es gibt dort wirklich gute Journalisten die ich sehr schätze. Einer ist der Vater eines guten Freundes von mir. Ich finde den Spiegel nicht niveaulos oder derart herunter gekommen.
In einigen Artikeln liegen sie sicher auch mal falsch oder übertreiben. Aber so ist das eben, man kann es nicht jedem Recht machen.
Meist kritisieren den Spiegel Leute, die ihn mal gelesen haben, also kennen und ihn nicht mehr lesen. Das lesen erfordert schon auch eine gewisse Disziplin. Und oftmals sind die Kritiker Personen, die einfach diese Disziplin nicht mehr aufbringen können und es dann schlecht reden. Denn meist lesen sie nämlich alternativ nicht etwas anderes, sondern gar nicht mehr. Da Lob ich mir dann die Spiegel-Leser, die immerhin informiert sind.
Aber damit spreche ich hier keinen persönlich an. Das ist so eine Tendenz die ich so auch im Real Life mitbekommen habe.

Rebecca, Du solltest anderen auch ihre Meinung und ihr Gefühl lassen. Du solltest bedenken, dass Du eine Tochter hast die schon fast mit allem durch ist. Ob sie ein sehr gutes Abi machen wird, wird sich heraus stellen. Ich wünsche es ihr. Jedoch sollte man nicht über ungelegte Eier reden. Ich habe schon einige abkacken sehen, die so hoffnungsvoll waren.
Hier sind vornehmlich Mütter die keinen Teenager zuhause haben, sondern Vorschulkinder oder gar Babies. Da ist es wohl in Anbetracht der Zahlen die in dem Artikel dargestellt werden auch erlaubt sein eine Methode anzuzweifeln, die derart von der Person und vom Vertrauen abhängt.

Ich bin auch nicht der Ansicht dass eine Schule reine Lehranstalt ist. Eine Schule soll selbstverständlich nicht die Erziehungsaufgabe der Eltern komplett übernehmen. Aber eine Schule hat gerade im Bereich Lernen, Konzentration, Betragen, lehren zu lernen usw. sehr wohl eine Lehrs- und Erziehungsaufgabe.
Die Kinder müssen gerade in der Grundschule lernen wie man lernt. Das ist an den weiterführenden Schulen so und an den Unis ebenfalls. Sogar an den Unis gibt es Tutorien und AGs, bei denen die Studenten nicht alleine gelassen werden, sondern ihnen beigebracht wird wie man an einer Uni lernt. Wieso sollte es an einer Grundschule anders sein.



LG

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24. Juni 2013 um 19:53

Als Lehrerin an einer
Weiterführenden Schule muss ich mich größtenteils den Skeptikern dieser Methode zuwenden! In den letzten Jahren hat sich die sprachliche Kompetenz der 5. klässler massiv verschlechtert, wenige Schülerinnen und Schüler lernen in 9-10 Jahren Schule einigermaßen fehlerfrei zu schreiben. Ob das jetzt mit dieser Didaktik zusammenhängt, weiß ich nicht! Viel macht dabei auch das Elternhaus...
Wirklich problematisch wird es dann bei SuS mit auditiven Störungen (die meisten LRS -Formen haben hier ihren Ursprung), die lernen so nämlich niemals richtig schreiben und werden noch mehr benachteiligt!

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24. Juni 2013 um 20:08

Wir haben jedes jahr
Ca. 10-20% mehr neuanmeldungen mit sonderpädagogischem förderbedarf im Bereich Sprache... Das ist die Bilanz unserer Schule... Nach offiziellen Daten recherchiere ich gerne! Aber in dem Bereich gibt es derzeit keine Si-Päd die arbeitslos wird hier in nds

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24. Juni 2013 um 20:15
In Antwort auf olga_12339352

Wir haben jedes jahr
Ca. 10-20% mehr neuanmeldungen mit sonderpädagogischem förderbedarf im Bereich Sprache... Das ist die Bilanz unserer Schule... Nach offiziellen Daten recherchiere ich gerne! Aber in dem Bereich gibt es derzeit keine Si-Päd die arbeitslos wird hier in nds

Achso
Noch was
Vorhin kamen im Radio erste Analysen der aktuellen Pisa Studie, wo besonders hervorgehoben wurde, dass besonders im sprachlichen Bereich die Kluft immer größer werden würde! Abhängig aber hauptsächlich vom sozio-ökonomischen Status der herkunftsfamilie!
Über das Sprachvermögen von unseren Schülern braucht man eigentlich nur googlen, Arbeitgeber beschweren sich da ja schon länger... Ich werde aber mal nach offiziellen Daten fragen

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24. Juni 2013 um 20:15

Ich kenne keine gs
Hier, die nicht so verfährt!

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24. Juni 2013 um 20:21

Warum???
Warum findest du das schlimm, wenn die Kinder nicht stur auf ihrem STuhl sitzen müssen???

In einem hast du recht: einen SEELISCHEN Schaden würden sie nciht davontragen, aber einen KÖRPERLICHEN!
Viele Kinder heutzutage haben schon Haltungsschäden, unter anderen auch,w eil sie zu viel sitzen! Und nur weil sie nicht auf dem Stuhl sitzen, bedeutet das ja nciht, dass sie nichts tun!!!

Für Erwachsene in sitzenden Berufen wird auch empfohlen, möglichst oft die Sitzhaltung usw. zu wechseln, um einseitige Belastungen zu vermeiden, weil das zu körperlichen Problemen führen kann!!!

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24. Juni 2013 um 21:02

Da
lob ich mir die Privatschule, da werden kinder nicht zu Versuchskaninchen....

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24. Juni 2013 um 21:05

Du verstehst nicht
Du bist viel zu sehr mit Dir und Deiner kleinen Welt beschäftigt. Es geht mir nicht um Dich oder Deine Tochter. Und Du kannst von Dir auch nicht auf alle Haushalte in der BRD schließen.

Es geht mir gerade um die Kinder die eben nicht über Eltern verfügen, die ihnen zuhaue alles vorkauen und Defizite ausgleichen.

Wie oben Puupa schon schön dargestellt hat und was auch die Pisastudie belegt hat ist es so, dass in der BRD der Schulerfolg leider noch viel zu sehr an der Herkunft und an der Familie hängt.

Da kannst Du noch so sehr darauf pochen, dass Schule keinen Erziehungsauftrag hat und reine Lehranstalt sein soll. Diesen Sonderweg geht die BRD schon seit Jahrzehnten und befindet sich damit auf dem absteigenden Ast. Das hat die Pisastudie belegt.
Nirgendwo sonst in Europa st der Schulerfolg derart vom Einsatz der Eltern abhängig. Und die Methode Reichens unterstützt meiner Ansicht nach diese Tendenz noch weiter.

Das ist einfach das Gefühl das ich im Moment habe.
Hier im Thread sind die Grundschullehrerinnen für die Methode, die Lehrerinnen weiterführender Schulen sind skeptisch und die Mütter sind geteilter Meinung.
Man sollte jedem auch seine Meinung lassen.

Ich lasse Dir Deine Meinung auch. Wenn Du von der Methode überzeugt bist ist das schön für Dich. Ich bin es weiterhin nicht. Du musst hier niemanden umstimmen oder verurteilen.

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24. Juni 2013 um 21:08

In dem Artikel ...
wurde auch eine Studie erwähn, wonach Kinder die mit der Fibel lernten um mehrere Prozentpunkte besser abgeschnitten haben, als die Gruppe die zeitgleich nach Reichens Methode gelernt hat.

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24. Juni 2013 um 23:15

Dass Du persönlich gute Erfahrungen gemacht hast glaube ich
Deine Töchter gehören auch zu den privilegierten Kindern. Es wundert mich nicht dass sie mit der Methode positive Ergebnisse erzielen konnten.
Mir geht es jedoch nicht um die Kinder die so oder so voran kommen würden, da sie interessierte Eltern haben.
Da spielt ein stückweit mein eigenes Schicksal hinein. Denn ich hatte Eltern die sich nicht gekümmert haben. Ich bin auf der Strecke geblieben, weil Lehrer an mir Experimente vorgenommen haben, die damals zeitgemäß waren und wo sie sich auch pädagogisch sehr fortschrittlich fühlten.
Was das allerdings für Konsequenzen hatte, für Kinder ohne Unterstützung, war ihnen entweder nicht klar oder egal.

Ich denke dass meine Kinder auch eher nicht zu den Kindern gehören werden die auf der Strecke bleiben werden. Mir tun nur die Kinder leid, von Eltern, die sich nicht kümmern. Und wenn das Risiko auch nur um 5 Prozentpunkte erhöht ist, tut es mir um diese fünf Prozent einfach leid.

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25. Juni 2013 um 3:46
In Antwort auf lilian_12476046

Da
lob ich mir die Privatschule, da werden kinder nicht zu Versuchskaninchen....

Auch an einer
Privatschule werden die Kinder nach den Lehrplänen des Bundeslandes unterrichtet und wenn dieser neue Methoden vorschreibt, wird das aich dort eingeführt.

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25. Juni 2013 um 3:53

Zumal
hier gerade die heutigen Grundschüler mit denen von vor 30 Jahren verglichen werden, was nicht ganz hinhaut, weil die Kinder heute einfach anders aufwachsen.

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25. Juni 2013 um 11:19

Ichahab jetzt keine Antwort gelesen
Jedoch weiß ich nun warum für mich von Anfang an klar war warum meine Tochter in 5 Jahren ausschließlich auf eine Privatschule kommen wird. Da zahl ich lieber als mir sowas anzutun. Obwohl auch bei Privatschulen nicht alles Gold ist was glänzt, aber da hab ich wenigstens das Anrecht auch zu kritsieren und werde nach eigener Erfahrung auch ernstgenommen. War selber auf einer Privatschule.

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25. Juni 2013 um 11:24
In Antwort auf sumselsum

Ichahab jetzt keine Antwort gelesen
Jedoch weiß ich nun warum für mich von Anfang an klar war warum meine Tochter in 5 Jahren ausschließlich auf eine Privatschule kommen wird. Da zahl ich lieber als mir sowas anzutun. Obwohl auch bei Privatschulen nicht alles Gold ist was glänzt, aber da hab ich wenigstens das Anrecht auch zu kritsieren und werde nach eigener Erfahrung auch ernstgenommen. War selber auf einer Privatschule.

Ich habe auch eine
Privatschule besucht bzw. zwei, aber aich in PRivatschulen hält man sich an den Lehrplan des jeweiligen BUndeslandes und vor allem: wenn die Lehrer in ihrer Ausbildung an der Uni, die sie zusammen mit denen absolvieren, die später an staatl. Schulen unterrichten, diese Methoden als Methode der Wahl gelehrt bekommen, dann wird das auch an Privatschulen unterrichtet. auch wenn man da evtl mehr Mitspracherecht hat, ist es so, dass auch dort am Ende die Lehrer über die Wahl der Lehrmethode entscheiden.

Also die PRivatschule ist nun auch keine Insel der Ruhe auf der man als Elternteil alles alleine entscheiden darf... am Ende steht immer der Lehrer.

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25. Juni 2013 um 12:01

Ich schaue da über meinen eigenen Tellerrand hinaus
Ich bin schon immer politisch engagiert und informiert gewesen und trage auch Verantwortung für meine Mitmenschen und bringe mich ein.

Daher sind mir Kinder die nicht meine sind nicht egal.

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25. Juni 2013 um 12:22
In Antwort auf sumselsum

Ichahab jetzt keine Antwort gelesen
Jedoch weiß ich nun warum für mich von Anfang an klar war warum meine Tochter in 5 Jahren ausschließlich auf eine Privatschule kommen wird. Da zahl ich lieber als mir sowas anzutun. Obwohl auch bei Privatschulen nicht alles Gold ist was glänzt, aber da hab ich wenigstens das Anrecht auch zu kritsieren und werde nach eigener Erfahrung auch ernstgenommen. War selber auf einer Privatschule.

Mhh
Wäre es nicht besser eine reformpädagogische Schule zu wählen, weil man hinter dem Konzept der SChule steht und es passender für das Kind ist, als mit dem Hintergedanken, sich in die Pädagogik einkaufen zu können?

"Ich zahl dafür, also darf ich auch mitreden..." das ist für mich ein Grund nach vielen Jahren an einer reformpädagogischen Grundschule in den öffentlichen Dienst zu wechseln - auch wenn ich mit dem Schulsystem so gar nicht kann .. und da bin ich nicht die einzige. Kritik ist meiner Meinung nach auch am Lehrer immer erlaubt, ja sogar erwünscht, wenn sie offen und sachlich besprochen wird. Probleme werden da und dort viel zu selten richtig ausgesprochen, viel mehr im Hintertürchen mit anderen Eltern bemurmelt - ob man immer was ändern kann, ist sowieso eine andere Frage.

Man kauft sich mit dem Schuldgeld doch nicht in die Pädagogik ein, um sie zu ändern, sondern um dem Kind das für ihn Richtige zu ermöglichen.




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25. Juni 2013 um 12:25

Ich
habe ja die Theorie dass je weniger die Kinder lesen, Bücher und Zeitschriften, umso schlechter ist auch die Rechtschreibung und Grammatik
ganz abgesehen von so Dingen wie die Allgemeinbildung
welche Methode genau die Kinder zum Lesen lernen benutzen ist glaube ich zweitrangig
mein Sohn hat sich das Ganze mittlerweile selbst beigebracht, momentan beginnt er Worte zu buchstabieren und vergleicht das ganze dann mit irgendwo geschriebenen Worten
zum selbst ganze Bücher lesen reicht's momentan noch nicht, er ist aber auch erst 4
Konzentration ist übrigens nicht davon abhängig ob man sitzt oder liegt
LG Dee

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