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Thema Tragen: Schreikind oder natürlicher Instinkt?

12. August 2014 um 20:18

Mich würde mal eure Meinung zu diesem Artikel interessieren!!

Schreikind oder natürlicher Instinkt?

Wer kennt es nicht? Ein Baby schreit extrem viel und kurzerhand kommt von Außen die Feststellung: Oh, dein Kleines ist wohl ein Schreikind! Auch Ärzte sprechen immer häufiger von diesem Phänomen und geben verzweifelten Eltern somit eine Begründung für das Verhalten ihres Säuglings. Doch sollte man dieses Verhalten nicht genauer hinterfragen? Nachdem ich in vorherigen Texten schon auf Blockaden, Koliken etc. eingegangen bin, möchte ich heute über ein recht sensibles Thema sprechen, über das sich viele vielleicht noch gar keine Gedanken gemacht haben. Viele Mütter berichten, dass sich ihr Kleines nur dann beruhigt, wenn es getragen wird. Sei es auf dem Arm oder auch im Tuch oder der Tragehilfe. Neben dem natürlichen Bedürfnis nach Nähe und Geborgenheit können aber auch tiefgründige Ursachen des getragen-werden-wollens dahinterstecken. Mütter, die während der Schwangerschaft mit Problemen oder gar psychischen Beschwerden zu kämpfen haben, senden diese Angstgefühle an das Kind weiter. Sie geben also eine Art Signal an das Kind weiter. Der natürliche Instinkt des Menschen ist nun darauf bedacht, seinen Mitmenschen zu trösten ihm Halt zu geben. Im Mutterleib kann das Baby der Mama durch ein leichtes Stupsen ein Zufriedenheitsgefühl ermöglichen. Die Freude über ein Zeichen seines Ungeborenen gibt der Mutter ein zufriedenstellendes Gefühl.
Auch nach der Geburt geht dieser Instinkt nicht verloren, jedoch erschwert sich nun die Möglichkeit, die eigene Mama zu trösten. Somit fordern sich die Kleinen die Körpernähe ein. Nimm mich zu dir und ich tröste dich!
Eine Mutter berichtete mir, dass ihr Sohn nach anfänglicher Zufriedenheit ohne ersichtlichen Grund schrie. Nachdem sämtliche mögliche Ursachen ausgeschlossen werden konnten entschied sie sich, ihrem Kind nun wenigstens das Gefühl zu geben, dass sie immer für ihn da ist. Sie trug den Kleinen Stunde für Stunde auf dem Arm und während dieser Zeit war der Kleine entspannt. Mit dem Entspannen des Kleinen setzte auch bei der Mutter eine gewisse Entspannung ein. Sie selbst litt aufgrund eines traumatischen Erlebnisses an psychischen Problemen. Auch bzw. gerade während der Schwangerschaft sorgten diese Probleme oft für getrübte Stimmung. Mit erhöhtem Pulsschlag bewegte sich ihr Kleiner auch mehr. Damals sorgte dieses Stupsen ihres Sohnes für ein wohltuendes Gefühl. Somit konnte sich die Mutter entspannen. Ein Zeichen für das Kind, dass es bereits in der Lage war, seine Mutter zu trösten. Jetzt nach der Entbindung ist es also der Instinkt oder auch das Bedürfnis des Kindes, für seine Mutter da zu sein.
Daher sollte man einem Kind niemals unterstellen, es sei schon verwöhnt oder einfach nicht fähig allein zu sein. In Gesellschaft zu sein ist ein natürliches Bedürfnis. Die Möglichkeiten, der Mutter etwas Gutes zu tun, sind in diesem Alter noch begrenzt. Somit ist das Einfordern der Körpernähe die einzige Methode für das Baby. Natürlich ist es nicht festgelegt, dass Kinder von psychisch auffälligen Müttern viel schreien und die o.g. Körpernähe einfordern, jedoch kann es eine Erklärung dafür sein, dass ein Kind extrem viel getragen werden möchte. Und daher versteht es sich dann auch von selbst, warum sich viele Kinder nur bei ihrer Mama beruhigen. Denn mit der eingeforderten Körpernähe verfolgen sie ein bestimmtes Ziel: Die Zufriedenstellung der Mutter, auch wenn diese es mit der Zeit wohl nicht mehr als Zufriedenstellung sehen dürfte, wenn das Kind mehr als eine Stunde am Stück auf dem Arm oder im Tragetuch ist.
Im folgenden Artikel stelle ich euch geeignete und vor allem rückenfreundliche Tragen und Tragetücher vor. Denn wenn man seinem Kind diese Nähe schenkt, dann auch bitte ergonomisch optimal!

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12. August 2014 um 20:30

Versteh
die intention des artikels irgendwie nicht. dass es keine schreikinder gibt oder dass auch kinder, die normale bedürfnisse äußern zu schnell in die kategorie gesteckt werden? ersteres wäre sicher ein shlag für viele eltern von schreikindern, die sich auch bei ständigem körperkontakt nicht beruhigen ließen.

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12. August 2014 um 20:33


Das ist aus irgendeinem Blog. Habs selbst nur kopiert bekommen. Ist aber wohl keine Werbung für irgendeine Trage.

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12. August 2014 um 20:45


Hm.... Vielleicht mag die Theorie ja stimmen (bei mir würde es hinkommen), aber wie schon geschrieben wurde ist es ein Schlag ins Gesicht gesagt zu bekommen, dass man selbst dran Schuld ist, dass das eigene Kind schreit. Ich trage meine ca. 20h am Tag. Und ich muss zugeben, dass sie auch sehr oft in der Trage schreit. Welche Erklärung soll es denn dafür geben? Immerhin hat mein Kind laut dieser Theorie doch dann genau das was es braucht.

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12. August 2014 um 21:55


Ein Schreibaby beruhigt sich auch in der Trage nicht.

Ein Kind, was nur schreit wenn es abgelegt wird ist kein Schreibaby!

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12. August 2014 um 22:09

Dieser Theorie kann ich
überhaupt nicht zustimmen.

Meine beiden ersten Schwangerschaften waren psychisch eher sehr anstrengend für mich und sorgenbelastet.
Und dennoch waren die beiden Kinder richtige Anfängerbabys.

Ich behaupte aber, dass ich trotz allen äußeren Umständen immer eine gewisse innere Ruhe bewahrt habe und vor allem nie das Baby oder die Schwangerschaft an sich als belastend empfand. Und das hat sich vielleicht positiv aufs Kind übertragen.
Aber ich glaube nicht daran, dass es nur daran lag. Viel eher bin ich davon überzeugt, dass eben jedes Kind anders ist und dann eben die Reize nach der Geburt anders verarbeitet.
Beim dritten Kind war es dann nämlich so, dass er, wenn die beiden Großen in der Schule waren und es relativ ruhig und entspannt war, ein völlig anders Baby war als das, das sich uns offenbarte, wenn die beiden anderen dann auch zu Hause waren. Da war er anstrengend und das Stillen klappte überhaupt nicht mehr. Selbst im separaten Zimmer im gemütlichen Sessel, etc. Da war ich nämlich dennoch zu unruhig und konnte nicht abschalten bzw. flog trotz allem ständig die Türe auf und kostete auch seine Aufmerksamkeit.
Während ich morgens ihn auch mal problemlos einfach neben mich legen konnte und mich in Ruhe auf den PC auf der ARbeit einloggen konnte, d.h. auch nicht mit der vollen Aufmerksamkeit bei ihm war, ging es nachmittags überhaupt nicht. Und das lag dann nicht daran, dass er meine volle Aufsmerksamkeit wollte, sondern das Drumherum einfach spannender fand, aber ihn dennoch überlastete.
Und während nun eben das eine Kind durchtickt, weil zwei präpubertäre Mädels Rambazamba im Haus machen, so ist es für ein anderes Kind schon zu viel Reizüberflutung, wenn normaler, ruhiger Alltag herrscht.
Jedes Baby hat seine eigene Schmerzgrenze. Und bei manchen ist die schon beim einfachen Dasein auf der Welt überschritten...

Woran das liegt? Sicherlich nicht an der Mutter oder an deren Verhalten. Manche Dinge kann man zwar verändern und anpassen, aber den Grundtypus des Babys nicht.
Dafür ist vielleicht ein Schreikind später weniger anfällig für Trotzalter-Turbulenzen oder präpubertäres Drama?
Vielleicht haut das Kind einfach den gesamten Weltschmerz in das erste Lebensjahr?

Und eines glaube ich auch ganz fest: Jede Mutter bekommt nur das, was sie ertragen kann!
Selten berichten Mütter, die schon genug um die Ohren haben und mit sich selbst kaum fertig werden von "Schreikindern". Sie mögen zwar ihr "normales" Kind für belastend und anstrengend halten, aber selten bekommen die, die eh schon mit sich selbst total viel zu tun haben, auch noch ein Kind, das Sonderbedürfnisse hat.
Eher umgekehrt, oder?
Und auch wenn keiner versteht, warum das so ist und warum nun manche da echt durch harte Zeiten durch müssen, so ist es doch wenigstens meistens so, dass die Schreikinder Eltern abbekommen haben, die das einigermaßen aushalten. Auch wenn sie auf dem Zahnfleisch daherkommen..


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12. August 2014 um 23:33

Oh je
Hätte ich diesen Text vor nem Jahr gelesen kann ich garantieren das ich umgehend bei nem Therapeuten angerufen hätte! Ich fand die ersten Monate irre belastend und weil es logisch ist das ein so kleines Würmchen NICHTS dafür kann sucht man automatisch bei sich, man macht und tut was dem Kind helfen könnte und man vernachlässigt sich in gewisserweise selbst um voll und ganz seinem kleinen, hilflosen Kind zu helfen und es tut einem selbst extrem weh sein Kind so zu sehen und zuhören. So ein Text hätte mich persönlich wirklich aus der Bahn geworfen! Und auch wenn ich den Text jetzt lese bekomme ich ein schlechtes Gefühl und denke darüber nach ob das vll alles der Grund ist warum sie mit knapp 14 Monaten immer noch sehr fordernd und willensstark ist. Aber das ist Quatsch, sie ist einfach so und seit dem ich mir dieser Tatsache bewusst bin funktionierts. Außerdem ist schreien befreiend, ist es doch auch für uns Erwachsene hin und wieder. Vll finden manche Kinder ihre beruhigung durch schlafen und andere durch schreien, auch hier sehe ich wieder parallen zu uns Erwachsenen. Es gibt welche die ziehen sich die Decke über den Kopf nachm Motto: Nichts sehen, nichts hören und die anderen werden laut oder müssen aktiv sein wenn etwas stört... Ich denke auch eher das Säuglinge schon ihren "Charakter" haben (kann man das so sagen?)

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13. August 2014 um 14:47


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